Desecresy – The mortal horizon

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Erscheinungsjahr: 12.08.2017

Xtreem Music / CD / Death Metal / Finnland / 9 Songs / 12.08.2017

Hinter Desecresy verbirgt sich der Genosse Tommi Grönqvist, der früher bei Slugathor tätig war und dann als Ein-Mann Maschine anfing. Alben zu schreiben. Seit 2009 ist er auf Solopfaden unterwegs und mittlerweile konnte er einen Deal mit Xtreem Music ergattern und regelmäßig Alben abliefern. Nun ist er bei Album Nummer 5.
Bis 2016 wurde er gesangstechnisch von Jarno Nurmi unterstützt, der früher ebenfalls bei Slugathor war, aber dieses Album hat der gute, alte Tommi komplett alleine gestaltet.

Die Finnen spinnen, natürlich im positiven. Gerade im Death Metal gehen die Burschen irgendwie eigene Wege, ob es an der Umgebung oder am Wetter liegt, keine Ahnung, aber die atmosphärischen Elemente haben die Burschen drauf und alles klingt irgendwie depressiv, aber auch wieder im positiven Sinne. Klingt komisch, ist aber so.
“Admist”, der Opener, hat es auch in meine Radiosendung “Radio Mähdrescher” geschafft. Der Song ist sehr melancholisch und schleppt sich vor sich hin, doch am Ende wird noch einmal Fahrt aufgenommen und macht das ganze recht interessant für mich. Skandinavischer Metal finnischer Art, so wie man es gewöhnt ist.
“Horizon Blazing” dagegen ist recht fix und macht sogar Laune, da mit guten Riffing ausgestattet. Mir ist der Songaufbau aber teilweise zu verzwickt und vertrackt.

Bemängeln muss man definitiv den Sound bzw. die Produktion. Klingt sehr nach Proberaum und wird sogar mitten im Album noch mieser. Klaro, gibt es schlimmeres, ist heutzutage aber echt nicht mehr nötig, nur am Rande.

Okay, kommen wir zurück zur Musik. “Percussive Necromancy” kommt düster um die Ecke gewalzt, schön schleppend.
“Excavation” verfolgt im Grund dieselbe Richtung, wartet dann aber plötzlich mit Geballerparts auf. Gute Idee, so wird Langeweile vermieden, denn das nachfolgende “Concealed Depths” bewegt sich ausschließlich im Midtempo. Geht irgendwie an mir vorbei.
Leider ist das bei “Atrophoid” auch nicht anders. Man kann seinen Kopf zwar nicken, aber irgendwie berührt er mich nicht und bleibt nicht hängen.
Besser wird es zwar bei den Songs “Telekinetic Ignition” und “Perpetual Waves” , aber auch nicht viel. Die Songs plätschern nicht schlecht, aber irgendwie auch nicht hervorragen vor sich hin.
Eine gelungene Mischung aus Death und Doom Metal bietet da der Rausschmeisser “Approaching Infinity” . Gelungene Mischung aus beiden Sparten mit Banggarantie und Dunkelheit. Kommt gut.

“The Morzal Horizon” ist teilweise ganz geil,aber teilweise eben auch relativ belanglos und die Produktion spricht auch nicht gerade für ein Highlight.

Tracks:
1. Amidst 03:59
2. Horizon Blazing 02:17
3. Percussive Necromancy 04:21
4. Excavation 04:25
5. Concealed Depths 04:34
6. Atrophoid 02:41
7. Telekinetic Ignition 02:57
8. Perpetual Waves 03:34
9. Approaching Infinity 04:41

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