Placenta – XV – Greatest hits

Erscheinungsjahr: 09.10.2015

https://www.facebook.com/PLACENTAMETAL

Noizgate Records / CD / Metal-Death-Rock / deutscjland / 15 Songs / 68:18 Minuten

Tja, so ein Best of Album oder ein Greatest Hits ist ja immer so ein Ding, weil die Leute, die die Band lieben, das ganze Material eh kennen und auf CD/Vinyl haben. Die Band PLACENTA aus Berlin tümmeln sich ja auch schon seit 2000 im deutschen Underground herum und konnten bis dato vier Studioalben unters Volk mischen. Vor allem live haben sie sich einen guten Namen erspielt. 15 Jahre und kein bißchen müde, so soll es sein. Ob man da schon ein “Greatest Hits” Album herausbringen muss, weiß ich nicht, müssen aber die Fans entscheiden. Ich kam zum ersten Male im Jahre 2010 mit ihnen in Kontakt. Die “Brutalis EP” fand ich sehr geil. Das Grundgerüst,welches aus Death Metal, Metal, Harmonie und Härte seit Jahren besteht, spiegelt diese Hommage an der Band gut wieder und so kann man chronologisch die Entwicklung der Band sehen. Das echt gute an diesem Album ist, dass es a) zwei neue Songs gibt, der Opener “Evolution”, ein gutes in die Fresse Stampfer, der mich von den Riffs und der Art, wie sie drauf singen, an Totenmond erinnernt und der Rausschmeisser “Schön”, b) gibt es mit “Human Abyss” und ” Attention Please:Offical Hate” zwei noch nicht veröffentliche Song, die aus ihrer Death Metal Ära aus dem Jahre 2007 stammen und mich als Death Metal Fan durchaus überzeugen und c) ihre Hits:”I ain`t no Horse” und ” Trendcutter ( absolut geiler Song) ” remastert wurden. So gesehen handelt es sich um eine Mischung aus Greatest Hits, neuen Songs , remasteren und nicht veröffentlichen Material. Der Kauf ist also durchaus gerechtfertigt. Ob man neue Fans dadurch für sich gewinnen kann, weiß ich nicht. Liebhaber der Bands müssen sich das Album zulegen, gar keine Frage, denn wer will die Sammlung nicht komplett haben. Ein guter Überblick über die Entwicklung der Band und ihrer Schaffenskraft. Musikalisch ist die Band eh nicht zu katelogisierbar.Ich habe mal gelesen, das sie ihren Stil als ” Honic melonic Death Metal” bezeichnen, das passt. Die Burschen verwurzeln alles und bieten einen sehr weit ausgelegeten Deathcore an, würde ich sagen. Der Papa sagt:” Dieses Album kaufen!”

placenta

Tracks:
01 Evolution
02 Human Abyss
03 Attention Please: Official Hate
04 Fame By Name
05 Brutal: 5 on 1
06 The Shape Of Death To Come
07 Trendcutter
08 Brute Willis
09 All Things Runnable
10 I Ain?t No Horse
11 Bella Fruit Verona
12 Sretan Put
13 Tanzt
14 Schwarze Tauben Steigen
15 #Schön

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Watch out Stampede – Tides

https://www.facebook.com/WATCHOUTSTAMPEDE

Erscheinungsjahr: 25.09.2015

Noizgate Records / CD / Post-Hardcore / Deutschland / 11 Songs / 32:01 min

Das Bremer Quintett WATCH OUT STAMPEDE macht seit 2011 den deutschen Underground unsicher, spielt sich beiden Gesäßhälften wund und überzeugen mit ihrer Liveintensivität. Das letzjährig erschiene Album “Reacher” hat gut eingeschlagen und zusammen mit dem Label “Noizgate Records” geht man in die zweite Runde. Im deutschen Underground ist der Name nicht mehr wegzudenken, natürlich im Hardcorebereich und obwohl ich in der Musikrichtung nicht beheimatet bin, lese ich den Namen immer wieder. So soll es sein! Wie schon gesagt, ich bin in der Musikrichtung nicht beheimatet. PostHardcore ist angesagt und dieses ist überhaupt nicht mein Ding und da liegt auch meine Problematik. Ich bin nicht so ein Breakdown Fan, höre dieses ab und zu und muss feststellen, dass es in diesem Bereich wesentlich unangenehmere Bands gibt. Eines muss man klar feststellen. Die Jungens beherrschen ihre Instrumente und haben ein gutes Händchen für das Songwriting. Das Album “Reacher” lag mir damals auch vor und im Vergleich dazu muss man sagen. dass die Burschen reifer und poppiger geworden sind,ohne dabei in Mainstreamgefilde abzudriften. Der typische Wechsel zwischen Shouts und Cleargesang ist natürlich auch vorhanden. Ist immer noch nicht meins, aber zumindestens kann der gute Dennis den Klargesang. Die Shouts von Andreas sind schön aggressiv und passen perfekt zur Mucke. Also alles richtig gemacht. Die Breakdowns knallen aus den Boxen wie nichts gutes, werden von einen glasklaren Sound begleitet, der gute Laune verbreitet. Gute Produktion, aber sowas von.
Die Songs sind auf der einen Seite schneller, heftiger und kürzer, im Vergleich zum Vorgänger, dafür aber auch ein Stück poppiger. Die vorhanden Refrains sind gut nachvollziehbar und mitsingbar. Zum Glück verzichtet man auf Nebenkriegsschauplätze wie Synthesizer oder Discogedönst. Hier geht es um den reinen Song und das ist auch gut so. Die Bremer Jungs wissen, was sie wollen und haben mittlerweile auch die Fähigkeit, dieses umzusetzen. “Tides” ist wirklich ein geiles Posthardcore Alnum geworden. Meine Kumpels von der Emder Band “Elegy Remains” werden dieses Album lieben ( Werbung muss sein, hehe). Die melodischen Passagen haben es in sich und bleiben bei mir auch hängen. Ein bunter Mix aus Metal,Hardcore, Breakdowns, Melodien und poppigen Sound. Wer darauf abfährt, unbedingt zuschlagen. Die beiden ersten Songs “50:50″ und “Vultures” dürften live für einige Moshaktionen sorgen, aber auch der Rest ist nicht von schlechten Eltern. Wie schon gesagt, die Burschen haben alles richtig gemacht, nur treffen sie hier auf einen eingefleischten Death Metaller, der mit dem Zeug eher wenig anfangen kann. Objektiv betrachtet ein geiles Werk und deswegen kann ich das Album nur empfehlen.

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Tracks

01 50 50
02 Vultures
03 Scheme
04 Tides
05 No Confidence
06 Until We Drown
07 Interlude
08 Twenty Drinks
09 Ironhide
10 Chances
11 Misunderstanding

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Desert Crone – Distorted Solitude

https://www.facebook.com/desertcroneband

Erscheinungsjahr: 2015

Bloodsoaed Records / Kassette / Sludge – Doom / Schweden / 3 Songs / 21:31 min

Ich liebe es, wenn die alten Zeiten gehuldigt werden und zwar in Form von Kassetten. Das Label Bloodsoaked Records war so nett und sendete mir eine von 200 Kassetten zu, sehr geil. DESERT CRONE stammen aus Schweden, haben aber mit den sonstigen Kapellen nicht viel gemein. Kein old school Death und kein melodischer Death Metal, wie man es sonst von den Elchköppen kennt. Als Hobby geben sie Bier trinken an, na, dass ist doch schon was. Ansonsten weiß ich nichts von denen, ausser dass die Protagonisten Big Muff, Hyper Fuzz und La Batteria heissen. Immerhin etwas und sie stammen aus Sundvall. Soviel dazu.
Auf “Distored Solitude” gibt es drei SOngs zu hören und insgesamt haben wir eine Spielzeit von 21:31 Minuten. Da fällt Grindcore schonmal weg.
Desert Crone haben viel Zeit in den siebziger verbracht, zumindestens musikalisch und somit nicht ganz meine Baustelle. Eine Mischung aus Stoner. Doom, Metal und Dredge. Wie gesagt, nicht meine Baustelle. Dabei klingt das alles nicht schlecht. Das Cover ist schon ein wenig hypnotisch aufgebaut und so auch die Musik, die dann an Bands wie Black Sabbath oder Cathredal erinnert. Der sound wurde natürlich auf alt getrimmt und so wächst zusammen, was zusammen gehört.
Geht ja schon was in den psychedelischen Hippier Richtung. Die Vocals sind allerdings irgendwie aggressiv und passen meiner Meinung nach nicht so ganz, nerven aber auch nicht. Drei Songs in 22 Minuten. Also sehr lange Songs und dieses merkt man auch, ist aber für doomige bzw. Stoner Songs nichts neues. Wiederholungen sind da natürlich vorprogrammiert, machen die ganze Sache aber irgendwie nicht langweilig. Teilweise erinnern sie vom Riffing her an doomige Death Metal Combos, allerdings geht man ansonsten eher in die Black Sabbath Richtung, nur eben ein wenig düsterer und metallischer. Die songs sind düster, langsam, , melancholisch, schwer, sick und schön traurig und transportieren eben diese Gefühle der schweren Leichtigkeit des Seins. Gute Mischung aus doomigen Riffs und psychedlischen Rock. Sehr im traditionenn Bereich des Dooms Verwurzelt.Der Sound ist rauh und kratzig und wurde sehr schnell aufgenommen. Passt aber sehr gut.
Für Freunde von Cathredal, Black Sabbath, Electric Wizard, Acid King oder Grad Magus. Aber auch alle anderen Metalheads sollten mal ein Ohr riskieren. Das Demo ist durchaus zu empfehlen!

Deserted Crone
Tracks:
1. A mourning Prayer
2. Earth Savage Darkness
3. Shadowmaster

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