Grai – Ashes

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Erscheinungsdatum: 01.12.2017

Noizgate Records / CD / Folk – Metal / Russland / 11 Songs / 50:06 Minuten

Diese Russen sind mir völlig unbekannt und warten gleich mit 2 Sängerinnen auf. Seit 2005 sind sie quasi schon dabei, vorher unter den Namen Raven Blood und Bopor und seit dem Jahre 2007 hören sich auf den Namen “Grai”. Mittlerweile ist man beim vierten Album angelangt. Geschrieben ist der Name auf Russisch und deswegen für mich nicht lesbar. Identifikation pur. “Grai” heisst soviel wie “Rabengeschrei”. Okay, da weiß man schon, was einen erwartet. Grind wird es nicht sein….

Langsam, mythisch und verträumt, mit einer Frauenstimme besetzt wird der Weg eingeläutet, der dann mit dem Track “Song of Dead” so richtig losgeht. Der Song wird auch langsam aufgebaut, mit Flötenkläge und Frauengesang, bis dann der Metalpart einsetzt, gepaart mit Grunzvocals. Kommt ganz gut, ist aber sicherlich nicht mein Ding. Folk und Metal passen aber durchaus zusammen, wie dieser Song es mir mal wieder beweist.

Interessant ist auch, dass die Titel auf Englisch sind und auch die Texte im Booklet, aber gesungen wird auf Russisch.

Auch “A water well”, das nachfolgende Stück, zeigt mir, dass diese Art von Musik nicht meine ist, aber natürlich versuche ich, so subjektiv wie möglich dran zu gehen.
Neu ist das Ganze nicht, auch nicht der Einsatz von metalfremden Instrumenten. Der Einsatz von Maultrommeln und Dudelsäcken kommt aber immer wieder sehr geil, da ich diesen Sound ja kaum höre. Dazu gesellen sich recht geile Riffs, die angenehme Stimme der Lady und Doublebassparts. Hm, kommt nicht übel, der Song. Klingt ein wneig orientalisch. Ganz geil.

“Darkness with me” dagegen fliesst so an mir vorbei, ohne dass was hängen bleibt.

Mit “Donja” dagegen hat sogar Grai mich im Sack. Wie üblich höre ich Alben immer drei Mal, bevor ich ein Review schreibe . Hat man sich erst einmal fallen lassen und FolkMetal aufgenommen, dann stellt man fest, dass dieser Song einen begeistern kann. Das Drumming klingt sehr metallisch und ist auch mal ein wenig schneller unterwegs, betont aber auch gewisse Stellen und drückt ordentlich. Hier kommt aber besonders der elfenhaftige Gesang gut durch, in Kombination mit dem Riffing. Allgemein der Wechsel zwischen der Härte des Metals und der Verträumtheit und Mystik des Folks wird hier ganz deutlich. Guter Song, der beste meines Erachtens auf dem Album.

Härter und groovender und wesentlich metallischer geht es dann bei “Tread of Water ” zur Sache. Bangfähig und die beiden Grazien Irina und Aliya vefeinern den Growlgesang, der den Song beherrscht. Da hat sich der Metaller in der Band durchgesetzt. Aber so richtig knallen oder drücken ist etwas anderes.

Titelsongs erwartet man ja immer mit einer gewissen Spannung und so legt “Ashes” mit ordentliches Riffing und Metallicalastigen “One” Doublebass los. Der Song ist überwiegend akkustisch und drückt ordentlich. Nicht schlecht.

Sehr ruhig und klassisch geht es denn mit “Shade” weiter. Recht progressiv, mir ist es dann zu viel des Guten,sangc

“Fortress” dagegen gefällt mir dagegen schon wieder viel besser. Besonders dieser mystische Anfang gefällt mir, könnte locker aus “Herr de Ringe” sein oder so. Mit Cleangitarre geht das Treiben los. Der Song lässte die russische Seele baumeln und lässt mehr die Folkseite der Band raushängen. Besonders die Wichtigkeit des Gesangs kommt hier zur Geltung. Akkustik hat diese Combo echt drauf.

“Farewell” ist dann wieder so ein Song, der absolut typisch ist für Grai, mich aber nur wenig berührt.

Auch Grai verschliessen sich nicht der Außenwelt und covern. “…..Pit Threontal” klingt sehr geil. Kommt im Original von Rotting Christ. Auch keine Band, die ich dauern höre. Ist Ewigkeiten her, somit kann ich keinen Vergleich zum Original stellen. Allerdings kann ich sagen, dass diese “Graiversion” sehr geil klingt und Laune macht.

Ich habe bis dato weder was von der Republik Tatarstan noch von der Band Grai gehört, aber die Band hat mir wieder mal bewiesen, dass es sich lohnt, seinen Horizont zu erweitern und dass ich altersmilde werde, hehe. Wirklich gut gemachter Folk Metal. Wer auf diese Art von Mucke abfährt, sollte sich “Ashes” definitiv zulegen.

Tracks:
01. Haze
02. Song Of Dead
03. A Water Well
04. Darkness With Me
05. Donya
06. Tread Of Winter
07. Shade
08. Ashes
09. Fortress
10. Farewell
11. … Pir Threontai (Rotting Christ Coverversion)

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