Acranius – Reign of Terror

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Erscheinungsjahr: 27.01.2017

Rising Nemesis Records / CD / Brutal Death Metal / Deutschland / 10 Songs / 31:32 Minuten

Kommt Jennifer Rostock eigentlich aus Rostock? Solch Fragen muss ich mir am Sonntag stellen, leider. Mein Gehinr will es so, denn es muss umbedingt eine schlechte Einleitung her für dieses Review. Ich würde sagen, hat geklappt. Ist ja auch egal, denn ACRANIUS kommen ja von dort und das reicht ja auch.
Seit 2009 kämpfen Björn und Lars und haben sich in 2014 den Rob von Pighead und den Kevin von Slowly we Rotten dazugehört.
Der olle Nasar von Rising Nemesis Records zeigt sich für diese Veröffentlichung verantwortlich und somit eins klar. Gekuschelt wird woanders.

Der gute Death Metal steht an der Tagesordnung, allerdings nicht der wiedererstarkte old school , sondern eher der für unsere, die mit der Frank Mullen Gedächtnishand gerne mal im Kreis laufen und den Circle Pit Göttern dienen. Dabei dürfte das dritte Werk von Acranius durchaus behilflich sein.

Der kurze Opener gibt die Marschrichtung vor und 30 Minuten später ist der Weg zu Ende. In Trumpland und in Asien gibt es mittlerweile ja sehr viele Bands, die diesen Weg gehen und mittlerweile hat dieser Stil auch Europa und Deutschland erreicht. Natürlich schon länger. Besonders gut beobachten kann man diese Tatsache beim geilen DeathFeast Open Air.

Die Mischung aus Brutal Death Metal und Hardcore hat die Band absolut inne und sie folgen ihre Glaubensrichtung von Anfang an. Die Kiche heißt Slam Death Metal. Hellulujah!Und den Glauben darf man nicht verraten und dieses passiert auch nicht. Den eigenen Regeln folgend, schießt man aus allen Rohren und bietet fette Riffs und Stampferparts, die eben zum kreisen einladen. Natürlich wird auch das Tempo angezogen, um auch das Prädikat “Brutal” zu erhalten, allerdings sind die hardcorelastigen Elemente im Vordergrund und da ensteht bei mir persönlich eine kleine Glaubenskrise. Ich mag es mehr, wenn die Verbindung zwischen Death Metal und Hardcore so gestaltet, wie es eben Dying Fetus oder Pyrexia oder auch Criminal Element betreiben. Geschwindigkeit first, würde Trump wohl sagen.

Jeder Song für sich betrachtet ist gut aufgebaut und bietet für jeden Slamanhänger gute Kost, aber auf Dauer gesehen ist mir das zu eintönig. Musikalisch machen die Burchen dabei alles richtig, da kann man ihnen keine Vorwürfe machen. Ist dann eher mein subjektives Empfinden. Die “Tanzparts” kann man eigentlich immer vorhersagen und sie klingen alle sehr ähnlich, was natürlich irgendwie auch logisch ist, denn der Radius ist nun mal bei der Musikrichtung begrenzt. Auf Dauer ist es eben nicht gerade abwechslungsreich. Wie gesagt, dieses bedeutet nicht, dass das Album schlecht ist. Gutes Riffing, tightes Drumming, gut produziert und geile, tiefe Growls sind vorhanden und machen Laune. Song für Song betrachtet lecker, am Stück aber dann doch sehr einsilbig, zu mindestens für mich.

Songs wie “Kingmaker”, ” The True Reign” und “Warpath” machen absolute Laune und dürfte bei jedem Slam Fan ein Lächeln aufs Gesicht zaubern. Freunde des Slam Death Metal dürfen bedingungslos zuschlagen, Leute die es ein Stück brutaler mögen, können es definitiv anchecken.

Tracks:
1. Born a King 02:10
2. Kingmaker 03:12
3. Return to Violence 03:12
5. Built on Tradition 03:22
6. The True Reign 03:26
7. Warpath 03:09
8. Battle Scars 02:51
9. The Executioner 03:28
10. Died a Liar 03:05

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