Brutal Vision Volume 3 – Sampler

http://www.noizgate.com

Erscheinungsdatum: 10.11.2017

Noizgate Records / Doppel CD – Digipack/ Core / Deutschland / 34 Songs /

Das Label Noizgate Records aus der nichtvorhandenen Stadt und Heimatort von Casper, Bielefeld, geht in die dritte Runde und möchte hier die brutalste Vison teilen, die man sich derzeit vorstellen kann:”ein fredliches Miteinander”. Metal und Core vereint gegen das Unrecht der Welt oder so. Egal, auf jeden Fall eine gesunde Firmenpolitik. Zur Unterstützung haben sie sich einige Combos aus ihrem Stall dazugeholt, die ich bereits kennen und schätzen gelernt habe, aber auch einige andere.

Samplers zu beurteilen ist ja immer schwierig und als Death Metal und Grindcore Fan musste ich mich auch sehr durchringen, meine Reviewstrategie durchzuziehen, die daraus besteht, immer alles 3 mal anzuhören. In Grindcore ist aber ja auch Core und davon haben wir hier auch viel. Sampler gibt es immer ohne Wertung, aber ich muss sagen, dass ich überhaupt keine Probleme hatte, die Aktion duchzuführen. Absolute Begeisterungsstürme sind nicht ausgebrochen, aber ich habe mich bestens unterhalten gefühlt und es kaum zu keiner Zeit Langeweile auf.

Dieses mag sicherlich daran liegen, dass ich schon viele Bands kenne, denn ich arbeite mit dem Label schon seit Jahren zusammen. Sehr schön.

Gleich zu Beginn hauen sie auch ihre Labelinternen Perlen raus. Watch out Stampede mit “Finger Crossed” . Als Norddeutscher kennt man die Bremer, die sich seit 2011 live den Arsch aufreissen und der Menschheit ihre Art des Post-Hardcore näher zu bringen,
Nebenbei sei erwähnt, dass Ando und Dennis das Cover zieren, welches sehr eigenwillig ausfällt, wie die ganze CD Gestaltung. Im positiven Sinne. Eine Hommage an Curtis McNairs ikonisches Artwork zu Edwin Stars Album “War and Piece von 1970.

Danach gleich Kracher Nummer 2 – “Groovenom” mit dem geilen Song: “The King is dead”. Besonders der Refrain bleibt hängen und dürfte gerade die jüngere Generation ansprechen, keine Frage. Die Band ist ziemlich angesagt und dürfte zusammen mit Watch out Stampede das Zugpferd des Labels darstellen.

34 Songs habe es auf 2 Cd´s geschafft. Sehr viel gutes Zeug dabei. Küntsler aus sechs verschiedenen Ländern haben sich verewigt.Komischerweise gefallen mir die hauseigenen Bands am besten. Kann natürlich daran liegen, dass ich mit denen besonders auseinander setzen musste. Neben den oben genannten sind auch “The Legion Ghost”, Amplified Hate”, We are Wolf und Operation Cherryfire vertreten.

Aber auch andere Combos we All will know, UGF oder Metalmind machen durchaus Laune.

Wie gessagt, ist jetzt nicht unbedingt meine Welt, keine Frage. Trotzdem hatte ich sehr viel Spaß am Sampler.

Brutal Visions Volume 3 hat es geschafft, einen guten Überblick über die Hardcore, PostHardcore,Metalcore und Deathcore zu erschaffen. Für schmales Geld bekommt man hier sehr viel Qualität. Es ist immer wieder schön, wenn Label sich reinknien, um die Szene voranzutreiben.

Als zusätzlichen Anreiz gibt es unveröffentliches Material von Burden of Life, All will know, Major Erd und Alligator Rodeo.

Sofern ihr “Core” liebt, wie ich Death Metal, kann ich euch nur raten, dieses Teil auf den Bestellzettel zu schreiben. Samplers finde ich persönlich immer beim Autofahren sehr geil.Kaufen!

Tracks:

CD 1
01 WATCH OUT STAMPEDE – Fingers Crossed
02 GROOVENOM – The King Is Dead
03 NIOR – Nightwalker
04 NAVOCANE – Tune Out
05 ARISE FROM THE FALLEN – Breakthrough
06 TRAILER PARK SEX – American Nightmare
07 VENUES – Ignite
08 WE SAW WORLDS COLLIDE – Chaos
09 GINA GOES WILD – Venom Is Bliss
10 TAKE ALL TO HEAVEN – Dreamcatcher (feat. Martin Eurich)
11 DEVOTION – Hiraeth
12 WE ARE WOLF – Bearer Of The Curse
13 I AM THE DECEIVER – Ascension
14 AND THERE WILL BE BLOOD – Hell Is Open
15 PRIOR THE END – Irukandji
16 CHAOS ADDICT – Solitude (feat. Björn Strid)
17 THE LEGION:GHOST – Discharged
18 ALL WILL KNOW – Dead World

CD 2
01 OPERATION CHERRYTREE – Today
02 MAJOR ERD – #blindflug (feat. Dennis Winkler)
03 MIR ZUR FEIER – Der Schauende
04 BACKSIDE – No Hooks
05 UGF – Death Wish
06 APACHE – Still Don’t Love The Police
07 AMPLIFIED HATE – Ihr Seid Nicht Das Volk
08 DEBBY LE PARD – Beliefs
09 LIKE A MESS – Mirror
10 WEILAND – Trümmerpark
11 SEXX ZÖMBIE – Toy Boy
12 ALLIGATOR RODEO – Freight Train
13 SAMARAH – Antivirus
14 METALMIND – Without Return
15 GRAI – Donya
16 BURDEN OF LIFE – Goddess Of The River

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ColdCell – Those

www.facebook.com/coldcellofficial

Erscheinungsjahr: 03.11.2017

Czar of Crickets Productions / CD / Atmosphäre Black Metal / Schweiz / 08 Songs / 54:38 Minuten

Oha, starker Tobak, der mir hier angeboten wird, muss ich schon sagen, aber mal von vorne an.
ColdCell Wurde 2012 aus der Asche von Atrias, einem Basler Black Metal Urgestein, gegründet.
2013 erschien dann das Debut namens Gravity Abomination bei Gravity Entertainment und 2015 das Nachfolge´werk “Lowlife” via Avantgarde Music.
Mittlerweile ist man Czar of Crickets Records gelandet und nun also Album Nummer 3.

Langsam und schleppend geht es bei “Growing Girth” los. Ein langgezogener Part, sehr düster. Dann die grimmigen Vocals drauf und die Drums setzen im langsamen Midtempo an. Sehr avantgardistisch und atmosphärisch geht man zu Werke, bevor man die Blastbeat Kelle herausholt, dabei aber auch immer irgendwie atmosphärisch bleibt. Synthie Passage setzt ein und bringt einen kleinen psychotisch angehauchten Touch in die Angelegenheit. Danach schleppt man sich krank durch die Botanik, wobei man den Gesang mit ängstlichen Screams untermauert. Klingt gut und wirklich bedrohlich.
Danach gibt es wieder ordentlich was auf die Glock. Schönes, schnelles Tempo.Am Ende wieder psychotisch.

Wie gesagter, starker Tobak, zumal ich ja auch eher den Death Metal zugeneigt bin und wenn Black Metal, dann straight und direkt ala Marduk.

“Entity I” geht teilweise am Anfang in die psychedelische Ecke und scheppert so vor sich hin. Klingt teilweise episch und atmosphärisch, ist aber dann relativ schnell zu Ende.

“Seize the whole” kommt mit einem schönen, cleanen Anfangspart daher. Herrlich verträumt, episch und im Hintergrund auch bedrohlich. Diese Beharrlichkeit endet nach einer Minute und typisches Black Metal Geschredder setzt ein, gepaart mit Blastbeatattacken. Sehr feiner Übergang. Dann wechselt man in einen langsamen Mittelpart, um diesen wieder wegzuballern. Das Tempo wird schön hoch gehalten, gefällt mir gut. Wechsel wieder in einen langsam vorgetragenen Part. Die Doublebass klingt sehr fett dabei.Der Part zieht sich aber meine Erachten zu lang hin, auch wenn der Gesang sich ändert. Am Ende kommt wieder die Vernichtungskelle. Halleluja!
Komischer Aufschrei und mit bedrohlichen Klängen und Glockenschlägen endet das Stück.

So haut sich der Meister durch das ganze Album durch. Das der gute Atrias nicht erst seit gestern Black Metal hört und auch macht, hört man an jeder Ecke dieses Albums.

Die Mischung knallt ganz ordentlich, denn Langeweile kommt nie auf, dafür sorgen die Geschwindigkeitswechsel. Langsamen, mittelschnelle und schnelle Parts stehen in einem guten Verhältnis zueinandern. ColdCell mischen Doom, psychotisch-psychedelische Synthie Passagen, Industrialklänge und Elemente aus dem Rock ( Wie sie es nennen “Swiss – Germany Extreme Rock`n Roll ) miteinander. Diese Melange wird zum atmosphärischen Black Metal beigetragen und fertig ist der Stil von ColdCell. Weit ab vom Mainstream, aber auch nicht total ausgewimpt.

COLDCELL ist wirklich ein gutes atmosphärisches Black Metal Album gelungen. Ich werde dadurch aber sicherlich nicht zum großen Black Metal Liebhaber, aber ich muss sagen, dass mich das Album auf seine Reise mitgenommen hat. Wer auf diese Art von Musik abfährt, wird die Band eh lieben und sich das Album holen. Und das zurecht.

Track:
01. Growing Girth
02. Entity I
03. Seize the whole
04. Tainted Thoughts
05. Sleep of reason
06. Entity II
07. Drought in the heart
08. Heritage

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Father Befouled – Desolate Gods

https://www.facebook.com/FatherBefouled

Erscheinungsjahr: 23.06.2017

Dark Descent Records / CD / Death Metal / USA / 8 Songs / 30:09 Minuten

Die Amis von Father Befouled waren mir bis dato kein Begriff, muss ich ja zugeben. Seit 2007 sind sie nun auch schon dabei und beackern hier ihr viertes Album, welches

via Dark Descent Records auf die Menschheit losgelassen wird.

Kurz mal auf das Line-Up geschaut und schon sieht man ein bekanntes Gesicht. Drummer Wayne Sarantopoulos dürfte den ein oder anderen Maniac ein Begriff sein, denn der

Bursche ist viel unterwegs (Black Pentagram Cult, Cauldron Burial, Ekthros, Encoffination, Gloomed, Messial, Tombstones, Howling, ex-Foreboding, ex-Ghoulgotha, ex-

Loathsome, ex-Scaremaker, ex-Shrouded, ex-Skulleton, ex-Beyond Hell, ex-Decrepitaph, ex-Festered, ex-Skincrawler, Bastard Cross, Beware!, Procreant, Reeking Filth,

Scum Bitch, Stone Evil, ex-Wooden Stake, ex-Eternal Suffering).

Auch Gitarrist und Sänger Justin Stubbs kennt man zu mindestens von Encoffination, den Doom Deather aus Atlanta.

Das Quartett aus Atlanta zieht alle Register und folgt der Spur des Death Metals. Mittlerweile ist ja der old school Death Metal angesagt, aber dieser Spur folgen sie

nicht, sondern der zweiten Richtung, die Aufsehen erregt. Die Rede ist vom modrigen Death Metal, der in den letzten Jahren immer mehr in Mode gekommen ist. Autopsy als

old school Vorreiter wird es freuen.

Wie gesagt, ich kannte die Band vorher nicht und wenn man sich ältere Reviews durchliest, werden sie immer wieder mit Incantation verglichen.

Dieses ist wohl auch der Fall, aber auch Klänge von Morbid Angel sind zu hören. Aber natürlich sind die mobiden Klänge klar im Vordergrund.

Nach dem Intro “Exsurge Domine” bietet “Offering Revulsion” gleich die absolute Dröhnung. Fies und düster kommt es aus den Boxen gekrochen, zerstörend und auch wütend.
Trotz des nicht gerade hohen Geschwindigkeitsfaktor klingt mal absolut brutal und aggressiv, so wie es sein sollte.

Richtig Fahrt nimmt man aber quasi erst so richtig in der zweiten Halbzeit des Albums auf. Die Riffs werden immer langsamer. Slowmäßig, beinahe Doommäßig kommen Songs wie “Ungodly Rest” oder “Divine Parallels” aus den Boxen gekrochen. Schnecken auf Speed sind hier unterwegs, die aber total finster drauf sind.

Dabei vergisst man zum Glück aber nicht, dass man eben Death Metal spielt und keinen Doom. Knappe Ergüsse erheitern den brutalen Fan, führen einen aber dann auch wieder auf den dunklen Weg zurück, der schwer und schleppend ist.

Erinnert mich teilweise an Grave Miasma, denn hier und da sind auch Einflüsse aus dem Black Metal zu hören.

Schmerz und Dunkelheit ist zu jeder Zeit spürbar und der rauhe Death Metal macht zu jeder Zeit “schlechter ” Laune, so wie es sein soll. Schon cool. Ich habe diese Promo auf dem Weg zum Graveland Festival in Holland gehört. Dort spielten Bands wie Blood Incarnation und Specral Voice. Wie passend. Eine gute Einstimmung und auf dem Rückweg eine gute Abrundung, wobei mir Desolate Gods fast noch besser gehört.

Der Rausschmeißer und CD Namensgeber ist der absolute Kracher auf diesem Album. Hier ziehen sie noch einmal alle Register.

Gemischt und gemastert wurde der Spaß von Cruciamentum`s Dan Lowndes. Gutes Ding.

“Desolate Gods” ist ein gutes, rauhes und morbides Death Metal Album mit schönen Geschwindigkeitswechseln geworden. Man kommt zwar an Bands wie Incantation, Cruciamentum oder Grave Miasma nicht heran, trotzdem rumpelt und knallt es ordentlich an allem Ecken.

Tracks:

1. Exsurge Domine (Intro) 01:46
2. Offering Revulsion 04:53
3. Mortal Awakening 03:27
4. Exalted Offal 03:31
5. Ungodly Rest 05:18
6. Divine Parallels 03:33
7. Vestigial Remains of… 03:16 instrumental
8. Desolate Gods 04:25

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