Antichrist – Sinful Birth

https://www.facebook.com/antichristsweden/

Erscheinungsjahr: 09.06.2017

I hate / CD / Thrash Metal / Schweden / 9 Songs / 45:22 Minuten

Diese Schweden aus den bekannten Örtchen Växjö(???) zelebrieren schon seit 2005 gemeinsam ihr musikalisches Schaffen. Wie das bei Schweden so üblich ist, haben die Protagonisten der Vereinigung auch noch die ein oder andere Baustelle. Entweder ist diese erledigt oder noch in der Verwirklichung. Baustellen sind und waren u.a. Eviscerated, Graveless, The Rotting, Awken Hooror, Vecrovation oder Witchgrave. Zugegeben, nicht die bekanntesten, aber die ein oder andere habe ich auch schon on akustischer Form gehört.
Sei es drum. Das Quintett liefert nun das zweite Album, wobei das Debut bereits im Jahre 2011 erschienen ist. 2013 kam noch ne Single raus und das war es. Nun also Album Nummer 2 via I Hate.

Glaubt man Metal Archives, gibt es nur 8 Bands mit den Namen :” Antichrist”. Hätte mehr erwartet.

Wie gesagt, hier handelt es sich um die schwedischen Vertreter und der sehr viel richtig machen, definitiv. Die Vocals reichen von aggressiven Krams bis hohen schreiben und zerstören so jeden Gitarrenpart, aber positiv gesehen. Musikalisch mischen die Burschen Thrash und Speed Metal und hauen da natürlich in die ganz alte Kerbe, dass ist klar.

Gut Ding will Weile haben und so ist es wohl auch in diesem Falle zu verstehen, denn was die Burschen hier abliefern, ist großes Tennis, sofern auf die alte Thrash/Speed Schiene abfährt.Soundtechnisch bietet man einen alten Klang, aber was die Burschen an den Instrumenten zaubern, ist schon technisch auf gutem Niveau. Bis auf das 10 Minuten Stück “Chernobyl 1986” ballert man sich ganz ordentlich durchs Geäst. Ein cooles Riff jagt dem anderen. Kleine Vorspieler und dann Thrash-Vollgas, immer wieder mit Tempiwechsel vorsehen und eben typischen, alten Thrashriffs. Natürlich dürfen die Helden von Slayer nicht unbenannt bleiben. Okay, hat zwar jede zweite mit drin, ist ja auch klar, aber so ist eben nun einmal. Der Song “Sinful Birth” ist wohl das beste Beispiel dafür, aber auch in anderen Songs sind Parallelen zu erkennen.

Was irgendwie richtig geil rüberkommt, ist die Räudigkeit des Songwritings und eben der Produktion. Sicherlich ist das alles nicht neu, im Gegenteil. Viele Elemente kennt man schon von Bands wie Kreator oder Testament, trotzdem hat das Ganze einen gewissen Flair.

Man fühlt sich an die Ende der Achtziger erinnert oder an die frühen Neunziger. vom infernalistischer Faktor her oder auch sonst fühlt man sich bei Songs wie “Under the Corss” auch mit Destruction verbunden.

Wie oben schon bemerkt, wird der ganz Spaß von der Gitarrenfraktion aber nicht nur stumpf vorgetragen, sondern recht frickelig und somit technisch anspruchsvoll.

Nicht alles kann zu hundertprozent überzeugen, aber im Großen und Ganzen machen sie Spaß. “Chernobyl 666” ist mir persönlich mit seinen zehn Minuten zu lang, auch wenn sie mit guten Parts aufwarten können.

Was den Burschen fehlt, ist der ein oder andere richtige Hit. So ne congeniale Singleauskopplung, das wäre was, damit könnte man weiter nach vorne kommen. Dieses Mako ist vorhanden, aber ansonsten machen sie überwiegen einfach nur Spaß. Hört mal rein, es lohnt sich.

1. Instruments of Sadism 01:12 instrumental
2. Savage Mutilations 05:21
3. The Entity 04:28
4. Under the Cross 03:43
5. The Black Pharaoh 05:53
6. Sinful Birth 04:55
7. Burned Beyond Recognition 05:41
8. Chernobyl 1986 10:03 instrumental
9. Fall of the Temple of Solomon 04:06

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Entrench – Through the walls of flesh

https://www.facebook.com/entrench

Erscheinungsjahr: 17.07.2017

I Hate / CD / Thrash Metal / Schweden / 7 Songs / 37:29 Minuten

Das von mir so heiß geliebte Schweden scheint ja Unmengen an Musikern zu haben, wie des öfteren festgestellt. Diese drei Antagonisten stammen aus Vasteras. Klingt klein, hat aber immerhin 120000 Einwohner. Da kann man schon mal eine Band gründen und da gefühlt jede 2te Schwede ein Metalhead ist, sowie so. Ist klar. seit 2005 lärmen diese Burschen nun schon zusammen rum und liefern uns via I hate, einem schwedischen Label, ihr Album Nummer 3. Natürlich haben wir hier keine Frischlinge am Start und besonders Drummer Mats könnte dem einen oder anderen ein Begriff sein, denn er zockte schon bei Suffer, Godhate, Abboth und Dead Awaken

Mit einem kleinen Intro namens “The coming Storm” geht die Bedrohung los und nach ca. 35 Sekunden geht man nahtlos über in “Dawn of war”, welches als langes Instrumentalstück beginnt, mit abwechselnden Riffs und Tempiwechsel.Nach 3:30 geht die Maschine so richtig los und es fliegt einen richtig alte Schule um die Ohren.

Moderne Elemente erwartet man hier vergebens und das ist auch gut so. Der Gesang ist thrashig und auf alt produziert, so wie der gesamt Sound. Alles andere würde ja auch kein Sinn geben. Ein bisschen Hall dürfte auch drauf sein, kann ich aber nicht genau sagen, klingt aber so. So wie damals, bei den guten alten Bands Possessed oder Merciless. Da sind wir auch schon beim Thema, denn genau in diese Kerbe schlagen ENTRENCH und besonder Liebhaber von Possessed werden ihre wahre Freude daran haben, auch wenn die Songs die Qualität der Götterband nicht erreicht. Viel neues hört man nicht, nur aufgewärmten Death/Thrash der alten Schule. Aber wer macht heutzutage
noch wirklich was neues und ich persönlich finde es gut, wenn Bands mal wieder der alten Schule fröhnen. Der Opener geht vom Riffing her schon mal gut ins Ohr, Der nachfolgende Song “Enter the fray” zieht irgendwie an mir vorbei, ist aber nicht schlecht. “Iron Coffin” kann mich da schön mit auf die Reise. Von Anfang wird das Tempo hoch gehalten. Vorspieler und schnelle Uftata. Entrench beweisen , wie z.B. damals auch Edge of Sanity, dass man auch ohne Blastbeats auf Geschwindigkeit und Härte kommen kann. Eine markante Hauptriff wird niedergedrescht und die aggressiven Vocals drauf geballert. Geiler Song, der wahrscheinlich auch bei mir im Radio landen wird. Nach ca. 3 Minuten nimmt man das Tempo raus und geht in einen groovigen Part mit melodischem Lead. Herrlich. Fettes Teil.Passt. Kommt gut. Langsames Drumming rüber, Soli und ab geht die Luzi. Jo, “Iron Coffin” ist definitiv der Gewinner des Albums.Am Ende geht man wieder in den Anfangspart und erhöht das Tempo wieder. Aber auch “Dead End” kann mich überzeugen, geht in die selbe Ecke wie “Iron Coffins”, ein bisschen langsamer vielleicht , aber ansonsten ähnlich angesiedelt.
Mit “Fragments/Shadow of Death ist der Spaß auch schon wieder vorbei. Bei Fragments werden die Einflüsse von Possessed schon beim Openerriff sowas von deutlich und man geht hier quasi den selben Weg wie beim Opener, nur umgekehrt. Kurze instrumentales Vorspiel, Song und dann Outro, aber im Form eines in instrumentalistischen Parts. Melodie und schleppende, fast doomige Drumparts. Kommt schön bedrohlich, bevor man es denn beendet und ausfädelt.

Wer auf die alte Schule abfährt, nicht wirklich was neues möchte und sich nach Zeiten zurücksieht, als der Purismus noch im Vordergrund stand und Bands wie Possessed, Sadus oder Merciless abfeiert, ja dem kann ich “Through the walls of flesh” wärmstens ans Herz legen. Zwar erreicht man nicht die Klasse der Heros, aber es macht einen Heidenspaß, ihnen zuzuhören und man merkt, dass dieses Trio den Sound verinnerlicht hat und dieses in spielerische Leidenschaft umsetzt. Und mit “Iron Coffin” ist ihnen ein echtes Sahnestück gelungen.

1. The Coming Storm / Dawn of War 08:43
2. Enter the Fray 03:28
3. Iron Coffin 05:48
4. Dead End 03:37
5. The Warmonger Sacrament 04:14
6. White Light Precedes Black Rain 03:16
7. Fragments / Shadow of Death 08:23

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Kalopsia – Angelplague

Kalopsia – Angelplague

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Erscheinungsjahr: 19.05.2017

Horror Pain Gore Death Produtions / CD / Death Metal / USA / 8 Songs / 37:05

Seit 1999 sind die Freaks aus New Jersey, USA, schon dabei und irgendwie hat man sie hierzulande nicht so richtig wahr genommen. Klaro, den Namen hat man schon mal gehört, doch es kann auch Kalepsia oder so gewesen sein, klingt ja sehr ähnlich alles. Dabei liefern die Burschen nun schon ihr drittes Album ab und dieses fällt natürlich genau in Papas Marschrichtung, denn die Jungens bieten 1A Death Metal. Herrlich.
Die Herkunft ist kaum zu verbergen und zu leugnen, warum auch. Gleich beim Opener hört man, dass sie mit dem amerikanischen Death Metal aufgewachsen sind und sie ihn sehr verehren. So spielt man rifftechnisch typisch amerikanisch und man gibt ordentlich Gas. Wen wundert es, wenn die Mitglieder schon bei Bands wie Ruinous, Funebrarum, Deteriorot, Abacinate, Dysentery aktiv waren und die Burschen schon die Bühnen mit Suffocation, Internal Bleeding, Funerus oder Dehumanized zerstört haben,
Der Drummer gibt ordentlich Zunder von hinten und die Restfraktion folgt höfflich. Hinzu kommt ein doppelter Gesang, Growls und Screams. Dabei geht man recht abwechslungsreich zu Werke. Während der Opener auf Vernichtungstour ist, groovt man sich bei “Christened upon the slab” und “Npt peace but Pestilcence” ordentlich durch die Botanik. Der Knaller ist aber das 6:38 Minuten Stück:”Scorched earth and blackened skies. Hier trifft amerikanische Brutalität auf schwedische Melodie, natürlich alles im Namen des Death Metals. Gegroovt wird nebenbei auch noch und hervorragende Riffs und Tempiwechsel sorgen für eine absolut geile Atmosphäre.
“Source of evil” macht wieder alles kaputt, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Besonders das Drumming gefällt mir hier. Die durchrasselende Doublebass,argh und am Ende wird gegroovt was das Zeug hält.
Irgendwie bedauere ich, dass ich die Band nicht mit bekommen haben, denn die Burschen spielen meines Erachtens ganz groß auf. Gefangene werden hier nicht gemacht.
Herrlicher Death Metal, welcher in allen Bereichen überzeugen kann. Melodische Leads, Solis, Dissonanzen, Grooves, Ballerparts, doppelter Gesang. Alles am Start und gut kombiniert. Mit 37:05 Minuten hat man auch die richtige Länge für ein Death Metal Album. Lecker, denn trotz des ganzen Geholze, auf welches ich ja stehe, kommt keine Langeweile auf, denn sie haben genügend Tempiwechsel und Abwechslung am Start. Amerikanischer Death Metal trifft auf skandinavische Melodien und Breakdowns aus New Jersey. Die Vocals sind auch erste Sahne und der Sound schön aggressiv, brutal und drückend. I love it.

Tracks:
1. Destined to Return 04:23
2. As the Serpent Devours 04:42
3. Christened upon the Slab 03:53
4. Not Peace but Pestilence 03:24
5. Scorched Earth and Blackened Skies 06:38
6. Source of My Evil 04:46
7. Surge of Terror 05:18
8. Bitter Sacraments 04:01

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