Entrench – Through the walls of flesh

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Erscheinungsjahr: 17.07.2017

I Hate / CD / Thrash Metal / Schweden / 7 Songs / 37:29 Minuten

Das von mir so heiß geliebte Schweden scheint ja Unmengen an Musikern zu haben, wie des öfteren festgestellt. Diese drei Antagonisten stammen aus Vasteras. Klingt klein, hat aber immerhin 120000 Einwohner. Da kann man schon mal eine Band gründen und da gefühlt jede 2te Schwede ein Metalhead ist, sowie so. Ist klar. seit 2005 lärmen diese Burschen nun schon zusammen rum und liefern uns via I hate, einem schwedischen Label, ihr Album Nummer 3. Natürlich haben wir hier keine Frischlinge am Start und besonders Drummer Mats könnte dem einen oder anderen ein Begriff sein, denn er zockte schon bei Suffer, Godhate, Abboth und Dead Awaken

Mit einem kleinen Intro namens “The coming Storm” geht die Bedrohung los und nach ca. 35 Sekunden geht man nahtlos über in “Dawn of war”, welches als langes Instrumentalstück beginnt, mit abwechselnden Riffs und Tempiwechsel.Nach 3:30 geht die Maschine so richtig los und es fliegt einen richtig alte Schule um die Ohren.

Moderne Elemente erwartet man hier vergebens und das ist auch gut so. Der Gesang ist thrashig und auf alt produziert, so wie der gesamt Sound. Alles andere würde ja auch kein Sinn geben. Ein bisschen Hall dürfte auch drauf sein, kann ich aber nicht genau sagen, klingt aber so. So wie damals, bei den guten alten Bands Possessed oder Merciless. Da sind wir auch schon beim Thema, denn genau in diese Kerbe schlagen ENTRENCH und besonder Liebhaber von Possessed werden ihre wahre Freude daran haben, auch wenn die Songs die Qualität der Götterband nicht erreicht. Viel neues hört man nicht, nur aufgewärmten Death/Thrash der alten Schule. Aber wer macht heutzutage
noch wirklich was neues und ich persönlich finde es gut, wenn Bands mal wieder der alten Schule fröhnen. Der Opener geht vom Riffing her schon mal gut ins Ohr, Der nachfolgende Song “Enter the fray” zieht irgendwie an mir vorbei, ist aber nicht schlecht. “Iron Coffin” kann mich da schön mit auf die Reise. Von Anfang wird das Tempo hoch gehalten. Vorspieler und schnelle Uftata. Entrench beweisen , wie z.B. damals auch Edge of Sanity, dass man auch ohne Blastbeats auf Geschwindigkeit und Härte kommen kann. Eine markante Hauptriff wird niedergedrescht und die aggressiven Vocals drauf geballert. Geiler Song, der wahrscheinlich auch bei mir im Radio landen wird. Nach ca. 3 Minuten nimmt man das Tempo raus und geht in einen groovigen Part mit melodischem Lead. Herrlich. Fettes Teil.Passt. Kommt gut. Langsames Drumming rüber, Soli und ab geht die Luzi. Jo, “Iron Coffin” ist definitiv der Gewinner des Albums.Am Ende geht man wieder in den Anfangspart und erhöht das Tempo wieder. Aber auch “Dead End” kann mich überzeugen, geht in die selbe Ecke wie “Iron Coffins”, ein bisschen langsamer vielleicht , aber ansonsten ähnlich angesiedelt.
Mit “Fragments/Shadow of Death ist der Spaß auch schon wieder vorbei. Bei Fragments werden die Einflüsse von Possessed schon beim Openerriff sowas von deutlich und man geht hier quasi den selben Weg wie beim Opener, nur umgekehrt. Kurze instrumentales Vorspiel, Song und dann Outro, aber im Form eines in instrumentalistischen Parts. Melodie und schleppende, fast doomige Drumparts. Kommt schön bedrohlich, bevor man es denn beendet und ausfädelt.

Wer auf die alte Schule abfährt, nicht wirklich was neues möchte und sich nach Zeiten zurücksieht, als der Purismus noch im Vordergrund stand und Bands wie Possessed, Sadus oder Merciless abfeiert, ja dem kann ich “Through the walls of flesh” wärmstens ans Herz legen. Zwar erreicht man nicht die Klasse der Heros, aber es macht einen Heidenspaß, ihnen zuzuhören und man merkt, dass dieses Trio den Sound verinnerlicht hat und dieses in spielerische Leidenschaft umsetzt. Und mit “Iron Coffin” ist ihnen ein echtes Sahnestück gelungen.

1. The Coming Storm / Dawn of War 08:43
2. Enter the Fray 03:28
3. Iron Coffin 05:48
4. Dead End 03:37
5. The Warmonger Sacrament 04:14
6. White Light Precedes Black Rain 03:16
7. Fragments / Shadow of Death 08:23

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