Carnal Decay – You owe you pay

Erscheinungsjahr: 10.02.2017

http://www.carnaldecay.com/Carnal_Decay.html

Rising Nemesis Records / CD / Death Metal / Schweiz / 10 Songs / 35:38 Minuten

Und wer hat es erfunden? Die Schweizer, Ach ja, herrlich. Natürlich haben Sie den Death Metal nicht erfunden, aber zu mindestens waren Celtic Frost damals mit von der Partie. Ist auch egal, brauchte nur eine Einleitung, hehe. CARNAL DECAY, eine Band, die auch schon seit Jahren ihr Unwesen treibt. Seit 2002 sind sie mittlerweile am kämpfen und sind im Underground nicht mehr wegzudenken, nicht nur im schweizerischen. Michael und Isa sind seit Anfang an dabei und seit 2010 zertrümmert der gute Nasar, seines Zeichen Inhabers des kleinen, aber feinen Undegroundlabels Rising Nemesis Records, den Bass. Wen wundert es, dass das mittlerweile vierte Album auch dort erscheint.

Mal ganz ehrlich, gibt es was schöneres, als den ganzen Tag Death Metal, mit all seinen Facetten, zu hören. Ich glaube nicht.

Mit einer fetten und drückenden Produktion ausgestattet, geht es ohne Umschweife an die Gedärme. Kein Intro oder sonstiges Rumgeeiere, sondern gleich auf die Fresse. “No sequel” gibt mir schon einmal ordentlich eine Schelle und der choralartige Refraingesang ist ein echtes Brett.
Frei nach dem Motto:” Ein Leben ohne Blastbeat ist möglich, aber sinnlos” zerstört man die Menschheit innerhalb von 35 Minuten. Schnell muss es sein, aber auch grooven und so mischt man eben beides zur einer positiv zermürbenden Einheit. Hellulujah! Meine Favouriten “Murder a la Carte” und “Not worth a Bullet” beweisen, dass sich die Musikrichtungen Death Metal , Grindcore, Hardcore und Deathcore durchaus verbinden lassen. Klaro, für viele ist die Sparte “Deathcore” nicht tragbar und auch ich habe so teilweise meine Probleme damit, aber CARNAL DECAY bauen diese eher mit ein, als dass die deathcorelastigen Elemente im Vordergrund stehen. Amerikanischer, blastlastiger Death Metal ist der Hauptbestandteil der Materie und dieses auch gut so. Die passenden Grooves im Coregewand ergänzen den Spaß und man muss sagen, es passt überwiegend auch total. Vielleicht ein wenig zu oft, aber dieses stört nur am Rande. Wie schon erwähnt, richtig fett produziert und absolut energiebeladen, muss man sagen. Für ruhige Eidgenossen nicht gerade normal, Herzinfaktgefährdet. Wenn man der Band etwas vorwerfen möchte, denn die Gleichförmigkeit der Songs.

Natürlich sind Breakdowns am Start und der Gesang ist schön gutterallastig, gepaart mit Metalcorescreams. Passt!

“Your guts my glory” kommt auch dermaßen fett und brachial aus den Boxen geschallert, einfach nur herrlich und als Gastsänger konnte man meine Bro Julian Truchan von Benighted gewinnen. Klingt gut, da diese Parts noch einmal anders klingen. Außer dem sind auch noch Melchior Borg (ABYSMAL TORMENT)und Wille Kurr (JEHACKET) dabei. Bringt gesanglich eine gute Abwechslung.

Ob sie wirklich “Switzerlands most aggressive Death Metal” sind, weiß ich nicht, könnte aber durchaus sein. Powervoller und energiegeladener Baller Death Metal mit hardcorelastigen Grooveeinlagen. Das an der Klampfe eine Dame die Saiten zupft, sei nur am Rande erwähnt. Live muss man vom Propellerheadbangen und kreisen im Circle Pitt hin- und herspringen. Oder man bleibt im Pit und nimmt die Frank Mullen Gedächtnishand. Sei es drum. “You owe you pay” könnte sowohl Suffocation- als auch Hatebreedfans interessieren. Anchecken!

Tracks:
1. No Sequel 03:29
2. Until You Die 03:42
3. Decimating the Living 03:50
4. Show Your Fucking Face 02:45
5. Murder a la carte 03:15
6. Not Worth a Bullet 04:00
7. Your Guts My Glory 03:56
8. Freed from the Leash 03:29
9. I Crush Your Dreams 02:58
10. Trick or Treat 04:14

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