Near Death Condition – Evolving towards extinction

https://www.facebook.com/officialneardeathcondition

Erscheinungsjahr: 18.03.2014

Unique Leader Records / CD / Death Metal / Schweiz / 11 Songs /51:03 min

Seit 2001 zocken die Burschen schon zusammen und ich hatte sie erst mit Near Death Experiment verwechselt und war deswegen verwundert, welcher Sound aus den Boxen gekrochen kam. Die Schweizer konnten einen Deal mit Unique Leader Records ergattern. Die Deeds of Flesh Genossen spezialisieren sich ja schon lange nicht mehr alleine auf den amerikanischen Markt. Die Ricola Freaks liefern uns hier das dritte Album ab und na klar, wenn man dei den Amis unter Vertrag ist, ist klar, welche Richtung man einschlägt, oder? Oh ja, dass ist schöner , brutaler Death Metal, so wie es der Papa mag. Die Burschen holzen sich nach den Intro ordentlich durch das Geäst, haben aber immer wieder Zeit für Verschnaufspausen. Diese werden aber nicht mit Stumpfen Grooves genutzt, sondern mit geilen Midtempoparts, die es in sich haben. Sehr schön. Der Drummer zeigt viele Facetten. Mich fazinieren natürlich die geilen Blastbeats und mit diesen spart man wahrlich nicht. Okay, dieses haben aber nun wirklich viele andere Bands auch, keine Frage. Bei NDC kommen aber noch die ausgereiften Riffs und das Verständnis für einen Songaufbau dazu, denn sie machen auch vor symphonische Klänge nicht halt. Dieses verleiht dem ganzen eine spezielle Würze, ein dunkle Seite und klingt wirklich interessant. Der Sänger growlt überwiegend gutteral, kommt aber auch mit Screams um die Ecke gesaust. Gute Arrangements werden von einer Studio “Hertz” Produktion unterstützt. Da kann nicht viel falsch laufen. Die Band möchte ich unbedingt mal live sehen, keine Frage. Fettes Teil. Nicht alles knallt einen um, denn die vorhandenen Solis stören mich manchmal, passen nicht ganz ins Gesamtbild, aber das sind nur kleine Sachen am Rande. Dieses Album ist intensiv, brutal, düster und für dieses begrenzte Spektrum auch abwechslungsreich. Kein Wunder, dass Unique Leader Records zugeschlagen haben. Songs wie “Between the Dying and the dead” und “Praise the Lord of Negation” haben es wahrlich in sich. Klingt wie eine brutalere Version von Cannibal Corpse mit ein wenig Fleshgod Apokalypse!Gerade diese 3:30 Minuten Songs wirbeln alles weg. Brutal Death Metal Fans sollten zuschlagen! Schweizer Uhrwerksqualität!

near death

1.     Words of Wisdom     03:47
2.     Between the Dying and the Dead     03:28
3.     Intelligent Design     04:42
4.     Pandemic of Ignorance     05:12
5.     Praise the Lord of Negation     03:32
6.     The Anatomy of Disgust     04:51
7.     Anagamin     04:00
8.     Evolving Towards Extinction     05:07
9.     Vertigo     04:03
10.     Communing with Emptiness     04:46
11.     Nostalgia for Chaos     07:35

Posted in Reviews | Leave a comment

Gilgamesh – The Awakening

https://www.facebook.com/Gilgameshofficial

Erscheinungsjahr: 06.09.2014

Eigenprdouktion / CD / Death-Black / Deutschland / 08 Songs / 47:02 min

GILGAMESH aus München sind seit 2011 zusammen, brachten im Jahre 2012 ein Demo heraus und nun wird es Zeit für das Debut. Laut eigenen Aussagen greifen sie das Erbe der seit langem untergegangenen mesopotamischen Hochzivilisation auf. GILGAMESH war ein gottgleicher sumerischer König aus dem gleichnamigen Heldenepos. In einer Welt, in der sich die Gesellschaft den rächenden Götter unterwirft, thematisiert man Epik, Mythik und Okkultismus eines längst vergangenen Zeitalters. Soviel zum textlichen Inhalt. Bedient man sich solch einer Thematik, erwartet man Musik der Extreme, ala Bands wie Nile, Melechesh oder auch Behemoth.”Eclipse” leitet die orientalische Reise, sehr episch.
“Astaroth” macht den Anfang und hier werden gleich die Stärken der Band sichtbar. Absolut intensiv, brutal, trotzdem atmosphärisch und vor allem wird immer wieder das Tempo gewechselt. Vor allem die Riffs sind sehr geil und mitten im Song geht man ins schleppende Tempo rüber. Kommt sehr geil.
Die Burschen mischen Death Metal, der immer wieder mit leckeren Blastbeats daher kommt mit melodischen Black Metal. Dieses wird auch bei” Slaying the name of ishtar” spürbar. Eine ruhige Gitarre legt los, bevor man nach 30 Sekunden ein Riff und eine langsame Doubelbass abfeuert, sehr atmosphärisch und dann gibt man Gas, bleibt aber Rifftechnisch sehr melodiös. Man hat das Gefühl, Dunkelheit beherrscht den ganzen Raum. Auch hier werden die typischen Tempowechsel verwendet. Musikalisch zeigt man sich eh sehr abwechslungsreich, besonders das Drumming. Von sehr langsam bis sehr schnell, alles dabei. Die Stimme ist auch sehr variabel. Verschiedene Growls, Sprechgesang, Flüstern und auch die von mir nicht so geliebten Cleanpassagen. Letztere gefallen mir nicht so. Der recht musikalisch anspruchsvolle Song “The Astronomer” wird dadurch ein wenig “verschlechtert”. Die Cleanvocals sind nicht übel, aber ist eben nicht mein Gefall. Aber eben auch beim Gesang ist die Abwechslung zu spüren, die das Album mit sich bringt. Orientalische Spielweise mit Death Metal Riffs und schwarzmetallischer Melodie. Riffs, die alles abdecken von Solis bis Clean-Parts. Ein Gespür für das Songwriting haben sie auch noch. Warum sie keinen Deal haben, ist mir echt schleierhaft. Okay, nicht alles geht direkt ins Ohr , aber “The Awakening” ist definitv ein Album, welches sich sehen lassen kann und sich nicht vor der “internationalen Konkurrenz” zu verstecken braucht. Keine Frage. Der 14 minütige Song “The curse of akade” beendet den Spaß, mit epischen Klängen am Ende und einem Gewitter und das war es.
Bei GILGAMESH handelt es sich definitiv um eine Band mit Wiedererkennungswert und dürfte besonders Fans von Behemoth interessieren!Anchecken!

gilgamesh
Tracks
1.     Eclipse     01:32
2.     Astaroth     06:05
3.     Slaying in the Name of Ishtar     06:34
4.     The Astronomer     06:22
5.     Aeons of Hate     05:25
6.     Evocating Enlil     06:25
7.     To the Temple of Nippur     00:44
8.     The Curse of Akkade     13:55

Posted in Reviews | Leave a comment

Nader Sadek – The Malefic – chapter III

https://www.facebook.com/naderflesh

Erscheingstermin: 03.11.2014

Eigenproduktion / EPCD / Death Metal / USA /  4 Songs / 20:37 min

Hm, ich erzähle ja immmer gerne die Bandgeschichte, da mich persönlich interessiert, woher die Leute kommen, welche Bands sie Sonst noch zocken etc. Meistens natürlich
relativ kurz, da es nict wirklich spannend ist. Wiederholt sich ja meistens alles. Nicht so bei NADER SADEK. Hierbei handelt es sich um ein Prkekt vom gleichnamigen
Burschen. Der Junge stammt aus Ägypten, wohnt nun in der USA und macht ansonsten die visuellen Effekte für die Mayhem Show. Im Jahre 2009 fing er an und brachte 2011
das Debut “In the flesh” heraus. Er selber spielt aber nichts, sondern er bedient sich einfach guter Musiker. Er betreibz das Songwriting, das Konzept und die
Organisation. Mit dabei sind ansonsten Flo Mounier!!!!!!, seines Zeichen Schlagzeuggott von Cryptopsy, Rune Erikson an der Gitarre ( Aura Noir, Twilight of the gods ), Martin Rygiel am Bass ( Ex-Decapitated, Ex – Annihilated) und Travis Ryan an den Vox ( Cattle Decapitation, Murder Construct ). Klingt jetzt nach einem
reinen Studioprojekt, allerdings scheinen sie auch aufzutreten, denn im Jahre 2013 kam bereits ein Livealbum heraus. Damals waren noch Steve Tucker von Warfather an
den Vocals.
Ja, schauen bzw. hören wir mal, was der Burschen so geschrieben hat. Das das musikalisch einwandfrei umgesetzt wird, muss man bei den Musikern ja nicht extra erwähnen, ist klaro. Die vier Songs gehen absolut ins Mark und überzeugen. Death Metal vom Feinsten. Nader Sadek weiß, wie man Brutalität in Klänge umsetzt, keine Frage. Was Flo da wieder an den Drums zaubert, ist ganz großes Tennis., aber auch an Atmosphäre mangelt es nicht, wie der Rausschmeisser “Descent” beweist. Doomige und atmosphärische Klänge mit schon fast growelenden Sprechgesang und Keyboardklängen begleiten das Tagesgeschäft. Geil. Richtung schön düster. Welch eine Komposition. Über einen langsamen Part geht es dann weiter, fast hypnotisch, mit einer durchegehenden Doublebass. Burner, düster und zerstörend.Allerdigs hätten sie den auf 5 Minuten
begrenzen können. 7:37 Minuten ist mir dann doch zu lang. Die anderen drei Songs gehen aber eine andere Richtung. Riffbezogener, schneller Death Metal ist an der
Tagesordnung.Sehr düster und teilweise Morbid Angel lastig. Aber absolut griffig und nachvollziehbar und natürlich druckvoll rübergebracht. Kein Wunder, wenn
Wunderkind Flo an der Schiessbude rüttelt. Die drei Song werden mit Black Metal lastigen Parts verbunden, klingen dunkel und wie eine Mischung aus Morbid Angel und
Behemoth. Macht Laune und ist wirklich eine klasse EP. Neben den Musikers sind noch Gäste dabei, wie Andreas Kisser, Alex Webster, Olivier Pinard und Carmen Simoens.
Ist schon krass, dass es sich hier um eine Eigenproduktion handelt bzw. das er kein Label für dieses geile Material gefunden hat. Hinzu kommt noch ein fette Produktion
und fertig ist ein kleines Meisterwerk. Unbedingt anchecken!

nader sadek
Tracks:
1.     Deformation by Incision     03:29
2.     Carrion Whispers     05:10
3.     Entropy Eternal     04:20
4.     Decent     07:38

Posted in Reviews | Leave a comment