Black Tormentor – My Journey To Northland

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Erscheinungsjahr: 28.12.2016

Moon Over The Baltic Sea Records / CD / Black Metal / Deutschland / 6 Songs / 38:56 Minuten

Varguus ist der Einzelkämpfer, der sich für die Band BLACK TORMENTOR verantwortlich fühlt. Ansonsten ist der Bursche der Frontmann der Band “Organism” aus Köthen, Sachsen – Anhalt. Da man dort aber den Death-Grind fröhnt, können seine Ideen dort nicht verwirklicht werden. Also macht man ein Solo-Projekt und fertig. Nach einen Demo nun also das erste Full Length.

Der Opener “The journeys beginnt und endet romantisch atmosphärisch und dazwischen bietet der Bursche eben typisch norwegisch angehauchten Black Metal. Die Einflüsse von Bands wie Bathory, Darkthrone, Mayhem, Burzum, Immortal, Carpathian Forest, Isengard oder Storm sind allgegenwärtig und ständig zu hören. 10 Minuten schwarzmetallische Kunst wird einen hier geboten und besonders die atmosphrischen Passagen mit melodischen Parts sind Varguus sehr gut gelungen. Tempowechsel sind am Start und machen den Song echt ganz geil. Nicht wirklich was neues, aber dennoch sehr fett, mir aber zu lang. Ich bin nun einmal kein Black Metal Fan, aber der Song knallt ganz ordentlich.

Das restliche Material ist ähnlich aufgebaut. Schleppend und atmosphärisch schlendert man durch die Botanik, mit Hilfe schwarzmetallischer Kunst. So wie z.B. bei “Across eternal Woods”. Langsamer Beginn, kurzes Vorgeplänkel und Vollgas, bevor man dann wieder in einen schleppenden und stimmungsvollen Part übergeht. Allerdings ist der Song mir persönlich wieder zu lang, auch wenn er dort viele Ideen verwurzelt. Rifftechnisch kann er auch nicht mit dem Opener mithalten.Nach 7 Minuten geht er dann quasi in ein Outro rüber, welches aus einem Film stammen könnte und schon bedrohlich daherkommt und 5 Minuten geht und somit ein Teil des Songs darstellt. Interessant.

Bei “Heimkehr” und ” Black Tormentor” verhält es sich ähnlich, diese Songs sind aber wesentlich aggressiver. Leider wird ab hier die Qualität schlechter, ist aber kein Wunder, denn die beiden Aufnahmen sind als Bonustrack dabei und stammen vom Demo aus dem Jahre 2006. Mit “He`s turning Blue” covert er am Ende einen Song und hat man vorher schon seine Liebe für Carpathian Forest herausgehört, wird dieses nun eindeutig. Ich muss aber zugeben, dass ich das Original schon mal gehört habe, aber nicht so auf dem Schirm habe, um beurteilen zu können, ob dieses gut gecovert wurde oder nicht. Der Song stammt ebenfalls vom Demo.

Die Vocals sind aggressiv krächzend und kommen sehr fett rüber.

Die drei neuen Songs sind gut gemachter Black Metal, der nichts neues bietet, aber einen auf eine schöne emotionsvolle Reise mitnehmen kann, wenn man sich darauf einläßt. Komischerweise finde ich als Ballerfreak gerade diese ruhigen und atmosphärischen Klängen am geilsten. Der Wechsel ist eben auch interessant, wobei die Schrabbleriffs und das schnelle Drumspiel mir nicht immer so gefällt. Natürlich ist das ganze sehr grimming und so soll es ja auch sein. Die Songs sind mir zwar zu lang, wissen aber durchaus zu gefallen.

TRACKLIST:
The Journeys Beginning
Moon Over The Baltic Sea
Across Eternal Woods
Heimkehr
Black Tormentor
He´s Turning Blue (Carpathian Forest Cover)

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