Freakings – Toxic End

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Erscheinungsdatum: 06.03.2017

Eigenproduktion / CD / Thrash Metal / Schweiz / 11 Songs / 36:39 Minuten

Was ist nur los mit dem kleinen Nachbarländle. Man muss sagen, die haben in den letzten 20 Jahren eine enorme Entwicklung gemacht, sofern es um Death Metal, Thrash Metal und Grindcore geht. Alles andere kann ich nicht beurteilen. Ich kann mich noch so um 2000 erinnern, als wir mit Tears of Decay und Profanity die United Underground Days dort gespielt haben und später auf dem Metal Die Hard Festival. Da gab es kaum Bands, aber viele Fans. Mittlerweile gibt es beides und das ist natürlich total geil. Kill, Fuck, Die.

Vorgestern Review zu Carnal Decay gemacht und nun gibt es FREAKINGS zu hören. Thrash,Thrash und nochmal Thrash. in Form eines Trio Infernales.

Die Schweizer böllern bereits seit 2008 im Underground herum und liefern hier nun Album Nummer 3 ab. Die beiden Vorgängeralben kenne ich nicht, aber wenn die so abgehen, wie dieses hier, dann sollte ich definitiv mal reinhören.

“Welcome to hell on” earth und “Thrash will never die” bringen es wohl genau auf dem Punkt. Der Schriftzug erinnert mich ein wenig an Dust Bolt und auch musikalisch sind durchaus Parallelen zu ziehen.
Okay, Abwechslung steht nicht gerade ganz oben auf ihrer Liste, dafür zügiger old school Thrash Metal, der gut in die Bay Area Richtung tendiert.Sobald der Name “Thrash” fällt, sind automatisch auch Slayerriffs im Spiel und so natürlich auch bei FREAKINGS.

1,2,3,- Feuer frei und “Hell on earth” geht los. 3:30 Minuten Attacke, voll auf die 12 und durchs Gedärm. Schönes Teil, schnelles Riffing, fixe Drums, aggressive Vocals. Prost Mahlzeit. Kann man machen und sollte man machen! Im Grunde geht es immer so weiter. Was man spürt und hört ist die absolute Leidenschaft für die Musik. Voller Inbrust wird hier Thrash Metal gezockt. Tjaka.
Die kurzen , nicht tempobelasteten Parts kommen dabei auch recht geil rüber und machen das ganze interessant, genauso wie die schnellen, beruhigenden Uftata Drum Parts. Davon dürfte man beim nächsten Mal durchaus mehr einbauen, so wie z.B. bei “Wave of Pain”. Zu diesem Song gibt es auch bei Youtube ein Video. Zum reinhören asbolut empfehlenswert. Natürlich dürfen auch slayerbelastete Solis nicht fehlen und die Refainparts, die man mit der Kutte auf der Brust und der Pommesgabel in der Luft so herrlich mitgröhlen kann. In der anderen Hand ein Bier, was willste mehr, herrlich.

“TXWXNXD”, der Titel des vierten Songs, bedeutet “Thrash will never die” und so ist es auch, betrachtet man die lang Zeit dieser Musikrichtung und die Hingabe, die Musiker noch nach all den Jahren für diese Richtung haben. Auch ich fröhne der Leidenschaft durchs zuhören. Leidenschaft heisst es ja, weil es Leiden schafft. Diese entstehen allerdings nur durch Songs, die durch neue Bands und ihre moderne Art der Auslegung entstehen. Allerdings werden bei Freakings nicht neue Leiden geschaffen, sondern meine Leidenschaft für den old school Thrash wieder entfacht.

Wie schon oben erwähnt, ist das Tempo hoch und die Abwechslung klein und auch das thrashige Rad wird nicht neu erfunden, aber der Spaß an der Musik überwiegt halt und das Songwriting macht Laune. Lecker Ding! Mit 37 Minuten auch genau richtig von der Länge her!

Ein Muss für alle Thrasher, die es eben old schoolig lieben. Modernes, Abwechslunsgreichstum oder Progressivität fehlt, aber wer braucht das schon? Ich nicht. Thrash`em all!

Tracks:
1. Hell on Earth 03:31
2. Future Vision 02:35
3. Violent Disaster 04:03
4. TxWxNxD 04:02
5. Toxic End 03:56
6. Friendly Fire 04:28
7. Brain Dead 02:55
8. Price of Freedom 03:06
9. Wave of Pain 03:26
10. Beer Attack 01:16
11. No More Excuses 03:21

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