Horrendous – Ecdysis

Erscheinungsjahr: 01.11.2014

Dark Descent Records / CD / Death Metal / USA / 10 Songs / 43:54 Minuten

Wir bewegen uns in die Ostküstenregion der Vereinigten Staaten und zwar nach Philadelphia. Seit 2009 wirbelt das Trio von Horrendous dort herum und natürlich muss gleich ein Demo heraus. Ein Jahr später erschien das Debut namens “The chills” und 2011 wurde das Demo nochmal auf dem Markt geworfen. November 2014 folgte dann das Album Nummer 2 via Dark Descent Records, welches mir nun vorliegt. Hm, interessante Geschichte, denn so richtig einordnen kann man die Band nicht. Muss ja auch nicht immer sein. Schubladendenken bedeutet ja eh meistens Stillstand. HORRENDOUS experimentieren herum. Klingt jetzt verspielt und anstrengend, ist es aber definitiv nicht. Ihre Trademarks und Vorlieben gelten klar den old school Death Metal, gar keine Frage. Dieses hört man eindeutig heraus. Sowohl die Stockholm, als auch Göteborg Fraktion werden bedient. Klassische Death Metal Riffs prasseln auf einen nieder. Hinzu kommt eben die “Moderne” und das “Modernde”. Sicke, leicht progressiv angehauchte Parts, die dann auch schon mal ins pyschedelische abdriften und atmosphärische Spuren hinterlassen. Wirklich Wert legt ma auf Abwechslung, sei es jetzt beim langen ” The stranger” , dem Opener oder das zügige Stück “Resonator”. Die Burschen wissen, was Spaß macht, ohne sich festlegen zu müssen. Das Riffing steht bei ihnen im Vordergrund und kann sich definitv hören lassen. Beim “Pavor Noctornus” geht man sehr doomig zu Werke, bevor man im Mittelteil das Tempo ein wenig anhebt und eine wenig nach Asyphyx klingt, auch gesangstechnisch. Das Riffing bei “When the walls fell” geht da eher in die Heavy Metal Ecke. Das Album muss man meiner Meinung nach als Ganzes betrachten und diese nebelschleienede Atmosphäre mitnehmen. “The Vermillion” ist ein schönes Instrumentalstück zwischendrinne und mit dem erst ruhigen, dann schneller werdenden “Titan” endet der Spaß. Gesanglich bietet man uns eher van Drunen ähnliches Gekrächze an. Passt wie die Faust aufs Auge. Geschwindigkeitsausbrüche muss man aber nicht erwarten, dafür eine finstere und düstere Grundstimmung un Eigenständigkeit. Gutes Zeug! Wer das alte mag, dieses aber
nicht zum hundertmal wiederholt haben möchte, sondern eine kleine Frischzellenkur verlangt, dem würde ich HORRENDOUS empfehlen. Fans von Tribulation erst recht.
Horrendous

1. The Stranger 07:24
2. Weeping Relic 04:04
3. Heaven’s Deceit 03:15
4. Resonator 03:45
5. The Vermillion 02:59
6. Nepenthe 04:29
7. Monarch 04:04
8. When the Walls Fell 02:29
9. Pavor Nocturnus 06:34
10. Titan 04:51

Posted in Reviews | Leave a comment

Sathanas – Worship the devil

https://www.facebook.com/sathanasmetal

Erscheinungsjahr: 20.03.2015

Doomentia Records / CD / Thrash-Death-Black / USA / 8 Songs

Alter Schwede, siet 25 Jahren sind die Amerikaner bereits im Buisness und haben mit Alben wie “Crowned Infernal” oder “Nightream Apocalypse” auch starke Alben auf dem Markt geworfen. Seit dem Debutalbum aus dem Jahre 1996 namens “Black Earth” ist diese Horde nicht mehr zu halten. Die genaue Richtung ist ihnen nicht bewußt, hauptsache extrem und man muss den Herr der Finsternis und der Finsternis selber huldigen. War ja auch klar, denn der Herr Strauß, seines Zeichens Drummer der Combo, war von 1988 – 1992 bei der satanischen Death Metal Legende Acheron tätig. Mittlerweile ist man bei Doomentia Records gelandet, da der Labelinhaber die Band seit Jahren supportet und unterstützt. So soll es sein. Am 20.03.2015 erscheint das bitterböse Album Nummer neun und sie klingen so frisch, wie in den ersten Tagen. Was darf man also von SATHANAS erwarten. Einen Stilwechsel? Nein, hier gibt es wieder acht Hymnen für die Hölle. Der Beelzebub spitzt seine Ohren und wird die Jungens später gerne zu sich holen, keine Frage. Natürlich ist er wieder Hauptthema und womit kann man dieses Thema besser umsetzten, als mit einer Mischung aus Thrash, Black und Death Metal? Das Trio Infernal geht weiterhin zornig zu Werke, aggressiv, rau, roh und krächzend. Dabei schaffen sie es, musikalisch brutal zu wirken, verzichten dabei allerdings auf völlige Wutausbrüche in Form von schnellen Doublebasattacken oder Blastbeatgewitter. Jim Strauß maltratiert seine Drums aber herrlich monströs, besonders die treibende Doublebass verzückt mich immer wieder. Ist nicht neu, sondern eben Teil des Puzzles. Die Gitarrenleads von Paul Tucker klingen derbe und sein harscher Gesang passt eben perfekt ins Gesamtbild. Hier wird nichts dem Zufall überlassen. Alles ist abgestimmt. Man bewegt sich durchgehend im Midtempo, bietet einen ab und zu Uptempo ab oder nimmt die Geschwindigkeit ganz heraus. SATHANAS machen eben das, was sie können und dieses machen sie sehr gut. Ich für meinen Teil hätte mir schon schnelle Parts in Richtung Belphegor gewünscht und hier und da ein wenig verspieltere Riffs, aber das ist meckern auf ganz hohen Niveau. SATHANS erzeugen mit ihren mitempolastigen Black/Thrash/Death eine bitterböse und zerstörerische Atmosphäre, die nicht nur dem Leibhaftigen gefallen dürfte. Wer auf Abwechslung un Innovation steht, der ist bei SATHANAS falsch. Sie fabrizieren seit 25 Jahren diesen Sound, verfeinern und verbessern ihn ständig und ich persönlich bin Fan solch einer Geschichte. Wo SATHANAS drauf steht, ist eben auch SATHANAS drin. Dem Album fehlt allerdings irgendwie so einen richtiger Hit. Die Qualität ist ansonsten aber sehr hoch. Wer die Vorgängeralben mochte, wird “Worship the devil” ebenfalls verehren.

Sathanas

Tracks:
1. Written in Blood
2. Satan`S Cross
3. Oath of Witchery
4. Marked by the beast
5. Uopn the age of darkness
6. In Death`s Name we pray
7. Blessings of Doom
8. Black Paths of Devilry

Posted in Reviews | Leave a comment

Septic Mind – Раб

http://septicmind.bandcamp.com/

Erscheinungsjahr: 06.10.2014

Solitude Productions / CD / Doom Metal / Russland / 4 Songs / 46: 14 Minuten

Die russische Formation SEPTIC MIND knatterb auch schon seit 2006 im Underground herum sind eigentlich regelmäßig am abliefern. Nach einem Dem im Jahre 2008 folgte im Jahe 2010 das Debutalbum, welches mit deathigen Doom bestückt wurde. Der Nachfolger erschien ein Jahr später und wechselte man ein wenig den stil. Es blieb langsam, es kamen aber Hardcorelastige Elemente hinzu. Ende 2014 kommt nun Album Nummero 3 und noch immer bleibt es langsam. Natürlich braucht man Unterstützung und wer ist für diese Art der Musik besser geeignet als das russische Label “Solitude Productions”. Passt ja hervorragend. Man muss schon sagen, dass die Burschen die Abwechslung lieben und niemals auf der Stelle stehen möchten, denn Раб – russisch für Sklave – bietet wieder etwanderes. Die Grundausrichtung ist weiter doomig, aber man geht in eine ganz andere Richtung. Die vier Songs sind sehr Gitarrenlinienverliebt, seher verliebt, aber sehr dunkel. Habe ich so in der Form noch nicht gehört, bin aber sicherlich kein Experte in dieser Richtung. Klingt alles wie eine post-rockige Aufnahme in Slow Motion Form. Ab und zu bringen sie aber dann doch noch Stmmung herein, in denen sie mal einen Ausraster miteinbauen und scheller werden und obendrauf noch Screams verwenden. Ansonsten herrscht der tiefe Gesang, aber chorale Hintergrundklänge sind zu vernehmen oder auch mal flüsternde Klänge. Psychodelischer Sound darf auch nicht fehlen und dieses alles beschriebt nur den zweiten Song namens “Близость контакта”. Der ist auch mein persönliches Highliight, obwohl er 13 Minuten lang geht. Mir gefällt aber immer noch nicht, dass die Songs immer so in die Länge gezogen werden, indem man ein Riff ständig wiederholt, aber das gehört nunmal dazu. Interessant klingte bei SEPTIC MIND die Rhythmus Gitarre, die irgednwie statisch, mechanisch und leblos klingt, während die Lead Gitarre davongaloppiert. Der Spaß klingt absolut dunkel, düster und bedrohlich, so wie eben Doom klingen muss und sie erzeugen einen Sound für die Postapokalypse. Ich muss zugeben, dass ich als Death Metal Fan ohne großartige Erwartungen an die Sache ran gegangen bin und die Band mich auf eine finstere Reise mitgenommen hat, die mich durchaus fasziniert. Ein durchaus bedrohliches Hörerlebnis, fernab sämtlicher Konventionen. Die Stimmung ist duchaus vertraut, aber auch gleich wieder fremd. Also, wenn ich mit mal wieder Doom reinziehen muss, dann wäre sicherlich SEPTC MIND mit dabei. Sicherlich haben das auch schon andere Bands vorweg fabriziert, aber diese Russen wissen eben, wie si klingen wollen. Diese Reise hat irgendwas esoterisches und nimmt mich mit. Kann ich bei Doom nicht immer behaupten.Alles ist aucg nicht meins. Bei “Геноцид” übertreibt es mit der psychedelischen Phase z.B., aber ansonsten machen sie abolut vieles richtig.Der Wechsel von Medidation zur Wut und vom zermürbenden Funeral Doom zum avantgardistischen Untergang ist gelungen.

septic

Tracks
1. Раб 08:43
2. Близость контакта 13:02
3. Геноцид 12:59
4. На пороге перемен 11:30

Posted in Reviews | Leave a comment