Abrasive – Book of Sin

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Erscheinungsjahr:31.01.2017

Rebirth Metal Production / CD / Death Metal / Deutschland / 12 Songs / 38:28 Minuten

Es lebe der Underground! Ich höre seit über dreißig Jahren Metal und seit dem ich selber Musik mache, habe ich den Underground absolut schätzen gelernt und fühle mich selber pudelwohl dort. Hier lebt vor allen die Liebe zur Musik und man muss schon sehr enthusiastisch zu Werke zu gehen, um dauerhaft am Ball zu bleiben. Hier geht es nicht um Kohle, Plattenverkäufe, sauberen Sound oder Ruhm. Gerade im extremen Metal ist diese Einstellung gefragt.

Meine Freunde von ABRASIVE teilen diese Liebe zur Musik mit mir und auch den Flair zum Underground.Seit 1999 sind sie schon am Ball und haben diverse Demos und Splits herausgebracht. Vier Alben zusätzlich und nun folgt das fünfte via Rebirth Metal Production. Letztes Jahr durfte ich paar Gastvocals beisteuern und eine Split mit ihnen veröffentlichen. Nun mag man mir vorwerfen, ich sei nicht unabhängig und sicherlich fließen persönliche Einflüsse mit ein, aber ich hätte keine Probleme, das
Album rund zu machen.
Zum Glück muss ich es nicht, denn meines Erachtens ist dieses die stärkste Veröffentlichung, welche die Burschen bis dato getätigt haben.

Brutaler Death Metal steht auf der Agenda und die Burschen mache ihn so, wie ich es mag. Ich bin also genau der richtige, hehe.

Der Opener “Stigmatized” liefert alles ab, was ich als brutaler Death Metal Fan hören möchte. Dabei fängt man mit einen einfädelnen Riff an, langsam und schleppend, ballert kurz und schleppt wieder, abgehacktes Riff und Geholze. Der Sound ist eben undergroundwaschig. Muss man nicht mögen, aber ich steh drauf, wenn nicht alles so clean ist. Der Gesang ist Klospülenmäßig tief und im Gegenpart herrsche die Screams, die so herrlich schön nach alten Deeds of Flesh klingen. Was ich auf den alten Alben immer so ein wenig vermisst habe, ich das konstant gut Riffing. Dieses hat sich extrem gesteigert, nicht nur beim Opener, sondern z.B. auch beim Nachfolger
“Consuming flesh”. Der Song ist durch die Tempiwechsel herrlich schön brutal und durch den Refrainpart auch herrlich eingängig.
Auch technisch haben die Burschen sich weiterentwickelt und auch das Songwriting hat sich extrem verbessert. Nicht das es vorher schlecht war, aber man hat das Gefühl, dass die Burschen sich eben für jeden Song sehr viel Zeit gelassen haben.
Das ich auf den blechernden und hölzernen Snaresound abfahre, ist natürlich noch das I Tüpfelchen, erinnert mich dieser doch an meine glorreichen Zeiten bei Tears of Decay und natürlich an Bands wie Brodequin und Deeds of Flesh. Interessant sind immer wieder die Tempiwechsel, die eingebaut werden.
Hinzu hat man sich viele Gedanken über den richtigen Einsatz der Vocals gemacht, wie ich finde, so z.B. die Screams bei “Book of Sin” und “Unspoken”. Lecker.
Schön finde ich, dass kaum ein Song länger als 3 Minuten ist, mal abgesehen von den 4 minütigen “Bodies” und “Waves of Lust”.
“Book of Sin” ist ein richtig leckeres brutales Ami Death Metal Album geworden, welches aber wohl leider kaum jemanden außerhalb des Underground interessieren wird.
Mir hat es absolut gute Laune verbreitet, da ich die Band ja nun schon Ewigkeiten verfolge und eine geile Entwicklung feststelle. Eventuell ein oder zwei Song zu lang, aber ansonsten gibt es nichts zu meckern. Ich hatte das Gefühl, ich musste unbedingt die alten Deeds of Flesh hören und das ist definitiv ein gutes Zeichen! Support it!

Tracks:

1. Stigmatizede 03:02
2. Consuming Flesh 02:46
3. Book of Sin 02:32
4. Unspoken 02:50
5. Mistress in Black 02:46
6. Bodies 04:15
7. Glorify 03:09
8. World of Terror 03:20
9. Face the Abyss 03:54
10. Piece of Me 02:34
11. Staring in Paradise 03:16
12. Waves of Lust 04:04

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