Infest – Addicted to flesh

https://www.facebook.com/infest.serbia

Erscheinungsjahr: 09.09.2017

Defying Danger Records / CD / Death-Thrash / Serbien / 9 Songs / 31:05 Minuten

Da sind sie wieder, meine Lieblingsserben. Okay, soviele kenne ich auch nun wieder nicht, ist klar. Die Burschen aus Jagodina sind auch bereits seit 2002 dabei und spätestens seit dem Album “Cold blood war” haben sie mich als Fan gewonnen. Der Song “Of Everlasting Hate” ist eine Hymne. Das war Album Nummer 4. Die Burschen haben sich danach den Arsch abgespielt, überwiegend mit ihren Brüdern von Turbocharged. Auch in meinem wunderschönen Ostfriesland haben wir sie gelockt und sie haben unseren ganzen Laden auseinandergenommen. Herrlich. Sehr geil ist auch das Label, welches sie jetzt gefunden haben. Defying Danger Records von meinem Kumpel dem Jense, der früher mal bei Cudgel war und das legendäre Festival “Fuck the Commerce…” auf die Beine gestellt hat. Mit Sledgehammer Nosejob hatte er dieses Jahr schon ein leckeres Ding herausgebracht. Und nun folgt mit Infest ein weiteres. Der Bursche hatte schon immer ein Händchen für geile Undergroundbands.

INFEST selber bezeichnen sich und ihr Anhängerschaft als “Deaththrash Legion 666″ und nun wurde es Zeit, dass es auch einen Song dazu gibt, aber vorher kommt nach dem Intro nach der beste Song des Albums.” Hail to mother war”. Bombe. Dazu gibt es auch ein Video zu begutachten. Alles, was die Band ausmacht, ist hier zu hören. Derbste Mischung aus Death und Thrash Metal. Schnelle, treibende Riffs,geilste Rhtyhmen, schnelles Drumming aus zerstörende Vocals, songwriterisch perfekt eingesetzt. Ein Song, der sofort klar macht, dass die Burschen trotz der ganzen Livegigs nichts an Energie verloren haben. So mag ich es und so will ich es hören. Absolut intensiv.

“Deaththrash Legion 666” erreicht nicht ganz die Qualität des Openers, schlägt aber absolut in die gleiche Kerbe und vernichtet alles und kommt natürlich mit einem Refrainpart daher und ist natürlich auch geil. Ein Song von Fans an Fans, ohne Pathos, aber mit sehr viel Herzblut und vor allem Power. “Be a part of the Deaththrashlegion 666” würde ich mal sagen. Besonders live wird dieser Song alles niederwälzen.

“Addicted to flesh” bietet dann Abwechslung im Death/Thrash und kommt mit Chorusgesang daher. Hier kann man besonders kompositorisch überzeugen. Kommt zur rechten Zeit
und geht gut ab. Besonders der Anfang und des treibende Riff hauen einen um. Natürlich gibt es hier auch Vollgas, ist klar. Der Schwerpunkt liegt hier irgendwie auf die Gesangpassagen. Ein leckeres Soli rundet den Spaß ab und dann schönes Gehacke mit Melodie rüber.

Beinahe tanzbar ist “I bring you war” . Langsamer und schleppender Anfang. Hier ist besonders das druckvolle Drumming zu erwähnen, welches schön drückt und trotz des schleppenden Tempos absolute Härte in den Song bringt. Refrainpart mit hängenbleibendem Riff inklusive. Bringt etwas Ruhe ins Album. Zur rechten Zeit. Top!

“Nailed to your spine” wartet wieder mit absolt geilem Riffing und einem langen “Yeeeaaaaahhh” zu Beginn auf und wird langsam aufgebaut. Mit schönen Gesangspart mit Uftata Unterstützung. Der Song geht auch recht schleppend von der Hand und bietet eine markante Melodie. Allerdings habe ich immer auf die Tempoverschärfung gewartet. Umsonst, dafür ein Soli, welches auch schockt und dann nach 2:38 Minuten kommt doch die von mir geforderte Tempovrschärfung und wie. Burner, yeah. So geht das. I love it. Kuzres Zwischenspiel und dann wieder Gummi, bis man dann wieder in den Uftata Part wechselt, um am Ende die Melodie wieder zu bringen. Yeah! Geiler Songaufbau!

“The Blind one leads the way” gibt gleich von vornean Gas und kommt teilweise mit doppelten Gesang daher. Vollspeed Death Thrash, Absolut intensiv und gerade aus. Nach fast 4 Minuten ist man fertig mit der Welt. Am Ende wartet man aber überraschender mit sprechenden Gesang, melodischen Part und einen Groove auf.

“Stigmatized” reiht sich nahlos in die Attacken ein, bietet nach 1:40 einen groovigen Part, der aber noch absolut druckvoll ist. Natürlich darf auch ein Soli nicht fehlen.

Am Ende dann “The Awakening failed”. Der Song geht quasi mit einem Schlagzeugsolo los und wird dann systematisch aufgebaut. Stoppt, Vorspieler und Gummi. Attacke hoch 10. Jawoll. Doppelter Gesang , mit chorusähnlichen Klängen. Und natürlich Gummi.Sehr feines Riffing mit Solipart. Der Song ist wieder absolut aggressiv und hält das Tempo hoch. Guter Rausschmeisser.

“Addicted to flesh” ist genauso geil geworden, wie ich es erwartet habe. Intensiver, aggressiver und schneller Death-Thrash mit knallenden Vocals. So soll es sein. Pflichtkauf.

Tracks:
1. Intro 00:50
2. Hail the Mother War 03:22
3. Deathrash Legion 666 03:14
4. Addicted to Flesh 03:53
5. I Bring You War 04:15
6. Nailed to Your Spine 04:33
7. Stigmatized 03:36
8. The Blind One Leads the Way 03:51
9. The Awakening Failed 03:31

9 Punkte

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Incited Abomination – Explicit Fantasies – Conjured Abnormalities

https://www.facebook.com/incitedabomination

Erscheinungsjahr: 19.05.2017

Eigenproduktion / CD / Brutal Death / Deutschland / 12 Songs / 41:07 Minuten

Die beiden ehemaligen Cyphonism Mitgieder Leon und Torben beschlossen im Jahre 2013 irgendwie ein Projekt zu starten, schrieben einige Songs und nahmen diese 2015 in Form eines Demos auf. Die beiden Wolfsburger machten weiter, nahm 2013 eine Promo auf und dann eben dieses Album.

Info von der Seite:”Gespielt wird eingängiger, sowohl High-Speed als auch Mid-Tempo Death Metal, welcher definitv auf den Livegebrauch ausgerichtet ist. Nichts kompliziertes, nichts unnötiges”. So. Auf dem Punkt gebracht.

Das ist sich um eine Eigenproduktion handelt, hört man gut heraus,die Produktion ist aber okay.

Brutal Death Metal wird ja heute kaum noch zelebriert. Die meisten bewegen sich ja im Slambereich. INCITED ABOMINATION geben ordentlich Gas. Der Opener “Intenstinal Malrotation” und der Nachfolger inklusive Sample fliegt so an mir vorbei, aber die nächsten beiden Songs ” Hangman Blues” und “Hydrocephalus” nehmen mich mit auf die Reise, denn hier wird einen alles geboten. Geballer und Midtempo mit anspruchsvollen Riffs. Vor allem kommen in beiden Songs melodische Riffs zur Geltung, die sitzen. Fett. Allerdings muss man sagen, das”Hydrocepahlus” nach 2 Minuten abrupt beendet wird. Schon schade, denn der Song hat es in sich, besonders eben das melodische Riff.
“The crying Game” kommt dann schleppend und stampfend daher und spricht eben die Slamfreunde an oder die Dying Fetus Fans, denn das Tempo wird auch erhöht. Klingt aber recht verwirrend.
“Necrophillic Polyamory” ist dann endlich ein richtiger Ballersong. Hier gibt es 100 Sekunden ordentlich was ins Gesicht. Yupp, mit tiefen Growls, der teilweise gedoppelt wird und auch Squeals.
“Amelia” kommt schon fast punkig daher und klingt irgendwie anders, aber geil. Klingt wie ein Cover. Weiß ich aber nicht, da ich keine Infos habe, aber da gehe ich ganz stark von aus. Klingt derbe schön.

So zieht man sich durch 12 Songs. Da ich ein Liebhaber des brutalen Death Metal, gerade der amerikanischer Natur, bin, sagt es dem Papa natürlich zu. Allerdings muss man sagen, dass man am Songwriting noch ein wenig tüfteln muss, sofern man ganz oben mithalten möchte. Für ein Debüt aber absolut in Ordnung. Natürlich dürfen Samples nicht fehlen, ist klar.

Tracks:

1. Intestinal Malrotation 04:29
2. Skullfuck 04:44
3. Hangman’s Blues 02:53
4. Hydrocephalus 01:59
5. The Crying Game 04:11
6. Necrophilic Polyamory 01:43
7. Amelia
8. Lissencephaly 03:33
9. Craniopagus Parasiticus 04:48
10. Hanged and Disemboweled 02:59
11. Pectus Excavatum 03:31
12. Manipulatory Haematospermia 03:45

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Goats of Purgatory – Visions of bloody masses

http://goatsofpurgatory.com/

Erscheinungsjahr: 01.07.2017

Eigenproduktion / Digi-CD / grooviger Metal / Deutschland / 4 Songs / 11:28 Min

Bands mit Goat im Namen haben ja grundsätzlich schon bei mir gepunktet. Warum man immer ein Geheimnis daraus macht, wer hinter der Band steckt, ist mir immer ein Rätsel, kommt aber immer wieder vor. Die Combo stammt aus der ehemaligen ostfriesischen Besatzungsstadt Köln und ist quasi Heimat, hehe. Nur am Rande. Egal. Seit 2001 sind sie dabei und brachten bis dato 2 Demos heraus. Mittlerweile hat man sich auch verkleinert und ist nur noch als Duo unterwegs.

“Visions of bloody masses” kommt gleich groovend und sirenenhaft aus den Boxen geknallt. Darauf kommen tiefe Vocals, die schön aggressiv und verständlich sind. Wenn ich mich nicht täusche, habe ich auch schon ein Review zum Demo “Rot in Hell” gemacht. Irgendwie kommt mir der Name so bekannt vor. Goatbands gibt es aber mittlerweile ja mehr als genug. Der Song geht schleppend los, steigert sich dann ins Midtempo und geht dann wieder mit einem markanten Riff ins groovige. Irgendwie nicht so meins. Mitgröhlen kann man gut “Satan´s blood shall rise” .

“Mandatory Masaacre” lebt auch von dem Refrain, kommt mit gesprochenen Passagen und kranken Screams, sowohl hoch als auch tief, daher. Der Songs selber ist ein Stück “schneller” und härte als Opener.Bleibt aber bis auf dem Refrainpart und den kranken Vocals nicht bei mir hängen.

“Crawling” schleppt sich am Anfang durch die Botanik, bevor die Doublebass zum Einsatz kommt, aber eben auch schleppend und dann wird man quasi noch langsamer. Wieder ein markantes Riff mit Mitgröhlpart. Und ein schon beinahe psychedelisches Riff drauf, dann wieder langsam und schleppend. Ganz gut, aber haut mich nicht um. Zu minimalistisch, was das Tempo angeht.

“Blood follows blood” dürfte der Song von der EP “Rot in hell” sein. Harte Riffs, weit entfernt vom brutalen Death oder Thrash, werden einem um die Ohren geknallert. Das Tempo wird angezogen, aber auch hier bleibt man fernab vom schnellen Doublebass oder Blast, sondern erhöht rein die Geschwindigkeit. Der Song lebt vom Mitgrölrefrain und ist wieder der beste und härteste. Macht aber Laune.

Gegenüber dem Vorgängerdemo hat man sich songwriterisch ein wenig verbessert, aber so richtig umhauen können sie mich immer noch nicht, dafür ist mir das Tempo zu langsam und auch die Songs zu identisch. Grooviger Metal mit Midtempoparts und tiefen Vocals, der überwiegend vom Refrainparts lebt.

Tracks:
1. Visions of bloody masses
2. Mandatory massacre
3. Crawling
4. Blood follows blood

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