Skeletal Remains – Condemned to Misery

https://www.facebook.com/SkeletalRemainsDeathMetal

Erscheinungsjahr: 07.08.2015

FDA Rekotz / CD-LP / Death Metal / USA / 8 Songs / 37 Minuten

Ja, da sind sie wieder, meine Lieblingsfrischlinge aus der USA. Vor Wochen haben Sie mir schon einen Song gesendet, damit ich diesen im Radio spielen kann, sozusagen Weltpremiere. Mit netter Ansage dazu usw. Herrlich. Konnte es kaum erwarten, dass Album zu hören. Natürlich wieder mal per FDA Rekotz und schon weiß man, worum es geht. Old school Death Metal ist angesagt, logen. Skeletal Remains haben schon in meinen Wohnzimmer gespielt und mich vorher mit “Beyond the flesh”, ihren Debutalbum aus dem Jahre 2012, schon umgehauen! Im Jahre 2011 startete man als “Antropophagy” nannte sich aber dann um in Skeletal Remains und seitdem geht es bergauf. Ein Stern am amerikanischen Death Metal ist aufgegangen, keine Frage. Drei Jahre nach dem Debut nun Album Nummer 2 und dieses hat es in sich, besonders riftechnisch. Das Gitarrenspiel am Anfang des Openers erinnert ein wenig an Demolation Hammer. Diese “Erinnerungen” begleiten einen das ganze Album lang, was aber logisch ist, denn es handelt sich hier um old school Ami Death mit einer Prise niederländischen old school Krams. Natürlich darf der Einfluß von Death nicht fehlen, welches besonders beim Song “Euphoric Bloodfeast” zu hören ist, denn das Riffing erinnert dann schon teilweise sehr an den Song “Spiritual Healing”. Aber eben nur erinnern. Die Burschen haben definitiv den old school aufgesogen und speien ihn durch jede Pore ihres Körpers wieder auf. Das folgende “Viral Haemorrhage pyrexia” ist meines Erachtens jetzt schon ein Klassiker der Neuzeit. Herrlich . Der fixe Anfang und dann der schleppende Parts dazu, um dann das Tempo sehr geil zu variieren und ein melodische Gitarrenspiel drüber zu knattern. Herrlich, macht Laune. Der Sänger quält seine Gesangsorgane und ist irgendwie eine Mischung aus Chuck Schudliner und Martin van Drunen. Bah, macht das Laune. Sicherlich werden jetzt wieder viele meckern, dass zu viel old school Krams auf dem Markt geworfen wird, aber wenn so geil herüberkommt,ist mir das echt scheiss egal. Es ist immer wieder der Flair zu spüren und auch die Abwechslung ist mehr als vorhanden. “Atrocious Calamity” mit durchgehender Doublebass am Anfang und Ankündigungspart und dann schön langgezogene Gitarrenriffs. Zoom! Sitzt. Die acht Songs habe ich jetzt 5 mal durchgehört und bin immer noch schwer begeistert.Zumal das Album ohne Schwedenparts auskommt. Keine Frage, ich bin großer Fan vom Schweden Death Metal, aber es ist auch mal schön, den guten, alten amerikanischen zu hören. Dieses haben die Burschen mehr als drauf. GRUESOME haben mich ja schon überzeugt, aber SKELETAL REMAINS setzen meines Erachtens noch locker einen oben drauf. Man darf hier eigentlich keinen Song hervorheben, denn das Album ist durchweg geil. Brillante Riffs ( dieses melodisches Riffing z.B. bei “Ethereal Erosion), Solis, geile Drums, perfekt inzinierte Vocals, Feeling hoch 10 und einfach nur geile Songs. Leider geil, aber sowas von. Diese Geschwindigkeitswechsel bringen es einfach. Argh, I love it. Wer auf Bands wie Death, Possessed, Morgoth, Asphyx, Pestilence oder alte Gorguts steht, der sollte sich “Condemned to Misery” einfach zulegen, was rede ich, der muss sich das Teil einfach zulegen, keine Frage. This is the meaning of old school Death Metal. Da geht nur eins. Death Shirt an, schwarze Leggings, hohe weiße Nikesturnschuhe, Kutte rüber, Haarband raus und bangen………Fuck, yeah! Old school Death Metal Album des Jahres 2015!

skeletal
Tracks:
1. Beyond Cremation
2. Obscured Velitation
3. Euphoric Bloodfeast
4. Viral Hemorrhagic Pyrexia
5. Atrocious Calamity
6. Ethereal Erosion
7. Still Suffering
8. Sleepless Cadavers

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Metabolic – Eraser

http://www.metabolicthrash.de

Erscheinungsjahr: 30.05.2015

Eigenproduktion / CD / Thrash-Groove Metal / Deutschland / 10 Songs /

Im April 2013 fusionierten die Bischofswerdaer Band ALYRIUM und die Dresdner Alternative Metal Kombo NEVERTRUST, um gemeinsam neue Wege im Bereich des Thrash Metal zu gehen. Mehr gibt es eientlich nicht zu Sache, ausser das Nevertrust bereits seit 2004 dabei sind und somit keine unerfahrenen Musikern unterwegs sind. Sei es drum. Das Quintett aus Bischofswerda/Dresden macht sich also auf neue Wege auf, um uns zu überraschen. “Wargasm” legt da schon ganz ordentlich los. SLAYER Gedächtnisschrei und auf geht die Reise ins Ungewisse. Der Song steht quasi für das ganze Album. Schaut man sich die Homepage der Band an und die Lieblingbands der einzelnen Musiker, wird man feststellen, dass Slayer und Pantera ganz oben auf der Liste stehen. Kein Wunder also, dass diese beiden Bands die Haupteinflüsse der Gruppe darstellen. Allerdings vermisse ich ein wenig die schnellen Parts ala Slayer. Trotzdem ist der Einfluss, besonders beim Riffing, mehr als hörbar. Panteras Ideen findet man dann im Groovesektor und bei den arschtretenden Parts. Um so länger das Album läuft, um so besser wird meine Laune irgendwie. Ich kann gar nicht sagen, warum, vielleicht
Tagesfaktor. Mittendrin einen kleines Kriegsintro mit “Kill him” und dann geht es wieder zügig zur Sache. Ein gutes und abwechslungsreiches Album. Der thrashige Gesang passt auch. Nur wenn er normal singt, dann klingt es teilweise ein wenig unrund. Diesen hört man dann, wenn sie heavyige Parts mit einbauen und dieses passiert auch relativ oft. Passt aber sehr gut ins Gesamtbild, welches ansonsten sehr zügig gezeichnet wird. Der Drummer treibt die Burschen immer wieder an und sie setzen es dankend um. Sicherlich hört man nicht viel neues, auch das ein oder andere Riff dürfte bekannt sein, schadet aber nicht wirklich. METALBOLIC versuchen ihre
slayerpanteranische Mischung relativ abwechslungsreich rüberzubringen, indem sie immer wieder “ruhige” und “heavyige” Elemente mit einbauen und dieses gelingt ihnen ganz gut. Sicherlich kein Meilenstein im Thrash/Groove Bereich. Musikalisch gibt es nicht viel einzuwenden, es fehlt eben dieser eine Supersong, aber das Gesamtkonzept stimmt und für eine Eigenproduktion herrscht hier ein odentlicher Sound, keine Frage. Mir persönlich ist der Gesang nicht durchschlagkräftig genug, aber
dass ist ja auch immer Geschmackssache. Die Abwechslung ist vorhanden, da darf auch mal ne Cleangitarre zupfen und eine düstere, schauerende Melodie vorweggehen,so wie bei “Negative”.
“Eraser” wird sicherlich nicht den Thrash Olymp erklimmen, aber das Album dürfte sich ganz gut in euren CD Player machen.
Einfach mal bei Youtube anchecken und dann bestellen.
Metabolic
Tracks:
Wargasm
Invaders In Position
Para Dies
Desperation
From Slaughter To Falling
Negative
Equality
Same Wrong Way
Your Head On A Plate
The Reckoning

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Expenzer – Kill the Conductor

https://www.facebook.com/expenzermetal/posts/459450747551996

Erscheinungsjahr: 06.07.2015

Czar of Crickets Productions / CD – LP / Thrash-Groove Metal / Schweiz / 11 Songs / 49 Minuten

Und wer hat es erfunden, genau, die Schweizer. Bei EXPENZER handelt es sich um Schweizer und sei dem ich die Jungs und Mädels von Die Hard Front Bern kenne, verbindet mich mit diesem Land etwas besonderes, aber auch musikalisch haben sie ja immer was zu bieten, keine Frage. Richtig geile Exporte, wie z.B. Requiem oder Messiah usw. Da fangen wir mal erst gar nicht mit an.
Die Freaks hier spielen schon seit Jahren in anderen Combos und dieses geht eben nicht spurlos an einem vorbei und auch der geneigte Zuhörer bekommt es mit. EXPENZER haben ihre Seele dem Thrash Metal Gott verkauft und dass ist auch gut so, würde ich mal sagen. Allerdings sind wir Teutonen da aus vor, die Amerikaner aus der Bay Area Ecke kriechen aus ihren Löchern und auch die Fans dieser Richtung sollten besonders ihre Ohren spitzen. BAy Area meets moderne, könnte man sagen. Aber auch Freunde des gepflegten Death Metals kommen auf ihre Kosten, besonders diejenigen, die es verpsielt mögen, denn ExPENZER können einiges an ihren Instrumenten und beweisen dieses, in dem sie einige progressive und deathige Elemente mit einbauen, ohne dabei überladen oder vertrackt zu wirken.
Jeder Song ist durchdacht und so tüftelt man gut vor sich hin. Wie gesagt, eigentlich handelt es sich um ein Thrash Metal Album und vieles wird verarbeitet. Teilweise wird man sehr “vulgär” bedient und man bekommte einen Arschtritt ala Pantera, sehr groovig und tanzreich, dann geht es “modern” in Richtung Machine Head weiter. Die ehemaligen “Pigskin” wissen was sie wollen. Sie sind zwar erst seit dem Sommer 2014 zusammen, aber dafür klingen sie schon sehr homogen. Man darf gespannt sein. Viele Köche verderben ja bekanntlich den Brei, aber die Einflüsse dieser vier Musiker als allen Richtungen ergeben eine feine Mahlzeit. Der Brei ist gut genießbar und der
Drops danach lange noch nicht gelutscht. Das Hauptaugenmerk allerdings liegt auf der Bay Area Ecke. Die Technik und die Riffs von Bands wie Testament oder Exodus findet ja auch immer wieder in Europa Abnehmer und auch EXPENZER bedienen sich dort, ohne zu klauen.Hier und da darf Slayer nicht fehlen ( Play for the Deaf) und auch Freunde von The Haunted dürden mit der Zunge schnallen. Zumal ist das Teil auch noch sehr fett prodziert.
“Kill The Conductor” wurde im Little Creek Studio in Gelterkinden von V.O. Pulver (GURD) aufgenommen, abgemischt und gemastert. Das Label Czar Of Bullets schmeisst es auf dem Markt und darf mehr als zufrieden sein, denn diese Mischung aus Pantera, Machine Head, Exodus und Testament ballert echt ordentlich, klingt nicht nach 08/15 und macht mehr als Spaß. Thrash Metal schweizerischer Art auf hohem Niveau! Songs wie “Bitter End”,”Play for the deaf” oder dem eigenständigen Song “Unicorn ( mit Robotgesang) sind echt geil. Gutes Ding und man darf gespannt sein, was uns die Zukunft bringt!

expenzer

Tracklist:
01. Bitter End
02. Kill The Conductor
03. A Dying T-Rex
04. Play For The Deaf
05. Amorphous Flowing Ice
06. Pelvic Fin
07. Erase It
08. Unicorn
09. Light Speed Heart Beat
10. Silence Of The Amps
11. Chasm

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