Wired Anxienty – The delirium of negation

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VÖ: 01.07.2016

Transcending Obscurity Production / CD / Death Metal / Indien / 4 Songs / 16:38 Minuten

Seit 2009 lärmen diese vier aus Mumbai nun schon zusammen und nach 2012 ist dieses hier ihre zweite Ep, welche via Transcending Obscurity Production erschienen ist.

Ja, Mumbai, richtig gelesen, Indien. Hat man auch nicht alle Tage auf dem Tisch bzw. auf dem Rechner. Und nach Indien klingen sie so gar nicht, dass schon mal vorweg.
Erstmal war ich von dem guten Cover und der geilen Produktion begeistert. Gezeichnet von Coki Greenway (Aborted, Devourment, etc) und gemischt und gemastert wurde das Teil von Arkady Navaho of Navaho Studios (Katalepsy, 7 H.Target, etc). Das erklärt so einiges, gelle. Da habe ich wohl die Inder unterschätzt, zumal mit die vorherige EP nicht bekannt ist.

“Test Subject:Human” , der Opener, zeigt alles das, was sie können. Hier regiert der Brutal Death Metal und sowas von herrlich, oh ja. Ich stehe ja auf diese Art der Mucke und letzter Zeit hat man nicht mehr so viel gutes in der Richtung gehört bzw. habe ich es nicht so richtig mitbekommen. Okay, die neue Internal Suffering natürlich, aber ansonsten regiert ja gerade der old school Death Metal. WIRED AXIENTY überzeugen mir guten Songwriting, mit geilen Rhythmen, schnelle Doublebass und natürlich Tonnen von Blastbeats.So ackert man sich durch das Material. So kleine Spielereien machen die Sachen eben aus, so wie die Gesangsalinie bei “Focus 22″ zu
Anfang. Sehr geil. Neben dem Geballer verlangsamen sie auch mal gerne und grooven vor sich hin, das es nur so kracht. Sicherlich bietet man nicht wirklich was neues, aber der Name “Brutal” steht eben hier auch für “Brutal” und nicht fürs “Tanzen”, wie bei sovielen “Slam Brutal Bands”. Nee, die Burschen haben Feuer im Hintern und hauen ordentlich einen raus. Die vier Songs machen definitiv Laune, natürlich nur für brutale Death Metal Fans, die Bands wie Suffocation zum Frühstück verspeien.

Richtig geile Riffs und fette Solis erwarten euch, gut zusammengestellt und schön kombiniert mit den schnellen Attacken.Der gutteral Gesang kommt schön aggressiv rüber und geht auch leicht ins squealige. Die Leads ballern und beim Rausschmeisser überzeugen sie auch beim Beat – Down.
Was neues haben die Burschen auch nicht zu bieten, aber sie schaffen einen Spagat zwischen Brutal Death Metal der alten und der neuen Schule. Kurz gesagt. Geil.
Man muss abwarten, ob sie diese Qualität auf ein ganzes Album übertragen können. Ich hoffe es sehr.

Brutal Death Metal Fans können bedenkenlos zuschlagen, ohne aber was Neues erwarten zu können! Lecker!

Wired

Tracks:

1. Test Subject: Human
2. Heavily Sedated
3. Severe Comorbidity
4. Focus 22

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Dust Bolt – Mass Confusion

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VÖ- 08.07.2016

Napalm Records / CD / Thrash Metal / Deutschland / 11 Songs / 46:38 Minuten

Seit nun mehr mittlerweile 10 Jahren sind die Burschen aus Bayern unterwegs, obwohl es eigentlich erst seit 2011 so richtig losging. Damals als man den Wacken Metal Battle 2011 gewann. Im Jahre 2010 schmiss man die erste EP auf dem Markt und nun ist man beim dritten Album, hat einen Deal mit Napalm Records und so einiges an Gigs und Festival gerissen. Zu diesem Album ist auch schon ein Videos gedreht worden. Man kann sagen, die Dinge laufen gut für DUST BOLT. Allerdings ist die Frage, ob dieses auch für ihre Musik gilt.
Retro Thrash nennt man alles das, was früher schon da war, in der Vergessenheit geriet und nun wieder nach oben gespült wird, von jungen Bands. Die alten kommen auch wieder oder sind wieder aktiv und somit hat man einen schönen Mischmasch. Thrash Metal ist im Moment genauso wieder angesagt wie der old school Death Metal. DUST BOLT waren einer der ersten in unseren Lande, die sich wieder dem Thrash gewidmet haben und somit steht ihnen der Erfolg definitiv zu.

“SickxBrain” geht kurz und knapp zur Sache. Der Opener haut uns in 1:10 Minuten erst einmal aus dem Latschen und bietet absolut zügigen Thrash, Auf die Glocke und nichts zum Tanzen. Letzteres bietet dann dann der Nachfolger.”Mass Confusion”. 1,2,3 und ab in dem Mosh.Oh jas, schönes Ding, macht absolut Laune.
Auch auf dem dritten Album bleiben sich die Bayern und ihrer Fan-Gemeinde treu und bieten herrlich old schooligen Thrash Metal. Sicherlich nicht wirklich innovativ, aber wer hat das erwartet und wer will es auch wirklich. Man möchte doch einfach “verdrescht” werden und ordentlich den Hintern versohlt bekommen. Und dieses machen die Burschen definitiv. Veränderungen sind natürlich vorhanden bzw. eine Weiterentwicklung, denn mam hat einige Schritte in Richtung Crossover getan. Einflüsse von Bands wie D.R.I oder Sucidial Tencies sind zu vernehmen, sowohl musikalisch, aber besonders im Gesangtechnischenbereich. Hört euch “Turned to grey” an oder “Blind to Art”. Die ansonst üblichen Shouts gehen ein wenig zurück, kommt trotzdem alles geil rüber. Witzig ist der Anfang von “Mind the Gap”. Mehrfach vorgetragener Gesang läutet den Song ein. Bei diesem Song zeigen sie sich auch von ihrer abwechslungsreichen Seite und beweisen, dass sie instrumental echt was zu bieten haben. Prädikat:”Technisch wertvoll”
Auch ansonsten tritt man das Geaspedal nicht nur durch, sondern bietet auch Solis oder groovt ganz ordentlich.
Mit dem anschliessend “Exit” bewegt man sich im Balladenbereich und auch hier können die Burschen glänzen, obwohl ich die Cleanvorgetragenen Vocals nicht so mag. Geschmackssache. Der Song ist aber recht ansprechend und atmosphärisch. Ihre Stärken hat die Band aber sicherlich woanders.
Beim nächsten Thrasher “Empty Faces” zum Beispiel. Groovt am Anfang wie Sau und nimmt dann schön Fahrt auf. So soll es sein! Der Rausschmeisser “Masters of War” hat dann was sehnsüchtiges. Cleangitarre regiert hier das Geschehen und passt sogar nicht zum Thrash.So verlässt man das Schlachtfeld. Der Song nimmt aber Fahrt auf, klingt aber irgendwie konfus und eher im Crossover/Alternativ Bereich angesiedelt.

“Mass Confusion” ist genau das, was ich erwartet habe von DUST BOLT – ein gutes Thrash Metal Album. Ich bin mal gespannt, wie die live beim Coast Rock Open Air ankommen! Thrasher können bedenkenlos zugreifen!

Dust Bolt

Tracks:

1. SickxBrain 01:10
2. Mass Confusion 04:43
3. Allergy 04:47
4. Turned to Grey 04:37
5. Blind to Art 05:03
6. Mind the Gap 04:20
7. Exit 05:02
8. Empty Faces 04:12
9. Taking Your Last Breath 05:20
10. Portraits of Decay 04:17
11. Masters of War 03:07

8 Punkte

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Chuan-Tzu – Delight in Disorder

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vÖ: 27.05.2016

Neverendingstory Records / CD/ Progressiver Thrash / Deutschland / 7 Songs /

Nun auch schon Post aus China? Nee, aus Frankfurt, komisch, ist aber so, aber warum nicht, denn Metal bedeutet auch globales agieren, zumindestens auf musikalischer Ebene. Die Band wurde im Jahr 2003 von den Brüdern Maximillian und Thomas Vidovic sowie Sänger und Schulfreund Markus Krutzik gegründet.Die Frankfurter sind heute noch in der Besetzung aktiv. Über so etwas freue ich mich immer. Metal ist eben auch Freundschaft. Bevor ich hier anfang zu heule, schmeiss ich lieber das neue Werk “Delight in Disorder” rein, welches über Neverendingstory Records veröffentlich wurde.

Musikalisch geht die Band so ihre eigene Wege, die ich teilweise folgen kann, teilweise aber auch nicht. Zu meckern gibt es eigentlich nichts. Die Produktion ist druckvoll, der Gesang kräftig und aggressiv und der Maindreier hat absolut Ahnung davon, wie man Gitarren und Drums bedienen kann.
Geschmäcker sind verschieden und aus diesem Grunde ist das alles nicht ganz so meins. Der Song:”Hole” beschreibt wohl am besten die Mischung der Band. Die Musikrichtung würde ich als progressiven Metal bezeichnen gepaart mit ganz viel old school Thrash Metal. Hinzu kommen Ausflüge in den Hardcorebereich. Diese Mischung wird ziemlich modern vorgetragen.

Ich persönlicher stehe mehr auf den direkten Weg, vor allem auf Death,Thrash und Grind und aus diesem Grunde sind mir die Songs teilweise zu überladen.

Progressiv bedeutet aber nicht gleich verstrackt und verwirrt und so bekommt man schnell einen Zugang zu den Songs, ohne wahnsinng zu werden aufgrund komplexer Strukturen oder versetzten Parts. Dieses muss man erstmal hinbekommen und dieses schaffen die drei ohne Probleme.

Komlett trendfrei und eigenständig geht man zu Werke und diese Tatsache muss man hoch anerkennen, denn dieses ist ja nicht immer der Fall.

Dabei gehen sie recht abwechslungshaft zu Werke, denn sie können sowohl grooven, atmosphärisch klingen und auch Geschwindigkeitsausbrüche sind ihnen nicht fremd.
Ein Album, wie für Open Minder und Thrashliebhaber gemacht.

Mein Lieblingssong ist natürlich das zügige Stück:”Disguise”. Hier gibt man Gas,baut technische Parts mit ein und bietet die schönen, schnellen Uftatat-Parts. Das Ding flutscht wie Sau. Macht definitiv gute Laune. Auch “Angst” mit Tempo und deathcorigen Elementen kann mich überzeugen.Richtig atmosphärisch wird man mit dem ruhigen Rausschmeisser:”Delight in Disorder”.

Gutes Album, welches aber nicht unbedingt meinen Geschmack trifft, aber absolut ehrlich, eigenständig und abwechslungsreich rüberkommt und mit “Disguise” ein absolutes Highlight beheimatet.

Anchecken!

chuan tzu

TRACKLIST:
01. Prelight
02. Hole
03. Healus
04. Disguise
05. Unless
06. Angst
07. Delight in Disorder

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