Devastator – The throne belongs to us

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Erscheinungsjahr: 17.03.2017

Kernkraftritter Records / CD / Death Meta / Deutschland / 13 Songs / 44:18 min

Das Hamburger Schlachtschiff ist zurück. Die Gewaltakkustigruppe rund um Endseeker Frontman Lenny haben wieder zugeschlagen. Seit 2002 lärmen sie bereits im Underground herum und auch ich durfte sie schon auf meiner heimischen Bühne sehen und auch schon mit ihnen zusammenzocken. Ansonsten knechteten sie bereits im Vorprogramm von Bands wie Belphegor, Vader, Entombed, Pungent Stench oder Krisiun und auch das ein oder andere Festival wurde abgerissen.
Nach dem Demo im Jahre 2004 veröffentlichte man im Jahre 2007 das Debutalbum namens “Beyond Massacre” und im Jahre 2013 Album Nummer 2 namens “Through oceans of flesh”, welches eine extreme Entwicklung darstellte.
Nun also Album Nummer 3 und Kernkraftritterrecords unterstützt die Burschen dabei.

Die Liebe zu Schlachtschiffen gilt es erneut zu präsentieren und so wartet man natürlich mit einen Kriegsintro auf. Schlachtschiffklänge mit Untergangsankündigung . Ihr musikalisches Vorhaben wird auch ausgesprochen.”Kill them all,fire,fire..” Und ab dafür.
“The throne belongs to us” ist dann auch gleich der erste Song und leitet somit die Vernichtung ein. Sie selben beschreiben sich wie folgt:”Devastator steht für brutalen, leidenschaftlichen Death Metal mit gnadenlosen und massiv energetischen Konzerten.” Tja, und genau so ist es.
Der Opener bietet alle Trademarks der Band. Mit einen Vaderlastigen Riff beginnt der Spaß. Gevatter Blastbeat steht an der Tagesordnung, Growls und Screams stehen an der Tagesordnung, wobei Lenny einen eigenen, absoluten brutalen Stil entwickelt hat. Das Tempo wird wird gedrosselt und dann wieder Fahrt aufzunehmen. Im Mittelpunkt des Songs steht der Refrainpaart, den man sofort mitgröhlen kann. “The Throne belong to us” kommt im Midtempo daher, begleitet von einer rasselnden Doublebass. Geilomat.
Die restlichen Songs stehem dem Opener in nichts nach. Immer wieder bauen sie kleine Highlights mit ein und variieren das Tempo, so wie z.B. bei “Dread and Horror, washed ashore”. Ein sehr schleppender Song, der aber brutal aus den Boxen kommt und natürlich auch in ein Inferno endet. Lenny`s Vocals sind wieder großartig hier und untermauern die Bedohlichkeit. Das Riffing technisch anspruchsvoll, ohne zu übertreiben.

Das nachfolgende ” Crushing down” geht danach sofort in die vollen und wie auf dem ganzen Album muss man den Drummer ein absolutes Kompliment aussprechen, besonders die Doublebass sitzt ohne Ende. Lenny screamt fast mit Pig Squeals und ein Brettersoli darf auch nicht fehlen.

Sicherlich darf man Vader als Einfluß nennen. Hier und da sind diese langgezogenen melodischen Leads vorhanden, wobei Devastator diese nicht so konsequent zu Ende spielen, wie Vader. Bands wie Cannibal Corpse, Suffocation oder Dying Fetus sind auch rauszuhören, bei den ganz technischen Elementen auch die deutschen Defeated Sanity oder Necrophagist. Vom Riffing her teilweise auch an meine Götter von Origin ( z.B. bei ” Birth.Odysey.Death” )

Nicht alle Songs zünden leider bei mir, muss ich sagen, aber hierbei handelt es sich um wenige Ausnahmen. Bzw. Statt 13 Songs hätten es auch 11 Granaten getan. Das ist aber schon das einzige Manko.

Die Produktion ist schön drückend und zerstörend.

Für Tierliebhaber kann ich den Song “Pork” empfehlen. Kleine Schweineintro und natürlich Pig Squealsscreams von Lenny. Der Midtempopart ist hier absolut fett und wieder überzeugen die rasselnden Doubelbassparts.

An Ideen scheint es den Burschen nicht zu mangeln, hört euch mal den kranken Song “of hatred and void”, der so ganz anders klingt, zumindestens am Anfang und dann natürlich in eine Vernichtungsmaschine übergeht. Blastbeatblitzgewitter und Groove. Herrlich.
Und auch bei “76” geht es einfallsreich zu. Der abgehackte Mittelpart mit abgehackten Grunzer und Quieker. Recht interessant

Ja,was soll man sagen, wir sind alle Hamburger Jungs, hehe. Nee!

Aber DEVASTATOR ist mit “The throne belongs to us” eine schnöne Mischung aus brutalen Death Metal und Technik gelungen. Sie beweisen, dass a) auch in Deutschland geile Death Metal mit Ideeen gibt und b) das man technisch vorgehen kann, ohne sich die Finger abzufideln, sondern diese komplett im Songwriting unterbringen kann.

Besonders Lenny`s Gesang und die Drumarbeit von Eggi gefallen mir extrem gut. Der Bursche treibt die restlichen Instrumentenfraktion ordentlich an und diese nehmen diese sportliche Aufgabe an und setzen es positiv um. An Ideen scheint es den Burschen nicht zu mangeln, hört euch mal den kranken Song “of hatred and void”, der so ganz anders klingt, aber drückt ohne Ende.

Ob ihnen der Thron zusteht weiß ich nicht, auf jeden Fall sollte sich jeder, der sich Brutaler Death Metal Fan schimpft, das Teil zulegen. I love it!

Tracks:

1. Intro 00:46
2. The Throne Belongs to Us 05:14
3. Unleash Your Ardent Longing 03:02
4. Dread and Horror, Washed Ashore 03:24
5. Crushing Down 03:39
6. Against Overwhelming Odds 03:17
7. Pork 03:43
8. You Are Not Who You Pretend to Be and Everybody Knows It, Especially You 02:38
9. Of Hatred and Void 04:37
10. Creation’s Crowning Glory 04:25
11. 76 01:16
12. Birth.Odyssey.Death. 03:08
13. The Urge to Decimate 05:09

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