Hellsodomy – Chaostorm

https://www.facebook.com/hllsdmy666/

Erscheinungsjahr:06.06.2016

Go Fuck yourself Productions / CD / Death Metal / Türkei / 8 Songs / 34:45 Minuten

Mit 2 ehemaligen Mitglieder der Combo “Godslaving Hellfire” machte man sich im Jahre 2011 auf, um ein neues Gewitter aus der Türkei auf die Menschheit loszulassen. Das Quartett brachte 2014 ein Demo heraus, 2015 eine EP und nun 2016 das Debut via Go fucking yourself Production.
Mit diesem Material könnte man sich mit an die Speerspitze des Landes setzen, kein Wunder, soviel gibt es ja dort nicht und bei den meisten ist der gute Batu Cetin aktiv – Cenotaph, Drain of Impurity, Grotesque Ceremonium, Phosgendöd, Womb of Decay und Decimation wären da zu nennen, auch noch Burial Invocation.
Batu hat seine Hände hier nicht im Spiel. Muss auch mal ohne gehen und zwar sehr gut.
Death Metal der amerikanischn Natur steht auf der Tagesordnung. Sicherlich nichts neues und auch nichts innovatives, aber sehr intensiv und durchaus durchdacht und vor allem bangfähig. Die alten amerikanischen Helden wurden als Vorlage verwendet und so knattert man sich ordentlich durch die halbe Stunde Spielzeit.Mit “Total Disgust” eine echte Granate am Start.
Die Gitarre rifft vor und schon geht das Unwetter los. Schöne schnelle Uftata und geile Vocals drauf. Das Riff schneidet die Pulsader auf und man nimmt nochmal Fahrt auf. Geiler Song. Es wird ein Mitgröhlpart “Total Disgust” geboten und dann ein schleppender Mittelpart zum abbangen, bevor man dann wieder Fahrt aufnimmt, dan wieder Einzelgitarre und Vollgas. Ja, so mag der Papa das. Ist schon ein echtes Highlight, welches mit gutem und vor allem nicht 08/15 lastigen Songaufbau daherkommt. Zum amerikanischen Death Metal gesellen sich auch immer wieder thrashige Riffs, so auch bei “Total Disgust”. Am Ende noch fix ein Soli geballert und fertig ist das Süppchen.
Gleich der Opener “Sinister Force” zeigt der gemeinen Metalmeute, dass die Burschen nicht bereit sind, irgendwelche Gefange zu nehmen. Ordentliches Geholze mit langgezogene Riffs und Soli.
Allerdings klingen die ersten drei Songs eher wie eine gut gemachte Hommage an vergangene Zeiten. Ganz nett, aber so richtig komplett mireissen können sie mich noch nicht, machen aber durchaus Laune.
Ab “Total Disgust” wird es dann immer geiler und eigenständiger. Songs wie ” Mazochistic Molestation”z.B.Ordentliches Geholze mit langgezogene Riffs und Soli. Sehr nice. Das folgende “Menstruation Blood on the Pentagram” zieht irgendwie so an mir vorbei. “Coven of Abomination”, der Raussschmeisser, mit seinen Solianfang bleibt da schon eher wieder hängen. Guter Songaufbau mit zwar bekannten Riffs, die aber zünden. Die typischen Ankündigungsparts in Form von Vorspielern dürfen nicht fehlen und der Uftatapart natürlich auch nicht. Herrlich. Ich liebe es und dann gibt es Vollgas, yeppo! Nach “Total Disgust” mein Highlight des Albums.
“Chaostorm” ist eine gute Death/Thrahs Platte. Musik von Fans für Fans. Die Bands alter Tage werden gehuldigt, Sodom kann man raushören und viele amerikanische Death Metal Bands der früheren Tage wie Morbid Angel, Death, Massacre, Deicide oder Cannibal Corpse.
Gepaart mit Blastbeats, dem geilen, alten Cover und den Mitgliedernamen ( Nekro Kasil: Guitars, Vocals, TurboRodrigo: Guitars, Necrolepsy: Bass, Back Vocals Eren Steyr-Aug: Drums) hat man vieles richig gemacht. Die Spielzeit von 34 Minuten reicht für ein intensives Album aus. Fettes Teil, auch wenn man vieles schon kennt und nicht alles zieht.
I love it! Kurze Beschreibung von der Band selber: KADIKÖY ABOMINATION!!! Noch Fragen?

Hellsosodomy

Tracks:
1. Sinister Force 03:35
2. Drop Dead Ritual 03:19
3. Keepers and Sinners of the Grave 04:42
4. Total Disgust 05:30
5. Antiscene 666 03:57
6. Mazochistic Molestation 04:08
7. Menstruation Blood on the Pentagram 04:24
8. Coven of Abomination 05:10

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Harm – October Fire

https://www.facebook.com/pages/HARM/150631094987927

Erscheinungsdatum: 07.05.2016

Battlegod Prodcution / CD / Thrash Metal mit Black Einschlag / Norwegen / 9 Songs / 39:31 Minuten

Als diese Norweger 1997 sich in der Bandgründung befanden, machten sie einen Kurztripp nach Deutschland. Im wunderschönen kleinen Dörfchen in Ostfriesland namens Harmswehrum buchten sie eine Ferienpension. Der Vermieter hörte auf den Namen Harm Harms und schon ward der Bandname geboren. Dieses wurde frei überliefert und kann mit Textquellen nicht belegt werden.
Seit 1997 verunsichern sie jetzt schon diesen Erdball und Anfang des Jahres hat das Label “Battlegod Production” nochmal das Debut mit einigen Extras herausgebracht. Davon war ich ja schon begeistert und die Band kündigte an, dass es dieses Jahr ein neues Album geben wird. Und tjaka, da ist es und genau das habe ich erwartet. Nicht mehr, aber schon gar nicht viel weniger.
Gleich “Devastator” knallt mit soviel Dreck und Druck aus den Boxen, dass die Sau das Schlammbad verläßt, um ordentlich durchzudrehen. In diesen knappen 40 Minuten hat sie auch kaum Zeit, sich auszuruhen. Obwohl die Band bei dem ganzen Vollgas auch ganz gerne mal Teepausen einlegt, um so die Spannung aufrecht zu erhalten, so wie bei “shadow and the slave”. Schöner, langsamer Anfang. Das Riff kommt einen sehr bekannt. Das Tempo steigert sich, kommt mit geilem Songwriting und Riffing daher und bietet am Ende wieder den langsamen Part, bei dem man slowmotionmäßig ordentlich abbangen kann. Auch das nochfolgende “Red stone souls” ist eher im Midtempo beheimatet, bietet aber auch wieder geile Riffs und geile Vocalparts. Besonders der langgezogene Screampart in der Mitte, gepaart mir der durchrasselnden Doublebass und dem fetten Riff gibt einiges her. Soli obendrauf und fertig. Das Tempo wird nicht angezogen, trotzdem herrscht ein enormer Druck.
Nee Freunde, genauso mach die Mischung aus Thrash und Black Metal Spaß. Zum Glück überwiegt der Thrash Metal Aneil und somit begibt man sich in eine andere Richtung wie z.B. Destrüöyer 666 oder Desaster. Hört euch mal den Kracher “Executioner” an. Vollgas und megafettes Thrashriffing und die Vocals passen so fett darauf. Hier und da ein kleines Slayerrif entwendet, aber wen stört das schon. Der Song knattert so dermaßen in meinem Wohnzimmer. Die armen Nachbarn. Naja, die hören ja auch Metal, ob sie wollen oder nicht. So richtig fett sind sie, wenn sie einen groovenden Part zelebrieren und der Genosse Drummer schön die schnelle Doubebass runterlegt. Ich liebe es. Geilomat.
Langeweile wird hier ganz klein geschrieben, denn die Burschen gehen absolut abwechslungsreich zu Werke und können mit ihrem exellenten Songwriting absolut punkten. Überwiegend bedient man die alte Schule, traut sich aber auch, moderne Thrasheinflüsse mit einzubauen, zwar eher von untergeordneter Bedeutung, aber man hört es.
Der CD Namensgebersong.”October Fire” ist neben “Executioner” mein Lieblingssong. Schöner schleppender und teilweise atmosphärischer Song. Absolut ausgeprägtes Riffing. Hier wird sehr viel Wert auf Druck und Groove gelegt. Lecker.
Mit “Bad Omen” endet der vierzigminütige Spaß und ich hoffe, dass dieser kein schlechtes Omen ist und die Band am Ball bleibt, denn auch der Rausschmeisser ist eine Grante vor dem Herrn, überzeugt mit slayerhaftigen Riffs, geht aber schön aggressiv nach vorne.
“October Fire” ist genau die thrashige Granate geworden, die ich von diesen Norweger mit ostfriesischen Namen erwartet habe. Der blackige Einschlag und das slayerlastige Riffing , kombiniert mit geilem Songwriting und Abwechslungsreichtum kann bei mir absolut punkten. Fettes Teil.

Harm

Tracks:
1. Devastator 03:34
2. Executioner 04:38
3. Trying to Grow Wings 03:12
4. October Fire 05:41
5. Kill the King 03:02
6. Shadow and the Slave 05:40
7. Red Stone Souls 04:17
8. In These Moments 04:32
9. Bad Omen 04:55

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In Mourning – Afterglow

https://www.facebook.com/inmourningband

Erscheinungsdatum: 20.05.2016

Agonia Records / CD / Death/Doom / Schweden / 7 Songs / 53:46 Min

Der Name In MOUNING dürfte so ziemlich jeden geläufig zu sein, zumindestens hat man ihn irgendwo schonmal gelesen. Die Burschen aus Falun / Schweden haben sich im weltweiten Death/Doom längst einen Namen gemacht und haben zurecht eine ziemliche Fanscharr. Seit 2000 sind sie nun auch schon dabei und haben erstmal 5 Demos aufgenommen, bevor man 2008 das Debut auf die Menschheit loslies. Mit “Afterglow” ist man nun bei Album Nummer 4 angelangt und jeder, der diese Musikrichtung mag, wird wohl wieder mit der Zunge schnallen.
“Fire and Ocean”, mein Lieblingstrack auf diesem Album, kommt sehr gerade aus den Boxen geknallt und ist eine lupenreine, 6 Minuten lange Doom/Death Nummer, ohne große Schnörkel, zwar atmosphärisch, aber auf dem Punkt gebracht und eben sehr straight für die Verhältnisse von In Mourning. Guter Refrainpart.
“The Grinning mist” ist der nächste und sehr schwer verdaulich. 10 Minuten Song. Eine Mischung aus Death/Doom Riffs und psychedelischen und atmosphärischen, aber auch rockigen Klängen. Tiefe Vocals treffen auf melancholische Riffs, psychedelische Partes treffen auf Cleangesang. Für mich echt harte Kost. Allerdings kommt man ins träumen dabei, keine Frage. Erinnert mich an meine Kumpels von NAILED TO OBSCURITY.
Diese Marschrichtungen werden im jeden der 7 Songs niedergeschrieben, hinzu kommt noch eine ordentlich Portion Progressivität und eine absolut druckvolle Produktion. “Ashen Crown” kommt sogar teilweise sehr rockend rüber.
Den melancholischen und verträumten Anfang von “Below rise to the above” bis zum Einsetzen der Cleanvocals müssen man einfach lieben. Hier versinkt man in die Tiefe des Raums. Der Rest ist mir leider dann schon zu progressiv, obwohl sie einen Deathpart mit drinne haben. Auf Dauer ist es eben ein wenig zu lasch für meine Ohren, allerdings natürlich gut gemacht, wie eben das ganze Album. Mittlerweile hat man den ehemaligen Katatonia Drummer am Bord und der macht seine Arbeit hervorragend. Als Vergleichsband sollte man hier wohl Opeth und die vorhin schon genannten Nailed to Obscurity nennen. Die Mischung aus Melancholie, Death Metal, Doom Metal, Rock, Melodie, Psychodelic und Progressivität haben die Jungens aus dem hohen Norden echt drauf, muss man sagen. Die Schweden verarbeiten diese Trademarks sehr gut und warten mit gutem Songwriting auf.
Bei “The lighthouse keeper” überraschen sie mich mittendrin mit einen schnellen Death Metal Part mit schneller Double Bass. Oh yeah. Guter Einwand.
Das diese Spielweise auf Dauer nichts für mich ist, ist auch klar und auch wer schon seit längerem mit Selbstmordgedanken spielt, sollte lieber die Finger davon lassen, denn die melancholischen Momente lassen einen schon depressiv werden, allerdings kommen dann ja wieder die Death Parts, die einen aufwecken lassen.
Wer Katatonia, Opeth und NTO liebt, der wird “Afterglow” von In Mourning definitiv auch lieben.

In Mourning

Tracks:
1. Fire and Ocean 06:19
2. The Grinning Mist 09:47
3. Ashen Crown 08:08
4. Below Rise to the Above 07:46
5. The Lighthouse Keeper 07:29
6. The Call to Orion 08:24
7. Afterglow 05:53

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