Amplified Hate – Crossroads

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Erscheinungsjahr: 30.06.2017

Deafground Records / CD / Hardcore / Deutschland / 12 Songs / 30:59 Minuten

2007 haben die Burschen ihre Burgen in Chiemgau verlassen, gründeten diese Band und hüpfen seit dem auf den Bühnen der Welt herum. 2008 kam das Debut, es folgten 2010 und 2013 2 weitere Alben und 201 brachte man eine Vinyl Single namens Dogfight ( feat Dog eat Dog) heraus und konnte einen Deal mit Deafground Records ergattern. Unbekannt sind die Freaks nicht, besonders im Livesektor sind sie sehr agil und vor allem erfolgreich, denn sie spielten und tourten schon mit Bands wie Sick of it all, Madball, Terror, Hatebreed, H20 oder den mighty Agnostic Front.
Nun liefern sie Album Nummer 4 ab und bieten mir eine Baustelle, die ich nicht so oft und gerne betrete, aber von der ich ohne Verletzungen abging.

Die Rede ist von “HARDCORE”. Diese Musikrichtung haben die Burschen absolut verinnerlicht und man konnte es an den Bands oben auch erahnen, Genau in diese Kerbe gehen sie auch und ausser Sick of it all, Terror, Agnostic Front und Madball kenne ich kaum eine und höre auch kaum eine. Ist natürlich Geschmackssache.

Textlich im allgemeinen geht es um Verrat, Kritik an den Medien, oder um die Liebeserklärung an die heimische Alpenregion, welche ich als Ostfriese natürlich absolut nachvollziehen kann, denn wir lieben unsere Heimat genauso.

Produziert, aufgenommen und gemixt wurde im hauseigenem S&C Studio von Gitarrist Chris Schmid und gemastert von Ermin Hamidovic (Periphery, Animals as Leaders, uvm.),
Scheint ein fettes Studio zu sein, denn der Sound ist absolut drückend und aggressiv, also genau richtig für ein Hardcorealbum.

Auch nach 10 Jahren scheint man nicht müde zu werden und die Mission.”Make Hardcore great again” geht auf volle Touren. Allerdings, wie oben schon gewähnt, ist dieses nicht meins und so zieht der Opener “Reset” auch förmlich regungslos an mir vorbei und ich muss mich “resetten”.

Es braucht ein wenig, bis das Album bei mir zündet bzw. bis ich mich an den Hardcoresytle gewöhnt habe. Beim Song ” Reap what you saw” und beim Nachfolger ” Rockets” komme ich aber so langsam in Fahrt, mag daran liegen, dass Einflüsse aus dem Metal zu verspüren sind und tragende Melodien. Dieses liegt mir mehr und diese beiden Songs nehmen mich absolut mit auf die Reise der Band.

Wie jedes Album habe ich auch dieses Album dreimal mitgehört und beim zweiten Mal hören konnte ich die Power und Energie der Band viel mehr spüren und hören. Beim Hardcore sind eben die Grooves mit Stampfer wichtig und vor allem die Aggressivität und beides lassen die Burschen raus und der geneigte Zuhörer bekommt das, was er will.

Richtig fette Riffs, die druckvoll und zerstören aus den Boxen knallen, sind am Start, gute Refrainparts, die einprägsam sind , eben die von mir angesprochenen aggressiven Grooves und wütende,treibend Beats kontrollieren diese Vernichtung. songs wie “State of Mind” oder “Fathers Anthem” können auch einen Musikfan, der ansonsten nicht viel mit Hardcore anfangen kann, begeistern.

Man spürt richtig, wie sie diese Richtung lieben und leben und gibt es als Musiker etwas schöneres, ich glaube nicht.

Da ich in der Szene nicht beheimatet bin, kann ich auch kaum Bands nennen, ausser die ich oben schon erwähnt habe. Ich bin mir aber sicher, dass Harecorefreaks dieses Album lieben werden. Natürlich – Pro Pian habe ich vergessen.

Guest Vocals dürfen nicht fehlen – “Reap What You Sow” by Sitti (Ex-Silent Decay), “Ihr seid nicht das Volk” by Matzo (Tausend Löwen unter Feinden) und “Fathers’ Anthem” by Mia . So!

Ein Lob von mir – Die fünf zeigen klare Kante gegen den Faschismus und machen dieses im Lied und auch im Video zu “Ihr seid nicht das Volk” klar. Gute Sache, da Hardcore ja eher ein weltweites Fanpublikum hat. Gesungen wird auf englisch und deutsch und macht klar, dass dieses rechte Gesindel nicht für Deutschland steht.

Fazit: Selbst mich als Die Hard Metaller konnte die Band überzeugen, natürlich nicht mit allem. Dann sollte man doch als Hardcorefan zugreifen, oder?

Video: Ihr seid nicht das Volk

TRACKLIST
01. Reset
02. State Of Mind
03. Cold Black Heart
04. Reap What You Sow
05. Rockets
06. The New Me
07. Lie After Lie
08. Comeback
09. Fathers’ Anthem
10. Alpine
11. CCC
12. Ihr seid nicht das Volk

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