Inisans – Transition

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Erscheinungsjahr: 02.04.2018

Blood Harvest Records / CD – LP / Death Metal / Schweden / 7 Songs / 29:21 Minuten

Mein lieber Herr Gesangsverein oder besser:”Alter Schwede”.Was ist hier denn los und warum habe ich von der Band vorher noch nichts gehört, geht ja gar nicht.

Aus Schweden kommt diese Combo rund um den Drummer von Tyranex. Seit 2009 sind die 4 Zeitgenossen dabei und hauten bis dato ein Demo und eine EP auf dem Markt. Beide sind mir bis dato unbekannt. Das Demo ist bestellt, auf Tape. Soll wohl bedeuten, dass mich dieses vorliegende Album wohl überzeugt haben muss und wer hätte es gedacht, genau so ist es auch.

Gleich der Opener “Tombstone” haut mich vom Hocker und wer jetzt aufgrund der Herkunft eine billige Dismember, Entombed oder In Flames, At the Gates Coverband erwartet, wird definitiv eines besseren belehrt.

Optisch sind die Burschen noch nicht die ältesten, musikalisch gesehen reiten sie auf der old school Welle, aber eben ganz anders. Ihre Helden kommen nicht aus dem Elchländle, sondern aus den Staaten ubd heißen definitiv Morbid Angel. Natürlich zur guten Zeit. Back to the 90`s.

Soundtechnisch ist man soweit zurück und bringt mich alten Mann auf Hochtouren, der Gesang wurde mit Hall belegt und sie hauen ein geiles Riff nach dem anderen heraus. Die Harmonien sind fett und das Songwriting lecker und durchdacht, eben wie das von Morbid Angel. Des öfteren merkt und hört man Strukturen von der “Altars of Madness”. Bekanntlich ist dieses Album ja in meinen Top Ten All time Faves, natürlich zurecht.

Technisch einwandfreier und dreckiger Death Metal, der sicherlich sehr vom Original beeinflusst ist. Dieses hört man an allen Ecken und Kanten. Aber was soll es. wenn es geil gemacht. Wer spielt denn noch so einen Sound? Morbid Angel? Ok, Resurgency geht auch noch in diese Richtung, klingen aber auch anders. Sei es drum.

Es wird ordentlich drauf los geholzt, ohne dabei in Sinnlosigkeit zu verfallen. Es macht einfach nur Laune. Nach knapp 30 Minuten ist diese Death Metal Einheit beendet und zacko:”Repeattaste” gedrückt.

Die Leads werden zweistimmig vorgetragen und beherrschen den Alltag und klingen einfach nur sehr geil. Einfach mal “Beyond the Gates” anhören und durchdrehen.

Sehr schlagkräftig, das ganze Album, wleches natürlich nicht an “Altars of Madness” herankommt, aber verdammt böse ist und bei mir einfach nur geile Laune verbreitet. Und irgendwie klinge sie aufgrund ihres Sound auch sehr eigenständig.

Hier und da haut man auch ein Soli mit weg und diese klingen dann immer schön krank. Was willste mehr. INISANS ist eine Band, die man definitiv im Auge und Ohr behalten sollte. Muss ich mal live sehen. Starkes Material!

Tracks:
1. Tombstone 04:17
2. Beyond the Gates 04:22
3. Darkness Profound 04:39
4. Demon Wings 04:26
5. Jaws 03:29
6. Cavern of Covenant 04:25
7. Void Walker 03:43

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Johansson & Speckmann – From the mouth of madness

https://www.facebook.com/Johansson-Speckmann-225899484206206/

Erscheinungsdatum: 30.03.2018

Soulseller Records / CD / Death Metal / Schweden-USA / 9 Songs / 31:30 Min

Die beiden Szenehelden Johansson und Speckmann braucht man nun wirklich keinen mehr vorstellen, sofern man nur ein bisschen was für Death Metal übrig hat. Es seien nur die Hauptbands Paganizer und Master genannt. Beide sind absolute Death Metal Lunatics und durch die digitale Vernetzung war es quasi nur eine Frage der Zeit, dass die beiden mal zusammenarbeiten würden, klare Geschichte.
Die beiden Protagonisten zocken aber nicht zum ersten Mal zusammen, sondern sind nun zum vierten Male am Start.Mit dabei sind noch Drummer Brynjar Helgetun, der sich ebenfalls um das mischen und mastern gekümmert hat und Gitarrist Kyle Lynghaug. Das Cover ist von Roberto Toderico, nur am Rande.

“The Demin Night” fängt ganz schleppend an, kommt dann mit einem typischen Speckmann “Uargh” daher und nimmt Tempo auf, wechselt dann in einen Uftata und später in ein Soli, um dann wieder im Midtempouftata Gas zu geben. Ist eben old school Death Metal. Für Junkies , wie für mich natürlich genau das richtige, denn ein Uftata Drumpart kann ich immer hören. Hinzu kommt feines Riffing.

“Atmosphärischer Cleanpart” und flüsterndes Gelächter , so geht es bei “Is this just virtual?” los. Soli und dann Slow Motion Death Metal Elemente . So schleppt der Song vor sich. Rasselnde Doubebass ergänzt das dominante Riff. Hinzu kommt wieder das Anfangsriff mit Sprechgesang drauf. Sehr langsam und drückend, zum Teil schön atmosphärisch. Tempo wird hier aber nicht aufgenommen.

“Remove the creep” fängt auch mit einem Kopfnickermidtempopart an. Ein Riff, welches sitzt, man aber schon gefühlt 100 mal gehört. Danach geht es in einen typischen Johanssonen Schwedenparts. Jawoll, stehe ich drauf.natürlich gepaart mit einem Uftatapart.Kurzer Wechsel und wieder Schwedenpart. Schön, das mag ich, keine Frage. Außerdem schleppt man sich ordentlich durch den Song.

So arbeitet man sich durch 31 Minuten und Death Metal Fans werden ihren Spaß haben, definitiv. Allerdings fehlen auch die Überraschungselemente oder so ein bis zwei richtige Highlights. Man hat das Gefühl, alles schon mehrfach gehört zu haben. Hat man wahrscheinlich auch.

Hier und da klingt man dann richtig fett, so wie bei “Condemned” . Der Vorspieler und dann Speckmann mit dem langgezogenen Argh, das macht schon absoluten Spaß. Das folgende Soli und der Midtempopart schocken auch.

Das Album ist wirklich gut und dürften Neueinsteiger absolut begeistern. Für alte Hasen wie mich fehlt irgendwas. Das macht die Songs nicht schlecht, aber irgendwie erwartet man von den beiden ja ein Mörderalbum. Vielleicht erwartet man auch zu viel. Feststellen muss man, dass das Riffing von Rogga und der Gesang von Paule absolut zusammen passen. Ein Album , welches definitiv gut ist, einen aber nicht in Höhenflüge versetzt. Anchecken lohnt sich aber definitiv, keine Frage.

1. The Demons Night 03:56
2. Is This Just Virtual? 03:39
3. Remove the Creep 03:29
4. Condemned 03:19
5. Why Fear 03:29
6. Heal the Strain 03:35
7. The Heathen of the Night 03:15
8. The Fallen Angel 03:15
9. Kill and Kill 03:33

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Graveyard – Back to the Mausoleum

http://www.graveyardofdoom.com/

Erscheinungsdatum: 27.04.2018

War Anthem Records / CD / Death Metal / Spanien / 5 Songs / 20:10 Minuten

Jaja, da sind sie wieder, die völlig unterbewerteten Spanier. Seid 10 Jahren sind die Burschen bereits dabei und War Anthem Records stehen komplett hinter ihnen und dass ist ein feine Sache, denn die Burschen bzw. ihre Musik haben es verdient, eine größere Fangemeinde zu erreichen. Seit September 2017, also seit der Gründung, geht es quasi nur bergauf und irgendwie haben sie es mit dem Mausoleum und kehren jetzt wieder zu den Anfängen zurück. Das erste Demo und die erste EP heissen “Into the Mausoleum” und nach 10 Jahren lässt man eine EP namens “Back to the Mausoleum” auf die Metalwelt los. Das hat doch System, hehe. Dazwischen lagen einige Splits, EP´s und 3 Alben.

Und ja, Freunde des gepflegten Death Metal, nichts anderes habe ich erwartet. Erst einmal wurde der Sound wieder auf alt getrimmt. Mit einigen Bier verschanzte man sich in der heimischen Garage und nahm diese 4 Songs auf. So soll es sein, sehr geil. Back to the roots, obwohl die Spanier ihre Roots ja nie verloren haben, keine Frage.

Die 4 Songs gehen absolut ins Ohr und machen das aus, was eben old school Death Metal ausmacht und Bands fehlt, die “modernen” Death Metal betreiben: “Feeling und Atmosphäre” Diese beiden wichtige Kriterien erfüllen Graveyard bei jedem Song. Dabei bedient man sich teilweise Morbid Angellastigem Riffing und liefert fette Solis ab, die auch hier und da mal an Death erinnern. Sei es drum, Graveyard sind Graveyard, aus und basta, Sicherlich sind die Burschen auch nicht frei von Einflüssen.

Dieser dreckige Sound erinnert schön an die alte Zeit und hier und da am neuere Bands wie “Cruciamentum”. Dabei haben die Burschen absolut ihre eigene herangehensweise. Der Rausschmeisser:” An Epiphany of Retribution” ist über sechs Minuten lang, aber man merkt es nicht so. Hier herrscht eine absolute Atmosphäre, die hängen bleibt und einen einfach mitnimmt.

Auch der Opener “Scorced Earth” nimmt einen ins Mausoleum mit. Der Cleanpart ist so schön düster, geiles Intro.Bei “And the shadow came” wird es old schoolig. Ein Morbid Angel Riff zu Beginn ist nie verkehrt.. Langsam und zerstörend. Herrlich. SOli und ab dafür. Und dann Gummi. Jawoll,markantes Riff und ich liebe es. Wieder Morbid Angel Riff. Danke dafür. Uftata Part und Geballer. Argh, was willste mehr. lecker Ding.

Wenn man etwas bemängeln möchte, dann eventuell ein wenig den Sound, aber das war es schon. Eine Ep, die sich absolut lohnt. Die 4 Songs wurden an einem Tag aufgenommen und dabei ca. 200 Bier vertilgt. Als Ostfriesenbräumaniac und Köstritzervernichter finde ich dieses natürlich geil, hehe.

Das rasante Stück “Craving Cries I breath” mit dem Ankündigungsballerpart ist absolut großartig. Hier beweisen die Burschen, dass sie auch ordentlich Gas geben können und dieses langgezogene Riff ist einfach geilomat.

“In Contemplation” steht dem in nichts nach. Sehr atmosphärisch und melodisch zu Beginn, schleppend und zerstörend. Doppelte Vocals leiten die Zerstörung ein, die dann in musikalischer Form einbricht. Jawohl, mein Highlight des Albums. Dieses Riffing. Argh,brutal. Soli drauf und fertig. Mein lieber Scholli. Die Drums treiben ohne Ende. Und dann dieser melodische Leadpart. Ich werd narrisch.

Für mich ist Graveyard Spanien`s Export Nummer eins. Ich hoffe mal, dass nächstes Jahr ein viertes Album erscheint. Bis dahin ist diese EP absolute Pflicht für einen Death Metal Maniac!

Tracks:
1. Scorched Earth
2. And the Shadow Came
3. Craving Cries I Breath
4. In Contemplation
5. An Epiphany of Retribution

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