Decaying – To cross the Line

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Erscheinungsjahr: 19.01.2018

F.D.A. Records / CD – Lp – Download / Death Metal / Finnland / 8 Songs / 38:48 Minuten

Die Spinnen, die Finnen. Gerade im Death Metal sind die Bands aus diesem kleinen skandinavischen Ländle ja immer eigene Wege gegangen. Ihre Art von Death Metal war immer sehr morbide und atmosphärisch. So ist es aber nicht bei “Decaying” . Seid 2010 sind diese Burschen nun dabei und haben auf ihrer Reise weg von der finnischen Seelandschaft das dritte Album im Gepäck, welches via F.D.A.Records die Welt erobern soll. Natürlich zocken 3/4 der Members noch in anderen Combos, wie z.B. “Altar of Betelgeuze” oder “Brainspoon”, aber von denen habe ich noch nie etwas gehört. Wahrscheinlich wäre es gut, wenn das Quartett sich auf “Decaying” konzentrieren würde, denn gerade dieses dritte Album hat definitiv Zukunft.

Wie gesagt, diese Finnen zocken eben nicht den typischen Sound ihrer Landsmänner, sondern gehen eher in Richtung Niederlande und ein Wenig nach England. Vielleicht hat ja Bandgründer Matias ein Auslandstudium dort betrieben, ich weiß es nicht.

Der Opener und CD Namensgeber “To cross the line” kommt sehr doomig und Midtempolastig aus den Boxen gekrochen und erinnert sofort vom Riffing her an Bolt Thrower. Nicht nur bei diesem Song standen die Engländer Pate. Das Riffing kommt teilweise sehr “rockig” daher. Macht Laune

Ab “From shield to storm” hört man aber , von wem und von welchen Bands “Decaying” am meisten beeinflußt wurden, denn hier agieren sie mit zwei Sängern. Während der “Hauptsänger ” schön passend tief growlt, könnte man meinen, dass der Zweitsänger der kleine Bruder von Martin van Drunen ist. Nee, Freunde , noch ein Martin verkraftet die Welt nicht, hehe, zumindestens nicht auf einem Festival. Soviel Bier kann man nicht kaufen, aber das nur am Rande.

Und nicht nur er klingt eben wie Martin van Drunen, sondern auch musikalisch hat man sich zu 80% in die Niederlande begeben. Das Songwriting wird jeden glücklich machen, der zum Frühstück “Hail of Bullets ” hört, Mittags ewig lang “Asphyx” verdaut und kurz vor dem Bett gehen noch einmal “Grand Supreme Blood Court” konsumiert.

“From shield to storm” gefällt mir sehr geil, weil hier schön auch mal Gas gegeben wird und der Song so etwas von nach Asphyx klingt.

Wie oben schon besprochen, werden auch Zitate von Bolt Thrower verwendet. Und durch die melodischen Leads werden auch eigene Ideen verwendet und auch ein wenig die finnische Herkunft untermauert, aber im Grunde kann man schon sagen, dass hier ein Martin van Drunen Fan club am Werke ist. Da ich ja auch gut mit dem Drinking Man kann, finde ich es nicht schlecht.

Besonders “Decadence” kann mich überzeugen. Geile Riffs, geile Melodie , Tempowechsel. Alles vorhanden . Starke Mischung aus Death und Doom. Mit Asphyxtypischen Vorspieler und an dafür.

Auch der Rest, wie z.B,”The first objective” und “Nothing is free” kommt recht geil herüber.

Meiner Meinung nach hätte man hier und da noch ein wenig mehr Gas geben können, aber ansonsten ballert das Album echt ordentlich und die Boxen und meine Ohren gehen steil.
Eine gute Mischung aus Death und Doom Metal. Natürlich kommt man vom Riffing und Songwriting nicht an Asphyx und Hail of Bulletts heran, aber geil ist es trotzdem. Allerdings können mich auch nicht alle Songs überzeugen. Trotzdem sehr fett das Ganze. Und ab dafür. “Decadence” wird af jedem Fall auf meinen Sport Mp3 Player landen und auch im Radio bei mir laufen.

Freunde des Death und des Dooms können ohne Bedenken losgehen und das Teil ordern.

Tracks:
1. To Cross the Line
2. From Shield to Storm
3. Nothing Is Free
4. The End Justifies the Means
5. Decadence
6. A Crucial Factor
7. The First Objective
8. Futile Effort

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