Torchia – Ending Beginning

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Erscheinungsjahr: 14.07.2015

Eigenproduktion / EP-CD / Melodic Death Metal / Schweden / 3 Songs / 14:15 Minuten

Bei Torchia handelt es sich um eine Combo aus Finnland, genauer gesagt aus Tampere. Eine Stadt, die ja auch für ihre Metalbands bekannt ist. Seit 2010 zocken die Burschen nun zusammen und 3/5 der Combo dürfte den ein oder anderen bekannt vorkommen, denn sie zockten alle bei “Krypton”. Im Jahre 2013 brachte man das erste Demo heraus und nun folgt Demo 2. Vom typischen melancholischen finnischen Sound ist aber nicht zu spüren, sondern die Jungens gehen andere, eigene Wege.Der Opener beweist, dass die Burschen jede Menge Ideen haben. So wird “Ending Beginning” von einer Melodie und von Uftata – Drumming nach vorne getrieben, unterbrochen aber von modernen, höher gestimmten Riffing. Klingt interessant, wenn auch sehr gitarrenverliebt. Passt aber sehr gut, da die Drums immer schön treiben. Mitten drinne dann ein Cleanpart, bis man dann im Mid-Tempo wieder angrgeift und zu einem sehr geilen Bangpart einlädt, um dann das Tempo wieder zu erhöhen. Darauf folgt wieder ein melodiöser Part. Sehr abwechslungsreich, das ganze, teilweise vielleicht zu überfüllt, aber geil.Eine Mischung aus tradiotionellen und alten Metal und modernen Elementen, irgendwo zwischen Death ,Thrash, Speed und Modern Metal angesiedelt. Mit eine “My land shall Burn” Growl fängt der zweite Song, der dann auch so heisst. Im Midtempo vorgetragen geht es relativ ruhig und gelassen zur Sache, natürlich darf eine tragende Melodie nicht fehlen. Der Song plätschert so ein wenig vor sich hin und kann mich nicht so begeistern, aber durchaus bangable.
“They haunt behind us” ist das schon eher etwas für mich, denn das Tempo wird hier ordentlich angezogen. Macht Laune. Gleich zu Beginn geht es infernalisch zur Sache, ohne jetzt im brutalen Death oder Grind abzudriften. Man geht eher in die alte, schwedische Melodic Death Metal Ecke und das gefällt mir sehr gut. Nach ner Minute geht man ins Midtempo rüber und setzt den Songs mit Uftata fort, verspielte Mini-Solis und guter Melodie. Das Tempo wechselt dann hin und her und auch moderne Einflüsse und Solis werden eingesetzt. Guter Song, der mit 5:25 aber vielleicht ein Stück zu lang ist
Geil ist meines Erachtens die Stimme von Eetu Hentunen und die dazugehörenden backing Vocals. Es sind keine richtigen Growls, sondern aggressive Screams, aber sehr angepisst. Kommt echt gut rüber.
Zusammengefasst muss man sagen , dass mir 2/3 des Demos total zugesagt haben. Melodischer Death Metal, der nicht so ausgewimpt rüberkommt. Die Spielfreude ist an jeder Boxenende zu hören. Abwechslungsreich und aggressiv. Bin mal gespannt, was da noch kommt.

Torchia

Tracks:
1. Ending Beginning
2. My land shall burn
3. They haunt behind us

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Document 6 – Openmind

https://www.facebook.com/Documentsix

Erscheinungstermin: 31.12.2015

Eigenproduktion / Ep / Grind-Death / Deutschland / 7 Songs / 22:22 Minuten

Bei DOCUMENT 6 handlet es sich um eine Combo aus Aachen, die seit 2012 ein wenig rumlärmt. Im selben Jahr kam gleich das Debut namens “Das vierte Reich” heraus, in 2013 ein Demo und zum 31.12.2014 diese EP. Mittlerweile sind sie nur noch zu dritt und suchen einen neuen, zweiten Gitarristen und einen Bassisten. Bei Interesse einfach die Band anschreiben. Nur am Rande.
Was erwartet den geneigten Zuhörer?. 22 Minuten ordentlich was auf die Glocke. Die Vorliebe zum Grindcore und brutalen Death Metal sind klar zu hören. Die Eigenproduktion hätte soundmäßig zwar ein wenig besser sein können. Ist halt ne Eigenproduktion. Hm, der Drummer kommt einen bekannt vor und yes, es ist der alte Kadath und Cause of Divorce Drummer. Kadath fand ich immer geil.Gut, dass die Burschen weitermachen. Einer von denen spielt jetzt ja bei Spawn. Ich schweife ab, kommen wir zurück zu DOCUMENT 6.
Wie gesagt, leider ist der Sound nicht so durchdringlich, wie es die Musik bräuchte. Daran muss man beim nächsten Mal sicherlich noch ein wenig arbeiten. Ansonsten macht der Death/Grind durchaus Laune, ohne aber komplett überzeugen zu können. Das Geknatter und Geballer in Form von grindigen und deathigen Riffs kommt bei mir als Deathgrinder ganz gut an, zumal die Doublebassattacken ordentlich Blut und Schweiß hinterlassen. Das dort eine Frau am Mikro steht, kann man zur keiner Zeit erahnen. Klingt wie bei jeder anderen Death/Grind Combo, schön haßerfüllt und so sollte es ja auch sein. Die Songs poltern ein wenig vor sich hin, haben aber immer gute Momente inne. Richtige Hits sind nicht dabei, aber auch keine schlechten Sachen. Der “Female Fronted political death/grind” hat noch Platz nach oben.Der Aufbau der Songs ist definitiv interessant, denn man geht vom 08/15 Grind weg und wechselt zwischen ordentlichen Geballer und schleppenden Momenten hin und her. Macht das Album recht abwechslungsreich. Mit einen Statement zu Beginn geht es klassisch in Form eines Intros los und schon kann der Krach beginnen. Mitten im Album nehmen meine Ohren auf einmal Mönchchöre und Glockenchöre war. Nicht gerade typisch, aber durchaus passend und interessant. “Dead Kings” heisst der entsprechende Song und geht gut ab. Interessante Idee. Songs wie der Opener “Openmind” oder “Atomic destruction” können mich überzeugen und machen Laune, natürlich brutale Laune. Der Gesang könnte ein wenig mehr in den Vordergrund gerückt werden, aber das mit der Produktion hatte ich schon angesprochen. Die Band ist sehr viel unterwegs, um euch deren Sound näher zu bringen. Es lohnt sich auf jedenfall, denn die Spielfreude hört man an jeder Ecke und man merkt, dass sie es nochmal wissen wollen. Guter Death/Grind mit Entwicklungspotential. Ich werde sie auf jeden Fall im Auge behalten und ärgere mich gerade, dass ich sie nicht sehen konnte, als sie in meiner Heimatstadt waren. Bin mal auf das nächste , volle Album gespannt. Hoffentlich dann mit einer besseren Produktion!

Document 6
Tracks –
1. Openmind 03:44
2. Devil in a Whore’s Costume 02:22
3. Dead KIngs 04:35
4. Broken Dreams like Broken Glass 03:09
5. Atomic Destruction 03:23
6. Kitty’s Girlfriend 03:05
7. Black Rose

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System Overthrow – System Overthrow

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Erscheinungsjahr: 01.08.2015

Eigenproduktion / CD / Thrash Metal / Niederland-Belgien / 8 Songs / 28:06

Bei SYSTEM OVERTHROW handelt es sich um ein vierköpfige Bande aus Musikern, die sowohl aus der Niederlande, als auch aus Belgien stammen. Entstanden sind sie aus der Testament Coverband New Order im Jahre 2011. Eine Ep konnte man bis dato veröffentlichen und nun liegt mir das vollständige, gleichnamige Album vor, welches wieder in Eigenregie veröffentlicht wird.
Der Opener heisst wie die Band und wie das Album und geht gut nach vorne weg und ist mir schon von der Ep bzw dem Demo bekannt. Speediger Thrash Metal steht auf der Tagesordnung und die Einflüsse von Testament sind durchaus noch vorhanden, keine Frage. Auch die anderen beiden Songs vom Demo, “Lycanthropy” und “Fallen Angel” haben es auf das Albun geschafft und fünf neue wurden hinzugefügt, die aber alle die gleichen Marschrichtung vorgeben. Thrash Metal, gemischt mit Speed und Heavy Metal.
Irgendwie sehr geiles Zeug, was man sich echt gut gefallen lassen kann. Die Drums peitschen gut nach Vorne und die Gitarren passen sich dem ordentlich an. Der Gesang ist sehr interessant, eine Mischung aus Helloween, Slayer, Maiden und Testament. Der hat dunkle, heisere und hohe Elemente in seiner Stimme, passend zu den Songs. Ebenso wie die Musik, klingt die Stimme aggressiv und melodisch. Passt. Für eine Eigenproduktion ist der Sound auch richtig fett. Die Spielfreude ist auf dem ganzen Album deutlich spürbar.Gerade bei “Cry or die” ist die Stimme ausschlaggebend. Die Melodie trägt den Song und teilweise fühlt man sich an Iron Maiden erinnert.
Das ganze Album hat eigentlich keine richtige Schwachstellen, allerdings auch keine richtigen Hits, aber echt gute Songs mit einem echt guten Sänger. Die Instrumentalfraktion braucht sich aber nicht zu verstecken. Die Band orientieren sich stark an den Achtziger und Neunzigern und so dürfen natürlich auch Solis nicht fehlen. Freunde der alten Schule, die den Thrash, den Speed und den Heavy Metal lieben, sollen SYSTEM OVERTHROW unbeding anchecken. Ein echt gutes Album, welches an die guten, alten Zeiten erinnert!

system overthrow

1. System Overthrow 02:38
2. Cry or Die 03:36
3. Raining Death 03:52
4. Rise from the Ashes 04:14
5. Horror 02:07
6. Pit Fighter 03:26
7. Lycanthropy 03:34
8. Fallen Angel 04:39

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