Kratherion – Mantra Lucifer Flagelantes

Erscheinungsjahr: 23.08.2014

https://www.facebook.com/pages/Kratherion/208418642543899

Old Temple /CD / Black / Death Metal / Pole / 09 Songs / 41:14 Minuten

Wer in den letzten Tagen meine Reviews verfolgt hat, dem wird sicherlich die Polenlastigkeit aufgefallen sein. 5 CD`S habe ich netterweise zum reviewen bekommen und mit KRATHERION liegt mir nun das letzte Stück vor. Aber, Obacht, die Band stammt aus Chile. So kann man sich beirren lassen. Dieses Album erschien schon im Jahre 2013 beim kleinen Label “Exhumed from the grave”, wenn ich richtig informiert bin und OLd Temple, das polnische Label, brachte es im Jahre 2014 nochmal für Europa heraus.
Die Band aus Santiago zockt seit 2000 zusammen und dürfte auch im Metalbereich immer noch als Exot gelten, denn soviele chilenische Combos gibt es nun man nicht bzw. bekommt man nicht unbedingt zu hören!3 Demos, eine EP,eine Compilation und ein Full Length brachte man bis dato heraus und “Mantra Lucifer Flagelantes” stellt Album Nummer 2 da.Aus der Asche von Geneshen entstanden, prügeln die Bursche sich die Seele aus dem Leib und dieses im düsteren Sinne. Es gibt halt Länder, die sind für ihre Richtung bekannt. Schweden old school Death Metal oder Florida Death Metal, Norwegischer Black Metal, deutsche Volksmusik ( oder so ). Chiles Bands haben sich schon immer der dunklen Seite zu gewand und so auch eben KRATHERION. Eine derbe Mischung aus Black und Death Metal. Während der Opener noch so an mir vorbezieht, legt man spätestens ab “Necropolos Natal” so richtig los. “Coito Sigilum Diaboli” und ” Combustion Espontanea del Espiritu Santo” nehmen mich dann mit auf eine derbe schwarwurzelhafte Reise. Schön schnell, mit geilen blackigen und deathigen Riffs. Voll aufs Gemüt und Dunkelheit sprüht aus allen Poren. Das Titelstück “Mantra Lucifer Flagemantes” ist sehr schleppend und bedrohlich. Angsteinflößend könnte man auch dazu sagen. Ambient und satanisch, aber mit abruptenm Ende. “Vuelo Nocturno” kann mich aufgrund der Geschwindigeit und der langgezogenen Riffs da schon mehr überzeugen. Hier und da knattern sie einen noch thrashigen Elemente um die Ohren und ab gut die Post. Ich denke mal, dass die Songs besonders live gut funktionieren werden. Bands wie Angelcorpse, Beherit oder Blasphemy gehen mir da durch den Kopf. Die Prodktion ist roh und rauh und passt natürlich wie die Hörner auf dem Teufelskopf. Sicherlich keine neue teuflische Offenbarung, aber durchaus brauchbares Zeug. Besonders Rifftechnisch haben sie einige Feinheiten zu bieten. Diese occulte, fast ambiente Grabstimmung wird selbst auf einen sonnigen Sonntag in Ostfriesland transporiert.
Das Chaos wird ewig herrschen, Kompromisse kennen wir nicht und lang lebe die Blasphemy!
Da hat man dann ja nicht soviel verkehrt gemacht. “Mantra Lucifer Flagemantes” ist ein Black / Death Metal Album, welches sich im Laufe des Hörens entfaltet und einen auf eine oculte Reise mitnimmt. Sicherlich nicht alles meins und innovativ ist sicherlich auch nicht ihr Augenmerk, aber wer auf Black/Death steht, der sollte sich das Teil zulegen. Gute blasphemische und chaotische Mischung aus Chile! Strukturen sind vorhanden, werden aber nicht immer ernst genommen. Black/Death Warrior dürfte dieses ein Grinsen auf ihre Lippen bringen!

Kratherion

Tracks:
1. Death Kult Church Omega 05:51
2. Liturgia Bubonica Infame 03:02
3. Necropolis Natal 05:39
4. Agonia Dantesca y Macabra 05:59
5. Coito Sigilum Diaboli 04:21
6. Combustion Espontanea del Espiritu Santo 05:11
7. Mantra Lucifer Flagelantes 03:03
8. Vuelo Nocturno 06:08
9. Fornica Vulgata 02:00

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Cinis – Subterranian Antiquity

https://www.facebook.com/cinisofficial

Erscheinungsjahr: 04.11.2014

Old Temple / CD / Death Metal / Polen / 11 Songs / 42:06 Minuten

Und weiter geht es mit der Reise durch das Auenland, äh Polenland. Nach Horror of Naatu, Abusiveness und Disorder nur Teil vier der fünffachen Beschenkung. Bialystok ist das Ziel. Seit 2003 treiben dort CINIS ihr Unwesen und liefern uns Anno 2014 ihr zweites Album ab. Scheinen alle dort ein wenig an den Songs zu doktern, denn auch Album Nummer eins hat fünf Jahre auf sich warten lassen. Album Nummer 2 dann sechs. Sei es drum. Die fünf Burschen zocken ansonsten noch bei Bands wie “Entropia”, Abused Majesty” oder “Sinful Souls”, um nur einige zu nennen. Lediglich die Ex-Band des Gitarristen “Calm Hatchery” ist mir ein Begriff.
Die Reise nach Polen führt mich mal wieder in bekannte Gefilde.Death Metal Victory, oh yeah, mein Lieblingsurlaubsziel. Allerdings können Polen diese Machart ja gar nicht einfach, kennt man ja. Ein wenig erinnert die Gitarren- und Drumarbeit an die heimischen Bands “Vader” und “Dies Irae”. Ansonsten überzeugt man durchaus mit Variationen und Innovation und natürlich spielerischen Grundverständnis, wie es eben im polnischen Underground üblich ist. Irgendwas mischen die im polnischen Wodka, anders kann ich mir das nicht erklären. Die Burschen umschweifen das Geschehen mit einen blackigen Wolke und kombinieren die death metallische Härte mit exelennten Melodien. Sehr schön. Besonders gelobt werden muss die Produktion, denn alle Songs kommen absolut druckvoll aus den Boxen geknallert und der Mix der Instrumente ist perfekt vollzogen worden. Die kleine Feinheiten beim Bass und Gitarrenspiel sind herauszuhören. Der ganze Spaß wird dann noch groovig, ja schon fast Death`n rollig und macht dann Laune. Überwiegend wird gegrowlt und auch mit Screams gedoppelt. Technisch bewegt man sich auf guten Niveau und auch ein Händchen für das Songwriting scheinen sie zu haben. Sicherlich kommt man an Bands wie Vader oder Behemoth nicht heran, allerdings machen sie ihr Sache sehr gut. Songs wie “The first manifesto” oder “Vile Angels” geheh gut ins Ohr und lassen das Death Metal Herz durchaus schneller schlagen. Die blackigen Einsätze bringen eine gewisse Atmosphäre ans Tageslicht und dieses steht CINIS sehr gut. Sehr ausgereiftes, intensives und innovatives Werk, welches zwar kein absolutes Machtwerk ist, aber CINIS sehr viel mehr Aufmerksamkeit bringen sollte.

Cinis

Tracks:
1. The Edifice Crashes 01:15
2. The First Manifesto 04:22
3. Fully Ossified 04:43
4. Darkness in Waves 03:29
5. Vile Angels 03:47
6. Snapshot 04:23
7. Future Imperfect 03:41
8. Architectural Antiquity Lies Dormant 04:15
9. Subterranean Process of Rebirth 03:48
10. Index: a. Absurdity 03:47
11. Nothing 04:36

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Disorder – Pure Hatred

https://www.facebook.com/Disorderpl

Erscheinungsjahr: 2014

Eigenproduktion / CD / Death Metal / Polen / 12 Songs

Polen und kein Ende. Ein nettes Paket hat mir einiges am Material zukommen lassen, yeah. Unter anderem eben auch DISORDER, ein Name, der leider viel zu oft vorkommt. Diese DISORDER stammen eben aus Polen und sind bereits seit 2000 aktiv. Im Jahre 2006 kam das erste Album und 2014 dann “Pure Hatred”.Das Album haben sie aber wohl in Eigenregie auf die Leute los gelassen. Da lässt sich jemand aber Zeit. Ob die drei ansonsten noch in anderen Kapellen aktiv sind, ist mir nicht bekannt. Sei es drum. “Pure Hatred” ist kein Album für zwischendurch, dass ist schonmal klar. Wie Polen nunmal so sind, beherrschen sie ihre Instrumente und sind technisch auf hohem Niveau unterwegs. Verspielte Solis und Leads tauchen also desöfteren auf und verpackt wird das ganze in Form des guten Death Metals. Dieses alleine reicht nicht aus und so fügt man auch noch grindige und crustige Elemente hinzu, was mir durchaus gefällt. Spielerisch auf hohem Level, allerdings fehlt mir der Fluß. Die Songs werden teilweise durch diverse Spielereien unterbrochen. Schön ist, dass Gevatter Blastbeat allwertig ist und ordentlich was zu tun hat. Damit keine Langeweile aufkommt, werden immer wieder mal groovige Elemente mit eingebaut und auch thrashige Parts dürfen nicht fehlen. Eine gewisse Abwechslung wird geboten. Nachteilig ist der recht klinische Sound des ganzen Albums. Die Songs sind sicherlich nicht schlecht und der brutalo Faktor sehr hoch. Songs wie ” Decapitation” oder “Humilation” gehen auch ins Ohr, aber irgendwie flutscht das Album so an einen vorbei und man hat nicht das Gefühl, jetzt unbedingt die Repeattaste zu drücken. Auch nach dreimaligen durchhören kann man noch was entdecken und DISORDER werden auch von Song zu Song irgendie immer besser, dürften sich aber mit “Pure Hatred” nicht unbedingt von der Masse absetzen. Schlecht ist diese Version des Death Metals definitiv nicht, keine Frage, aber eben auch nicht hervorstechend. Brutalo Death Metaller dürfen aber sicherlich zuschlagen. Für eine “HauDraufKapelle” hat DISORDER im eingeengten Rahmen echt viel zu bieten. Es fehlen noch irgendwie ein oder zwei Knallersongs und der absolute Wiedererkennungswert. Wer Bands wie Nile, Morbid Angel, Angelcorpse oder Krisiun verspeist, der sollte DISORDER auch auf die Menukarte setzen.Satt wird man auf jeden Fall.

Disorder

Tracks:
1. Intro
2. Wacht Am Rhein
3. Nome
4. Decapitation
5. Humiliation
6. Pathology
7. Murders Instinct
8. Doomsday II
9. Disorder
10. Insanity of Authority
11. Holy Inquisition
12. Doomsday II (instrumental)

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