Scum Brothers – ….until nothing remains

https://www.facebook.com/Scum-Brothers-1612705365645675/

Erscheinungsdatum: 2016

Eigenproduktion / CD / Hardcore-Crossover / Deutschland / 17 Songs / 33:20 Minuten

Die Brüder Manne & Charly gründeten 2010 die Band Scum Brother. Neu im Geschäft sind die Burschen aber nicht. Bereits 1988 gründeten die beiden die Band Lunatic Terror. Die drei Demotapes konnte man gut an den Mann bringen. 1996 erfolgten die letzten Aufnahmen der Band, die erst 2016 von Manne selbst gemixt und gemastert wurden. 1998 fand dann die Auflösung statt. 2010 hatten sie also wieder Bock und 2014 begann man mit den Aufnahmen zu ….until nothing remains.

“Hate us” und ich könnte mir vorstellen, die meinen es wörtlich und auf sich bezogen, hehe. Nee, so schlimm ist es auch wieder, im Gegenteil. Der Opener hat irgendwas puristisches und minimalistisches und kann auf Youtube angehört werden. Die Trademarks sind schnell ausgemacht. Musikalisch fühlt man sich in der Hardcore Ecke zu Hause und bringt die typischen Riffs und Drumparts, allerdings kombiniert man diese ein wenig und so muss man wohl von Crossover sprechen. Nachden typischen Hardcorparts kommt eben eine Steigerung der Geschwindigkeit und ein Uftatatpart kommt zu tragen. Auch das kurze “We don`t give a fuck” geht in diessebe Richtung, wie
eigentlich alle Songs. Trotzdem haben diese kleinen Midtemposteigerunger irgendwas crustiges ansich und machen zu mindstens kurzfristig Laune. Da ich kein Hardcorefan bin, geht mir das Material auf Dauer nicht so unter die Haut, auch wenn sie wie z.B. bei “I think only…only on you” gut groovig zu Werke. “Root of Violence” kommt schon beinahe brutal aus den Boxen. Aufgebaut auf einer schnellerern Uftatateinheit. Irgendwie geil klingt der dauerhafte Wechselgesang. Aggressiver Hardcoregesang mit screamigen Vox. Besonders die screamigen klingen schön dreckig und angepißt. Kingen geil. Die Hardcorevox dagegen eher so lala.

Scum Brothers machen etwas anderen Hardcore, definitiv.Das Tempo ist durchgehend gleich und die Songs zu identisch aufgebaut. Hier und da bringt man Abwechslung mit rein, wie z.B. der schleppende Part bei:”They day have gone”. Bei ” we are other” geben sie dann mal richtig Gas und man rutscht in die Gindschiene ab. Jo, der Song gefällt mir, zumal man schön mitgröhlen kann. Kleiner Sprung. Song 13 angehört, gut befunden. Der Text und der Rhythmus kommt mir doch bekannt vor. Das ist doch der Kinderreim, der von uns so geliebten Fleischereifachverkäufers Harmann aus Hannover. Warte nur ein Weilchen… Genau. Der Song heisst “Harmanns beste Würste. Haha, so soll es sein. Macht Laune. Allerdings kommt man lange nicht an die Sanity`s Dawn Version heran, dass ist klaro.
“Fuck you and Die” ist dann wieder so ein Mitgröhlsong und erinnert ein wenig vom Part her an “United Forces”. Geht ab.

Scum Brothers werden die musikalische Welt nicht revolutionieren, dass ist klar. Spaßiger Hardcore mit Crossovergeschichten. Kann man sich definitiv geben. Ich denke, live so eine halbe Stunde oder so und paar Bier, dann geht es ab. Ich hätte mir mehrere Geschwindigkeitsausbrüche , so wie bei “we are other”, gewünscht. Vielleicht kommt das ja in Zukunft noch, denn Material für ein zweites Album ist bereits geschrieben.

scum

Tracks:

1. Hate us
2. We don`t give a fuck
3. I think only…only for you
4. Root of violence
5. The days have gone
6. We are other
7. That is the end
8. The day has come
9. Gangbang in old peoples home
10.Way of life
11.Your life!!!
12.We have a name
13.Haarmann`s beste Würste
14.Shut up
15.Fuck you and die
16.Que Vergonha
17.Self realization

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Sinsaenum – Echoes of the tortured

https://www.facebook.com/Sinsaenum

Erscheinungsdatum:29.07.2016

Ear Music / CD / Black – Death Metal / International / 23 Songs / 66:56 Minuten

wow, das ist mal eine Ansammlung illustrierter Gesellen. Die haben im Musikbuisness schon so einiges erreicht und erlebt. Alles fing im Jahre 1998 an, als der Franzose
Frédéric Leclercq (DragonForce, Menace, Loudblast (live), ex-Memoria, ex-Maladaptive, Egoine, Massacra Tribute, Sudel’s Project, ex-Heavenly, ex-Carnival in Coal (live), ex-Machine Head (live), ex-Sabaton (live), ex-Denied, ex-Hors Normes) plante, ein Death Metal Projekt zu starten und wurde 2010 in die Tat umgesetzt, als er Stéphane Buriez( Loudblast, Le Bal Des Enragés, Massacra Tribute, ex-Clearcut) und Joey Jordison (ex-Modifidious, Vimic, ex-Ministry, ex-Metallica (live), ex-Satyricon (live), ex-Anal Blast, ex-Hellpig, ex-Murderdolls, ex-Roadrunner United, ex-Scar the Martyr, ex-Slipknot, ex-The Have Nots, ex-Korn (live), ex-Rob Zombie
(live)) dafür begeisterten konnte. Aufgrund der Entfernung stelle ich mir das proben schwierig vor, aber das spielt heutzutage keine Rolle mehr.
Mittlerweile sind zu sechst am Start.Heimoth am Bass (Decrepit Spectre, Seth, ex-Void, ex-Code (live), ex-Reverence (live), ex-Morning Rise), Sean Zatorsky bedient die Vocals (Dååth, ex-Chimaira) genauso wie Attila Csihar (Gravetemple, Mayhem, Nader Sadek (live), Sunn O))) (live), Tormentor, ex-Burial Chamber Trio, ex-Pentemple, Void ov Voices, ex-Aborym, ex-Keep of Kalessin, ex-Korog, ex-Plasma Pool). Das Who des Who der Extreme Szene.

Viele Köche verderben den Brei, sagt man, aber dass nicht jedes Sprichwort stimmt, beweisen SINSAENUM eindrucksvoll. Hier sitzt und passt alles. Das fängt bei der Produktion an hört bei der Atmosphäre auf. Holland die Waldfee. Die Burschen bauen ihr Album ähnlich auf wie eines meiner Lieblingsalben namens:”The rites of the black mass” von Acheron. Great! Einem bedrohlichen und atmosphärischen Instrumentalstück folgt ein Track. Gute Idee, die sehr gut auf Scheibe funktioniert, von der ich live aber Abstand halten würde.

Nach dem Instrumentalstück:”Materialization” geht es mit “Splendour and Agony” so richtig los und man merkt gleich:Hier werden keine Gefangene gemacht. Geiles Riffing. Technisch auf hohem Niveau. Die Mischung aus Midtempo, Uptempo, doppelter Gesang, Technik und vor allem schwarzer Atmosphäre passt hervorragend und ist quasi der Grundstein des Albums. Diese flüsternde Sprechgesang im schleppenden Mittelteil. Sowas von bedrohlich. Langsam steigert man sich wieder in ein Midtempopart. Die Doublebass kommt hinzu und fetzt alles nieder, Soli rüber, um dann alles mit diesem Riff niederzumetzeln, um wieder in einen schleppenden, mit Doublebass unterlegten Part und doppelten Gesang zu wechseln. Ende. Argh. Fett.

Ich habe die CD schon Ewigkeiten vorliegen, hatte die mit zur Arbeit genommen und da Vergessen. Zu hause verzweifelt gesucht und nun bei der Arbeit wiedergefunden. Welch ein Glück, denn was die Burschen hier veranstalten, ist ganz großes Tennis. Welch eine Mischung aus Black und Death Metal. Und dann diese schwarze und düstere Atmosphäre die hier herrscht! Knaller! I love it!

Der Frédéric Leclercq hat über die Jahre hinweg sehr geile Riffs gesammelt und diese verwurzet er nun. Welch ein Songwriting. Sofern es Black Metal angeht, verschreibt man sich der norwegischen Schule und bietet schöne melodische Raserei und sofern es Death Metal angeht, bietet man technischen und groovenden an. Diese Mischung passt hervorragend und was der Herr Joey Jordison da an den Drums spielt, ist absolute Weltklasse. Welch ein Tier. Das er im Buch “Chosen Death die wahre Geschichte über Death Metal und Grindcore ” zu Wort kommt, ist mehr als verdient, der olle Slipknotter.

Ich hoffe, dass die Burschen auch mal mit diesen Material auftreten, denn dass ist das geilste im Black/Death Bereich, was ich seit langem gehört habe!. Respekt.
Dieses Riffing und dieses Songwriting. Argh. Ich würde schon sagen, dass ist beinahe perfekt. Ich ziehe meinen Hut! Hier und da vielleicht ein wenig an den Gitarren zuverspielt. Man will schon zeigen, dass man was kann. Aber sie können auch was, definitiv. Und der Gesang von Attila könnte öfters vorkommen, aber ansonsten klingt alles fett. Welche virtuosen Gitarrensolis.

Jeder Song kann mit einer anderen Facette begeistern und begeistert so auch mich.

“Final Curse” wird mit geilen Riff langsam und bedrohlich aufgebaut und geht nach 40 Sekunden in eine blackmetallische Raserei rüber, um dann in einen großartigenMidtempodeath Metal Part mit Refrainpart rüberzugehen. Geile Melodie und wieder dieser Refrainpart. Herrlich. Verspielt ohne Ende, geile Doubebass. geiles Soli. Fett.
“Dead Souls” kommt da eher als groovende Death Metal herüber- Geilomat.
Sie haben sogar einen deutschen Titel im Programm”:”Anfang des Alptraums”. Der Song ist sehr bombastisch, mit fetten Gesang von Attila und natürlich feinstem Geholze von Joe. Sehr blackmetallastig. Ob er auf deutsch vorgetragen wird, weiß ich nicht. Klingt aber nicht so.

Es ist alles gesagt. Das Album als ganzes betrachtet macht einfach nur Laune. Diese Solis dürften jeden Metalgitarristen Freude bereiten und ich bin noch nicht einmal einer.

Egal, ob Supergroup oder nicht – Meiner Meinung nach ist SINSAENUM mit “Echoes of the Tortured” ein Highlight 2016 im Death/Black Metal Bereich gelungen. Ich hoffe, dass es kein Projekt bleiben wird und ich sie mal live sehen kann.

sinaenum

1. Materialization 01:19 instrumental
2. Splendor and Agony 03:45
3. Excommunicare 00:45 instrumental
4. Inverted Cross 03:35
5. March 00:43 instrumental
6. Army of Chaos 05:18
7. Redemption 00:44 instrumental
8. Dead Souls 04:20
9. Lullaby 01:45 instrumental
10. Final Curse 04:30
11. Condemned to Suffer 05:10
12. Ritual 01:13 instrumental
13. Sacrifice 03:45
14. Damnation 00:46 instrumental
15. The Forgotten One 04:35
16. Torment 00:50 instrumental
17. Anfang des Albtraumes 05:50
18. Mist 00:47 instrumental
19. Echoes of the Tortured 04:53
20. Emptiness 02:20 instrumental
21. Gods of Hell 04:43

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Malignant Tumöur – The Metallist

http://www.malignanttumour.com/

Erscheinungsjahr: 25.10.2016

Unrest Records / LP / DigiCD / Pic Disc LP / Metalbox CD / Cassette / Thrash-Death-Crust-Roll / Tschechien / 11 Songs / 38:52 Minuten

25 Jahre haben diese Wahnsinnigen aus Tschechien mittlerweile auf dem Buckel und es scheint kaum so zu sein, dass sie Müde werden. So einiges haben sie bis dato herausgebracht und so einige Konzerte abgerissen. In der alten Grincorephase brachte man gefühlte 100 Splits heraus. Was ne schöne Zeit, u.a. mit Agathocles, Bloodsucker, den geilen Lycanthropy und vielen mehr. Erst 2003 kam das Debut heraus und nun folgt Album Nummer 6, nachdem man im Jahre 2012 via War Anthem Records ein ordentliches Brett namens:”Overdose und Overdrive” herausbrachte. Nun ist man bei “Unrest Records” unter Vertrag und ab geht die Post.

Die Grindcorewege hat man ja schon seit längeren Zeiten verlassen und das Logo der Band hat die Buchstaben der Bands Iron Maiden, Metallica, Helloween, Obituary, Megadeth, Anthrax, AC/DC, Motörhead, Sodom und Kreator. Natürlich nicht ohne Grund. Die Qualität des Vorgängers kann man locker halten und so macht man einfach nur wieder Laune.

Der Opener.” Fine Hellride” fängt so an, wie dieses Album eben anfangen muss. Mit einen Arschtritt. Und immer wieder ruft der Lemmy von oben:”Macht mich stolz!” Und dieses machen sie, denn sie zerbraten sehr viele Zitate von Motörhead. Immer schon straight forward und so lässt man den Zuhörer kaum Zeit zum Verschnaufen. Live werden Songs wie “Fine Hellride”, “The Metallist”, “Kiss my Hammer” oder ” Swimming in Mud” wieder ordentlich abgeben, da gehe ich von aus.
In diesen Bereich sind die Burschen wohl einzigartig und komischerweise habe ich diese Woche auch Sledgehammer Nosejob review, die motörheadlastigen Death`n Roll zocken und Iron Bastards , eine junge französiche Motörheadfangruppe und alle haben eines gemeinsam – die Liebe zu Motörhead, aber Malignant Tumöur gehen da eben noch ein wenig rabiater vor, denn sie sind sehr thrashig unterwegs und verbinden den Stil mit dreckigen Rock`n Roll und Lemmyhaftigen Vocals, auch wenn diese dann eben ein weniger thrashiger und dunkler klingen. Ausserdem hört man eine gewisse Liebe zum Crustcore und Punk heraus und alle diese Zutaten werden verbraten. Was sich nach
Chaos anhört, fühlt sich richtig an und funktioniert einwandfrei. Zwar ähnelt man sich hier und da ein wenig, aber die 11 Songs kommen alle sehr geil rüber. Keine Auffüller oder so etwas und vor allem keine Kompromisse.
Andy Classen hat das Teil im Stage One Studio produziert und man kann davon ausgehen, dass der Sound fett ist und so genau ist es auch. Die Songs sind dreckig und drückend zugleich produziert. Passt.

Innovativ ist das ganze nicht, aber sie haben es echt drauf, Refrains oder Passagen zu kredenzen, die man einfach abbangen muss und vor allem mitgröhlen. Ein paar Bier im Blut und jeder im Saal geht ab, da bin ich mir sicher, Freunde. Ich habe festgestellt, dass geht auch nüchtern. Euch erwartet einfach fast 40 Minuten gute Laune.
Musik und wenn man scheise drauf ist, sollte man sich Songs wie “Walk as we tak” oder “1989” reinziehen. Einfach Hymnen für den wahren Metaller und schon ist man wieder bester Dinge.

Was soll ich sagen, Party on. Freaks. Ich verfasse das Review am 19.11.2016 un heute findet auch das 25 Jahre Jubiäumskonzert mit Tenor, Asphyx, Agathocles und Malignant Tumöur statt. Zufall? Viel Spaß, der Band und vor allen den Zuhörern, auch beim Lauchen dieses Albums. Jetzt hab ich Bock auf ein Pilschen, die Reviewtaste noch einmal drücken und den Hammer zu küssen.

Ach ja, die Picture – Lp kommt mit einen Extrasong – einem Cover und von wem…Motörhead, wer hatte das gedacht. “We are Motörhead”. Da die Burschen ja ulkige Gesellen sind,haben sie den Titel natürlich in “We are Malignant” umgetauft. In diesem Sinne…

malignant

1. Fine Hellride 02:58
2. The Metallist 04:33
3. Fly High 02:42
4. Walk as We Talk 03:56
5. Kiss by Hammer 03:58
6. I Want to Die with No Pants On 03:34
7. Missing Rebellion 03:12
8. 1989 03:33
9. Rolling Coals 03:23
10. Swimming in Mud 03:59
11. Wicked 03:04

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