God Enslavement – Consume the divine

https://www.facebook.com/GodEnslavement/

Erscheinungsjahr: 04.05.2016

Bret Hard Records / CD / Death Metal /Deutschland / 11 Songs / 36:18 Minuten

Bei GOD ENSLAVEMENT handelt es sich um eine Band bzw. um ein Projekt, welches vom Ex “Tombthroat” Mitglied und Death Metal Veteran Björn Köppler ( auch “Maladie” ) im Jahre 2015 ins Leben gerufen wurde. Irgendwie scheint er mit Maladie nicht ausgelastet zu sein und/oder die Liebe zum Death Metal zu groß. Der Bursche liebt die alten Tage und hat diese wohl vermißt und ich rede hier nicht vom old school Death Metal. Nee, da gibt es ja zurzeit eine Million Bands, die diese Richtung mehr oder weniger gut spielen. Der gute alte Death/Grind steht an der Tagesordnung. Eine Spielart, die auch mir sehr am Herzen liegt und auch ich bedaure die Entwicklung in diese schneller und technischer Ecke. bzw. in die Slamgeschichte. Auch hier gibt es gute Bands, keine Frage!
Um dann ein vernünftiges Ergebnis abzuliefern, hat sich der olle Björn richtig geile Musiker dazugeholt. Adam Jarvis (Misery Index, Pig Destroyer / Schlagzeug), Vincent Matthews (ehemals Dying Fetus, Criminal Element / Vocals), Kevin Olasz (Deadborn, Maladie / Gitarre), Déhà (Maladie, Yhdarl / Gitarre)vand Julian Roos (ehemals Retaliation, Shattered / Bass).
Ja, Freunde der Nacht, dieser Schachzug war ein sehr schlauer. Wer so wie ich die Trennung von Dying Fetus damals sehr bedauerte, um dann aber diese doch zu bestaunen und zu bewundern, weil aus dieser Trennung Misery Index zusätzlich entstanden ist, ja der wird dieses Album absolut geil finden, so wie ich. Björn wollte old school Death/Grind machen und hat 1A abgeliefert. Punkt und Ende. Besonders die Misery Index typischen Parts sind zu hören. Technisch auf hohem Niveau, aber niemals übertreibend. Ich möchte hier auch keinen Song herausnehmen, wie ich es ansonsten gerne machen. Im jedem Song befinden sich irgendwie geile Riffs. Hier hat der Björn einwandfrei getüftelt. Ausserdem beweisen GOD ENSLAVEMENT, dass man auch groovige Parts ohne Slamelemente spielen kann, so wie man es eben von Dyin Fetus oder Criminal Element kennt.
Ich glaube aber, was dieses Album besonders macht, sind zwei Tatsachen. Zum einen das Drumming von Adam Jarvis, welches absolut einzigartig ist. Der Bursche erzeugt absoluten Druck. Sei es nun die Grinder, die Blast, die durchgehenden Doublebass oder die “langsamen” Parts. Zum zweiten ist da der megafette Gesang von Vincent. Ich finde, die dreckigen , tiefen Vocals sind schon sehr einzigartig. So wie man Tardy erkennt, so hört man auch Vincent heraus. Ein absolutes Tier. Nicht nur seine Stimme selber, sondern auch wie er sie einsetzt. Diese langgezogenen Grunzer. Herrlich und bedrohlich.
Das I Tüpfchen obendrauf ist dann noch die absolut fette Produktion, die wiederum auch an die Frühwerke von Dying Fetus und Misery Index erinnert.
Wer jetzt denkt, hier liegt ein reiner Clon vor, der täuscht sich aber gewaltig. Sicherlich ist GOD ENSLAVEMENT stark an die amerikanischen Bands orientiert, bauen aber immer kleine Nuancen mit ein, so wie der atmosphärische Part und das Ende bei “Enlightement”. Der Drumanfang von “Katharsis through decapitation” ist auch so ein Beispiel. Hier rechnet man die ganze Zeit mit einen Ballerpart, aber Adam pfeifft uns eins. Später geht es aber noch rund. Argh, diese Drums. Ich liebe sie, ich liebe sie. Long live Adam Jarvis! Kollege Björn gehört natürlich das größte Lob, denn dass Riffing ist durchdacht und nicht zu überladen und macht einfach nur Laune.
Aber ich bin der Meinung, dass das Zeug mit anderen Sänger und Drummer nicht so knallen würden. Ist auch völlig egal, denn diese 11 Songs sind es absolut wert, abgefeiert zu werden. Meinen Musikgeschmack hat er genau ins Herz getroffen und ich hoffe, es werden noch viele andere Alben folgen. Just killers, No fillers.
Bloß keine Experimente machen und dem Stil so treu bleiben, auch wenn man natürlich den oder anderen Part kennt. . Dieses bleibt ja nicht aus. Die Solis machen ebenfalls absolute Laune und lassen eine kleine Zeitreise zu, wie “Consume the Divine” überhaupt.Bedenket man, dass Jarvis sich noch am Songwriting beteiligen könnte, besteht uns ganz großes bevor. Deswegen auch keine Höchstpunktzahl, weil ich hoffe, da kommt noch besseres.
Für Fans von Misery Index, Dying Fetus und Criminal Element eine absolute Pflichttanzveranstaltung! Repeattaste auf Dauerschleife!

God Enslavment

Tracks:
1. Sine Nomine Sum 01:11
2. Belial Within 03:33
3. Consuming the Divine 02:55
4. God Enslavement 03:32
5. Ritual Copulation 04:19
6. Enlightenment 04:52
7. Dysfunctional Creation 04:13
8. Katharsis Through Decapitation 04:01
9. Ungodly Opposition 02:51
10. Insatiable Hunger 04:00
11. Itineris 00:51

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Buried in Black – Dicio

https://www.facebook.com/pages/Buried-In-Black/286047058263

Erscheinungsjahr: 29.04.2016

Bret Hard Records / CD / Death Metal / 10 Songs / 42:18 Minuten

Seit 2008 sind die Hamburger bereits im Underground unterwegs und das 2010er Demo schlug im Underground ein wie eine Bombe und wurde sogar zum Demo des Monats gekürt, im Metal Hammer. Sehen wir das mal als ein gutes Zeichen an. Auch das Debutalbum “2011” aus dem Jahre 2011 kam bei der Presse und bei den Fans an und man konnte einige Libeauftritte durchführen.
Leider ist es ja desöferen der Fall, dass sich Probleme einschleichen und so auch im Falle von BURIED IN BLACK. Memberwechsel standen an. Diese mussten natürlich eingearbetet und intergriert werden und so hat es fünf Jahre gedauert, bis Album Nummer 2 fertig wurde. Mit Bret Hard Records hat man ein feines deutsches Label gefunden.
Dem Stil vom Vorgängeralbum ist man treu geblieben und widmet sich ganz dem Death Metal. Dieser ist ja wieder absolut im kommen und besonders der old schoolige, schwedische oder amerikanische. BURIED IN BLACK gehen aber eine andere Richtung und auch diese Art läuft ganz gut wieder. Der Midtempo Death Metal. Für mich ist dieses immer eine schwierige Angelegenheit. Keine Frage, ich mag sämtliche Spielweise des Death Metals. Sobald ich höre, dass jemand Death Metal macht, bin ich aus dem Häuschen. Beim Midtempo besteht aber immer die Gefahr, dass man schnell vom langsamen Headbangen und genießen zu einem Naja und eher langweilig kommen kann. Sehr oft fangen Bands gut an und nach vier Songs sind die Ideen aus und man wiederholt sich selber, da man keine Tempoverschärfung oder technische Parts mit einbauen will. Keine Sorge. Ich kann euch da beruhigen. Dieses ist bei “Dicio” auf keinen Fall so. Die Burschen wissen wie es geht. Das Bangen macht bis zum Ende Spaß. Wie gesagt, überwiegend spielt man sich in einen Midtemporausch und verwendte schönen doppelten Gesang. Neben den tiefen Vocals können mich in diesem Fall besonders die langgezogenen Screams überzeugen. Sicherlich wird man auch mal schneller, so wie der schnelle Doublebasseinsatz am Ende von “To the fullest”. Die Doublebass sind auch ein Grund, warum ich das Album mag. Diese und die Uftatas erzeugen den notwendigen Druck. Mein Favourit ist das langsam beginnende “The Undertow”, welches dann an Fahrt aufnimmt und im zügigen Midtempo vorgetragen wird, gepaart mit geilem Riffing, drückenden Drums und aggressiven Vocals. Macht totale Laune. Soli darf auch nicht fehlen. Cool.Das nachfolgende “The Unpleasant Truth” gefällt mir aber mindestens genauso gut. Dieses Ding ist straight und wird besonders live für einige Nackenprobleme sorgen, da bin ich mir sicher. Der Echogesang und das hängenbleibende Riff und der langsame, tiefe Gesang wird so einige überzeugen.”In the middle of nowhere I die and with me the innocence of being”. So sieht es nämlich aus.
Für BURIED IN BLACK ist das nachfolgende “Invisible Invincible” schon fast ein Geschwindigskiller. Das Tempo wird im höheren Midtempobereich gehalten und treibt herrlich vor sich hin. Macht Laune. Wie so viele Band, z.B. Dismember, wollen Buried in Black nur das eine von ihren Fans,”Would you bleed for me?” Gute Frage und “Bleed for me”ist ein guter Song. Für Obituary Freunde ein Schmankerl. Hier hätten gut ein paar Tardy`s Vocals gepasst. Die Screams gehen ein wenig in diese Richtung, kommen aber nicht ganz ran. Trotzdem ein geiler Song. “Goddes of Strife” wirft einen dann ganz aus der Bahn, denn auf einmal kommz zu Beginn die Hammerkeule und man geht in einen schönen, doublebasslastigen Groovepart und knüppelt dann wieder. Hier auch wieder eine geile Leistung aller Beteiligten. Die Vocals sind auch derbst, auch der Flüstergesang! Argh, macht mich fertig und das ist auch gut so. Von mir aus auf dem nächsten Album mehr davon.”Fire,Fire,Fire!”
“Foredoomed” beendet das wilde Treiben. Ein wenig besinnlicher , aber auch chaotischer. Diese 42 Minuten sind durchaus empfehlenswert. Ein Album mit wenigen Kanten und vielen lohnenswerten Momenten. Trotz des herrschenden Midtempos.
Hamburg hat sich in den letzten Jahren absolut gemausert. Kannte man früher irgendwie nur Sufferage und Yacopsae, sind seit längerer Zeit viele gute Bands am Start. Incarceration, Devastator, Endseeker, Soulsgate, Irate Architect, Throbbing Pain, Surface, Syndemic, Into Oblivion, Ophis und eben auch BURIED IN BLACK.
Mit dem Kauf dieses Album macht man als Death Metal Jünger definitiv nichts verkehrt! Ran ans Fischbrötchen!

Buried in Black

TrackS:
1. Risen (From the Grave) 04:17
2. To the Fullest 04:48
3. The Undertow 05:13
4. The Unpleasant Truth 04:37
5. Invisible Invincible 04:13
6. Bleed for Me 04:08
7. Blind Faith 03:30
8. Goddess of Strife 03:16
9. The Fine Line 03:34
10. Foredoomed 04:42

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Order to ruin – Where Future shadows unfold

https://www.facebook.com/OrderToRuin

Erscheinungsjahr: 11.05.2016

Eigenproduktion / CD / Melodischer Death Metal / Deutschland / 11 Songs / 42:39 Minuten

ORDER TO RUIN ist wohl die fleissigste Underground Combo, die ich kennen. Nachdem im Jahre 2011 die Band Grimblade zu Grabe getragen wurde, gründete Denis die Band ORDER TO RUIN. Im selben Jahr erscheint eine EP. Melodischer Metal mit Einflüssen aus Thrash, Death Power und etwas Black Metal. Danach schloss man sich quasi im Proberaum ein und schon Ende des Jahres erschien das Debutalbum “Reborn in Grimness”. Auf diesem Album ließ man dann schon die Black Metal Einflüsse weg und wurde traditioneller. Mai 2013 folgte wieder eine EP. Auf “I am Death” erhöhte man das Tempo und baute mehr Groove mit ein. Mai 2014 erschien dass schon Album Nummer 2. “The
Loss of Distress”. Dieses Mal ist man sich selber treu geblieben und hat neue Elemente mit eingebunden. Ein halbes Jahr später ließ man ein weiteres Album folgen. Wow. Die Liebe zum melodischen Death Metal wird auf “The Path of Atrocity” hier dann endlich zementiert. Drei Mal schlafen, es wurde 2015 und im April erschien Album Nummer 4. Man bleibt dem melodischen Death Metal treu und streute einige Black Metal Zitate bei.
Und nun schreiben wir Mai 2016 und Album Nummer 5 ist am Start. Da ist jemand getrieben, zumal der Denis immer neue Musiker mit einbinden musste. Erwähnen sollte man, dass es sich bei ORDER TO RUIN um eine reine Studioband handelt. Vielleicht geht dann sowas ja doch, sofern man genügend Ideen hat.
Kurzes Intro und dann geht die Keule los. Mittlerweile ist man nur noch zu zweit, aber das scheint dem Input nicht zu stören. Die Reise ist weitergegangen und mittlerweile hat man sich geographisch festgelegt. Willkommen in Schweden.
Wer mit IN FLAMES aufwacht, nach dem Mittagsschläfchen Gates of Ishtar hört und vor dem Schlafen gehen noch mal Dark Tranquility reinschmeisst, ja der wird dieses Album hier mögen, keine Frage. Die Gitarren sind typisch schwedisch gestimmt, also den Göteborg Style. Auch At the gates muss natürlich genannt werden, Merciless und auch die Finnen von Sentenced. Natürlich rede ich hier von den alten Sachen der Combos. Auch ich habe diese Richtung geliebt, denn damals kam man noch überwiegend ohne Keyboards und vor allem Cleangesang aus. “The Locust and the Lancer” ist eine absolute “Jester Race” Hommage und auch “So Black, so pure”. Das nachfolgende Crossword überzeugt mit einen atmosphärischen Mittelteil, der die Stimmung der damaligen Zeit gut einfängt. Wie gesagt, die Burschen kommen ohne Firelfeanz aus und überzeugen mit doppelten Gesang. Die tiefen Vocals und die Screams passen sehr schön ins Gesamtpaket. Die Melodien sind mitreißend, aber natürlich bekannt. Hier ist auch vielleicht das Manko der Band, denn eine eigene Note hört man nicht heraus. Ansonsten haben sie aber vieles richtig gemacht, zumal man auch ordentlich Hackengas gibt.
“Jesus is God” und ein kurzes Statment” und los geht es mit”Fury and Passion”, meinen persönlichen Lieblingssong mit sehr dominater Melodie und vor allem sehr geilen , schnellen Doublebass. Die Melodie kommt einen zwar sehr bekannt vor, aber diese Kombination aus den fixen Doublebass und der Melodie darüber kommt sehr geil, dazu der melodische Grunzgesang und die Screamvocals. Cooles Ding. Melodisch und treibend.
Der nachfolgende Song “Veiled in shadows” geht auch direkt ins Ohr.
Leider geht danach irgendwie die Energie und Dynmaik verloren und die letzten drei Songs:”Weeping in Solitude”,”Human Devastation” und “Lifeless Invaders (ein älterer Song ( Album”The Loss of Distress) in 2016 Version ) plätschers so vor sich hin. Das Muster ist gleich, die Songs nicht schlecht, aber die Luft beim zuhören ist irgendwie raus.
Sicherlich bieten uns ORDER TO RUIN nichts neues, keine Frage. Wer aber melodischen Schweden Death alter Schule hinterhertrauert und diese modernen Einflüsse, so wie ich überwiegend, langweilig findet, der kann bedenkenlos bei “where Future Shadows Unfold” zugreifen. Die 43 Minuten sind sowohl melodisch, als auch aggressiv. Eine gute Hommage an alte Tage, welche mit einer old schooligen Produktion und einem geilen Cover verfeinert wurde. Das drücken der Repeattaste hat mir durchaus Freude bereitet. Mal gucken, was nächstes Jahr passiert….

Order to ruin
Tracks:
1. Intro 01:16
2. The Locust and the Lancer 04:04
3. So Black, So Pure 04:21
4. Crossworld 04:11
5. Nightwing 04:30
6. Where Future Shadows Unfold 04:23
7. Fury and Passion 03:29
8. Veiled in Shadows 03:23
9. Weeping in Solitude 04:40
10. Human Devastation 04:10
11. Lifeless Invaders 04:12

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