Demonbreed – Where gods come to die

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VÖ: 22.07.2016

Testimony Records / CD / Death Metal / Deutschland / 12 Songs / 45:47

Johannes Pitz,Bass ( Carnal )Ghoul, ex-Bastardo, ex-Milking the Goatmachine, ex-Lay Down Rotten, ex-Valpurgisnight – Timo “Borgir” )Claas,Drums Miseo, ex-E 605, ex-Lay Down Rotten, ex-Act of Creation) – Ferli Thielmann ,Guitars, Vocals (backing) (Milking the Goatmachine, Miseo, Skinned Alive, Carnal Ghoul (live), ex-Bloodsky, ex-Reincarnated, ex-Sarx) – Daniel “Mett-God” Jakobi,Guitars, Vocals (Carnal Ghoul, Milking the Goatmachine, Skinned Alive, ex-E 605, ex-Lay Down Rotten) – Jost Kleinert,Vocals ( Ex-Lay Down Rotten, ex-Reincarnated, ex-Sarx)
Wer diese Namen nicht kennt, hat im deutschen Underground nichts verloren. Irgendwie kommen die Burschen nicht voneinander los und seit 2015 machen sie zusammen noch DEMONBREED. Ein Deal mit Testimony Records sprang dabei raus, eine Ep und nun dieses Full Length.
Bei vier Ex-Mitgliedern von Lay Down Rotten ist schon einmal klar, dass wir uns quasi in der Death Metal Ecke befinden müssen. Und so ist es natürlich auch.
Die Band Lay Down Rotten löste sich 2015 dann komplett auf, allerdings waren ja schon einige Member vorher ausgestiegen. Die Liebe zum Death Metal und zur melodischen Leads ist geblieben und so schloss man sich wieder zusammen und wieder mal heisst es:”Erbarmen, zu spät, die Hessen kommen.
Eine gewisse Vorliebe für schwedische Klänge ist nicht zu verleugnen und so brettern sich DEMONBREED durch eine 45 minütige Reise. Dabei gehen sie absolut abwechslungsreich vor. Vor allem beim Riffing hört man, dass hier kein Jünglinge an der Axt sind, sondern erfahrene Krieger. So bietet man Geschwindigkeitstechnisch alles, was es gibt. Sei es das langsame, zerstörerische Stück “Barren Wasteland” oder das zügige Ballerleckerlie namens “Red Countess”.
Mein Highlight ist der Kracher:”Vultures in the blood red sky”. Einfach auf dem Punkt gebrachter Death Metal.
Das Lay Donw Rotten schon immer Fans von Edge of Sanity waren, ist ja bekannt und die Vorliebe haben die Burschen natürlich nicht verloren. Allerdings wunderte mich, dass sie sich an “Blood Colored” heranwagten. Hier wird ein Cleangesangspart verwendte, eher unytpisch für DEMONBREED.Musikalisch bewegt man sich sehr nah am Original und auch die Cleanvocals klingen sehr fett und identisch. Lediglich die Growls sind tiefer. Ich sehe es zwar mehr als Hommage, als ein Coverstück, aber diese Hommmage ist absolut gelungen!
Die Growls befinden sich auf der amerikanischen old school Death Metal Ebene und können absolut überzeugen. Hier und da ein paar Screams und fertig. Davon hätten es durchaus ein paar mehr sein können.
Das Alter und eine entsprechende Erfahrung ist halt im normalen Leben anstrengend, aber musikalisch absolut hilfreich, so zumindestens bei DEMONBREED. Den Vorwurf, dass sie gerade auf dem old school DM Zug aufspringen, lassen wir mal ganz schnnell in die Schublade verschwinden, denn diese Riffs und die Leads haben es in sich und das ganze Album kann man ohne Langeweile durchhören. Interessante Einsprengsel wie z.B. die absolut düstere Cleangitarre bei “A thousand sun will rise” lassen aufhorchen und reissen einen förmlich mit. Besonder Fans schwedischer Klänge können hier bedenkenlos zugreifen. Ein bißchen Interment, natürlich Edge of Sanity, ein wenig Bolt Thrower und ein wenig amerikanischer old school Death Metal. So sind die Zutaten, die eine herrliche Suppe entstehen lassen und Demonbreed wissen, wie man diese Zutaten zusammenfügt und umrührt. Keine Verbennungsgefahr.
Hinzu kommt ein netter Aggressionslevel, brutale Riffs und absolute Eingängigkeit, ohne stumpf zu klingen. Wer Bolt Thrower zu seinen Lieblingen zählt, der sollte sich unbedingt “Folded Hand” reinziehen.
Einziges Manko ist vielleicht der recht gleich bleibende Gesangsstil und natürlich die Tatsache, dass man nichts neues geboten bekommt, aber wen juckt es, wen solch gutes Material dabei raus kommt.
Wer auf old school Death Metal abfährt, muss den CD- Dealer seines Vertrauens aufsuchen und sich dieses Album zulegen.

Demonbreed

1. Where Gods Come to Die 01:11
2. Vultures in the Blood Red Sky 03:08
3. A Thousand Suns Will Rise 04:31
4. Summon the Undead 04:20
5. Revenge in the Afterlife 04:27
6. Empty Grave 03:33
7. Red Countess 03:06
8. Perish 04:45
9. Barren Wasteland 03:51
10. Folded Hands 04:23
11. Blood Colored (Edge of Sanity cover) 04:03
12. Seed of Ferocity 04:31

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Pequod – False Divinity

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VÖ: 01:06.2016

Eigenproduktion / CD / Death – Thrash / Deutschland / 4 Songs / 21:34 Minuten

Seit 1998 ist dieses Quintett aus München auch schon dabei. Da könnte man doch meinen, es hagelt so an Veröffentlichungen, aber dem ist nicht so.
Bis dato brachte man es auf 2 Demos, eine EP und ein Full Length namens “Forgotten” aus dem Jahre 2011. Gut Ding will Weile haben, heisst es so schön im Volksmund. Und keine 5 Jahre später erscheint die 2te Ep.
Ob es an den Memberwechsel lag oder der Tatsache geschuldet ist, dass die Beteiligten noch in anderen Combos aktiv sind, weiß ich nicht. Besonders Drummer Maurizio ist ein schwer beschäftigter Mann. Nebenbei zockt er auch noch bei Haggard und Darkseed! Sänger Roland ist noch bei meinen Lieblings-Münchener Festering Salvia aktiv.
Der Name klingt recht interessant. Ich wusste, ich habe den Begriff bereits gehört, konnte ihn aber nicht zuordnen und ich wäre auch nicht drauf gekommen! Das Schiff von Kapitän Ahab ( Moby Dick) hieß zu. Okay, mal was metalfremdes, auch gut.

Ansonsten bieten uns die Bayern schon metallastige Feinkost an, keine Frage! Der straighte Opener und Namensgeber der CD “Fals Divinity” ist zwar recht lang, kann aber mit seiner Mischung überzeugen.
Eine gelungene Melange aus Death und Thrash Metal, die wahrlich nicht allzulang ist und auch nicht wirklich was neues bietet, aber eben gut zusammengestellt ist und dem Zuhörer keine Sorgen bereitet.
Der Opener arbeit auf Volldampf und so bekommt man gleich zu Beginn erst einmal eine ordentliche Portion Härte und Aggression um die Ohren geballert. Schön zügig mit treibenden Riffs und fordernden Drums. Roland Growlt ordentlich dazu und fertig ist die Vernichtung. Nicht ganz, denn mittendrinn wird ein Break eingebaut, man groovt schon fast, schleppt sich hin, um dann wieder Fahrt aufzunehmen. Den Refrain kann man schon nach gewisser Zeit mitgröhlen, denn er kommt sehr melodiös herüber.
Aber auch ansonsten sind die Burschen der Melodie nicht abgeneigt, dieses zeigt besonders der Song “Malicious joy”. Hier darf auch einmal ein Soli verwendet.
Die Band kann sich nicht zwischen amerikanischen Thrash und schwedischen Death Metal entscheiden und pendelt so hinterher. Gut so, denn das mischen von Stilen bringt eine Musikart ja auch nach vorne und wenn man es vernünftig kann, so wie eben PEQUOD, dann sollte man dieses mit dem Kauf des Materials unterstützen, keine Frage!
“Flaying Demons” erinnert mich ein wenig an Arch Enemy und kommt sehr fett aus den Boxen und auch der Rausschmeisser “Pride of Creation” macht eine gute, melodische Figur. Das Drumming ist sehr tight und fordert die Band, so soll es sein.
Pequod schaffen es, amerikanischen Thrash und schwedischen Death Metal zu einer leckeren Einheit zu kombinieren. Das Tempo geht von langsam , über mittel zu Vollgas , der Sänger growlt und fügt einige Screams hinzu, die Stimmung ist recht düster , die Produktion drückend und die getragenen Melodien knallen überwiegend. Das Rad wird nicht neu erfunden, aber diese vier Songs kann man durchaus empfehlen.
Bin mal gespannt, wenn das zweite Full Length herauskommt.

Pequod

Tracks:
1. False Divinity 06:28
2. Flaying Demons 05:18
3. Malicious Joy 05:05
4. Pride of Creation 04:43

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Wired Anxienty – The delirium of negation

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VÖ: 01.07.2016

Transcending Obscurity Production / CD / Death Metal / Indien / 4 Songs / 16:38 Minuten

Seit 2009 lärmen diese vier aus Mumbai nun schon zusammen und nach 2012 ist dieses hier ihre zweite Ep, welche via Transcending Obscurity Production erschienen ist.

Ja, Mumbai, richtig gelesen, Indien. Hat man auch nicht alle Tage auf dem Tisch bzw. auf dem Rechner. Und nach Indien klingen sie so gar nicht, dass schon mal vorweg.
Erstmal war ich von dem guten Cover und der geilen Produktion begeistert. Gezeichnet von Coki Greenway (Aborted, Devourment, etc) und gemischt und gemastert wurde das Teil von Arkady Navaho of Navaho Studios (Katalepsy, 7 H.Target, etc). Das erklärt so einiges, gelle. Da habe ich wohl die Inder unterschätzt, zumal mit die vorherige EP nicht bekannt ist.

“Test Subject:Human” , der Opener, zeigt alles das, was sie können. Hier regiert der Brutal Death Metal und sowas von herrlich, oh ja. Ich stehe ja auf diese Art der Mucke und letzter Zeit hat man nicht mehr so viel gutes in der Richtung gehört bzw. habe ich es nicht so richtig mitbekommen. Okay, die neue Internal Suffering natürlich, aber ansonsten regiert ja gerade der old school Death Metal. WIRED AXIENTY überzeugen mir guten Songwriting, mit geilen Rhythmen, schnelle Doublebass und natürlich Tonnen von Blastbeats.So ackert man sich durch das Material. So kleine Spielereien machen die Sachen eben aus, so wie die Gesangsalinie bei “Focus 22″ zu
Anfang. Sehr geil. Neben dem Geballer verlangsamen sie auch mal gerne und grooven vor sich hin, das es nur so kracht. Sicherlich bietet man nicht wirklich was neues, aber der Name “Brutal” steht eben hier auch für “Brutal” und nicht fürs “Tanzen”, wie bei sovielen “Slam Brutal Bands”. Nee, die Burschen haben Feuer im Hintern und hauen ordentlich einen raus. Die vier Songs machen definitiv Laune, natürlich nur für brutale Death Metal Fans, die Bands wie Suffocation zum Frühstück verspeien.

Richtig geile Riffs und fette Solis erwarten euch, gut zusammengestellt und schön kombiniert mit den schnellen Attacken.Der gutteral Gesang kommt schön aggressiv rüber und geht auch leicht ins squealige. Die Leads ballern und beim Rausschmeisser überzeugen sie auch beim Beat – Down.
Was neues haben die Burschen auch nicht zu bieten, aber sie schaffen einen Spagat zwischen Brutal Death Metal der alten und der neuen Schule. Kurz gesagt. Geil.
Man muss abwarten, ob sie diese Qualität auf ein ganzes Album übertragen können. Ich hoffe es sehr.

Brutal Death Metal Fans können bedenkenlos zuschlagen, ohne aber was Neues erwarten zu können! Lecker!

Wired

Tracks:

1. Test Subject: Human
2. Heavily Sedated
3. Severe Comorbidity
4. Focus 22

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