Commander – Fatalis ( The unbroken circle )

http://commander-metal.eu/

Erscheinungsjahr: 13.04.2018

MDD Records / CD / Death Metal / Deutschland / 9 Songs / 41:16 Min

Aus der Stadt des neuen und dauernden Deutschen Meisters , dem Stern des Südens, stammt die Band “Commander”. Nur mal so zur Einleitung. Die Wiesn Burschen sind auch bereits seit 1999 unterwegs und somit längst keine Unbekannten mehr, sofern es um Death Metal aus Deutschland geht, auch wenn die Veröffentlichungsflut an ihnen vorbeigeflossen ist. 10 Jahre ist es her, als das zweite Album “The enemies we create” herauskam. Nun also, nach 10 Jahren, entschloss man sich, die erzeugten musikalische Ergüsse noch einmal auf einen Tonträger zu pressen und der Metalwelt zu präsentieren.

Fatalis (The unbroken Circle) nimmt ganz langsam Fahrt auf, mit einem prägnantem Riff, um dann den schnellen Part folgen zu lassen. Dass Riff wird fortgesetzt, in Slow Tempo gewechselt und dann wieder Gummi gegeben, bevor man wieder in Slow, naja sagen wir eher Midtempo wechseln. Wieder folgt ein markantes, fast orientalisch klingendes Riff und bereichert den Song. Der Kopf geht dabei durchgehend auf und nieder. Death Metal, so wie wir ihn mögen. Scheppert und schleppert vor sich hin, Vorspieler und dann wieder Vollgas. Jawoll. Und wieder dieses Riff…. Gutes Songwriting. Das 10jähriges Warten macht sich bezahlt.

Auch “Locus Infestation” kann mich überzeugen. Muss ich ja sagen, denn den Song habe ich in meiner Radiosendung gespielt, hehe. Schön aggressiv und zugleich groovig geht man zu Werke. Der Groove wird bei den alten Hasen anders definitiv, fern ab von dem ganzen geslamme. Sehr fein. Der Song lebt auch von interessantem Riffing.

In 41 Minuten gibt es neun Songs, die es überwiegend in sich haben. Nicht alles konnte mich überzeugen, doch dass ist jammern auf ganz hohem Niveau.

Die Burschen sind nicht daraus, Geschwindigkeitsrekorde oder so etwas zu brechen, sondern legen ihren Focus absolut aufs Riffing. Die Songs sind absolut Rifforientiert aufgebaut und dementsprechend dürfen Solis auch nicht fehlen, so wie eben bei “Locus Infestation”.

Wie gesagt, nicht alles meins, wie z.B der Song “Chaos Awakening”, der geht so an mir vorbei, ist aber auch schon fast die Ausnahme.

Commander beweisen wieder einmal, dass guter Death Metal nicht immer aus Amerika oder Schweden kommen muss. Dabei gehen sie eben ein wenig anders zu Werke. Es word sehr viel Wert auf das Songwriting gelegt. Dabei geht man sehr komplex vor, ohne sich aber zu sehr in technische Firlefanzen zu verlieren. “Und am Anfang stand das Riff”, so würde wohl die Commanderbibel beginnen.

Nicht dass der Rest übel ist.Das Drumming ist schön treibend und absolut auf den Punkt gebracht. Man höre sich mal die geilen Doublebassattacken zu Beginn des Songs “New Slave Democracy” an.
Die Vocals sind tief, aber verständlich. Jawoll. Und der Sound drückt alles kaputt, so wie es sein soll.

Neben den brachialen Death Metal Attacken bombardieren sie einem immer mit trashigen Einsprengseln und dieses verbreitet absolute Stimmung. “Fatalis /The unbroken Circle” ist ein Album, welches absolut überzeugen kann. Während viele Bands mit Geschwindigkeit, old school oder Atmosphäre auftrumpfen, bedienen Commander alle, die das Songwriting ansich mögen. Hier sitzt jedes Riff. Jedes Break ist absolut durchdacht und plaziert und das Tempo wird so variiert, dass es immer zu rechten Zeit knallt.

Death Metal Freunde können so etwas von bedenkenlos zuschlagen.

Tracks:
1. Fatalis (The Unbroken Circle) 05:20
2. Locust Infestation 04:31
3. Chaos Awakening 03:52
4. New Slave Democracy 03:57
5. Insidious Greed 06:15
6. Invidia 03:37
7. Superbia 04:33
8. And Death Swings the Scythe 06:07
9. Shattered Existence 03:04

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