Annihilated – XIII Steps to ruination

https://www.facebook.com/Annihilatetheworld

Erscheinungsjahr: 28.10.2014

Unique Leader Records / CD / Death Metal / USA / 11 Songs / 42:57 min

Wer auf gepflegtes und technisch anspruchsvolles Geholze steht, der ist bei Unique Leader immer richtig aufgehoben, keine Frage. Die Burschen ziehen ihren eigenen Stil ( Deeds of Flesh) und ihre Labelphilosophie komplett durch und überzeugen mich gerade in den Jahren 2013 und 2014 immer wieder mit geilen Bands, die ich bis dato nicht kannte. ANNIHILATED aus Los Angeles zum Beispiel. Seit 2008 lärmen die Burschen nun herum, brachten im Jahre 2012 eine EP heraus namens Injected ( Schaut mal bei youtube das Video dazu ) und nun das Debut. Gleich der recht lange, aber intensive Opener “Global Enslavment” hat mich gefesselt.Hier sind Experten am Werk und ein Blick auf das Line-Up erklärt so einiges. Der Cohen von “Flesh Consumed”, der Matranga von Grotesque und vor allem der Fuller von Absymal Dawn und Jungle Rot (live). Ja, Unerfahrenheit geht anders, einig Gastmusiker durften sich auch noch verewigen. Sven De Caluwe (Aborted), Monte Pittman (Prong), Peter Truax (Vesterian, Eyes Of Fire) und Eric Stobel (Plaguereaper, P.O.R.).Diese Aufpeppelung hat das Album zwar nicht nötig, kann aber ja nie schaden. Annihilated wissen, wie man Brutalität bündelt. Zwar bieten sie auch ordentlichen Highspeed an, gehen aber immer wieder ins Midtempo und gerade die dann durchrasselnde Doublebass und das technisch anspruchvolle, aber immer nachvolziehbare Riffing überzeugt ohne Ende. Die wechselnden Vocals erledigen den Rest und fertig ist ein geiles und brutales Death Metal Album, herrlich. Irgendwie habe die Vocals es mir echt angetan. Diese doppelten Growls klingen teilweise wie ein Chorus, Knaller. Auch musikalisch haben sie s auf dem Kasten. Okay, den Sprechgesang bei “Eradication Profits” hätte man sich schenken können und hier und da sind die Songs dann doch zu verspielt, aber das sind nur kleine Meckereien am Rande. Qualitativ anspruchvolles Album, ohne Frage. Geht absolut ins Mark und mein Kopf rollt durchs Wohnzimmer. Hier gibt es 11 mal geilen und anspruchvollen Extreme Death Metal, geilo. Dürfte Fan von Origin mehr als interessieren. Für den limitierten Bereich sehr eigenständig. Hinzu kommt noch eine textliche Botschaft. Den Inhalt müsst ihr aber selber herausfinden. Die Message der Band lautet: “Open your eyes before we all get ANNIHILATED.” In diesem Sinne!

Annihilated

Tracks:
1. Global Enslavement 05:21
2. Eyes in the Sky 04:37
3. This Fear I Speak Of 05:07
4. XIII Steps to Ruination 04:09
5. Eradication Profits 03:54
6. Divide Distract Deceive 03:22
7. For the Ignorant 03:20
8. Wastelands 01:36
9. Creations of Man 04:14
10. Throne of Eternity 04:45
11. Purification 02:32

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Abolition AD – After death before chaos

https://www.facebook.com/AbolitionAd

Erscheinungsdatum: 28.07.2014

Pulverised Records & CD /Death Metal /Singapur / 7 Songs / 25:46 Min

Wenn man aus Singapur stammt und einen Deal haben möchte, geht man natürlich als erstes zu Pulverised Records und tjaka, bei ABOLITION AD hat es auch geklappt. Seit 2009 musizieren die vier Freaks nun zusammen und bringen nun ihr Debut heraus, nachdem sie im Jahre 2010 eine EP namens “Pain” veröffentlichten. Nun also das Debut via Pulverised Records. Ja, 25 Minuten ist ganz schön knapp, aber dafür haben sie einiges zu bieten. Festlegen wollen sie sich nicht und so zieht man alles durch den Kakao, was nicht bei drei aus dem Übungsraum ist. Ziel ist, es muss drücken und krankvoll klingen. Die Fahne des Wahnsinns wird hoch gehalten, soundtechnisch auf alt
getrimmt und zermürbend. Die Burschen kümmern sich nicht um Konventionen und hauen alles ducheinander. Old school Death Metal ist angesagt, begleitet vom old school Black Metal, ganz viel Sludge ist mit dabei, der D-Beat ist am Start und auch punkige Crustklänge sind zu vernehmen. Diese 5 Sachen zu vermengen ist nun also die Aufabe von ABOLITION AD. “After death before chaos” gelingt dieses auch überwiegend, muss man sagen. Schlecht ist das alles nicht, keine Frage, aber manchmal ist eben weniger mehr. Songs wie “Enchanted Land” oder “Interlude” gehen gut nach vorne los und machen durchaus Laune. Natürlich gibt es eine Menge Tempowechsel und dieses
macht das Album interessant. Innovativ ist der ganze Spaß auch und vor allem authentisch. Beim hören nimmt man der Band ab, dass sie Spaß haben, so einen Sound zu kredenzen und ich denke, dass auch live einiges gehen wird. Ein absolutes ehrliches Produkt und ein gutes Debut, welches noch die ein oder andere Schwachstelle hat, aber vom Prinzip her und dem Songwriting überwiegend überzeugen kann.

Abolition AD

TrackS
1. Enchanted Land 03:56
2. Ouroboros 02:04
3. Primal Fear 03:38
4. Interlude 02:31
5. After Death Before Chaos 01:27
6. V.I.P 04:28
7. Medieval Minds 06:56

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Revel in Flesh – Death Kult Legions

https://www.facebook.com/pages/Revel-in-Flesh/304228902958414

Erscheinungsjahr: 05.12.2014

Cyclone Empire / CD – LP / Death Metal / Deutschland / 11 songs / 50:35 min

Meister Dan Swäno sagt:”REVEL IN FLESH strikes again! Perfecting theirunique blend of early BOLT THROWER and 89/90s SweDeath. Memorable hooks and mega brutal riffage combined to a lethal sonic potion!” Mal ehrlich, traut sich da einer was gegen zu sagen. Natürlich ist dieses verkaufstechnisch ein schlauer Zug, aber wo der Mann recht hat, da hat der Mann recht, gar keine Frage. Es ist ja nun bekannt, dass ich der “New Wave of german death metal” sehr positiv gegenüberstehe, aber doch auch zurecht. Mit dem mittlerweile dritten Album hauen die Burschen rund um Kollega Ralle von Mystical Music ordentlich einen raus und dürften sich damit an die Spitze dieser neuen Welle setzen, zusammen mit meinen anderen Spezies von Deserted Fear! Haubersson ( Ex-Immortal Rites ) und Magnusson ( Ex -Apophis) fingen ja 2011 an, ihre Liebe für den Schweden Death Metal auch anderen Metallern zu zeigen und ich schätze mal, dass sie selber diesen Erfolg nicht erwartet hätten! Mit Cyclone Empire hat man auch einen sehr geilen Partner im Rücken und ab geht die Post. 11 Mal wird hier gezaubert. Gleich der Opener geht ohne Umschweife, wie beim Vorgängeralbum mit Titelansage , los. Wir sind unterwegs , und zwar “In the name of flesh”. Gleich ein Brett zu Beginn. Schnell vorgetragener Schweden Death Metal der alten Schule, mit geilen Riffs, intensiven Vocals und Refrainpart.Aargh. Auffallend ist, dass sie natürlich den typischen Schweden Gitarrensound haben und auch die schwedische Gangart verinnerlicht haben, aber ganz schön ordentlich Hackengas geben. Gerade zum Opener oder auch zu “when Glory turns to ruin” oder “Death Kult Legion” kann man abgehen wie Sau. Dass sie aber auch den melancholischen und “romantischen” Schweden Death können, beweisen sie mit dem schleppenden “Frozen Majesty”. Herrlich kriechend, schon teilweise mit einer Amorphis Melodie versehen, dazu langsame, rasselnde Doublebass und abwechselnde Vocals. Bah, Gänsehautfeeling. Geiler Song. Kann ich nur jeden
empfehlen, besonders das langgezogene Ende kommt sehr geil. “Hurt Locker” folgt darauf und die typischen Trademarks werden wieder eingesetzt. Typisches schwedische Riffs und Uftata Drums, Gitarre vorweg und weiter geht es. HM2 Gitarrensound ist eben was geiles, scheiss egal, wieviele Bands diesen haben, ich höre immer wieder gerne “Death Kult Legions” kommt sehr schön dunkel und atmosphärisch daher und kann mit Aggressivität und Brutalität überzeugen. Trotz des eingegrenzten Rahmen klingen sie nicht abgenutzt oder limitiert, sondern sehr einfallsreich. Das Album hat mich absolut überzeugt und kommt sehr abwechslunsgreich daher. “cryptcralwer” ist wieder so ein schleppender Song. Herrlich. Die Mischung macht es eben aus. Sicherlich sind die Riffs nicht neu und viele werde sagen, es ist eben nur eine Retroband, aber ich halte dagegen. Halt die Fresse – denn wenn Musik geil ist, ist Musik geil, egal ab sie 2014 oder 1990 geschrieben wurde. Der Rausschmeisser “Necropolis” ist eine Coverversion der Band Manilla Road. Das Original kenne ich nicht, kann ich also nichts zu sagen, klingt aber irgendwie ganz geil, ein wenig anders, wie die 10 Songs zuvor. Sei es drum, “Death Kult Legions” dürfte jeden begeistern, der auf Bands wie “Dismember, Entombed, Edge of Santy, Hypocrisy, Bolt Thrower und Asphyx” steht, also jedem!

revel in flesh

Tracks:
1.In The Name Of The Flesh
2.When Glory Turns To Ruin
3.Black Oath Impurity
4.Graveyard Procession
5.Death Kult Legions
6.Frozen Majesty
7.Hurt Locker
8. Cryptcrawler
9. As Souls Descend
10.Leviathan
11.Necropolis
(MANILLA ROAD-Cover)

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