All will know – Infintas

facebook.com/ALLWILLKNOW

Erscheinungsdatum: 08.12.2017

Noizgate Records / CD / Melodic Metal / Deutschland / 13 Songs / 58:10 Minuten

Hm, die Lilien haben gestern 1:0 gegegn Düsseldorf verloren (20.10.2017) und nun mache ich mich ran, ein Review aus der Stadt des Vereins zu machen. Die Rede ist von Darmstadt. Dort wurde im Kalenderjahr 2010 die sechsköpfige Band namens ALL WILL KNOW gegründet. Es erfolgte sofort ein Deal mit Deafground Records und im Jahre 2012 das Debut namens “Contact”. Danach wechselte man zu Noizgate Records und Album Nummer 2 folgte im Jahre 2015. ( “Deeper into Time”). 2016 ging man auf Europtour , mit der Konzertreihe “Metal up your life” und 2017 folgte eine Osteueropatour und die Aufnahmen zum dritten Album, welches mir nun hier vorliegt. Besonders live konnte die Band , ua. mit Bands wie Amorphis, Debauchery oder Emil Bulls, beweisen, was sie drauf haben. Im Gegensatz zum SV Darmstadt können die Burschen absolut mithalten. Und hier schließt sich der Kreis zum Thema Fußball und ich werde mich rein auf die Musik konzentrieren.

Der Name war mir bekannt, aber im Moment konnte ich sie nicht einordnen. Mag daran liegen, dass ich eher der Death Metal und Grindcorefan bin und gleich der Opener:”Behind your mask” hinterläßt Spuren, die mit dieser Richtung gar nichts zu tun hat. Das ganze kann man wohl als melodischen Metal bezeichnen. Also es ist melodischer Metal. Cleangesang und eine nette Melodie tragen diesen Song, der aber irgendwie ganz geil klingt, mich aber nicht unbedingt umhaut. Ich muss mich wohl ein wenig mit der Mucke arrangieren.

Dieses fällt nicht schwer, was sicherlich am Gesang liegen mag, denn beim zweiten Song zeigt man sich sowohl musikalisch , als auch gesanglich wesentlich aggressiver. “Dead World” nimmt an Härtegrad ordentlich zu. Das Hauptthema ist zwar weiterhin, die Melodie so gut wie möglich in den Vordergrund zu stellen. Allerdings vergißt man nicht, dass man eben auch Metal macht und geht schön mit einer gewissen brutalen Grundstimmung zu Werke. Gesanglich wechselt Sänger zwischen Clean und aggressiven Screams hin und her. Klingt gut.

Diese Mischung aus melodischer Verträumtheit und aggressiven Parts verkörpert das ganze Album.

“Age of Paranoia” z.B. Langsamer, cleaner Part und dann hartes Riff. Teilweise doppelter Gesang und natürlich eine verwendbare Melodie.

Das nachfolgende “Beyond the Fears” fängt sehr “schnell” und aggressiv an, mit wütenden Shouts, geht dann wieder in einen melodischen Tanzpart” und dann wieder an Härte aufzunehmen.

Das ganze Album kling absolut innovativ und eigenständig, auch wenn nicht alles meins ist und ich das ein oder andere Soli zu viel finde und mich auch nicht jede Melodie trifft. Ich bin eh kein Freund vom Cleangesang und Keyboardklängen, aber bei ALl WILL KNOW passt es einfach zusammen, keine Frage.

Gelungene Rhythmen, progressive Klänge, wechselnder Gesang, einfallsreche Solis und geile Melodien zeichnen dieses Album . 12 neue Songs , die man sich als Fan von modernen melodischen Metal nicht entgehen lassen sollte. Hinzu kommt, dass das Album schön fett prdouziert ist (Kohlekeller Studios).

Zum Abschluß gibt es noch eine Unplugged Reggaeversion des Song “Deeper into times”. Zwei Gastsänger haben sich ebenfalss auf diesem Album verwewigt ( Burden of life und Dirty FlamingO). Also, wer noch kein Weihnachtsgeschenk für seine Holde hat und diese auf diesen Sound steht, wisst ihr ja , was zu tun ist. Und vielleicht packen die Lilien ja auch noch, wie die Band ALL WILL KNOW, den Auftstieg…In diesem Sinne. “Metal up your life!”

Tracks:
1. Behind Your Mask
2. Dead World
3. The Circle Never Ends
4. Age Of Paranoia
5. Beyond The Fears
6. Stain The White
7. Ruins
8. From Desires To…
9. Cold Realities
10. Vicious Destiny
11. Waves
12. So long
13. Deeper Into Time (Unplugged Bonustrack)

Posted in Reviews | Leave a comment

Grai – Ashes

facebook.com/GRAI.folkRussia

Erscheinungsdatum: 01.12.2017

Noizgate Records / CD / Folk – Metal / Russland / 11 Songs / 50:06 Minuten

Diese Russen sind mir völlig unbekannt und warten gleich mit 2 Sängerinnen auf. Seit 2005 sind sie quasi schon dabei, vorher unter den Namen Raven Blood und Bopor und seit dem Jahre 2007 hören sich auf den Namen “Grai”. Mittlerweile ist man beim vierten Album angelangt. Geschrieben ist der Name auf Russisch und deswegen für mich nicht lesbar. Identifikation pur. “Grai” heisst soviel wie “Rabengeschrei”. Okay, da weiß man schon, was einen erwartet. Grind wird es nicht sein….

Langsam, mythisch und verträumt, mit einer Frauenstimme besetzt wird der Weg eingeläutet, der dann mit dem Track “Song of Dead” so richtig losgeht. Der Song wird auch langsam aufgebaut, mit Flötenkläge und Frauengesang, bis dann der Metalpart einsetzt, gepaart mit Grunzvocals. Kommt ganz gut, ist aber sicherlich nicht mein Ding. Folk und Metal passen aber durchaus zusammen, wie dieser Song es mir mal wieder beweist.

Interessant ist auch, dass die Titel auf Englisch sind und auch die Texte im Booklet, aber gesungen wird auf Russisch.

Auch “A water well”, das nachfolgende Stück, zeigt mir, dass diese Art von Musik nicht meine ist, aber natürlich versuche ich, so subjektiv wie möglich dran zu gehen.
Neu ist das Ganze nicht, auch nicht der Einsatz von metalfremden Instrumenten. Der Einsatz von Maultrommeln und Dudelsäcken kommt aber immer wieder sehr geil, da ich diesen Sound ja kaum höre. Dazu gesellen sich recht geile Riffs, die angenehme Stimme der Lady und Doublebassparts. Hm, kommt nicht übel, der Song. Klingt ein wneig orientalisch. Ganz geil.

“Darkness with me” dagegen fliesst so an mir vorbei, ohne dass was hängen bleibt.

Mit “Donja” dagegen hat sogar Grai mich im Sack. Wie üblich höre ich Alben immer drei Mal, bevor ich ein Review schreibe . Hat man sich erst einmal fallen lassen und FolkMetal aufgenommen, dann stellt man fest, dass dieser Song einen begeistern kann. Das Drumming klingt sehr metallisch und ist auch mal ein wenig schneller unterwegs, betont aber auch gewisse Stellen und drückt ordentlich. Hier kommt aber besonders der elfenhaftige Gesang gut durch, in Kombination mit dem Riffing. Allgemein der Wechsel zwischen der Härte des Metals und der Verträumtheit und Mystik des Folks wird hier ganz deutlich. Guter Song, der beste meines Erachtens auf dem Album.

Härter und groovender und wesentlich metallischer geht es dann bei “Tread of Water ” zur Sache. Bangfähig und die beiden Grazien Irina und Aliya vefeinern den Growlgesang, der den Song beherrscht. Da hat sich der Metaller in der Band durchgesetzt. Aber so richtig knallen oder drücken ist etwas anderes.

Titelsongs erwartet man ja immer mit einer gewissen Spannung und so legt “Ashes” mit ordentliches Riffing und Metallicalastigen “One” Doublebass los. Der Song ist überwiegend akkustisch und drückt ordentlich. Nicht schlecht.

Sehr ruhig und klassisch geht es denn mit “Shade” weiter. Recht progressiv, mir ist es dann zu viel des Guten,sangc

“Fortress” dagegen gefällt mir dagegen schon wieder viel besser. Besonders dieser mystische Anfang gefällt mir, könnte locker aus “Herr de Ringe” sein oder so. Mit Cleangitarre geht das Treiben los. Der Song lässte die russische Seele baumeln und lässt mehr die Folkseite der Band raushängen. Besonders die Wichtigkeit des Gesangs kommt hier zur Geltung. Akkustik hat diese Combo echt drauf.

“Farewell” ist dann wieder so ein Song, der absolut typisch ist für Grai, mich aber nur wenig berührt.

Auch Grai verschliessen sich nicht der Außenwelt und covern. “…..Pit Threontal” klingt sehr geil. Kommt im Original von Rotting Christ. Auch keine Band, die ich dauern höre. Ist Ewigkeiten her, somit kann ich keinen Vergleich zum Original stellen. Allerdings kann ich sagen, dass diese “Graiversion” sehr geil klingt und Laune macht.

Ich habe bis dato weder was von der Republik Tatarstan noch von der Band Grai gehört, aber die Band hat mir wieder mal bewiesen, dass es sich lohnt, seinen Horizont zu erweitern und dass ich altersmilde werde, hehe. Wirklich gut gemachter Folk Metal. Wer auf diese Art von Mucke abfährt, sollte sich “Ashes” definitiv zulegen.

Tracks:
01. Haze
02. Song Of Dead
03. A Water Well
04. Darkness With Me
05. Donya
06. Tread Of Winter
07. Shade
08. Ashes
09. Fortress
10. Farewell
11. … Pir Threontai (Rotting Christ Coverversion)

Posted in Reviews | Leave a comment

Dark Zodiak – Landscapes of your soul

https://www.darkzodiak.de/

Erscheinungsdatum: 21.10.2017

Eigenproduktion / CD / Death-Thrash / Deutschland / 10 Songs /

Eggingen, die englische Eierzentrale in Baden Würtemberg (bah, schlechter Spaß, Notiz für mich selber, aber trotzdem bringen), ist nicht gerade der Nabel der Welt, aber ab und zu überreicht mir mein Postbote wieder “böse” Post, wie er es immer so schön zu sagen pflegt. “Wieder was zum Kopfschütteln, Herr Eden?”. Genau, so sieht es.Dieter Schwarz ist dafür verantwortlich, seines Zeichens der Trommelschlumpf dieser Combo, die seit 2011 ihr Unwesen treibt. Zusammen mit seiner Frau treibt er die Band voran. Nach mehreren Besetzungswechsel hat man seit 2016 ein stabiles Line-Up und zerstört die Bühnen. 40 Gigs in 2 Jahren und trotzdem noch Zeit, ein Album zu schreiben. Das ist Einsatz. Also, ab ins Iguana Studio nach Freiburg und Album Nummer 2 aufnehmen und in Eigenregie veröffentlichen. So soll es sein.

Der Opener “Show me your underworld” zeigt uns gleich, wohin die Reise geht. Meines Erachtens ist die Combo zum Vorgängeralbum noch ein Stück härter geworden. Eine schöne Mischung aus Death und Thrash kommt aus den Boxen gekrochen. Gutes Riffing, variables Drumming und geile Vox. Passt.

Die nächsten beiden Songs machen ihre Sache ebenfalls sehr gut, fliegen aber ein wengig an mir vorbei. “Landscapes of your soul” dagegen zeigt sich sehr variabel und einfallsreich und macht Laune. Das zweite Highlight neben dem Opener ist dann für mich “Hamsterwheel”.Sehr straighter Song. Hier zeigt man sich besonders im Gesang sehr variabel und im Hintergund gibt es Backshouts. Im Kombination mit den Shouts und Screams kommt es sehr geil rüber,

“Loss until eternity” klingt sehr melodisch und nimmt mich persönlich nicht mit auf die Reise, bringt aber eine gewisse Ruhe in die Sache und ist somit auch richtig plaziert.

Danach kommen die drei weiteren Highlights des Albums. “Be yourself”, “Curse of Possession” und “Final solution”.

“Be yourself” fängt mit einen Basssoli an, ist schön straight und kann mit dm Riffing punkten, inklusive Groove.. Fixes Tempo.

“Curse of Possession” ist mein Highlight des Albums. BOmbenexplosion und ” Beginning of the end” und schon beginnt der Untergang. Sehr schön. Ebenfalls ein straighter Song, mit Screams und Growls. Sehr geilen Riffs und fetten Refrainpart, der sofort hängen bleibt.

“Final Solution” fängt ebenfalls recht zügig an und kommt dann mit schönen Vorspieler daher und Uftata Midtempopart. Knallte nicht ganz so geil wie die beiden vorher, aber kann auch hier mit dem Gesang überzeugen.

Am Ende gibt es noch einen Bonus Track namens “Dark Zodiak”. Das Telefon klingelt und Dark Zodiak wird verlangt. Ist mehr so ein Spaßfaktorsong, auch inhaltlich und erinnert mich ein wenig an die Funelemente von Tankard, musikalisch allerdings nur am Rande. Groovt ganz ordentlich. Und nicht vergessen Zodiak mk K.

“Landscapes of your soul” ist ein Album mit 5 richtig geilen Songs und 5 guten Songs geworden. Macht auf jeden Fall Laune und Fans beider Lager , also Death und Thrash, können bedenkenlos die Einkaufsliste ergänzen.

Tracks:
1. Show Me Your Underworld
2. Dance of Spectres
3. Sinister Demon
4. Landscapes of Our Soul
5. Hamsterwheel
6. Loss Until Eternity
7. Be Yourself
8. Curse of Possession
9. Final Solution
10. Dark Zodiak with K

Posted in Reviews | Leave a comment