Anarchos – Invocation of moribund spirits

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Erscheinungsjahr: 18.12.2017

Blood Harvest Records / Digital / Death Metal / Niederlande / 9 songs / 38:57 Minuten

Mit der Combo habe aus der Niederlande habe ich schon einmal zusammen gespielt und besonders mit Sänger Frank einen geilen, leicht angeheiterten Abend gehabt. Ihn habe ich auch des öfteren auf andere Veranstaltungen getroffen, u.a. auch auf dem Party San. Umso mehr hat es mich gewundert, dass er nicht mehr dabei ist. Schade.
Seit 2010 sind die Anarchos schon dabei und schon lange keine Frischlinge mehr. Die Members gurken ansonsten noch bei Eternal Solstice ( sind auch wieder aktiv, geilomat), Burning Hatred oder Ulcerate Fester. 2012 schmiss man ein Demo auf dem Markt, 2014 eine EP und nun das Debut via Blood Harvest Records.

Die Liebe zum Tod und zum Okkulten wird wieder einmal textlich verarbeitet, kommt aber auch in der Musik zum tragen. Als Transportmittel haben sich die Niederländer den guten alten Death Metal ausgesucht. Passt natürlich. Die Produktion ist schön schmutzig und dreckig und auf auf alt getrimmt, aber nicht unverständlich. So muss eben old schoolige Sound klingen. Nicht so klinisch wie die meisten Bands heute. Dreckig, aber differenziert. Läuft.

Was dem Album fehlt, ist a) So ein richtiger Gassenhauer, also ein Hit, ein Song, der sofort hängen bleibt und man sagt. Geil. Anarchos und b) ein wenig die Abwechslung. Das Album flutscht so durch und klingt relativ gleichförmig.

Dieses sind zwar 2 nicht recht unrelevante Kritikpunkte, mindern meinen Hörspaß aber nur gering. Ansonsten sind die zugleich aggressiv und atmosphärisch. Die ersten beiden Songs sind irgendwie gut, aber fliegen förmlich an mir vorbei. Mit “Retribution of the doomed” zeigen sie aber in knappen vier einhalb Minuten, wie geil eben Death Metal sein kann. Midtemporiff und langsame Drums, Vorspieler und dann in zügige Gewässer. Und dann immer die schwedischen Riffs drauf. Soli darf nicht fehlen.Macht Laune.

Besonders wenn die Burschen in atmosphärische Elemente rübergehen, klingen sie lecker. Diese typischen Schwedendeathparts, langgezogen und melodisch, teilweise eben mit Solis behaftet, klingen eben immer irgendwie geil für mich, wie z.B beim Song:”Iniating Lawless Rites”. Flutscht ordentlich.

Und so knüppelt man sich durch neun Songs und 39 Minuten, immer gut, aber eben nie hervorragend. Schön düster und ein wenig morbide.Tempowechsel, aber ohne die Blastbeatkeule rauszuholen.Immer wieder mit kleinen Highlights versehen, so wie das Break und das Argh bei “through whom the crawl”, um dann Gummi zu geben. Oder der schöne, derbe Anfangsgesang bei “Dominions of Blasphemy”, der dann in ordentliches Geknüppel übergeht.

Verkehrt machen kann man bei einem Kauf definitiv nichts, sofern man auf alten und düsteren Death Metal steht.

Mit “Invocation of moribund spirits” ist den Anarchos ein gutes Death Metal dunkler Machart gelungen, aber definitiv mit Platz nach oben!

1. Far Beyond Infinity 04:24
2. Cursed Gift 02:26
3. Retribution of the Doomed 04:46
4. Through Whom They Crawl 03:36
5. Dominions of Blasphemy 04:26
6. Cold Funeral 05:00
7. Deformed Abomination 04:19
8. Initiating Lawless Rites 04:14
9. Nacentes Morimur 05:46

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