Fallen Saints – Evolution has failed

http://www.fallen-saints.de

Erscheinungsjahr: 15.10.2014

Eigenproduktion / CD / Death Metal / Deutschland / 11 Songs

Der Olli “Eddi Bolt Thrower Maiden” Meyer, seines Zeichen Frontman und
Brillenverlierer, war so frei und schickte mir das neue Album seiner Band FALLEN
SAINTS, die bereits seit 1999 zusammenzocken, zu. Wie bei jeder Band gab es bei der
Besetzung einige Problem und so schaffte man es bis dato auf eine Mini (The Final
Tragedy) und zwei Alben (“The source of Decease” – 2003 und “Brillant Remains” –
2007). Trotz dieser recht wenigen Veröffentlichungen konnte man in den Jahre live
einiges abreissen, u.a. Gigs mit Amon Amarth, Hypnos, Fleshcrawl, Party San, Fuck
the Commerce und so viele mehr. Nach sieben Jahren ist es ihnen nun geglückt, ein
neues Szenarium zu produzieren. Leider hat es mit der Labelsuche nicht funktioniert
bzw. man wollte nicht länger warten und so bringt man “Evolution has failed” in
Eigenproduktion heraus. Eine gute Entscheidung. Man muss sich keine Sorgen machen,
denn die Produktion ist sehr gut gelungen. Den letzten Schliff, das Mastern,
übernahmen Cheftrunkenbold Sverger Widgren von Demonical, Centinex, Diabolical.
Alles in Ordnung also, man braucht nicht unbedingt ein Label.

So, genug rumgeplänkelt. Der Opener ” Deathknight” kommt gleich überraschen “brutal” aus den
Boxen gekorchen, sehr schön. Das Vorgängeralbum “Brillant Remains” bot uns ja
melodischen Schweden Death Metal an und überzeugte überwiegend mit geilen Melodien-
Man wurde an Bands wie Amon Amarth oder teilweise At the Gates erinnert. Diesen Weg
sind FALLEN SAINTS konsequenter Weise weiter gegangen, allerdings wurden auch
Änderungen mit eingebaut. Dieses wird dann eben gleich beim Opener ” Deathknight”
deutlich. Im inneren des Körpers verspürte man den Ruf des Death Metal und so
vermischt man die melodischen Elemente mit der Härte des Death Metals. Dieses zeigt
sich in Form einer Geschwindigkeiterhöhung. Ansonsten sind die Burschen ihren Routs
natürlich treu geblieben. Amon Amarth und At the Gates dürften weiterhin Pate
gestanden haben. Dieses ist ganz deutlich bei der Gitarristenfront zu hören. Es ist
sehr auffallend, dass das Midtempo alter Jahre zwar noch vorhanden ist, aber nicht
mehr alleine den Alltag regiert, sondern man immer wieder mit
Geschwindigkeitsvariationen arbeitet, sowie bei ” Deathknight” oder ” Down of the
Rats”. Dieses steht den Jungens sehr gut zu Gesichte. Beim Vorgängeralbum war noch
der Henri von God Deathroned als Gastmusiker am Start. Dieses hätte teilweise auf
dem aktuellen Album noch besser gepasst, denn phasenweise klingen sie wie die
Niederländer, besonders bei “East Protector”.

Die sympathischen Ganoven wechseln nicht nur die Tempis, sondern auch die Länge der
Songs. So hat man mit “History” einen ausgereiften und abwechslungsreichen Song,
wobei man mit den knapp 3 minütigen “Eyes should see” schön anch vorne weggeht.
Wie gesagt, man geht zackiger zu Werke, allerdings verfällt man nie in Blastattacken
oder Grinderuptionen. Gesanglich hat Olli auch an sich gearbeitet und geht sehr
facettenreich zu Werke. Klingt gut, aber irgendwie fand ich sie auf dem Vorgängeralbum intensiver, weiß auch nicht warum. Sind aber Kleinigkeiten und ein persönliches Empfinden. Die Melodien auf dem Vorgängeralbum fand ich persönlich auch aussagekräftiger, allerdings tauchen sie auch nicht mehr in der Häufigkeite auf und die vorhandenen sind schon geil
“Evolution has failed” ist sehr abwechslungsreich geworden. Zwischendurch bietet man ein kleinen Instrumentalstück ” und mit “Thru fire and dust” sogar einen schleppenden Song. “White Sands” beendet das geile Spiel und durch die Repattaste geht es von vorne los und man freut sich drauf.
Warum die Band keinen Deal bekommen hat, ist mir ein Rätsel. Geiles Album!

Fallen-Saints-Evolution-Has-Failed

Tracks:
01. Deathknight
02. Thru fire and dust
03. Eyes should see
04. Pitch black hysteria
05. Agony of modern live
06. Evolution has failed
07. White sands
08. East Protector
09. Battalion mankind
10. Down to the rats
11. History

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Near Death Condition – Evolving towards extinction

https://www.facebook.com/officialneardeathcondition

Erscheinungsjahr: 18.03.2014

Unique Leader Records / CD / Death Metal / Schweiz / 11 Songs /51:03 min

Seit 2001 zocken die Burschen schon zusammen und ich hatte sie erst mit Near Death Experiment verwechselt und war deswegen verwundert, welcher Sound aus den Boxen gekrochen kam. Die Schweizer konnten einen Deal mit Unique Leader Records ergattern. Die Deeds of Flesh Genossen spezialisieren sich ja schon lange nicht mehr alleine auf den amerikanischen Markt. Die Ricola Freaks liefern uns hier das dritte Album ab und na klar, wenn man dei den Amis unter Vertrag ist, ist klar, welche Richtung man einschlägt, oder? Oh ja, dass ist schöner , brutaler Death Metal, so wie es der Papa mag. Die Burschen holzen sich nach den Intro ordentlich durch das Geäst, haben aber immer wieder Zeit für Verschnaufspausen. Diese werden aber nicht mit Stumpfen Grooves genutzt, sondern mit geilen Midtempoparts, die es in sich haben. Sehr schön. Der Drummer zeigt viele Facetten. Mich fazinieren natürlich die geilen Blastbeats und mit diesen spart man wahrlich nicht. Okay, dieses haben aber nun wirklich viele andere Bands auch, keine Frage. Bei NDC kommen aber noch die ausgereiften Riffs und das Verständnis für einen Songaufbau dazu, denn sie machen auch vor symphonische Klänge nicht halt. Dieses verleiht dem ganzen eine spezielle Würze, ein dunkle Seite und klingt wirklich interessant. Der Sänger growlt überwiegend gutteral, kommt aber auch mit Screams um die Ecke gesaust. Gute Arrangements werden von einer Studio “Hertz” Produktion unterstützt. Da kann nicht viel falsch laufen. Die Band möchte ich unbedingt mal live sehen, keine Frage. Fettes Teil. Nicht alles knallt einen um, denn die vorhandenen Solis stören mich manchmal, passen nicht ganz ins Gesamtbild, aber das sind nur kleine Sachen am Rande. Dieses Album ist intensiv, brutal, düster und für dieses begrenzte Spektrum auch abwechslungsreich. Kein Wunder, dass Unique Leader Records zugeschlagen haben. Songs wie “Between the Dying and the dead” und “Praise the Lord of Negation” haben es wahrlich in sich. Klingt wie eine brutalere Version von Cannibal Corpse mit ein wenig Fleshgod Apokalypse!Gerade diese 3:30 Minuten Songs wirbeln alles weg. Brutal Death Metal Fans sollten zuschlagen! Schweizer Uhrwerksqualität!

near death

1.     Words of Wisdom     03:47
2.     Between the Dying and the Dead     03:28
3.     Intelligent Design     04:42
4.     Pandemic of Ignorance     05:12
5.     Praise the Lord of Negation     03:32
6.     The Anatomy of Disgust     04:51
7.     Anagamin     04:00
8.     Evolving Towards Extinction     05:07
9.     Vertigo     04:03
10.     Communing with Emptiness     04:46
11.     Nostalgia for Chaos     07:35

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Gilgamesh – The Awakening

https://www.facebook.com/Gilgameshofficial

Erscheinungsjahr: 06.09.2014

Eigenprdouktion / CD / Death-Black / Deutschland / 08 Songs / 47:02 min

GILGAMESH aus München sind seit 2011 zusammen, brachten im Jahre 2012 ein Demo heraus und nun wird es Zeit für das Debut. Laut eigenen Aussagen greifen sie das Erbe der seit langem untergegangenen mesopotamischen Hochzivilisation auf. GILGAMESH war ein gottgleicher sumerischer König aus dem gleichnamigen Heldenepos. In einer Welt, in der sich die Gesellschaft den rächenden Götter unterwirft, thematisiert man Epik, Mythik und Okkultismus eines längst vergangenen Zeitalters. Soviel zum textlichen Inhalt. Bedient man sich solch einer Thematik, erwartet man Musik der Extreme, ala Bands wie Nile, Melechesh oder auch Behemoth.”Eclipse” leitet die orientalische Reise, sehr episch.
“Astaroth” macht den Anfang und hier werden gleich die Stärken der Band sichtbar. Absolut intensiv, brutal, trotzdem atmosphärisch und vor allem wird immer wieder das Tempo gewechselt. Vor allem die Riffs sind sehr geil und mitten im Song geht man ins schleppende Tempo rüber. Kommt sehr geil.
Die Burschen mischen Death Metal, der immer wieder mit leckeren Blastbeats daher kommt mit melodischen Black Metal. Dieses wird auch bei” Slaying the name of ishtar” spürbar. Eine ruhige Gitarre legt los, bevor man nach 30 Sekunden ein Riff und eine langsame Doubelbass abfeuert, sehr atmosphärisch und dann gibt man Gas, bleibt aber Rifftechnisch sehr melodiös. Man hat das Gefühl, Dunkelheit beherrscht den ganzen Raum. Auch hier werden die typischen Tempowechsel verwendet. Musikalisch zeigt man sich eh sehr abwechslungsreich, besonders das Drumming. Von sehr langsam bis sehr schnell, alles dabei. Die Stimme ist auch sehr variabel. Verschiedene Growls, Sprechgesang, Flüstern und auch die von mir nicht so geliebten Cleanpassagen. Letztere gefallen mir nicht so. Der recht musikalisch anspruchsvolle Song “The Astronomer” wird dadurch ein wenig “verschlechtert”. Die Cleanvocals sind nicht übel, aber ist eben nicht mein Gefall. Aber eben auch beim Gesang ist die Abwechslung zu spüren, die das Album mit sich bringt. Orientalische Spielweise mit Death Metal Riffs und schwarzmetallischer Melodie. Riffs, die alles abdecken von Solis bis Clean-Parts. Ein Gespür für das Songwriting haben sie auch noch. Warum sie keinen Deal haben, ist mir echt schleierhaft. Okay, nicht alles geht direkt ins Ohr , aber “The Awakening” ist definitv ein Album, welches sich sehen lassen kann und sich nicht vor der “internationalen Konkurrenz” zu verstecken braucht. Keine Frage. Der 14 minütige Song “The curse of akade” beendet den Spaß, mit epischen Klängen am Ende und einem Gewitter und das war es.
Bei GILGAMESH handelt es sich definitiv um eine Band mit Wiedererkennungswert und dürfte besonders Fans von Behemoth interessieren!Anchecken!

gilgamesh
Tracks
1.     Eclipse     01:32
2.     Astaroth     06:05
3.     Slaying in the Name of Ishtar     06:34
4.     The Astronomer     06:22
5.     Aeons of Hate     05:25
6.     Evocating Enlil     06:25
7.     To the Temple of Nippur     00:44
8.     The Curse of Akkade     13:55

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