Endseeker – Flesh Hammer Prophecy

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Erscheinungsjahr: 20.10.2017

FDA Records / CD-LP_Download / Death Metal / Germany / 10 Songs / 42:03 Minuten

Jo, diese Sickos aus Hamburg dürften jeden Death Metal Fan in Deutschland mittlerweile ein Begriff sein, denn seid ihr Gründung spielen sie sich echt ihren Allerwertesten ab. Nicht weil sie es müssen, sondern weil sie einfach Bock drauf haben. FDA Records war von Anfang an dabei. Mit der EP “Corrosive Repulsion” haben sie die Meßlatte auch für sich selber sehr hoch gelegt und nun kommt also endlich das Debutalbum auf dem Markt.

Nach dem ich auf dem Coast Rock Festival am letzten Samstag (30.09.2017) schön dem old school Death live lauschen konnte, mit Rotten Casket und den genialen Interment, kommt mir dieses Album genau recht. Obwohl die Burschen sich Bolt Thrower ausgesucht haben, um eine Coverversion aufzunehmen, klingen sie sogar nicht nach den Brexissound, sondern fröhnen weiterhin schön dem Dödsmetall. Einmal In Hamburg auf die Fähre, die Elbe hoch, Nordsee und zack, schon ist man in Schweden. Und diese
Nähe wird zu jeder Zeit spürbar.

Schon beim Intro “Into the Fire” fühlt man sich an glorreiche Tage vo Entombed und Dismember erinnert und mit “Flesh Hammer Prophecy”
setzt man diesen Weg vor. Der Song hat eben alles, was die Stockholmschule zu bieten hat. Die Burschen haben dort ihr Abitur gemacht. Brutal, schnell, atmosphärisch, eingängig, aggressiv und natürlich mit dem entsprechenden Gitarrensound ausgestattet,so wie der Papa es mag.

Nun, mag man sagen. Kenne ich schon, hab ich schon mal gehört und dieses ist wahrscheinlich auch so, aber den old school Death Metal muss man nicht neu erfinden, sondern einfach nur spüren, gut aufbereiten und genießen. Zu jeder Zeit des Albums spürt man die Leidenschaft und die Freude der 5 Hamburger Jungs, die zwar erst seit 2014 zusammen muszieren, aber vorher schon alle Erfahrungen in anderen Bands sammeln konnten oder noch können ( Dark Age, Buried in Black, Agares, Mephistoteles, Devastator)
Kollege Lenny, der oll Brüllwürfel und Frontman der ebenfalls aus Hamburg stammenden Band Devastator, kotzt sein innerstes nach außen und es macht einfach nur Laune, ihm zuzuhören.
Dieses gilt natürlich auch der Instrumentenfraktion. Denn trotz der Limitation der Musikrichtung bemüht man sich mit Erfolg um Abwechslung. Neben den typischen schwedischen Argumenten hört man auch britische Klänge ala Bolt Thrower (Powder Burns ) und auch Freunde von Cannibal Corpse dürfen sich über einige amerikanischen Zitate freuen.
Der Fokus liegt aber zu 90 % auf den guten alten schwedischen Sound und das ist auch gut so.

Ich kann da auch nichts verwerfliches dran finden. Seine Helden fröhnen und eigene Ideen mit einbauen? So soll es sein, wie ich finde.

Ich will hier auch keinen Song herausnehmen, denn das Album ist durchgehend zu empfehlen.

Die Produktion (gemischt und gemastert in den Chameleon Studion / Hamburg von Eike Freese ) und das geile Cover des koreanischen Zeichners Albert Che reihen sich ein und runden das geile Gesamtpaket an.

Für alle Freunde des old school Death Metals ein Pflichtkauf. Endseeker beweisen, dass sie zurecht hoch gehandelt werden und reihen sich ein . Death Metal aus Deutschland ist schon länger ernst zu nehmen. Deserted Fear, Lifeless, Revel in Flesh, Discreation, Slaughterday, Weak Aside , Incarceartion und wie sie alle heißen. Endseeker ist definitiv ein fester Bestandteil dieser Szene. Als Gastsänger konnten sie Marc Grewe (Morgoth) gewinnen, nur am Rande.

Wieder einmal heißt es.”Death Metal Victory”.

Tracks:
1. Into the Fire
2. Flesh Hammer Prophecy
3. Demon Spawn
4. Malicious Instinct
5. Worshipping the Bloodthirsty
6. Feasting on the Decomposed
7. Shredding your Graven Image
8. Black Star Rising
9. Powder Burns
10. Possessed by the Flame

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