Sinister – Syncretism

https://www.facebook.com/SinisterOfficial/

Erscheinungsjahr: 24.02.2017

Massacre Records / CD / Death Metal / Niederande / 9 Songs / 48;16 Min

Alter, Falter, als der holländische Kapitän AAd mitteilte, dass man sich wieder bißchen mehr auf die alte Tage zurückbesinnen möchte, schwarnte mir ja schon gutes, Wie immer bei Sinister, denn schlecht kann diese niederländische Vernichtungsmaschine ja gar nicht.Und eins war auch klar. Mittlerweile hat eine enorme Weiterentwicklung stattgefunden, so dass man kein zweites “Hate” Album, immer noch mein Lieblingsalbum der Grachtenkinder ( “To Mega Therion,yeah”), erwarten konnte, sollte und durfte,
Wer will das auch schon. Sei es drum. Nach der Rückkehr 2005 wusste man noch nicht so richtig, wo man steht. AAD wechselte von den Drums an den Gesang. Ich war einer der ersten, er sie spielen lassen hat, damals auf dem Ear Terror Festival. Der Gesang war noch ausbaufähig, wie eigentlich alles. Mittlerweile ist man beim sechsten Album nach der Rückkehr angelangt und man ist so stark wie nie zuvor. Meiner Meinung nach ist “Syncretism” das beste Album seit “Aggresive Measures”.

Wie gesagt, man besinnt sich ein wenig mehr auf die alten Tage, liefert aber natürlich auch weiter absolut brutalen Death Metal. Mittlerweile rückt die Atmosphäre aber wieder mehr im Vordergrund und bei einigen Sequenzen , wie z.B. bei “Rites of the eagle” fühlt man sich an Nile erinnert. Sehr fett. Das ganze Album geht in einen Guss durch. Mein Lieblingssong ist aber “Convulse of Christ” , welch ein geiles Riffing und ein absoluter geiler Songaufbau. Hier passt eben alles. Geschwindigkeit, fette Riffs, Tempowechsel, Soli, Keyboardklänge und Atmosphäre.

Niemand hält Sinister`s diabolischen Weg auf . Dieser fängt schön mit dem düsteren Intro an und hört mit dem sechs Minuten Song “Confession before Slaughter” auf. Auf “Snycretism” bekommt eben sehr viel Abwechslung geboten. Gerade im Drummingbereich. Sehr geil. Vor allen, wenn Gevatter Geballer die schnellen Doublebass rausholt, bin ich begeistert. Stakkatoriffs und symphonische Klänge sind zu vernehmen, wohl bedacht und gut platziert. Man hat das Gefühl, beim Songwriting hat man sich dieses Mal extreme Mühe gegeben. Ein bisschen weniger Raserei, dafür brutale atmosphärische Parts und viele schnelle Uftataparts, die ich persönlich, absolut liebe. Wer jetzt denkt, Sinister wären alt und müde geworden, der kann nach Hause gehen. Natürlich herrscht auch weiterhin ein Blastbeatblitzgewitter, aber eben nicht mehr durchgehend und dieses steht Sinister absolut gut zu Gesicht. Argh, ich hätte ehrlich nicht gedacht, dass die Burschen noch einmal so eine Entwicklung machen werden. Respekt.

Hier herrscht absolute Finsternis.Die alten Tage werden im Form der dunklen Midtemporiffs reproduziert und in die Neuzeit transportiert. Stakkato,Blastbeat, Keyboardklänge, schnelle Uftata, doppelter Gesang, der hervorragend klingt, viele Kopfbrecherparts, bei dem man einfach mitbangen oder den Propeller kreisen muss, und vor allem diabolische und beschwörende Atmosphäre werden herrschen und der Untergang kann mit Sinister beginnen. Ich bin dabei! Sinister is back and Death Metal Victory!

1. Neurophobic 05:44
2. Convulsion of Christ 05:38
3. Blood Soaked Domain 06:28
4. Dominance by Acquisition 05:18
5. Syncretism 05:24
6. Black Slithering Mass 03:42
7. Rite of the Blood Eagle 05:58
8. The Canonical Rights 03:57
9. Confession Before Slaughter 06:07

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Maat – Monuments Will Enslave

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Erscheinungsjahr: 03.03.2017

Aural Attack Productions / CD / Death Metal / Deutschland / 10 Songs / 47:11 Minuten

Ich habe dieses Review von meine Kumpels dem Rüdiger Vinschen vom REAPERZINE.DE überlassen. Danke dafür. Da ich zu 100% dahinterstehe, was er schreibt, kann ich es ohne Bedenken auch bei Possessed.de verwenden.

Ja, sauber, da ist das Ding ja. Ich hatte mich schon gefragt, wann der Nachfolger zu MAATs Death Metal-Hammerdebüt “As We Create The Hope From Above” erscheinen würde.
Die Platte hat gedrückt wie Sau, und das auserkorene Thema des antiken Ägypten, zu dem einem quasi reflexhaft die Genre-Giganten NILE einfallen, war einfach nur genial umgesetzt.
Mich hat “As We Create The Hope From Above” von Sekunde eins an mitgerissen. Drei Jahre darauf folgt nun der zweite Output, der auf den Namen “Monuments Will Enslave” hört und wieder über Aural Attack erscheinen wird. Die Berliner schlagen also das zweite Kapitel ihrer Bandgeschichte auf, und die Frage, die mir im Kopf herumschwirrte, nachdem der Erstling einige Male durchgelaufen war, muss ich mir nun erneut stellen: Kann Death Metal, der sich selbst durch Thema und die orientalisch anmutenden Riffs so enge Grenzen steckt, auch auf Dauer begeistern? Schlussendlich muss, damit man sich nicht irgendwann selbst kopiert, die Kunst zu gewissen Teilen einer Weiterentwicklung unterliegen. Denn Stillstand ist der Tod, wie es so schön und ex contrario treffend heißt.

Der erste Durchlauf bekräftigt, dass sich die Berliner in ihrem gewohnten Fahrwasser aufhalten. Die sehr markanten Drums mit ausladendem Blastbeating und ansonsten überschallschneller Doublebass hetzen geradewegs durch die Songs, während die Saiter und Thots Vocals einen geradezu brachialen Soundsturm heraufbeschwören. Die wiederum orientalisch-ägyptischen Leads über den Rhythmus-Shreds sind und bleiben das Markenzeichen von MAAT und machen immer noch Spaß, auch wenn die Melodiebögen so langsam, aber sicher, vage vertraut erscheinen. Es ist so, wie ich vermutet habe: Auch, wenn die Tracks sehr gut sind, ohne ein bisschen zusätzlichen Salzes in der Suppe würde dieses Gericht vermutlich früher oder später fad schmecken. Zum Glück findet das Hauptstadt-Quintett hier genau den richtigen Mittelweg zwischen Stagnation und Kehrtwende. Stiltechnisch packen sie jetzt nicht den Holzhammer aus, sondern was sich bei aufmerksamem Hören herausstellt, sind die vielen liebevollen, neu arrangierten Details, mit denen MAAT das ganze Album auflockern.

Da ist einmal in den langsameren Passagen der Einsatz dieses beschwingten, orientalischen Drumtakts…sehr bekannt, ich kann ihn nicht benennen. Das bringt frischen Wind und macht einige der Songs beinahe tanzbar. Auch auf andere Weise wird öfter mal auf die Bremse getreten, so gönnt sich “Funeral Eulogy” ein angemessen schleppendes Intro mit Flüstern, monotonem Background-Sprechgesang und wahnsinnig dichter Atmosphäre. Man wähnt sich direkt auf der Begräbnisprozession durch die Pyramide. Anschließend legt der Song wieder standesgemäß los, wir sind hier ja schließlich nicht im Doom Metal. Der Intro-Track “The Rise” (und nicht nur der) zum abschließenden “Spread My Word” wiederum verwendet cleane Gitarren, die von einem effektgeladenen Intro-Riff abgelöst werden, das dann nahtlos in den Rausschmeißer übergeht. Der Mittelteil von “Monuments Will Enslave” mit den unglaublich starken “Defeating Gods”, dem eben genannten “Funeral Eulogy” und “Dissolved Into Dust” ist ein schönes Hoch in der Begeisterungskurve, auch wenn ich persönlich als einzelnem Song “Imhotep – Thy Architect” die Goldmedaille überreichen würde.

Kurzum, MAAT können das hohe Niveau ihres Debüts halten, und das scheinbar ganz ohne Biegen und Brechen. Diese Burschen erschaffen ein Stück richtig brutalen und fetzigen Death Metals, das einen zwar an bekanntere Bands denken lässt, aber nicht in ihrem Schatten steht. Dieser Egyptian Death Metal ist einfach so frisch, interessant und elegant, dass jeder Freund der extremen Spielkunst sofort Zugang findet. Die Produktion, für die Jörg Uken die Jungs in sein Soundlodge Studio bei mir um die Ecke gelassen hat, drückt mal wieder ohne Ende. Abzüge in der B-Note gibt’s lediglich für einen leicht gewöhnungsbedürftigen Snare-Sound, der vor allem in den ausladenderen Blastbeat-Passagen mit reduzierten Gitarren ein wenig störend wirkt. Tut dem Ganzen summa summarum aber keinen Abbruch.

Anspieltipps: “Imhotep – Thy Architect”, “Defeating Gods”, “Funeral Eulogy”, “Dissolved Into Dust”

Fazit

Wie man Death Metal so richtig interessant macht, zeigen MAAT ganz eindrucksvoll. Diese Band hat es ohne jede Mühe geschafft, an den richtigen Rädchen zu drehen, um ihren zweiten Output auf die nächste Stufe ihrer Entwicklung zu bugsieren. Extrem schneller (fast schon technischer) und brutaler Death Metal mit deutlichem Themenbezug, textlich wie musikalisch. Die Platte atmet wieder den Grabeshauch des antiken Ägyptens, und wer ihn noch nicht verspürt hat, sollte das schnell nachholen.
Uneingeschränkt empfehlenswert!

Tracklist:

March For A Dying God
The Divine Slaughtering Of Mankind
Imhotep – Thy Architect
Defeating Gods
Funeral Eulogy
The Path
Dissolved Into Dust
Fear Of The Unknown
The Rise
Spread My Word

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Madenfraß – Demon

www.facebook.com/madenfrassband

Erscheinungsjahr: 30.12.2016

Eigenproduktion / CD / Death Metal / Deutschland / 4 Songs / 17:31 Minuten

Aus Sangerhausen, Sachsen Anhalt stammen diese drei Burschen, die sich im Jahre 2015 zusammengefunden haben, um ein wenig zu musizieren. Ende 2016 erschien dann dieses erste Lebenszeichen von Ihnen, in Eigenproduktion . Das Ganze wurde auf 2/3 böse limitiert, also in einer 444er Auflage erhältlich. Harry (fahr den Wagen vor) war so nett und schickte mir die EP zu.

Die Aufmachung des Ganzen, sprich Schriftzug und Cover, lässt auf Black Metal schließen, aber zum Glück ( für mich) täuscht der erste Eindruck. Das lustige Facebook Bild macht auch einen anderen Eindruck.

Nach einen lustigen Traktoranmachversuch kommen die ersten dunklen Klänge zu Vorschein. “Blood Bole” kommt mit einem langsamen Riff daher, kurzer Sprachgesang und dann steigt die Instrumentenfraktion mit ein. Das langsame Midtempo verlässt man nicht und an baut den Song quasi auf einem prägnanten Riff auf. Musik für Minimalisten . Das Drumming gibt den Rhythmus an un erhöht durch die Doublebass kurz das Tempo, aber nur minimal. “The Bloodmachine is coming” und der Song nimmt ein wenig Fahrt auf.

Auffallend ist der tiefe Gesang. Ich selber kann ja nichts an Instrumenten , was ich zum reviewen selber sehr positiv finde, denn man hört das Gesamtprodukt. Ich bin aber auch Vocalist und so achtet man automatisch mehr auf dem Gesang. Dieser ist extrem tief und verständlich und absolut fett. Der Opener selber zieht aber ohne richtige Spuren an mir vorbei.

Das die drei richtige Spaßvögel sind, hört man am nachfolgenden “Born in a casket”. Nein, kein Cannibal Corpse Cover, sondern ein Midtempo Death Metal Brecher mit prägnanten melodischen, langgezogenen Riff. Kurzer Vorspieler mit Drumbetonung ein Oh und ein “Let`s go”. Das Tempo wird angezogen, ohne wirklich schnell zu wirken. Drummer Marcus liefert einen Uftata Drumpart. Schön. bevor man wieder ins langsame Midtempo verfällt und den Refrainpart “Born in a casket” anbringt. Ein guter Song.
Eine Spieluhr läutet “Sadistic Freaks” ein, der vom Prinzip wie der Opener aufgebaut ist und auch der Rausschmeißer “Welcome to the Slaughterhouse” geht in die ähnliche Richtung, Sehr rifflastig aufgebautes Songwriting, minimalistisch und mit langsamen Midtempo versehen. Hier und da eine geringe Tempoverschärfung. Der Rausschmeißer ist mit deutschem Text versehen.

Freunde von Six Feet Under und Debauchery sollten sich diese Teil durchaus zulegen. Mir fehlt noch ein wenig die Durschschlagkraft und das Songwriting ist mir dann teilweise zu eintönig. Dieser finde ich bei Six Feet Under z.B. auch und noch viel schlimmer. Wenn man so wie bei “Born in a casket” weitermacht und vielleicht auch mal richtig das Tempo anzieht, dann bin ich auch im Boot. Autopsylike übernimmt der Drummer Moritz ( der auch bei den “Gonnataler Schlüpferstürmer “( welch geiler Bandname )spielt )die Vocals, die ich absolut geil finde. Auch die Produktion ist richtig fett für eine Undergroundproduktion. Für Freunde des Midtempo Death Metal.

Tracks:
1. Blood Bole
2. Born in a casket
3. Sadistic Freaks
4. Welcome to the slaughterhouse

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