Dyscarnate – With all their might

http://dyscarnate.org

Erscheinungsjahr: 15.09.2017

Unique Leader Records / CD / Death Metal / England / 08 Songs / 39:05 Minuten

Die Engländer von Dyscarnate gründeten sich schon im Jahre 2004. Die beiden Urgesteine Matt und Tom waren zusammen auch bei Incarnate tätig, außerdem Matt noch bei Asphyxciation und Tom bei Fleshrot. Wer sich ein wenig im Underground bewegt, wird diese Bands durchaus kennen. Seit 2015 ist Basser und Zweitsänger Al mit am Start, der ansonsten noch bei Arceye rumwirbelt.
Nach einem Demo, einer Ep und 2 Album kommt nach 5 jähriger Pause nun Album Nummer 3, via Unique Leader Records.

Hi, Unique Leader Records hat in den letzten Jahren ja sehr viel technisches Zeug herausgebracht. Die Deeds of Flesh Leute mögen ja diesen Stil. Man scheint ein wenig davon wegzugehen, denn neben Dyscarnate haben sie z.B. auch Stillbirth unter Vertrag genommen.
Soll nicht heißen, dass die Burschen keine technischen Elemente drinne haben. Im Gegenteil. Die Burschen sind absolut fit an ihren Geräten. Dieses haben sie auch auf dem Deathfeast bewiesen.
“Of Mice and Mountains”. der Opener, geht auch gut in die vollen und bietet druckvollen Death Metal, straight nach vorne, mit geilen Riffs ausgestattet, die fachmännisch vorgetragen werden. Die Burschen wurden aufgrund ihrer ersten beiden Alben immer wieder mit Dying Fetus verglichen. 5 Jahre hatte sie nun Zeit für`s Songwriting, welches ganz anderes klingt. Sicherlich sind die Einflüsse von Dying Fetus noch zu hören, aber sie gehen mittlerweile viel komplexer und abwechslungsreicher zu Werke.
Das schön treibende und mit Grooves versehene “All the devils are here” z.B oder “This is fire”. Blastbeats gepaart mit doomigen Klängen und Ausflüge in den Black Metal Sektor sehr geil.
Dyscarnate klingen Anno 2017 sehr abwechslungsreich und technisch, ohne dabei den Pfaden zu verlieren. Geiles Händchen für das Songwriting und der doppelte Gesang gesellt sich sehr geil ins Geschehen.
Die Riffs gehen ins Mark und die Songs sind absolut bangkompatibel. Macht Laune.
Am Ende wird es noch mal richtig geil und anders. “Nothing seems right” geht mit Cleanpart und dunklen Screams und Growl und wird bedrohlich aufgebaut, bevor man dann losgeht, eine absolut geile Doomnummer zu erzeugen. Druckvoll und bedohlich, aber auch verträumt und romantisch und zu keiner Zeit 08/15 . Tempowechsel sind auch vorhanden. Doom und Midtempo stehen an der Tagesordnung. Geht voll ins Mark. Gerade hier kommen die Growls und Screams richtig fett zur Geltung.
Sicherlich sind hier und da noch Spannungsmomente vorhanden, die mir nicht so ganz gefallen, aber zusammenfassend muss man sagen, dass die Burschen nun endlich ihren eigenen Weg gefunden haben. Wer sie jetzt noch mit Dying Fetus vergleicht, hat irgendwas nicht verstanden.
“With their all might” kann was. Mit den Großen der Szene kann man nicht mithalten, aber es handelt sich um ein Album, welches absolut Laune bereitet.

Tracks:
1. Of Mice and Mountains 04:06
2. This Is Fire! 05:35
3. Iron Strengthens Iron 04:38 Show lyrics
4. Traitors in the Palace 04:09 Show lyrics
5. To End All Flesh Before Me 04:05
6. Backbreaker 04:00
7. All the Devils Are Here 04:48
8. Nothing Seems Right 07:44

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