Damnation Defacecd – Invader from beyond

Release:06.10.2017

Apostasy Records / CD – LP / Death Metal / Deutschland / 11 Songs / 42:25 Min.

Bereits 11 Jahre gibt es schon die Band “Damnation Defaced”.Das Quintett stammt aus Czelle / Niedersachen und kommt sehr stabil daher. Lediglich die Gitarrenposition wurde getauscht. Dieses hatte 1 Demo, 2 EP´s, ein Compilation und 2 Alben zur Folge.Man wechselte von Kernkraftritter Records zu Apostasy Records, um einen Schritt nach vorne zu machen und nun kommt also Album Nummer 3.

Hm, da haben die Burschen im Vorfeld nichts anbrennen lassen. Aufgenommen im Institut für Forschung in Hannover, Mix und Master ( der Reviewer kniet gerade ) bei Dan Swäno. Juanjo Castelliano ( Vomitory und Revel in Flesh) fertigte nach Angaben der Band. Also schon einmal sehr viel richtig gemacht.

Die Jungs legen also eine Schippe drauf. Liegt bestimmt daran, dass nun mein Kollege Lutz Neemann, natürlich Osfriese und bekannt von Battue und The Damnation, an der Gitarre dabei ist ( Schon seit 2012). Man weiß es nicht. Mal sehen, was die Musik so mit sich bringt.

Mit “NIOM: 004D004F0049004E”, dem sphärischen Intro, scheint man die Alienankunft hervorzubeschwören. “Goddess of Machines” eröffnet dann das eigentliche Weltraumspektatkel.Sehr zukunftsorientiet. Die Vorgängeralben ließen solche Vermutungen ja schon zu und Damnation Defaced scheinen jetzt ihren eigenen Stil gefunden zu haben. Ist ja immer gut, wenn man was eigenes kreiirt.
Eigenständigkeit hat aber meistens ihren Preis und dann hören wir mal, ob die Burschen mich mit auf die Zukunfstreise nehmen können. Gewollt und auch gekonnt verarbeiten sie ihre Texte in musikalische Klänge um. Sehr futuristischer und sphärischer Sound, der einen entgegenkommt und alles unter dem Mantel des Death Metals. Es gibt sicherlich schlimmeres, würde ich sagen!

Der Opener kann schon einmal was. Schön brutal kommen die Riffs aus den Boxen geknallt und zelebrieren den eingeschlagenen Weg und kombinieren die Richtungen. Melodisch klingt es, welches überwiegend von den Keyboard Samples erzeugt wird. Fachgerecht und Genretreu kommt das Growling oben drauf und der gute Sound gibt den Rest. Gutes Teil.

Schnell und melodisch, dieses ist ja meistens so ein Problem. Der Nachfolgesong:”Invader from beyond”, der Titeltrack, erledigt dieses ohne Probleme und stellt somit für mich das Highlight des Albums da. Trotz der Komplexität schön straight und nachvollziehbar. Läuft.

Das Futuristische Grundthema wird auf dem ganzen Album beibehalten. Dabei gehen die Burschen sehr bedacht vor. Während andere sich 08/15 mäßig auf old schoolige Death Metal Pfade bewegen, verstehen Damnation Defaced ihren Death Metal anders.

Der Death Metal existiert quasi in Form der Brutalität und in Form des Gesangs. Ansonsten bietet man viel Atmosphäre. Elektronische Einsprengsel, Keyboardklänge, melodische Solis – diese Elemente verkörpern das Schaffen der Band. Diese nicht gerade genretypischen Elemente erzeugen eine ganz eigene Atmosphäre und bringen eben die Eigenständigkeit mit sich, die ich angesprochen hatte.

Songs wie “Invader from beyond”, “Marc Cain” oder “The Creator`s Fall” können da absolut überzeugen.

Sobald der vorhandene groovige Death Metal aber beinahe ein wenig “poppig” klingt, ist echt nicht mehr meins, so wie bei “The key to your voice” oder “All comes to its end”. Ist natürlich Geschmackssache, aber für mich ist es dann zu viel Kreativität.

Ansonsten sind die Songs aber absolut zugängig, denn die eingesetzten Mitteln halten sich eher zurück und unterstützen den Death Metal nur.

Wer Death Metal mag, auf Abwechslung steht und ein wenig spacige Themen liebt, der sollte sich Damnation Defaced reinziehen.

Tracklist:

NIOM: 004D004F0049004E
Goddess Of Machines
Invader From Beyond
Mark Of Cain
The Observer
The Key To Your Voice
Rendezvous With Destiny
All Comes To Its End
Back From Apathy
The Creator’s Fall
Embraced By Infinity

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