Khaldera – Alteration

www.khaldera.com

VÖ: 26.08.2016

Czar of Crickets Productions / CD Digipack / Instrumental Pschedelic / 3 Songs / 18:24 Min

Schon starker Tobak, was mir das Label Czar of Crickets Productions mir mit den letzten beiden Veröffentlichungen zugesendet hat. Erst die Doomer von WOLF COUNSEL und nun KHALDERA. Die recht jungen Schweizer sind irgendwo zwischen den Hügeln des schweizerischen Mittellandes beheimatet und dort muss es sehr traurig und dunkel sein. Allerdings scheint dieses die Kreativität zu fördern. Die zumindstens optisch noch recht junge Truppe brachte im Jahre 2013 in Eigenregie ihre Debut EP heraus, konnte einen Deal ergattern und schiebt nun eine EP nach.
Freunde des gepflegten Krachs können nun hier aufhören. Freunde der experimentiellen Klänge sollten weiterlesen. Ich habe diese EP bei der Arbeit dreimal durchgehört. O-Ton meiner Zimmerkollegin:” Das klingt ja gar nicht so schlimm wie sonst!” Und kein.”Röhrröhr.Argh;Argh.”
Soll bedeuten, die Burschen Growlen und Screamen nicht. Im Gegenteil, sie verwenden überhaupt keine Vocals.
Halten wir fest. Kein Death Metal, keine Vocals und keine Geschwindigkeit und ich bekommen die CD. Was nun? Und ja, mein lieber Scholli, mir gefällt, was ich da höre, zumindestens auf der Arbeit, hehe. Live würde ich die Burschen mir sicherlich nicht anhören, aber bei der Arbeit oder auf der heimischen Anlage schockt das durchaus, muss ich sagen.
Ob das nun Post Metal ist oder nicht, ist mir wahrlich Latte.
Der Opener:”Impending Tempest” kommt ganz schön massiv aus den Boxen gekrochen. In 3:30 Minuten geht es langsam schleppend zu Werke, teilweise psychedelisch klingend, sogar bißchen spacig, aber irgendwie auch entspannend. Walgesänge für Metaller. Klangkonstrukte in Riffformat, gepaart mit einer wohlwollenden, aber eben auch düsternden Atmosphäre, nehmen einen mit auf eine Reise in das wohlfühlende Ich. Dazu ein Entspannungsbad und fertig ist der Sonntagabend. Erholung pur.
“The Inevitability of Transition” und “Afterglow” schlagen in die gleich Kerbe. Sehr hypnotsich und mitreissend. Song 2 zieht ein wenig das Tempo an, wirklich nur ein wenig, überzeugt mit einen durchgehenden Riff, welches einen irgendwie den Zahn raubt und einen zerstört. So soll es sein. Der Rausschmeisser “Afterglow2 ist was für Romantiker. Irgendwie schwimmend und verträumt kommen die Klänge aus den Boxen, natürlich schleppend und massiv und versinken in der Tiefe des Raums. Der Song baut sich langsam auf und nimmte an Dramatik zu.
Wer progressive Klänge als sein Lebensinhalt bezeichnend und dazu fette Riffs mag, der ist hier aber sowas von richtig.

“ALteration” beinhaltet instrumentalen, progressiven, psychedelischen Ambient Rock und nimmt einen mit auf eine atmosphärische Reise. Gute Riff, Fretlesss Bass und ausgetüfteltes Schlagzeugspiel erwartet einen, massiv und kreativ. Live allerdings wahrscheinlich nicht zu konsumieren. Gutes Ding!

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Tracks:
1. Impending Tempest
2. The Inevitability Of Transition
3. Afterglow

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Wolf Counsel – Ironclad

https://www.facebook.com/thewolfcounsel

VÖ: 23.09.2016

Czar of Crickets Productions / CD + LP / Doom Metal / Schweiz / 7 Songs / 43:52 minuten

Wolf Counsel wurde im Jahre 2014 von zwei Schweizer Szeneurgesteinen gegründet, um Doom, 70er Klänge, Soundcollagen, Melodie, Metal und Grooves zu kombinieren. Schnell fand man Livemusiker und so konnte man im Jahre 2015 auch gleich das Debut namens ” Vol.I Wolf Counsel veröffentlichen. Ein Jahr später nun also schon Album Nummer zwei via Czar of Crickets Productions.
Gleich auffallend ist der Sound und die damit verbundene Produktion. Aufgenommen, gemischt und gemastert wurde der Spaß in den Little Creek Studios ( u.a. Destruction und Panzer). Klingt absolut fett.
Musikalisch bietet man eine Mischung aus Doom und Heavy Metal. Durchaus eine Walze, aber hallo, nicht mein Ding. Für Freunde schneller Musik natürlich anders zu hören.
Bands wie of The Gates Of Slumber, Trouble, Reverend Bizarre, Cathedral, Saint Vitus oder Solitude Aeturnus sind definitiv nicht mein Tagesgeschicht. Alle haben es drauf, aber treffen eben nicht mein Geschmack. Musikalisch gehen die Burschen eben in diese Richtung und treffen logischerweise dann nicht meinen Nerv. Die Fähigkeiten der Musiker sind zur keiner Zeit anzuzweifeln. Die Erfahrungen, die man bei Bands wie Poltergeist, Punish und Requiem gesammelt hat, fliessen in den aktuellen Sound mit ein, auch wenn man musikalisch andere Wege geht. Der Doom wird recht klassisch vorgetragen, eingängig und authentisch und so schleppt man sich emotionsvoll vor
sich hin. Natürlich groovend!
Der Opener:”Pure as the driven snow” ist riff- und groovetechnisch eine echte Macht, keine Frage. Knappe 7 Minuten doomt man vor sich hin. Langsam und kreativ. Der Song steht für das ganze Album. Der cleane, teilweise pdychedelisch anmütige Gesang schwebt über allem.Dabei arbeitet man mit zweifachen Vocals.
Freunde der doomigen Klänge sollten sich diese Geschichte unbedingt man reinziehen.Überraschungen bleiben aber aus, braucht man aber auch nicht wirklich. Nur mal zum Verständnis. Die Mucke hat es in sich und hat eine gewisse Schwermütigkeit, die eben diese Art von Musik ausmacht, nur brauche ich persölich mal so einen kleinen Ausbruch. Das die Burschen alles andere als langweilig und stumpf sind, beweist der Song “Ironclad”. Gleich zu Beginn bietet man ein geiles Soli an. Der Rhythmus ist absolut eingängig, man muss zwangsläufig mitnicken und der Refainpart:”Ironclad” bleibt sofort hängen und man kann mitsingen. Guter Song, definitiv und mit 5:49 Minuten auch nicht zu lang. Definitiv das Highlight des Albums, insbesondere wegen dem Riffing und den eingängigen Gesansgpart. Natürlich sind Einflüsse von Black Sabbath zu spüren, aber bei welche Doom Band sind diese nicht vorhanden. Auch was neues hört man nicht, lediglich gut gemacht Schwermütigkeit. so doomt und heavigt man sich durch 7 Songs,verwendet alle brauchbaren Zutate und mit einer geilen Produktion versehen, kommt ein leckeres Süppchen heraus.
Ich als Death Metaller habe definitv schon wesentlich langweiligeren und schlechteren Doom gehört. WOLF Counsel halten die Stimmung und Spannung aufrecht und ich hatte zur keiner Zeit Ermüdungserscheinungen.
Zusammenfassen gesagt. Gutes Doom Album, welches aber nicht unbedingt meinen Geschmack trifft. Freunde der doomigen Klänge, und ich kenne genügend davon, können meines Erachtens ohne Bedenken zugreifen.

Wolf Counsel

Tracks:
1. Pure as the Driven Snow
2. Ironclad
3. Shield Wall
4. The Everlasting Ride
5. Days Like Lost Dogs
6. When Steel Rains
7. Wolf Mountain

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Raze – Mankind`s Heritage

https://www.facebook.com/Razemetal?fref=pb

VÖ: 15.12.2015

Suspiria Records / CD / Thrash Metal / Spanien /8 Songs/ 38:59 Minuten

Die Cracks aus Galizien/Spanien zocken breits seit 2007 zusammen und brachten es bis dato auf eine EP und nun, via Suspiria Records, das Debutabum.Warum es so lange gedauert hat, weiß ich nicht, aber ist im Grunde ja auch egal, denn lediglich die Mucke ist ja von Interesse.
Mankind`s Heritage macht vieles richtig und geht in einen Guß durch, ohne wirklich zu überzeugen. Das Herz haben die 4 Burschen an den Thrash Metal verloren und das Blut in das Songwriting gesteckt. Klingt alles ganz ordentlich und cool, aber was neues wird einen nicht geboten und so richtig durchdrehen vor Freude kann ich auch nicht, ohne dass Songs wie z.B “Evil Waits” oder “The church is on fire” wirklich schlecht wären. Kann man echt nicht sagen. Langeweile geht anders, Ausflippen auch. Der Thrash Metal ist ja genauso wie der old school Death Metal ist ja wieder auf der Überholspur und RAZE reihen sich mit ein, ohne sich abzuheben. Mit neueren Bands wie Suicidal Angels, Havok, Municipal Waste oder Gama Bomb kann man nicht mithalten, trotzdem ist das Material absolut verwendbar und geht durchs Mark. Gehobener Durchschnitt würde ich sagen. Die typischen Thrash Metal Riffs werden einen um die Ohren geballert, die Drums knattern in den Ohren und die Vocals sind schön krank. Passt. Der Thrash Metal der neueren Sorte wird mit Thrash der alten Klasse ala Destruction und Kreator vermengt, hinzu kommen Akzente aus der Bay Area Ecke und fertig ist der Sound von Raze. Vom technischen Anspruch und der Spielweise her erinnern sie auch an Bands wie Megadeth und Annihilation und auch die gesangliche Leistung erinnert ein wenig an Dave Mustaine. Die thrashigen Akzente werden vom melodischen Parts und eben technischen Elementen begleitet und bieten eine gewisse Aggression.
Wie gesagt, nicht schlecht der ganze Spaß, allerdings haut mich das ganze Album nicht gerade vom Hocker. Mag daran liegen, dass es zur Zeit wieder sehr viele Thrash Metal Alben gibt. Hört es euch selber an und bildet eure Meinung. Abwechslungsreich und Tempo variierend ist es auch, mir fehlt da nur eben irgendwie der Kick. Thrasher sollten es sich anhören.

Raze-cover-hd

Tracks:
. Bad News 04:20
2. L.O.B. 05:20
3. Evil Waits 04:35
4. The Siege 02:59
5. Raze the Earth 05:49
6. The Church Is on Fire 04:37
7. Do You Wanna Die? 03:53
8. Streets of Wickedness 07:26

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