Dakhma – Passageways To Daena (The Concomitant Blessings of Putrescing Impurity)

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Erscheinungsjahr: 02.07.2016

Eigenproduktion / CD / Blackened Death / Schweiz / 8 Songs / 67:32 Min

Die beiden Protagonisten Kerberos (Lykhaeon, Solitudo Solemnis) , der alles macht, außer trommeln und H.A.T.T. (Solitudo Solemnis, Suamanucaedere, Tardigrada, Guignol Noir (live) ) stammen aus der Schweiz und musizieren seit dem Jahre 2014 zusammen. Diese CD stammt bereits aus dem Jahre 2015 und liegt mir nun auf dem Tisch. DAKHMA ist Teil der “Helvetic Underground Committee” und nun könnte der fachkündige Sprachwissenschaftler wissen, woher sie stammen. Genau aus der Schweiz.

Nach dem Intro geht der Höllenspaß los und man ist zuerst sehr frustriert. Ich bin ja wahrlich kein Soundfreak oder dergleichen oder beurteile die Ware nach ihrem Äußeren. Auf den Inhalt kommt es an, keine Frage. Ich stehe z.B. auch auf indonesischen oder asiatischen Krachunderground und da bekommt man manchmal Eigenproduktionen um die Ohren geballert, die einen hören und hören vergehen lassen, hehe. Und so geht es mir bei DAKHMA auch. Die Produktion ist einfach grottenschlecht, keine Frage.
Da muss man nicht rumzureden. Auch wenn man die Rohheit der 90er Black Metal Szene erschaffen wird, kann man dieses heutzutage besser gestalten. Ob ein Bass eingespielt wurde, weiß ich nicht, zu hören ist er zu mindestens nicht.

Nachdem ersten durchhören wollte ich vor Schreck durchlaufen, aber wenn man sich erst mal auf den Sound eingelassen hat, stellt man fest, dass das Unterfangen der beiden Schweizer, eine böse Darbietung zu bieten, durchaus gelungen ist.
Das Zeug entspringt aus dem Underground und ist teilweise bösartiger, als was ich im Black Metal je gehört habe, keine Frage. Nun bin ich auch kein großartiger Black Metal Fan, aber trotzdem. Das Riffing kann einen schon mitreißen.

Ich werde das Album als Gesamtkonzept sehen, denn hier geht alles Hand in Hand. Im Grunde reichen zwei Begriffe aus:” Düster und böse”, Das bringt es auf dem Punkt.Black Metallische Raserei trifft auf deathmetallische Härte und dieses wird von ihnen pervers kombiniert. Das Riffing ist wirklich lecker und übel allen schwebt eben diese dunkle Atmosphäre. Die Songs sind relativ lang gehalten und dieses stört mich noch nicht einmal, denn immer wieder bringen sie reine instrumentalistisch Bosheiten mit rein und genau diese sind es auch, die das Album komplett dunkel gestalten. Man hat das Gefühl, diese Klänge stammen direkt aus der Hölle. Als wäre man
in der Folterkammer des dunklen Lords persönlich. Besser wird es nicht, denn dann bricht ja die Hölle in musikalischer Form ein, durch überwiegend schwarzmetallischerer Vernichtungsraserei.

Der Gesang wird schön gedoppelt. Screams und Growls sind auf der Höllrenreise mit dabei und zerlegen deine Gedärme.

Es handelt sich um eine Wiederveröffentlichung und das mal als Wiederveröffentlichung einen Bathory Song covert (“Call from the Grave), ist nicht wirklich verwunderlich. Die Einflüsse sind spürbar. Aber der Hauptgrund ist wahrscheinlich, warum ich das Album durchaus mag, ist die Tatsache, dass sie sehr viel Morbid Angel- lastige Riffs am Start haben, die absolut fett klingen. Somit ist auch klar, dass die beiden Burschen auch Ahnung von der Technik haben, nur nicht von der Produktion, hehe. Auch Immolation meine ich, rauszuhören. Die rituellen Klänge lassen ein wenig Nile raushängen, besonders bei dem Bonustrack:”Rite of Daebaaman” sind
diese Einflüsse zu hören.

“Passageways to Daena” ist sicherlich kein Album für die Autofahrt oder so nebenbei. Es ist schon sehr sperrig und man muss es auf sich wirken lassen, keine Frage.
Aber dann kann es punkten und einen mitnehmen, auf eine dunkle und bösartige Reise, Punktabzug gibt es aber definitiv für die Produktion. Ist nun auch einmal ein Teil davon,ansonsten fettes Brett.

Tracks:
1. Barashnûm (Defiled by Dead Flesh)
2. Where Shattered Minds Collide (The Immortal March)
3. Ascension (Flesh and Bone)
4. Ascension II (The Light Eternal)
5. Chinvat (Ascension III – Agony)
6. Consuming the Nasu (of Shredded Impurity)
7. Of Charred Flesh (Blessed by Illuminating Fire)
8. The Silent Tower (Gather Ye of Life)
9. Call from the Grave (Bathory Cover)
10. Rite of Daebaaman

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