Origin – Unparalled Universe

https://www.facebook.com/Origin

Erscheinungsdatum: 30.06.2017

Agonia Records / CD – LP / Death Metal / USA / 10 Songs / 40:54

Da sind sie wieder, das wahnsinnige Quartett, welches ich seit Beginn schätze, ehre und beneide. Diese Fähigkeiten möchte ich auch mal haben. Meinen absoluten Respekt haben sie eh und meinen imaginären Hut ziehe ich ständig, wenn ich sie höre
Seit dem ich erfahren habe, dass am 30.06.2017 Vinyltechnisch neues Material zu hören ist, bin ich in stetiger Erwartung. Schnell das Bundle bestellt und nun habe ich glücklicherweise die Promo bekommen.

Die Rede ist natürlich von ORIGIN, ORIGIN; ORIGIN und yeah, fucking ORIGIN.
Schlecht können die sowie so nicht und spätestens seit dem Jason Keyser, der ehemalige Skinless und Mucopus Sänger dabei ist, gehen die auch live ab wie ein Zäpfchen.

Vorab gab es schon mal den Song:”Accident and Error”. Ich war gleich Feuer und Flamme. Der Song wird auf dem Album als zweites zu hören sein.
Los geht es aber mit “Infinitesimal to the Infinte – ein 143 Sekunden langer Opener, der nur in die Fresse geht und mich völlig aus den Latschen holt. Genauso rasant geht es mit dem oben genannten “Accident and Error” weiter. Fresse halten und abdrehen. Dieses Gitarrenspiel von Paul Ryan ist einzigartig, ebenso wie die Basslinien von Mike Flores, dem ehemaligen Gorgasm Member. Über alles erhaben ist aber das Drumming von John Longstreth. Wahnsinn, welche Tightness.
“Cascading Failures, Diminishing Returns” z.B. Hier wird mit dem Tempo variiert und megageile Riffs gezaubert, welches John mit seinem Drumming zerstört. Am Ende wird man sogar etwas ruhig. Auch “Mithridatic” kommt eher groovig daher. Bei Origin ist dieses natürlich absolut technisch auf hohem Niveau und absolut druckvoll. “Truthslayer” haut wieder alles kurz und klein, verdammt fix und am Ende hin am drücken und grooven, wobei John die Doublebass wieder durchdrehen lässt. So was von geil!
Langsam einfädelnd kommt der Song “invariance under Transformation” um die Ecke und kriecht so förmlich vor sich hin, natürlich mit geilen Riffs und technischem Drumspiel, aber schon beinahe slammig und bringt eine geile Abwechslung ins Spiel, bedenkt man, dass die 5 Songs vorher ordentlich Gas gegeben haben.
Wie auf dem ganzen Album regiert auch hier der wechselnde Gesang. Jason`s kräftigen Growls treffen auf Paul`s Screams. Passt. Der Song beruhigt einen wahrlich, holt einen von dem Speedtrip runter und ist eher ungewöhnlich für die Band, lädt aber natürlich zum langsamen bangen ein und John`s Doublebass rastet auch mal aus.
“Dajjal” erinnert vom Riffing ein wenig an Nile und ist für mich als nicht Instrumentalist am Anfang sehr verwirrend, ändert sich aber, wenn Origin die Fahrt aufnimmt. Typische Origin – Grooveparts sind natürlich vorhanden. 154 Sekunden leckerer Wahnsinn.
“A Burden of Prescience” kommt gitarrentechnisch am Anfang schleppend daher. Dieses darf natürlich nicht so bleiben. Tempo wird angezogen, dann aber wieder rausgenommen und wieder angezogen. So muss es bleiben. Die Obertöne klingen hervorragend. Ich liebe diese Quietscher. Wieder ein absoluter Abgehsong. Dann Break, Vorspieler und voll auf die Fresse. Jaaa…..und dann wird gemosht bzw. geslamt. Langsam das Bangen einstellen und ab in die Circle Pit. Natürlich nur kurz, denn dann geht es nur auf die Fresse. Argh. so liebt der Vadder das und wieder Slam… und dann aus.

Nun folgt eine neun minütige Metzelorgie namens “Unequivocal” mit richtig geilen Abgehriffs und hier setzt sich der wechselnde Gesang besonders in Szene.Am Anfang zieht der Song zwar ein wenig, kommt aber absolut brutal daher.Die rasselnde Doublebass – ich werde narrisch. Mitten drin nimmt man dann das Tempo raus und bietet vom Riffing her eher Midtempo, natürlich mit geilen Solis. Welch Riff, völlig genial. Und dazu dass passenden Drumming und ohne Vocals, dass kommt so fett und hat eine ganz gewisse Atmosphäre. Burner. Break, noch ein neues Riff und dann nochmal Fahrt aufnehmen, alles ohne Vox. Geil.

Am Ende gibt man mit “Revolucion” Brujeria die Ehre und covert den Song in typischer Origin Manier.

Seit 1997 sind diese Mannen aus Kansas dabei und seit dem Album “Origin” bin ich begeistert von ihnen. Das siebte Album namens “Unparalled Universe” zeigt allen Metalheads, wie man Technik, Brutalität und Death Metal verbinden kann und muss. Zusammen mit Cryptopsy definitiv die beste Band in diesem Bereich. Der Papa ist begeistert und kann es kaum erwarten, die Platte in der Hand zu halten.

PFLICHTKAUF!

Tracks:
1. Infinitesimal to the Infinite 02:23
2. Accident and Error 03:41
3. Cascading Failures, Diminishing Returns 04:19
4. Mithridatic 03:13
5. Truthslayer 02:07
6. Invariance Under Transformation 04:36
7. Dajjal 02:34
8. A Burden of Prescience 04:02
9. Unequivocal 09:54
10. Revolucion (Brujeria cover) 04:05

09/10

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Anasarca – Survival Mode

Erscheinungsdatum: 25.05.2017 USA – 14.06.2017 Europa

Sevared Records / CD / Death Metal / Deutschland / 14 Songs / 51:10 Minuten

Ach ja, ich bin nun Mitte vierzig und da darf man wohl mal eine Nostalgieträne verlieren. Sehr froh war ich, als Bandchef Mike vor ein paar Jahren sagte, dass er Anasarca nun endlich wieder startet und an der Gitarre meinen Freund und Mitstreiter von Tears of Decay dabei hätte.Hinzu kommt die Dampfmaschine Dirk, der dem einen oder anderen Death Metal Head ein Begriff sein dürfte. Besonders bei DESPOENDENCY hat er schon bewiesen, wie man die Blastbeats ordentlich präsentiert. Der Carsten von Truth of Blood rundet das Paket an.
Anasarca waren bis 2004 eine sehr geile Death Metal Combo aus meiner Heimatstadt Emden , die weltweit anerkannt war, zu mindestens im brutalen Sektor. Kein Wunder, bei Alben wie “Godmachine”, “Moribund” und “Dying”. Im Jahre 2015 gab es dann mit der Ep “survival Mode” ein erstes Lebenszeichen und der Zuspruch der Gemeinde war gut.

Live konnte ich sie für meine Fest “Ear Terror” gewinnen und dieses Jahr spielten sie eine Show zusammen mit Fearer, geilomat.
Bei diesem Konzert konnte man schon ahnen, wie die neuen Songs klingen würden.

Als Ostfriese hat man es in diesem Jahr eh sehr gut, denn neben der Reunion von Fearer, diesem neuen Album von Anasarca, werden die Bands Apallic, Monster und Elegy Remains auch noch was rausbringen dieses. Läuft. Sei es drum.

Nach Möwengeschnacker und einer kleiner Sequenz mit dem Begleitspruch ” Your time has come” endet das Warten und nach 13 Jahren startet das Album Nummer 4 der Emder Vernichtungsmaschine ANASARCA. Mit “Drinking Blood” macht man den Leuten schnell klar, dass man keine Gefangene macht und dass vor allem die Wartezeit sich gelohnt hat. Zum Glück hat sich der Stil der Band kein bisschen verändert und so setzt man quasi nahtlos an. Kein Wunder, denn heute wie vorher ist überwiegend der Mike für das Songwriting verantwortlich. Doch besonders erwähnen möchte ich hier den Dirk. Die Drums sind so geil,technisch auf sehr hohen Niveau. Ich hatte so eine Befürchtung, dass das Album zu schnell wird, sofern es etwas gibt, aber der Bursche kann eben auch mal drosseln und somit absolut Druck aufbauen. Respekt und schockt.

Des weiteren hat der Meister Cord Hanken einen absolut geilen Sound gezaubert. Der klingt halt wie auf den alten Scheiben, absolut druckvoll, dreckig, aber klar
differenzierend und passt wie der Kluntje im Tee. Fett. Laune, Stimmung geht bei mir gleich nach oben.

Mikes druckvoller und tiefer Gesang kommt abwechselnd mit Screams daher und knallt, Hier und da ein paar Sprachsequenzen.

Ansonsten haben sie nichts verlernt, besonders beim Songwriting nicht. Die Songs “Survival Mode” “Donner Party”,”571″ und “Schnapslegende “Blue John” kennt man schon von der EP, aber da nicht jeder im Besitz dieser ist, wurden sie zurecht mit neu aufgenommen. Zumal bei “Survival Mode” noch Kam Lee als Gastsänger gewinnen konnte.
Muss man nichts zu sagen, oder?
Einziges Manko für mich ist eben, dass es nur 5 neue Songs gibt. Dafür haben es dieses aber in sich.

Vor allem hat die Band ein Wiedererkennungswert. Melodische Leads und Riffs werden von den Drums zerstört, hinzu kommen abgehackte Riffs, die betont werden und der passende Gesang darauf. An Geschwindigkeit mangelt es definitiv nicht. Hinzu kommen dann noch schleppende Parts, die mit schöner durchgehenden Doublebass begleitet werden. Herrlich. So spielen heutzutage quasi nur Anasarca. Der amerikanische Death Metal ist klar als Vorgabe zu erkennen, wird aber durch eigene Ideen verfeinert.
Richtig geil wird es immer, wenn man mit einen melodischen Riff vorspielt und der Dirk dann alles drumtechnisch zerstört und Mike seinen Gesagng, teilweise doppelt, darauf knallert. Vor allem beim Titeltrack brechen alle Dämme. Der Song “Survival Mode” dürfte nun wirklich alle überzeugen, mit dem Refrainpart und den schleppenden, aber brutalen Sequenzen.

Den Song “Drinikng Blood” als Opener an zusetzten war genau die richtige Entscheidung, denn der Hörer wird von der ersten Sekunde mit genommen auf eine angenehme brutale Art und Weise. Aber auch Songs wie “Cannibal” (der Anfang und diese abgehackten Parts, fett), “Touching the void” oder der Rausschmeißer “Endurance” gehen diesen markanten Weg und können mich begeistern.

Klaro bin ich voreingenommen, da es ja Kumpels von mir sind und mit Steffen sogar einer meiner ältesten Freunde dabei ist, aber ich glaube, dass jeder, der ein bisschen Ahnung vom brutalen Death Metal amerikanischer Natur hat, meine Meinung teilen wird. Geiles Brett.

Nach neun Songs ist aber noch nicht Schluß. Mit “Godmachine” und “Scorn” hat man zwei meiner Faves nochmal neu aufgenommen. Oben drauf gratis noch die Songs “Paralyzed” und die Cover “Godly Beings (Obituary) und “Dogmas Ignored ( Vomiting Corpses ), die alle aus der “Dying” Zeit stammen, gepackt,

Death Metal Victory! Verdammt fettes Brett. Der Deal mit Sevared Records ist aber so etwas von verdient. Pflichtkauf.

Tracks:
1. Drinking Blood
2. Survival Mode (guest vocals by legendary KAM LEE)
3. Cannibal
4. Blue John
5. Touching the void
6. 571
7. Pacific Dread
8. The Donner Party
9. Endurance

Bonus-tracks:
10. The Weird Ways (re-recorded, from the first album “Godmachine”)
11. Scorn (re-recorded, from the first album “Godmachine”)
12. Godly Beings (Obituary coversong, “Dying” recording session)
13. Paralyzed ((old-school-tribute, “Dying” recording session)
14. Dogmas Ignored (Vomiting Corpses coversong, “Dying” recording session)

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Aeon of Disease – Veil of Oblivion

https://www.facebook.com/aeonofdisease/

Erscheinungsjahr: 01.06.2017

Neckbreaker Records / CD – LP / Death Metal / Deutschland / 10 Songs / 31:25 Minuten

Das kleine, neu gegründete Label Neckbreaker Records aus dem Osten aus der Republik schickt sich an, F.D.A.Records Konkurrenz zu machen und sammelt starke Truppen um sich rum.

Neben dem geilen Duo “Inert” gibt es noch Demored und Star of Madness und nun haben sie sich auch noch meine Kumpels von Aeon of Disease!
Und womit? Zu recht. Die Burschen aus Vechta zocken nach gar nicht so lange zusammen, haben sich rohen, alten Death Metal auf die Fahne geschrieben , spielen ein Konzi nach den anderen und werden uns bald auch in Ostfriesland besuchen. Im Jahre 2016 haben sie ein richtig leckeres Demo herausgebracht. Der Song “Iron Domination” ist aber der einzige, der übrig geblieben ist.

Mit einen schönen veträumten und romanischen, aber auch ein wenig traurigen Intro geht der Spaß los. Langgezogenes, melodisches Death Metal Riff und ab dafür. Das Zopfband aus den Haaren genommen und die Matte im Rhythmus des schleppenden Midtempokrachers ” Mercanaries of the ancient ones”. Besonders das melodische Lead bleibt

hängen und erzeugt eine bedrohliche Atmosphäre. Sehr geiler Song, der Appetit auf wesentlich mehr. Growls und aggressive Screams reigen sich ein und schön ist das Leckerlie auch Geschichte.
“Divine Range” kommt gleich zu Beginn wesentlich aggressiver und schneller aus den Boxen gekrochen, aber auch hier regiert die Melodie und diese Eigenschaft zieht sich durch das ganze Album. Richtig schnell werden die Burschen eigentlich zu keiner Zeit, haben sie auch gar nicht nötig, denn man kann auch so genug Druck aufbauen.
Schleppende Midempoparts mit einer durchgehenden Doublebass finde ich persönlich auch geil, auch wenn auf Dauer des Albums gesehen ich mir schon ein paar mehr richtige Ausraserparts gewünscht hätte, denn so nutzt sich das Album am Ende hin ein wenig ab.
Das Demo 2016 hatte mich aufgrund der Bolt Thrower lastigen Elemente schon sehr überzeugt und auch das Debut kann mich durchaus begeistern. Allerdings entfernt man sich von der Trägheit und Schwerheit der britischen Bolzenwerfer und besonders im Hinblick der melodischen Leads und melodischen Riffs nähert man sich ganz stark den Burschen von Amon Amarth. Besonders beim oben beschriebenen Opener ist dieses zu hören. Zum Glück bieten die Burschen aber noch genügend andere old school Elemente, so
dass man nicht von einer Kopie oder so sprechen muss, sondern nur vom Einfluß der Band. Dieses dürfte aber jeden Death Metal Fan auffallen.
Mir gefällt diese Zusammensetzung, denn die vorhandenen Melodien sitzen und machen Laune. Wie gesagt, auf Dauer hätte ich mir ein wenig mehr Härte im Form von schnellen Drumparts gewünscht, ist aber eine subjektive Angelegenheit. Aus diesem Grunde sind “Trial by combat” und “Merciless nothern chaper” auch meine Faves, denn hier geht es zur Sache

Ich kann meinen Kumpel Thomas nur zu einen gelungenen Debut gratulieren und freue mich auf unser nächstes gemeinsames Bierchen. Besonders Amon Amarth Fans, aber auch allen old school Death Metal Fans kann ich dieses Ding ans Herz legen. Zu mal die Burschen noch echten Underground verkörpern!

Tracks:
1. Disease Rising
2. Mercenaries of the ancient ones
3. Divine rage
4. Dawn of Sickness
5. Sadistic rites of Carnage
6. Veil of Oblivion
7. Trial by combat
8. Merciless nothern chaper
9. Iron Domination
10.Message of heresy

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