Fubar – Weltschmerz

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Erscheinungsjahr:24.03.2017

F.D.A.Records / CD / Grindcore / Niederlande / 14 Songs / 31:45 Minuten

Nach dem Ende der Band “Protest” wurde die Band “FUBAR” gegründet und das Städtle Limburg aus der Niederlande musste leiden, denn der Grindcore zog in die Stadt.Nach jeder Menge Splits und 2 Alben hat man den Weg zum Label F.D.A.Records gefunden, welches ja ein wenig von der old school Death Metal Schiene sich entfernt bzw. den Veröffentlichungshorizont ein wenig erweitert.

Der “Weltschmerz” selber funktioniert als Intro quasi und bietet ein langsames und melodisches Instrumentalstück, schön atmosphärisch und schmerzvoll,geht aber auch über 2 Minuten, bevor dann mit ” Exhaustion” die Grindhölle ausbricht, so wie wir es lieben. Attacke, Tempo raus, schnelle Uftata, dann komischerweise ein melodisches Lead mit Tempoverkürzung, sehr fett und geile Screams rüber und dann wieder Grind,Grind,Grind. Ja, so soll es sein, so liebt der Papa das. Wenn in der Beschreibuns schon für Fans von “Pig Destroyer” steht, bin ich eh dabei. Grindcore kommt sowieso in dieser sterilen Welt viel zu kurz. “Consumed” geht in die gleich Richtung, bietet geile Riffs, Tempiwechsel und eben auch diese melodischen Leads, um dann in einen “ruhigen Tanzpart” rüber zu gehen. Sehr fett. Natürlich nimmt man wieder Tempo auf. Krass. “Paranoia” beginnt mit einer eher ausklingenden Gitarreneinlage und ab dafür.
Die Vocals im allgemeinen sind nicht typisch deathmetallisch, sondern schon tief, aber eher aggressiv und hier und da folgen eher hardcoretypische Screams, so wie eben bei “Paranoia”.

In der Kürze liegt die Würze und ich mag so etwas, obwohl es sich bei 2:30 Minuten Songs ja schon für Grindcoreverhältnisse um Stücke mit extremer Überlänge handelt,hehe.
“Dead” lebt von eher den ruhigen Momenten im Song und der schmerzhaft getragenen Melodie.

FUBAR liefern uns bei “Weltschmerz” kein typisches Grindcorealbum ab, vor allen kein 08/15 Zeug. Auf die Fresse und durch regiert hier definiv nicht, ist aber auch Bestandteil des Sound, aber eben nur ein Teil des Songwritings. Die Burschen gehen trotz aller Brachialität und Aggressivität schon bedacht vor und versuchen, in einer begrenzten Grindcorewelt so weit wie möglich zu gehen. Abwechslung ist vorhanden und gute Ideen führen zu einen guten Songwriting, ohne dass man wimpy klingt. Gevatter Grind steht schon an vorderster Front, aber durch das Einbringen der melodischen Elemente verschaffen die Burschen sich einen guten Spielraum, den sie auch nutzen.

Blasts und Atmosphäre gehen Hand und Hand und zu keiner Zeit des Albums hat man das Gefühl der Langeweile. Man beschränkt sich auch auf knappe 32 Minuten. Reicht vollkommen, um solche Brecher wie “Forsaken” vorstellen zu können. Kurzer Vorspieler und dann geiles Riff und grinden, um dann in ein schon beinah technischen Groover überzugehen. Vorspieler und Grind und am Ende schon beinahe jazzige Klänge. Yepp. Gefällt mir. Hier und da übertreiben sie es mit der Abwechslung, aber dieses hält sich im Grenzen und gegen Ende hin wird das Material auch etwas schlechter, aber das stört nur am Rande. Gutes Album

Das Label F.D.A.Rekotz empfiehlt “Wetschmerz” den Fans von Tragedy, Weekend Nachos oder Pig Destroyer. Kann ich nur so bestätigen. Die Niederländer können eben grinden, wie Bands wie “Teethgrinder”, “Last Days of Humanity” oder “Rompeprop” beweisen.

Tracks:
01. Weltschmerz
02. Exhaustion
03. Consumed
04. Paranoia
05. Dead
06. Storm
07. Light
08. Forsaken
09. Shadows
10. Repent
11. Hell
12. Tombs
13. Demons
14. Void

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