Encrypted – The Purge

https://www.facebook.com/encryptednrwdm

Erscheinungsjahr: 20.03.2017

Star Spawn Society / CDEP / Death Metal / Deutschland / 4 Songs / 23:15 Minuten

Mein Kollege Hacker vom geilen Magazin Unholy Terror ( leider nicht mehr aktiv) hat ein neues Label am Start und kümmert sich wie gewohnt um den einheimischen Underground, überwiegend dem aus NRW. Dort brodelt es ja immer noch, was man auch beim gut besuchten NRW Deathfest mitbekommen kann. Das AZ Wermelskirchen bleibt ein guter Anlaufpunkt für Bands aus der Region. Sei es drum. ENCRYPTED zocken seit 2012 zusammen und bringen nun nach zwei Demos aus den Jahren 2013 und 2016 ihre erste EP heraus. Eine Zwei Mann Kapelle ( T.666 und sacrifilus) Onkel Hacker unterstützt sie dabei gerne

Wer Gevatter Hacker kennt, weiß, dass es sich bei ENCRYPTD um eine Death Metal Band handeln muss uns so ist es natürlich auch. Allerdings haben die Burschen die Band gegründet, um eine Mischung aus Black und Death Metal zu erzeugen.

Und so knallt auch gleich “Oppose” mischmäßig aus den Boxen. Sehr rifflastig und düster geht man zu Werke, gibt sowohl Hackengas als auch Schlepptempo. Im Vordergrund steht immer das Riffing, der Gesang schön tief aus der Ecke kommend, klingt mehr oder wenig wie ein Beiwerk. Am Ende nimmt man das Tempo fast ganz raus und geht schon fast doomig vor und ballert darüber wieder ein dunkles Riff.
Produktion ist sehr undergroundig, dunkel, ehrlich und erdig und könnte hier und da ein Stücken kraftvoller sein. Definitiv aber passend zu der diabolischen Mischung aus Black und Death Metal.

Mit Doomed bietet man uns fast 8 Minuten an. Der Songs beginnt sehr schleppend und baut sich dann auf. Soli darf natürlich nicht fehlen. Mir persönlich ist das aber zu lang, aber dass habe ich quasi fast immer, wenn die 5 Minuten überschritten werden.

Was die Burschen verinnerlicht haben, ist das Verarbeiten und Herüberbringen von atmosphärischen Klängen. Während das Riffing nicht neu ist und das Songwriting mich nicht immer ganz überzeugen kann, brillieren sie mit den atmosphärischen Parts und den Tempiwechsel. Gerade das düstere Riff mitten drinne bei Doomed kann Gänsehaut erzeugen. Manchmal klingt das alles noch wild und ungestüm, dann wieder beängstigend und bedrohlich. Hat definitiv was.

Auffallend ist. Umso länger das Album, desto schleppender und bedrohlicher der Sound, umso geiler die Songs. Oppose geht noch recht fix und meines Erachtens auch belanglos zu Werke. Die drei Nachfolger sind da wesentlich reflektierter und langsamer und können mich mehr begeistern und machen Lust auf ein komplettes Album.

Guter Death/Black mit Aussicht auf Fleischwölkchen, äh, mehr. Bin mal auf ein ganzes Album gespannt. Guter Einstieg von der Band und vom Label.

Tracks:
1. Oppose 03:52
2. Doomed 07:48
3. Era of Nothingness 04:44
4. Order of Purity 06:51

This entry was posted in Reviews. Bookmark the permalink.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *