Profound Insanity – Lignum Vivere

https://www.facebook.com/Profound.Insanity/

Erscheinungsjahr: 07.10.2016

Eigenproduktion / CD / Melodischer Death Metal / Deutschland / 7 Songs

Melodischer Death Metal ist ja immer so eine Sache und ist genauso im Kommen, wie der old school Death Metal, auch wenn er zeitlich etwas später wiederentdeckt wurde.

Auch in deutschen Landen klingt dieser ordentlich, wie z.B. meine Jungens von Nailed to Obscurity seit Jahren beweisen.
Seit 2013 zockt diese Bands aus Winhöring, Bayern nun zusammen und liefert nun ihr erstes Werk ab.

Hierbei handelt es sich um eine Eigenprodution und dieses hört man von Anfang an. Die Produktion ist nicht gerade druckvoll oder perfekt abgemischt. Klaro,

Undergroundding halt und somit voll in Ordnung. Dürfte allerdings besser sein.

Der Opener “Zewu Tuch” bringt mich schon gleich zum zweifeln, denn diese Art des melodischen Death Metal ist so gar nicht meine.
Beeinflusst wurde die Band vom Melodic Death Metal, Progressive Metal, Doom Metal und normalen Death Metal und diese Einflüsse bringen sie in ihren Sound herunter.
Die recht jungen Musiker haben sich dazu entschieden, Deutsch zu singen und das finde ich durchaus lobenswert und interessant. Ich bin ein Fan von Landessprachenmusik und besonders beim melodischen Death Metal oder beim Pagan kann man diese Variante gut einsetzen, sofern die Texte natürlich dann auch ordentlich sind, ansonsten wird es schnell peinlich. Bei Profound Insanity passe es aber, sofern ich es rausgehört habe.
Der Opener wird überwiegend im Midtempo vorgetragen und besonders der Gesang klingt irgendwie komisch, welches sicherlich auch mit der Abmischung zu tun hat. Variabel geht man zu Werke. Screams , Growls, Frauengesang. Alles gut. Aber dieser “dunkle” klar Gesang klingt schon recht merkwürdig. Von der Idee her ne gute Sache, aber irgendwie merkwürdig umgesetzt. Ruhiger, atmosphärischer Cleanpart mit screamgesang wird mit eingebaut, um dann ein wenig Fahrt auf zu nehmen. Ganz okay, aber es haut mich wirklich nicht um. Tempowechsel locker den Spaß auf. Progressive Züge sind auch zu vernehmen. Teilweise recht ungestüm und durcheinander das Ganze.

Die anderen Songs gehen quasi in die gleiche Richtung und geben einen ein ähnliches Gefühl.Der Song “Trauer” gefällt mir noch am besten.

Die Band ist noch recht jung und steht noch am Anfang und dieses muss man berücksichtigen. Ich finde es gut, dass sie a) auf deutsch singen und b) nicht den üblichen Weg gehen wie andere junge deutsche Combos, sprich old school Death oder old school Thrash zocken.
Man muss es hoch anerkennen, dass sie ihren eigenen Weg gehen wollen. Eine Mischung aus progressiven und melodischen Death Metal Klängen zu kreiieren ist nicht so einfach. Melodie und Härte zu kombinieren, ist ein gewagtes Unterfangen, zumal die Combo probiert, eine dunkle Atmosphäre zu erschaffen.

PROFOUND INSANITY haben durchaus geile Moment, hier und blitzen echt geile Parts und Ideen auf, aber im Großen und Ganzen klingt das ganze Material noch nicht ausgereift und es hapert ein wenig am Songwriting. Die Wechsel klingen teilweise zu hektisch. Was nicht ist, kann ja noch werden, denn Ideen sind vorhanden. Allerdings sollte man sich dann in Punkto Produktion auch Gedanken machen, denn dieses macht bei diesem Album einiges kaputt, wie ich finde. Trotzdem sollte man der Band eine Chance geben und reinhören, keine Frage.

Tracks:
1. Zewa-Tuch
2. Trauer
3. Enigma
4. Psycho
5. To let go
6. Lignum Vivere

This entry was posted in Reviews. Bookmark the permalink.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *