Insurrection – Extraction

https://www.facebook.com/insurrectionmetal/

Erscheinungsdatum: 06.10.2017

Galy Records / CD / Death Metal / Kanada / 10 Songs / 39 Minuten

Seit 2003 sind diese Burschen aus Quebec schon unterwegs, sagen mir aber nicht wirklich etwas. Kanada ist ja dafür bekannt, immer wieder einmal gute Extrembands herauszuhauen, sowie Cryptopsy, Kataklysm oder Neuraxis. In den ersten fünf Jahren haute man 2 demos heraus, bevor 2008 dann das Debutalbum herauskam. Mittlerweile haut man das vierte Album raus, wieder via Galy Records.

10 mal Death Metal, aber nicht so altbacken, wie man es dato an jeder Ecke hört, sondern recht modern. Das fängt beim Sound an und hört beim Riffing auf. Allerdings so modern dann auch wieder nicht, denn es ist schon lupenreiner Death Metal. Produziert wurde der ganze Spaß bei Pierre Rémillard – Wild Studio (Cryptopsy, Voivod, Krisiun, etc.) Der Sound drückt ordentlich.

Der Opener “System failure” zeigt uns gleich, das Kanadier nicht nur eine eigene Sportart ist, sondern auch eine eigene Spielweise haben. Irgendwie haben die etwas im Grundwasser, so dass die immer irgendwie technischer zu Werke gehen müssen. Fast alle kanadische Bands, die ich in meinen fast 30 Jahren Metaldasein kennen und schätzen gelernt habe, haben diesen Anspruch an sich. Dabei vergessen sie aber nicht, das Songwriting geradeaus zu gestalten.So ist es auch bei Insurrection. Die Drums knallen, die Riffs sind knorrig und die Vocals sind teilweise schon bestialisch, natürlich am Growlen wie Sau.Dabei legt man hier Wert auf Druck und nicht auf Geschwindigkeit.

“Onward to Exticntion” zerstört einen durch eine raffinierte Mischung aus Thrash Metal und melodischen Death Metal.

“Pull the Plug” geht da schon eher in die old school Death Metal Ecke, sehr schwer und heavy. Der Song hat einen tranceähnlichen Part inne, der sehr melodisch daher kommt und dem man leicht verfällt.

Während man die ersten drei Songs im englischen vorgetragen hat und man das Tempo eher Midtempolastig gestaltete, ändert man ab dem 4 Song die Marschrichtung.
Nun gibt es französischen Gesang. Heftig. Anscheinend ist die Sprache härter, denn auch die Musik wird aggressiver und schneller.
“Le Prix a Payer” sollte da unbedingt erwähnen werden. Eine geile Mischung aus Death und Thrash Metal, sehr viel Wechsel, sehr technisch und sehr aggressiv. Schöne Tempiwechsel. Geht absolut ins Mark.
Danach kommt man wieder zum englischen, mit “The Eulogy of hate” und “Parasite” . Harte Beats, Solis und melodische Parts werden einen um die Ohren geknallt.

Die beiden französischen Songs “Le Pesant Dòr” udnd “Miisere Noire” folgen und setzen den Härtegradr von “Le prix a payer” fort.Alles natürlich auf technisch hohem Niveau, keine Frage. Auch der teilweise doppelte Gesang drückt ordentlich.

“Assassins” groovt so vor sich hin, nimmt dann aber schön Fahrt auf, allerdings nimmt der mich irgendwie nicht mit so auf die Reise.

“Data Extracted…End Transmission” ist der Rausschmeißer ins von Anfang an ein schleppendes Monster und Bruno Bernier (Oblivion) ließ es sich nicht nehmen, Gastvocals abzuliefern. Besonders erwähnenswert sind hier die Drums, die sehr verspielt und technisch anspruchsvoll klingen. Der Song hat etwas atmosphärisches und beinahe schon episches. Die langsame Grundgeschwindigkeit steht ihnen auch gut und das melodische Riffing klingt hervorragend. Fetter Abschluss.

Mit “Extraction” ist INSURRECTION ein gutes Album gelungen. Technisch auf hohem Niveau und irgendwo zwischen Death und Thrash Metal liegend. Die Songs grooven ordentlich und sind sehr druckvoll und aggressiv. Mir ist das teilweise zu überladen, obwohl die Burschen nie den roten Faden verlieren. Anchecken.

Tracklisting:

01. “System Failure”
02. “Onward To Extinction”
03. “Pull The Plug”
04.“Le Prix à Payer”
05.“The Eulogy of Hatred”
06. “Parasite”
07. “Le Pesant D’Or”
08. “Misère Noire”
09. “Assassins”
10. “Data Extracted … End Transmission” featuring Bruno Bernier (Obliveon)

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Zombie Riot – Nuclear Zombie Massacre

Zombie Riot – Nuclear Zombie Massacre

https://www.facebook.com/ZombieRiotBand/

Erscheinungsjahr: 16.05.2016

Eigenproduktion / CD / Death Metal / Deutschland / 4 Songs / 16:55 Minuten

Seid 2014 ist diese Combo aus Hannover rund um Matze von Bombthreat und Abyss Lord nun zusammen . Mit seinen Abyss Lord Gitarristen machte er sich ran, neue Songs zu Schreiben und heraus kam im Jahre 2016 dieses Demo. Mittlerweile ist eine weitere Single erschienen und man konnte einige Gigs zocken.

Knister,Knister, Knister und dann der Matze beim morgendlichen Stuhlgang? Hm, Kriegssirenen lassen dann wohl eher drauf schließen, dass ein Zombienagriff bevorsteht. Kollege Matze kann man aber auch schon mal mit einem Zombie verwechseln, hehe. Gehen wir aber weg von den subtilen Äußeren und beschäftigen uns mit der Musik.
“Nuclear Zombie Massacre” kommt mit einem Obituaryanfangspart daher, wechselt dann in einen Midempopart, nimmt Geschwindigkeit auf und geht wieder ins Midtempo und wieder in den Obituary Part. Chris Barnes mäßige Vocals drauf, paar Screams und fertig ist die old school Suppe.
“Cauldron” geht quasi genauso. Die Burschen legen sehr viel Wert auf Groove und Bandfaktoren. Six Feet Under zu guten Zeiten kommen einen da in den Sinn, natürlich auch die oben schon genannten Toadesanzeigenliebhaber von Obituary. Zum Glück erhöhen sie auch hier das Tempo und gehen in einen leckeren Ballerpart, ansonsten wäre es recht schnell langweilig. Der Song schleppt sich aber auch so mehr oder weniger durch die Botanik. Hat was, kann mich aber nicht ganz überzeugen.
Weiter geht es mit “I am Hatred”, der wieder mit einen klassischen Obi Riff und Obi Groove anfängt und dann in einen schönen treibenden Uftata Part rübergeht. So mag ich es. So geht alte Schule. Solche Parts kann ich den ganzen Tag hören. Matzes Growls passen herrlich darauf, lecker. Vorspieler und weiter geht es im Midtempo. Kommt geil der Song. Kurze Growls alleine und schnelles Midtempo. Schockt.
“Night Haunter” ist auch der Rausschmeisser und fängt ähnlich wie die anderen Songs an, wobei der Beginn definitiv der geilste ist bzw. das nach Obi klingende Riff. Schade, hätte mir gewünscht, dass der Matze da auch einmal einen Tardygesang drauf gehauen hätte, aber dann hätten wieder alle gemeckert. Vom Prinzip her knattert der Song genauso wie die anderen. Six Feet Under Moment, allerdings ist hier die Abwechslung wesentlich geiler, denn es werden vermehrt schnelle Parts mit eingebaut und die langsamen Moment drücken ohne Ende. Meines Erachtens zusammen mit dem Opener der fetteste Part. Live wird dieser Song sicherlich knallen.
Zombiemäßig begann die CD, Zombiemäßig endet sie. Knister,Knister,Knister und dann werden die armen Zombies erschossen. Hat denn keiner mehr ein Herz?

Eigene Aussage der Band:”Zombie Riot plays old school days worshipping Death Metal from hell!” So sieht es aus.

Definitiv noch Platz nach oben, aber für ein erstes Lebenszeichen absolut okay. Die Repeattaste zu drücken war für mich absolut keine Schwierigkeit und bereut habe ich es auch nicht. Den Opener und Rausschmeißer unbedingt anchecken.

Tracks:
1. Nuclear Zombie Massacre 03:46
2. Cauldron 03:09
3. I Am Hatred 04:08
4. Night Haunter 05:52

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Magenta Harvest – and then came the dust

https://www.magentaharvest.com/

Erscheinungsdatum:01.09.2017

Apostasy Records / CD / Death Metal / Finnland / 9 Songs / 52:14 Min

Seit 2005 sind diese Finnen bereits unterwegs, waren mir bis dato aber nicht bekannt. 2 Demos und 1 Full Length kamen so zustande. Tomasz von Apostasy Records wurde auf sie aufmerksam und veröffentlicht nun das zweite Album. Das Line-Up sollte man sich durchaus mal reinziehen, denn Unbekannte sind hier nicht am Start.Besonders Sänger Matthias ist sehr aktiv (Argent Void, Chthonian, Decomposter, Degenerate, Finntroll, Observant, The Iniquity Descent, ex-Carnaticum, ex-Twilight Moon).

Oh, ein 8 Minuten Song als Opener. Nicht meine Baustelle, aber wir sind natürlich alles für offen. Kurze Einleitung und dann schnelles Riff und schneller Part, bevor man dann in einen melodischen Part überwechselt, der mit schöner, schneller Doublebass begleitet wird. Kommt gut, erinnert an die gute, alte Göteborg Zeit. Dann wechselt man die Geschwindigkeit und geht in ein kleinen Schrittpart, gepaart mit symphonsschen Klängen. Danach gibt es schön auf die Glocke mit fetten Screams drauf und dann wieder dieser Schrittpart mit symphonischen Klängen und auch einer Melodie. Danach wieder der melodische Part, bevor man dann in einen groovigen Part mit
symphonischen Hintergrundklängen agiert. Die Vocals sind schön tief aggressiv und gehen ab. Der Song ist ganz schön beladen und so manch andere Band hatten aus diesen Quell an Ideen 2 Songs fabriziert, so aber nicht Magenta Harvest. Klingt richtig geil.

“The murderous Breed” schlägt quasi in die selbe Kerbe. Fixer Part, kurzes Midtempo und dann Melodie mit schneller Uftata. Kommt sehr fett und vor allem abwechslungsreich . Und im Hintergrund immer diese symphonischen Spielereien, die mich ansonsten stören, sofern zu sehr im Vordergrund stehen. So aber nicht bei “Magenta Harvest”. Die Stimme gibt einen dann positiv den Rest. Hier wird ein Sprechgesang mit eingebaut. Kommt auch nicht schlecht.

“When your worlds turns to glass” kommt schleppend aus den Boxen gekrochen und die geilen Screamvocal klingen sehr bedrohlich. Langsam geht es weiter und dann gibt es
aber auch was auf die Glocke. Sehr geil aufgebaut, da dieses absolut aggressiv klingt, obwohl sie gar nicht so schnell spielen.

Und so geht es weiter. 52 Minuten insgesamt. Am Ende gibt es dann wieder eine Huldigung an mich “The Pane of Eden), hehe.
Vorher sind aber absolut geile Melodien zu hören, wie z.B. bei “An Abode of ashes”. Welch geiler Anfang, unbedingt anchecken.

….And the cam the Dust ist ein wirklich interessantes und geiles melodisches Death Metal Album geworden. Selbst die symphonischen Parts stören mich nicht, zu mindestens überwiegend nicht. Die Leadgitarren sind sehr geil. Hinzu kommt, dass die Burschen sich dezent hier und da Zitate aus dem schwedischen Black Metal verwenden. Diese passen hervorragend und erhöht das Hörvergnügen. Nicht alles vernichtet einen, aber überwiegend knallt das Album durch. Eines der besten melodischen Death Metal Album, welches ich in letzter Zeit gehört habe, da der Aggressionspart schön hochgehalten wird, jede Menge Abwechslung vorhanden ist ( wie z.B. die mitteralterlichen Klänge bei “The Search for the higher water” und dann der Ballerpart danach) und das Songwriting einfach Hand und Fuß hat.

Track:
1. Flock of Reckoning 08:17
2. The Murderous Breed 05:27
3. When Your World Turns to Glass 05:46
4. An Abode of Ashes 05:14
5. The Search for the Higher Water 05:40
6. Signs of Death 04:27
7. …and Then Came the Dust 07:13
8. A Terminal Hymn to Cold 05:13
9. The Pane of Eden 04:57

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