Hotel Greulich – Demo 14

http://hotel-greulich.bandcamp.com/releases

Erscheinungsjahr: 14.11.2014

Meatgrinder Records / Kassette / Black Metal / Schweiz / 25 Songs / 59:17 Minuten

Die Schweiz, ein herrliches Ländle schöne Berge und Täler und das geile Mountain of Death Festival. Das ich das Land auch aufgrund ihere musikalischen Klasse, egal welcher Sorte mag, ist ja bekannt. Bands wie Messiah, Requiem, Embalming Theatre, Bölzer oder Defaced verschönern meinen Alltag. Aus diesem feinen Ländle stammen eben auch “Hotel Greulich”. Komischer Bandname, aber wie mein Freund Google mir mitteilte, gibt es diesen Hotel anscheinend wirklich, in Zürich. Ob die das dort wissen? Ist ja auch egal. Cool ist, das diese Veröffentlichung auf Kassette erscheint und auf 50 Stück limitiert ist und eine habe ich. Warum die Schweizer mich ausgesucht haben, weiß ich nicht, denn, sofern man meine Reviews verfolgt, dürfte man auch wissen, dass ich kein großer Freund des Black Metals bin. Das Label Meatgrinder Records hat sich auf extremen Metal spezialisiert und unterstütz somit den schweizerischen Underground. Schonmal absolut lohnenswert und unterstützungsfähig.
Die drei Freaks Dröhninger, Pauker und Schroff haben den Spaß in den Jahren 2012 und 2014 live eingespielt und so klingt es eben auch. Und so klingt es eben auch. Absoluter Undergroundsound. Musikalisch haben die Burschen sich ganz den Black Metal hingegeben. Wenn man zum Beispiel die Keule herausholt, wie be Seltsam, Uhr stehen geblieben klingen sie für mich überhaupt nicht überzeugend, zumal der Gesang bei diesen Song gar nicht geht. Eben wie eine Proberaumaufnahme und der Song wird am Ende abgebrochen. Der ganze Spaß ist schon extrem und die kleinen Intros zwischendurch kommen schon ganz geil. Interessant wird es, wenn sie raw und atmosphärisch werden. Schleppende Elemente beherrschen die Jungens echt gut und es kommt eben das Feeling wie vor 20 Jahren auf, als der norwegische Black Metal eben auch mit diesen rohen Sound agierte und die Dunkelheit musikalisch wiederspiegelt. Allerdings war die Aufnahmequalität früher schon wesentlich besser. Hotel Greulich ist was für extreme Freunde, auf jedenfall. Für mich ist es aber überwiegend langweilig, sorry. Wie gesagt, wenn sie slow Motion mäßig agieren, dann können sie musikalisch auf jedenfall überzeugen, so wie z.B. beim bedrohlichen “Visionen der Nacht”. Der Gesang geht aber gar nicht. Hier wird Cleangesang angewendet, der schlecht ist und auch noch total übersteuert. Also, rauher Sound hat ja was, definitiv, aber man sollte irgendwie sehen, dass man diesen in geregelten Bahnen bekommt. Teilweise klingen sie aber echt schön krank, dass gefällt mir wieder. Dieses Album dürfte nur was für die Black Metal Puristen unter euch sein. Sofern die Burschen mal ein Full Length aufnehmen, hoffe ich zwar auch auf einen dreckigen, aber besseren Sound. Vielleicht würde auch dieses Material bei mir besser ankommen. Aber nicht so ein großer Black Metal Fan zu sein und dann noch relativ schlechter Sound, das hat nicht wirklich was. Wenn ihr auf schönen undergroundigen Black Metal abfahrt, dann schreibt an Meatgrinder Records, die supporten die Band. Meins ist es nicht unebding! 60 Minuten Spielzeit für eine Kassette, dass ist wiederum top!

Hotel Greulich

1. Nachzeit 04:30
2. Parkplatz 00:26
3. Ein Nichts 03:51
4. Kontakt & Nähe 02:43
5. Warten 00:53
6. Himmelwärts 06:08
7. Zimmernummer 201 01:17
8. Seltsam, Uhr stehen geblieben 02:06
9. Wirre Erinnerungen 01:18
10. Visionen der Nacht 04:44
11. Übernächtigt 01:42
12. Nulldreihundert 02:51
13. Leere Gänge 01:57
14. Dunkelheit steigt herab (Schroff) 01:41
15. Normalität 00:44
16. Fluchtversuch 00:49
17. Stromausfall 00:29
18. Scheisse, endlich tot 04:58
19. Poltergeist 01:24
20. Mitsterben 03:57
21. Technorealität 02:10
22. Exitstenz 01:01
23. Hotel Greulich 01:42
24. Wendeltreppe 01:33
25. Totgeweiht 04:23

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Dissecdead – Swamp of Suffering

https://www.facebook.com/pages/Dissecdead/185544884818660

Erscheinungsjahr: 10.01.2015

Eigenproduktion / CD / Death Metal / Deutschland / 12 Songs /

Bei DISSECDEAD handelt es sich um eine noch recht unbekanntes Projekt aus Berlin bzw. Hagenow ( Mecklenburg – Vorpommern). Das Projekt enstand aus einem Instrumental Demo, welches 2011 auf die Reise ging. Seitdem arbeitete man mit einen Drumcomputer, aber 2014 wird die Schießbude aber von Menschenhan bedient. Nach den EP´s “The forsaken Outpost ( 2011) und “At the end of infinity” (2013) liefern sie nun, Anfang 2015, ihr drittes Werk an. Das erste Full Length! Als musikalische Plattform hat man sich die Old school Death Metal Schiene ausgesucht. Der Markt ist ja im Moment sehr voll und die Mucke angesagt und viele gleichklingende Bands drängen auf dem
Markt. DISSECDEAD gehen da aber ihren eigenen Weg. Erstmal haben sie selber alles im Proberaum aufgenommen und auch produziert. Selbstbeigebrachte Aufnahmetechnik kann nach hinten losgehen, muss aber nicht. Klingt ganz anständig, das Zeug. Für eine Eigenprodkutionen absolut anbietbar. Also am Sound der Scheibe scheitert es nicht.
Wie sieht es jetzt mit der MUcke aus. Wie gesagt, der Markt ist sehr gesättigt und quasi strömt täglich neues Material herein und auch ich bin gesättigt, aber an old school Death Metal kann ich mich satt hören. Zudem gehen DISSECDEAD eigene Wege, was ich sehr interessant finde. Statt die hunderste Kopie von Dismember abzugebe oder die tausende Walzkopie von Bolt Thrower, mischen die Burschen einfach alles. Nach einen romantischen und bedrohlichen Intro geht es gleich zur Sache und der geneigte Zuhörer kommt auf seine Kosten. Die Band hat schon etwas eigenes. Die Vocals fallen mir als Sänger natürlich als erstes auf. Sehr geile, tiefe und aggressive Vocals werden mit dreckigen Screams kombiniert. Die Mischung des Aggressionspotential ist auch sehr interssant. Die Band bietet sehr vielseitigen und eigenständigen Death Metal an. Hier gibt es von brutal bis groovig alles. Langezogende Gitarrenriffs werden mit durchgehender Doublebass kombiniert. Sehr viel Wert legen die Band auf melodiöse Elemente, so wie man es eben auch der guten alten Zeiten Schwedenzeit kennt. Natürlich dürfen Bolt Thrower Stampfer nicht fehlen und auch schnelle Uftatats sind am Start (Godworm). Kleine Gimmicks wie Akkustikparts mit Flüstergesang ( Sadiste Lane) werden ebenfalls mit eingebaut. Sehr nettes Teil, Solis sind auch am Start und da geht er hin, der alte Weg des Todesmörtel. Das Teil macht absolute gute Laune. Es ist Sonntag morgen, 09.00 Uhr, meine Tochter schläft noch eben, ich sitze vor der Anlage und muss mich zusammenreißen, diese nicht ganz auszureißen. Sicherlich ist noch nicht alles Gold was glänzt, besonders die groovende Parts klingen dann doch sehr identisch. Aber ansonsten liegt uns hier ein recht geiles Debutalbum vor, welches sowohl schwedische, als auch britische Death Metal Freunde beglücken dürfte.
Gegen einen Kauf dieses Albums dürfte nichts sprechen. Live konnte man sie noch nicht bewundern, aber dieses wird sich jetzt ja hoffentlich durch die Anwesenheit eines lebendigen Drummers ändern. Besonders die melodiösen Parts können überzeugen und bringen eine besondere Atmosphäre. Die dreckigen Screams finde ich persönlich als Sänger auch sehr geil. Ab dem neunten Song wird quasi eine Geschichte erzählt, welches sich “Domination of Darkness” schimpft. Aufgeteilt in 5 Parts. Ein Intro und vier Songs. Ab dafür. Es geht ihnen nach hinten raus zwar ein wenig die Puste verloren, aber ich würde mal in eurer Stelle auf deren Facebook Seite gehen und dieses
Ding, zusammen mit den beiden alten EP´s,bestellen. Death Metal Victory!
swamp cover front900x

Tracks:
Lost
The Skinner
Swamp of Suffering
Mutant Terror
Zombie
Sadiste Lane
Godworm
Shrine of pestilence
Moribund
Massacre Mankind
Tears of darkness
Night curse
Oblivion

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Exit Humanity – Undead Savior

https://www.facebook.com/Exit.Humanity.Death.Metal

Erscheinungsjahr: 31.0.2014

Godeater Records / CD / Death Metal / Deutschland / 5 Songs / 18:11 min

Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin. Naja, fliegen geht ja auch nicht, wo sollte man da landen. Egal, gibt ja noch genügend funktionierende Flughäfen, aber das spielt keine Rolle, denn EXIT HUMANITY müssen ja nicht nach Berlin, weil sie ja von dort kommen. Das Duo schloss sich im Jahre 2013 zusammen und im März 2014 kam diese EP auf Tape heraus. Godeater Records hat den Spaß denn jetzt nochmal auf CD herausgebracht. So läuft es ordentlich, im Underground. 2015 scheint es gut für sie zu laufen, habe gesehen, dass sie auf dem Gahlen Mosh Open Air spielen und in Hoogeveen mit Massive Assault und Entrapment. Musikalisch passt dieses auch gut zusammen,
denn auch EXIT HUMANITY hat sich old school Death Metal auf die Fahne geschrieben! 5 Mal gibt es schon ordentlich was auf die Glocken. Ja, das zuhören macht Spaß, auch wenn man mittlerweile sehr viele Old school Bands hören muß oder darf. Ich bin mit der Scheisse aufgewachsen und kann nicht genug davon bekommen. Sicherlich bieten sie nichts neues und am Songwriting kann man noch arbeiten, aber für das erste Lebenszeichen ist es mehr als okay. Eine Mischung aus britischen und teilweise schwedischen Death Metal kommt aus den Boxen gekrochen. Nach 5 Krachmaten und 18 Minuten ist der Spaß vorbei und ich habe gerne die Repeattaste gedrückt, keine Frage. Zügiges und Midtempo gehen einher, Grooves komplementieren das Geschehen und einige Aussreisser in schwedische, melodische Gefilde dürfen natürlich auch nicht fehlen. Die Vocals von Stefan klingen sehr nach Grave, was natürlich ein Kompliment sein soll. Ex- Harm Genosse Stefan erledigt auch den Bass und die Gitarren. Jan ballert die Drums kaputt. Roher Death Metal, der schön dreckig produziert wurde. Aber man kann alles getrennt heraushören. Genau wie Harm, konzentriert man sich auf das Wesentliche, was das Riffing angeht. Alte Schule und direkt, kantig und ohne technische Spielereien. Abwechslung ist vorhanden. Der Opener ballert ordentlich straight und der Nachfolger z.B. “If humanity dies” groovt ordentlich und erinnert an die britischen Helden von Bolt Thrower! Berlin scheint sich wieder aufzurappeln, bedenkt man, dass Bands wie Harm, Exit Humanity, Dehuman Reign oder Spawn dort aktiv sind. “Figment of Violence” ist für mih aufgrund der Einfachheit am besten. Schön brutal, kranker Solipart und tötender Doom. Im Großen und Ganzen ein schönes Stück alter Schule, die euch erwartet. Also, Band anschreiben und CD und Tape bestellen.

Exit Humanity

Tracks:
1. Undead Savior 03:28
2. If Humanity Dies 02:50
3. Figment of Violence 03:29
4. Only Darkness Remains 04:06
5. Plague of the Undead 04:18

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