Askara – Horizon of Hope

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Erscheinungsjahr: 20.10.2016

Eigenproduktion / CD / Gothic Metal / Schweiz / 8 Songs / 40:41 Minuten

Unser kleines Nachbarländle, die Schweiz, ist ja nun nicht erst seit gestern im Metal zu Hause und immer wieder kommen Sachen von dort auf meinen Tisch. So auch im Falle von Askara. Eine handbeschrieben Postkarte bekommt man auch nicht mehr jeden Tag als Reviewer. Schön zu sehen und schon haben sie einen Pluspunkt. So schnell geht es, hehe. Seit 2012 zocken die jungen Menschen nun zusammen und fröhnen den Gothic Metal. Warum ich als Reviewer ausgesucht wurde, weiß ich nicht. Gothic Metal ansich ist ja nicht wirklich meine Baustelle, aber ich gebe mein Bestes, hehe.

Bei “Horizon of Hope” handelt es sich um die erste Veröffentlichung, wenn ich richtig informiert bin und gleich um ein Full Length, welches selbst vermarktet wird. Dabei braucht man für 41 Minuten auch nur 8 Songs.Wie gesagt, ich bin in dieser Musikrichtung kaum bewandert und neuere Bands kenne ich überhaupt nicht. Bands wie Theatre of Tragedy oder Crematory kommen einen hier in den Sinn, natürlich auch Within Temptation oder Nightwish. Dieses hängt natürlich auch mit den wechselnden Gesang zusammen. Bei dieser Art von Musik ist der Gesang noch mehr als Instrument zu sehen. Sehr dominant und treffend sollte er sein. Das junge Mädel macht ihre Art sehr gut, wie ich finde. Eine angenehme Stimmfarbe, die ich gerne lausche. Nicht nur bei “Broken Wing” erinnert sie mich ein wenig an die Sängerin von Evanscence. Wie üblich, besticht der männliche Gegenpart mit Grunzvocals, die meines Erachtens aber recht schwach und zargsam vorgetragen werden. Als Growler kann ich das glaube ich beurteilen. Gar nicht geht dieser klare, weinerliche Gesang bei “Artefact of want”. Es soll so sein, ist schon klar, klingt aber nicht gerade depressiv oder so.

Musikalisch bedient man sich eben dem Gotic Metal. Keyboardparts, viele ruhige Klänge und im Gegenteil dazu einige druckvolle Death Metal Passagen, ohne Gas zu geben. Im Wechselspiel klingt das ganz nett. Jetzt nicht wirklich umhauend, aber definitiv nicht schlecht. Ich kann da halt eben nichts mit anfangen. Komischerweise ( betrachtet man die Tatsachte, dass ich eigentlich Death und Grind höre) finde ich sie am besten, wenn sie leisere Klänge anschlagen. Dann sind sie schön am träumen und die Stimme der holden Maid kommt sopran mäßig gut aus den Boxen geknattert. Als progressiv kann man das Songwriting bezeichnen, denn man wechselt schon sehr hin und her und auch die Riffs sind keine 08/15 Ware.
Mein Libelingssong ist “Identity”. Hier kommt das Wechselspiel sowohl Härtegradtechnisch, als auch gesanglich schön zur Geltung. Macht euch ein eigenes Bild, Extremmetaller können aber getrost weiterlesen. Openminder, Gothic- und Melodicmetaller sollten den Schweizer mal ein Ohr schenken.

Tracks:
1. Beyond the Horizon of Hope 06:53
2. Identity 04:47
3. My Name 05:01
4. Artefact of Want 05:32
5. Rigor Mortis Animi 04:36
6. The Shame 07:24
7. Broken Wing 05:01
8. Reprise – The Flight 01:27

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