Order to ruin – Return to Ceyrior VII

https://www.facebook.com/OrderToRuin

Erscheinungsjahr: 10.02.2018

Eigenproduktion / CD / melodischer Death Metal / Deutschland / 9 Songs / 37:25 Minuten

Das ehemalige Misery Speaks und Grimblade Mitglied Dennis Pfeffer war mal wieder so frei, mir das neue Material seiner aktuellen Combo Order to Ruin zuzusenden. 7 Alben, dafür brauchen einige Bands 30 Jahre, so aber nicht OTR aus Münster. Wer bei mir regelmäßig die Reviews liest, wird sich wundern, denn das letzte Review zu OTR ist
noch gar nicht so lange her. Seit 2011 gibt es die Band erst. 2 EP´s kommen auch noch dazu. Respekt. Ich bin mir sicher, dass der Dennis schon bereits am achten Album arbeitet. Alles in DIY Manier. Aber erstmal zu “Return to Ceyrior VII”. Mal sehen, was das Trio Infernale uns anbietet.

Maschinelle und futuristische , mit Computerstimme versehende Klänge und einen Countdown gibt es zu Beginn und man könnte meinen, nun geht es in Richtung Fear Factory los, aber weit gefehlt, Freunde der Nacht.
“The stormlake`s Tale ” macht genau dort weiter, wo sie beim Vorgänger aufgehört haben. Sie lassen zur keiner Sekunde zweifeln, dass OTR ihren Weg gefunden haben.
Melodischer Death Metal der alten Schule steht an der Tagesordnung. Göteburg wurde kurz nach Münster transportiert und so hört man hier natürlich feinen schwedischen Death Metal. Der Song wird getragen von der Melodie, Soli darf auch nicht fehlen. Den druckvollen und schönen Mittelparts mit Twingitarren und die typischen düsteren
Screams. Eben alles Zutaten, die man kennt und liebt.

Mit einer langsamen getragen Melodie geht es bei “Dating Lucifer” los. Kurzer Vorspieler , Tempoaufnahme mit Uftata und dann in den melodischen Refrainpart. Der Song ist eher in ruhigen Gefilden unterwegs, macht aber Laune,

Ich muss sagen, dass es Bands aus dem melodischen Death Metal es im Moment bei mir echt schwer haben, denn die neue Night in Gales knallert alles weg für mich in diesem Bereich. So hätten In Flames heute klingen sollen.
“Mary Jane” kommt im Gegensatz zu “Dating Lucifer” wesentlich aggressiver und schneller aus den Boxen, bietet geile Riffs und natürlich eine fette Melodie.

Nun aber zum besten Song und dieser ist natürlich der Namensgeber” Return to Ceyrior VII”. Der ist quasi durchgehend melodisch, wechselt herrlich das Tempo und auch der Gesang wird gepaart. Dieser Refrainparts ist wirklich absolut fett. Dann nimmt man das Tempo heraus und baut ein Sprachsequenz mit Cleangitarrenpart ein. Düster und atmosphärisch. Mit drückenden Midtempopart und danach fetten melodischen Elementen geht der Spaß weiter. Sehr einfallsreich und fett und zurück zum Hauptpart. Yeah.

In 38 Minuten bekommt man genau das, was man von Ihnen erwartet und zwar auf dem Punkt gebracht. wer Abwechslung, Technik oder Blastbeats hören möchte, sollte sich eine andere CD zu legen. OTR sind zu 100 % melodischer Death Metal. Aus und Basta.

Ich hoffe, sie bleiben bei dieser Qualität. Sicherlich ist nicht alles Gold was glänzt, aber überwiegend knallt das Album ordentlich.

Einflüsse: (old) In Flames, Dark Tranquillity, At the Gates, Gates of Ishtar, Iron Maiden, Everdawn…Damit dürfte eigentlich alles gesagt sein.

Mal sehen, ob in 2019 das achte Album erscheinen wird. Obwohl der Rahmen natürlich schon eng gesteckt ist. Möglich ist aber, da die Band nicht live auftritt.

Wer die neue Night in Gales sich holen möchte, soll sich gleich OTR dazu bestellen.

Tracks:
1. World Eater (Intro)
2. The Stormlake’s Tale
3. Dating Lucifer
4. Mary-Jane
5. Return to Ceyrior VII
6. Alone with My Knife
7. Into the Devil’s Mansion
8. The Conjurer
9. The Bearing of Time

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Killing Capacity – Machines of war

https://www.facebook.com/killingcapacity/

Verofentlichungsjahr: 13.01.2018

Eigenproduktion / CD / Death Metal / 4 Songs / Deutschland / 17:02 Minuten

Das Vier Mann Todeskommando aus Hof, rund um Timm ( Ex -Mourning Divine und Ex – Mutilated Remains ) , zockt seit 2016 zusammen und liefert uns hier nun ihr erstes Todeszeichen, in Eigenregie und in Form einer EP.

Todeszeichen, so geht es auch los. Mit den Bombensirenen und Kriegsgeräuschen geht der Spaß los. Death Metal, Death Metal und noch einmal Death Metal. Klaro, dass ist Papas Baustelle.

“Machines of war kommt” zügig, knackig und dreckig aus den Boxen gekrochen. Prägnante Riffs, Tempiwechsel und dunkle, screamige Vox begleiten das Tagesgeschehen.Die Gitarren kommen direkt aus dem Baufachgeschäfts und sind zum sägenbereit. Death Metal der alten Schule, Death Metal der Neunziger, der Spaß macht.

“Homicidal Rage” erinnert mich dann an eine Band zur Massive Killing Capacity Phase. Dismember, die wahrscheinlich beste schwedische Death Metal Band .Das melodische Riff ist federführend und die Drums treibend. Passt.Ob die Band ihren Namen daher hat, weiß ich nicht, ist aber gut möglich, denn auch die Vox gehen eher in die alte schwedische Schule.

Schwedischer Death Metal alleine klingt natürlich anders und so hört man an einigen Stilen auch Elemente aus dem Hardcorebereich heraus. Aber keine Sorge, die Burschen sind weit entfernt von modernen Einflüssen . Die Hardcoreinflüsse sind eher drückende Parts.

Grooven und langsame Parts haben die Burschen auch drauf und so kombinieren sie das ganze zu einer dreckigen Einheit, die man sich absolut geben kann. Natürlich gab es das ganze schon einmal, ist ja klar, wer macht schon im Death Metal, gerade im old school Death Metal, etwas neues. Auf die Zusammenstellung kommt es.

Europäischer Death Metal der alten Schule hat es den Burschen angetan und mit dabei ist man versucht, schon Abwechslung ins Spiel zu bringen und so klingen zum Beispiel “Homicidal Rage” und “Trauma” total verschieden, wobei letzteres mich aber nicht unbedingt mitnimmt auf ihre Reise und zack, nach 17 Minuten ertönen noch einmal Kriegsgeräusche und der Spaß ist vorbei. Repeattaste und ab dafür. Gerne.

Schwedischer Death Metal ala Dismember und Entombed trifft auf groovenden und stampfenden britischen Death Metal ala Bolt Thrower und Bendediction. Hier und da sind auch Einflüsse der deutschen Meister von Morgoth zu hören. Bisschen Hardcore drauf und ne kleine eigene Note und fertig ist der Spaß. Recht knapp, aber absolut zu gebrauchen. Hier und da noch ein wenig druckvoller dürfte es sein und die Produktion natürlich auch ein Stückchen besser, aber ansonsten hört man auf “Machines of war” eben gut arrangierten Death Metal.
Man darf also schauen, wie die Band sich entwickelt und wie ein ganzes Album klingen wird. Ich denke, der Timm wird mich auf den laufenden halten, hehe.

01. Machines of War 04:05
2. Homicidal Rage 02:25
3. Counter-Coup 02:21
4. Addicted to Death 03:12
5. Trauma 04:59

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Rotengeist – The test that divides us all

http://www.rotengeist.pl/

Erscheinungsjahr: 24.04.2017

Defense Records / CD / Progresssiver Thrash / Polen / 8 songs / 31.52 Minuten

Eine weitere polnische Band des Labels Defense Records. Das Trio, welches ansonsten auch noch die Band Sacrificer am laufen hält, zockt seit 2005 bereits zusammen und haben es inklusive dieser Veröffentlichung auf drei Alben gebracht.

“Butchers Bill” fängt, so wie man es gewohnt es, mit einem Intro an. Marschierende Schritte dazu und langsamen Einsatz der Instrumente, bis man dann ca. eine Minute zum ernsten Teil des Spasses übergeht. Die Stimme erschallt, sehr thrashig und Drumgekloppe sowie ein dominantes Riff erscheinen am Firmament. Der Refrainpart, der folgt, bringt doppelten Geang zum Vorschein und kommt eher groovend und schleppend aus der Ecke gekrochen. Dieses wiederholt sich und macht durchaus Laune.

Der Nachfolger “Nightmare within Nightmare” kommt zu Beginn zügig mit geilem Riffing aus den Boxen geknall und liefert eine ordentliche Portion Abwechslung, überwiegend eben durch den Tempowechsel. Besonders das Riffing schockt.”

Bei “Moments of the Ecstasies” steht man bei den Beckennanschlägen auf und schreit:”Heh,Heh.Heh. Die Faust ist natürlich auch in der Luft. Schleppend geht es los, bis man mit einen fetten Riff abdreht. Guter Song, definitiv.

Und so gehen die anderen Songs auch und man hat 32 Minuten einen Heidenspaß.

Der Bay Area Thrash steht ganz oben auf ihrer TO DO Liste, allerdings rutschen immer wieder ganz geile Death Metal Elemente mit herein. Dabei versuchen sie, sehr abwechslungsreich zu agieren und dieses klappt auch ganz gut. Besonders wenn die Drums im Uftata Format agieren gehen sie gut ab, aber auch die Solis, die atmosphärischen Parts und die Tempiwechsel können mich begeistern.

Es ist sicherlich nichts neues, was uns Rotengeist hier anbieten, aber sie machen ihre Sachen richtig gut. Langeweile geht anders, auch wenn ich die Stimme nicht ganz so durchschlagkräftig, wie z.B. bei Exodus.

Sei es drum, leckeres Album, allerdings fehlt noch ein bißchen, um ganz oben mitspielen zu können. Es fehlt mir ein wenig die Aggression. Und so einen richtigen Hit sucht man hier vergebens, muss aber auch nicht, denn Spaß genug hatte ich auch so.

Tracks:
1. Butcher’s Bill 04:38
2. Nightmare Within Nightmare 05:02
3. Moments of the Ecstasies 03:20
4. Pray, Hate… Fight! 03:58
5. Lunatics Fanatics 05:09
6. New Direction 02:51
7. Gest Idoli 03:38
8. The Test That Divides Us All 03:16

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