In Reverence – The selected Breed

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Erscheinungsdatum: 26.05.2017

Non Serviam Records / CD / Death Metal / Schweden / 9 Songs / 33:45 Min

Schweden,Schweden und nochmals Schweden. Ach ja, fast so geil wie Ost-ost-Ostfriesland. Aber nur fast, hehe. Okay, die Metal Szene ist schon etwas besonderes dort und die von mir innig verehrte Death Metal Szene sowieso, keine Frage. IN REVERENCE gehören seit 2010 der Szene an, klingen aber sogar nicht typisch schwedisch. Weder Gotenbörg noch Stockholm lassen grüßen. Das Trio rund um oscar von Overtorture stammen zwar aus Stockholm, schlagen aber einen etwas anderen Weg ein.

Dieser Weg wird nun vom holländischen Label Non Serviam Records begleitet. Gemeinsam wurde im Mai 2017 das Debut rausgehauen, zuvor gab es ein Demo, eine EP und 2 Singles.

Wenn ich auf einen Beipack “atmosphärischer Death Metal” lese, wird mir immer etwas mulmig. Könnte sperrig und verspielt sein, ohne Struktur für mich. Aber hoppla. Der Opener “Jahiliah” kommt da ganz anders aus den Boxen gekrochen und auch der Knattersong “Prometheus” verspricht gutes.Auch der nachfolgende Song “The selected Breed” verspricht einiges und hält dieses auch.

“Jahiliah” geht aber schon klangvoll und atmosphärisch los. Gitarren folgen, Drums drauf und man bleibt in der Schiene und Panik machte sich bei mir breit, aber dann erwartet euch ein schönes Death Metal Gewitter, yeah! Geile Growls, gepaart mit sehr fetten Riffing und Tempiwechsel, so dass einen zu keiner Zeit langweilig wird. Während man sich Tempomäßig beim Opener noch zurückhält, geht man bei “Gods of Dehumanization” in die vollen und gibt Vollgas. Ein Segen für mein Herz. Der Drummer metzelt alles nieder und zur Abwechslung fügt man blackige Screams hinzu. Herrlich.

“Prometheus” bietet genau das, was die Band ankündigt. Atmosphäre und Death Metal, im Vergleich zum Vorgänger eher im ruhigeren Bereich. Dieses ändert sich aber dann wieder. Beim Song “The selected Breed” haben sie bestimmt zum Drummer gesagt:”Mach mal” und ab geht die Luzi. Eine Attacke auf unsere Ohren jagt die andere. Schön fix der Spaß. Tempowechsel dürfen nicht fehlen und am Ende wendet man sich wieder den atmosphärischen Klängen zu. Geil.

So haut man sich quer durch neun Songs und nach 34 Minuten ist der Spaß auch schon wieder zu Ende und ich muss feststellen, das Death Metal und Atmosphäre durchaus zusammen passen. Hut ab vor diese Leistung, auch wenn man hier und da ein wenig zu viel will meines Erachtens. Interessant finde ich, dass sie eine gesunde Mischung entwickelt haben. Zwar verwenden sie z.B. auch Melodien, lassen diese aber nicht im Vordergrund laufen und setzen sie sehr bedacht und dosiert ein. Gute Idee, zumal sie auch top klingen.

“the selceted Breed” ist ein wirklich gutes Death Metal Album. Die Betonung liegt auf Death Metal

Tracklist

01. Jahiliah
02. Gods Of Dehumanization
03. Prometheus
04. The Selected Breed
05. The Sixth Bloodletting
06. Anthropogeny
07. Red Waves
08. Gift Of Disintegration
09. Life Rejuvenate

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