Human Waste – Human Waste

Erscheinungsjahr: 02.02.2015

https://www.facebook.com/humanwasteaachen

Eigenproduktion / CD / Death Metal / Deutschland / 8 Songs / 30:37 Minuten.

HUMAN WASTE! Komische Geschichte. Den Sänger habe ich zufällig in Köln in einer Kneipe getroffen, kurz vor dem Brutal Truth Konzert. Man kam kurz ins Gespräch und ich war völlig perplex, dass es die Band noch gibt. Ich meinte die Trierer, mit denen ich Anfang 2000 einige Gigs abriß.Nach einem kurz Lausch stellte sich aber heraus, dass diese HUMAN WASTE aus Aachen stammen und recht frisch waren. Irgendwie lief man sich aber ständig über dem Weg und zack, schon ist eine CD von ihnen im Briefkasten. So soll es sein.
Ich denke mal, man hat sich vernünftigerweise nach Suffocation`s Klassiker benannt und dann die CD ebenso betitelt. Das lässt tief blicken.Ausserdem sollte man die Band nicht mit den Spaniern verwechseln. Komplizierte Welt, keine Frage!
Sei es drum! Die Band hat ja schon einiges abgezogen, u.a. durfte man auch schon im Bahndamm spielen, ein Muß für jede deutsche Death Metal Kombo, keine Frage!
Das vorherige Demo liegt mir leider nicht vor, aber auch egal, dann knattern wir uns eben diese 8 Songs um die Ohren.
Neulich knatterte mir noch das neue Material der Combo “Obsolete Incarnation” durch die Gehörgänge und der Ramon, welcher die Gummersbacher produzierte, zeigt sich auch für diese Werk zuständig. Ordentlich Arbeit, denn für eine Eigenproduktion ballert meine Anlage ordnetlich. So soll es sein.
Mit “Beheaded in the pit” zeigt man gleich, wohin die Reise geht. Schöner brutaler Death Metal, so wie ich es mag. Warum man den Bandnamen wählte, wird schnell klar, denn die Amerikaner dürften als Vorbild dienen, wobei HUMAN WASTE nicht ganz so technisch und durchschlagskräftig zu Werke gehen, trotzdem aber mehr als Laune machen. Im Gegensatz zu den Heroes bringen sie mehr tanzbare Einlagen in Form von groovigen Elementen mit ein, teilweise slammig und diese Kombination aus brutalen Ballerparts und Hüpfelementen passt hervorragend, denn zu keiner Zeit klingt man stumpf oder billig. Der Wert wird eher auf ein gelungenes Gesamtkonzept im Ganzen gelegt, besonders beim Songwriting. Zwar gibt es Technik und auch Melodien, aber diese ordnen sich dem brutalen Grundprinzip unter. Verspielte Gitarrenläufe und nette Harmonien sind zu verspüren, begleiten aber nur den bölzenden Death Metal. Nice.
“”Exterminate the purity” ist aufgrund seiner Kürze hat es mir irgendwie an meisten angetan. Aus diesem Grunde habe ich diesen auch in meiner Radiosendung namens “Mähdrescher ” gespielt. Sehr tanzbar das Ding.
Brutalität und Harmonie passt im Allgemeinen bei HUMAN WASTE gut zusammen, die Vocals sind natürlich fett aggressiv und die Riffs sowohl direkt als auch verspielt. Es hält sich alles die Waage und so soll es auch sein.
Wer auf Bands wie Suffocation, Deadborn, Kataklysm oder Devourment abfährt, ja, der sollte dieses Album in seinem Regal stehen haben. Im Zuge des old school Death Metal Revials geht der brutale Death Metal leider ein wenig unter, aber die Burschen beweisen, ebenso wie Deadborn, dass es in Deutschland auch anders geht. Sicherlich ist immer noch Steigerungspotential vorhanden, aber diese acht Songs haben mir dreimal nacheinander herrlich den Tag versüßt.
Tip!

human waste

Tracks:
1. Beheaded In The Pit 04:07
2. Decomposing Bodybag 03:09
3. Rampage 04:06
4. Exterminate The Purity 03:27
5. Bloodignition 03:29
6. Your Meathook Awaits 03:23
7. Condemned To Endless Suffering 05:45
8. Shattered Bones And Broken Faces 03:11

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Profanity – Hatred hell within

ttps://www.facebook.com/ProfanityDeathMetal

Erscheinungsjahr: 19.12.2014

Rising Nemesis Records / CDEP / Death Metal / Deutschland / 3 Songs / 20:32 Minuten

PROFANITY is back. Aus!

Okay, man muss ja doch immer einiges loswerden, bei einem Review. “Alte Liebe rostet nicht”, so könnte das Motto lauten, aber fangen wir mal ganz von vorne an. PROFANITY aus Augsburg sind derInbegriff des deutschen Death Metal Undergrounds. Seit 1993 sind sie dabei und lediglich die Bassposition wurde zwischen Daniel, Martl und Daniel hin- und hergetauscht. Armin (Drums) und Tomml ( Guitar , vox) bilden das Dauervernichtungskommando . In den Neunziger kam dann das Debutalbum namens “Shadows to fall” heraus. welches im Underground gut einschlug und im Jahre 2000 dann das Album Nummer 2 namens “Slaughtering Thoughts”. Auf einmal spielte man ganz oben mit in der Liga, spielte auf vielen Festivals und organisierte die “United Underground Days”. Ich kann mich noch gut erinnern, denn ich war mit meiner Band “Tears of Decay” zweimal mit dabei. Am Ende sprang sogar für Profanity eine Eurapotour mit Cryptopys heraus. 2002 folgte noch die Single “Humade me flesh” und dann wurde es irgendwie immer ruhiger. Keiner wusste so richtig, was geschah. Der Death Metal war eh so langsam dahin geschieden und von Profanity hörte man hier und da mal was. Aufgegeben haben sie nie, aber der Deal mit einem großen Label kam auch nicht zustande. Also, zurück zu den Wurzeln, würde ich sagen. Menno, habe ich mich letztes Jahr gefreut, als ich sie auf dem NRW Deathfest in Wermelskirchen wieder live gesehen habe. Ein Brett. Ende des Jahres kam dann via Risine Nemesis Records diese EP heraus und ich bin echt froh, dass es die alten Zeitgenossen geschaft haben, nochmal die Kurve zu bekommen. Denn solche Einstellung zum tatsächlichen Underground findet man heutzutage immer weniger.
So, die Nostalgietränen verdrückt und die Playtaste auf Start. “Melting, so der Opener, knallt mir als erstes um die Ohren und genauso mag ich meine Jungens von PROFANITY. Technisch anspruchvoll ballern die Riffs aus den Boxen und der Armin blastet sich den Wolf.Gezielt werden die Drumakzente gesetzt, ebenso wie die messerscharfen Riffs und die druckvollen Bassparts. Eine harmonisierende Einheit aus Technik und Brutalität. Onkel Tom growlt sich wieder mal die Seele aus dem Leib, aber das ist ja nichts neues. Herrlich, herrlich. Der Opener gefällt mir am besten und ist ein herrlicher Einstieg, denn ein gewisser Groovefaktor schwebt auch über die ganze Geschichte. Das fast neunminütige “I am your soul ( you made me flesh)” folgt als nächstes und mit dem 7:30 Song “Hatred Hell within” beendet man die Ep. 20:30 Minuten Wahnsinn! Das ist bei anderen schon fast ein Full Length. Die beiden Songs gehen natürlich in die selbe Ecke. Brutaler und technischer Death Metals, mit Blast, wobei man das Tempo schön variert. Langsam, mittleres Tempo und natürlich ICE. Hinzu kommt, dass sie eine gewisse Atmosphäre mit einbauen und die Neunziger wieder auferleben lassen. Eine gelungene Mischung aus alten brutalen Death Metal, sowohl amerikanischer,als auch europäischer Natur, wobei das Bassspiel immer wieder an Cannibal Corpse erinnert. Eine bißchen abgedreht waren die Burschen ja immer, was das Songwriting angeht und auf dieser EP ist es natürlich nicht anders. Abgedrehte Leads, einige epische Momente und viel Undergroundflair. Wollen wir es so haben? Aber hallo. Diese EP bewegt sich auf ganz hohem Niveau, keine Frage. Die Burschen brauchen sich auch Anno 2014/2015 vor keiner amerikanischen Band verstecken. Viele kleine eigene Ideen werden verbraten und trotz der Verspieltheit, besonders bei Tomml`s Gitarrengefidel, verliert man nie den roten Pfaden und verzettelt man sich, sondern man verfolgt zielsicher die Idee, Technik und Brutalität zu kombinieren. Was will man mehr. Alle Instrumente sind hier gleichwertig unterwegs, selbst der Gesang ist ein vollwertiges Mitglied, besonders bei ” I am you soul” darf Onkel Tom seine Hütte ordentlich kaputtbrüllen, so, als ob die drei kleinen Schweinchen da drin hausen würden. Keine Sorge, keine Pigsquels.
Was nach zwanzig Minuten bleibt, ist verbrannte Erde und das Zucken des Fingers, welcher die Repeattaste zur kompletten Vernichtung drücken möchte. Auf ein neues und durchdrehen. Bin echt auf das Full Length gespannt!
Nun aber: PROFANITY is back.Aus!

profanity

Tracks:
1. Melting 04:36
2. I Am Your Soul (You Made Me Flesh) 08:26
3. Hatred Hell Within 07:30

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Ira Tenax – Portrait of the fallen

http://www.ira-tenax.com/

Erscheinungsjahr: 12.12.2014

STF Records / CD / Melodic Death Metal / Deutschland / 10 Songs / 46:50 Minuten

Erbarmen, zu spät, die Hesse kommen. So heisst es im deutschen Liedgut, aber so schlimm ist es nicht. IRA TENAX stammen aus Hanau und sind bereits seit 1999 dabei und liefern mittlerweile auch schon das dritte Album ab. Das Label STF Records hilft ihnen dabei! Das letzte Album erschien im Jahre 2006 und 2014 wollte man wohl nochmal angreifen. Eine Ep namens “Mental Scars” und nun eben das dritte Full Length.
Mit einen schönen melodischen Intro fängt der fast 47 minütige Spaß an und von Anfang an hört man, wohin die Reise hingeht.”Senses”, der Opener, gibt die Richtung eindeutig vor. Melodischer Death Metal, so soll es sein.
Gehen wir mal frisch ans Werk, dann die anderen Alben der zornigen Burschen, zumindestens namensrechtlich bezogen, kenne ich nicht.
Mit melodsichen Death Metal habe ich ja immer so meine Probleme, muss ich sagen, denn auch hier gibt es eine weite Breite. Natürlcih stehe ich auch auf die alten Sachen von In Flames, Dark Tranquility oder Gates of Ishtar und neueren Bands wie December Flowers z.B. Was ich nicht mag, ist der Cleangesang, der in den letzen Jahren immer mehr Einfluß hat. Natürlich bietet dieses den Bands eine gewisse Abwechslung, keine Frage, aber mein Fall ist es eben nicht.
Gesangstechnisch zeigen sie genau die von mir nicht so geliebte Variante. Natürlich growlt man sich den Wolf, verwendet auch sonstige Shouts und eben auch den Cleangesang.
Musikalisch kann man aber einiges aus dem Feuer holen, denn man zeigt sich sehr innovativ und dürfte eher was für die “Tanzmäuse” als für die “Die Hard Freaks” sein. Soundtechnisch bewegt man sich zwar eher im Mittelfeld, allerdings bietet man songwriterisch so einiges positives. Die Riffs sind schön aggressiv, die Melodien einprägsamen und der Drummer treibt die ganze Geschichte ordentlich an. Hier groot es teilweise sogar ordentlich und man verarbeitet Breakdowns. Musikalisch sicherlich keine 08/15 Nummer, definitiv. Hier hat sich eine Band Gedanken gemacht, nicht so zu klingen, wie die anderen Genossen. Man hat schon einen breit gefächerten, aber eigenen Stil. Die Riffs sind zwar nicht neu oder komplex, bleiben aber eben hängen. Dieses ist ja wichtig. “Portrait of the fallen” kommt nun auch nicht mit Übersongs oder so daher, aber SOngs wie eben der Opener oder “Lord of war” knallen doch recht ordentlich! Überwiegend bewegt man sich im Midtempo und damit fährt man auch gut. Sicherlich ist nicht alles Gold, was glänzt, aber schlecht ist definitiv etwas anderes.
Freunde des melodischen Death Metals dürfen definitiv sich das Teil zulegen.

Ira tenax

Tracklist
1. Intro
2. Senses
3. Shanghai Nights
4. The Man Behind
5. Haunted
6. Darkest Hour
7. End Of Days
8. Stand Alone
9. Lord Of War
10. Ou The Edge

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