Infected Chaos – Killing Creator

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Erscheinungsdatum: 15.09.2017

Bret Hard Records / CD / Death Metal / Österreich / 10 Songs / 51:36 Minuten

Nach dem Ende von Chaos Reign im Jahre 2013 haben sich Flo, Matthias und Martin gedacht, dass das wohl noch nicht alles gewesen sein kann und gründeten die Band Infected Chaos. Der Sänger Christian kam als Sänger hinzu und der Christoph von Preterior übernahm die Drums. Das Debut “The Wake of Ares” kam gleich in 2015 heraus und nun Album Nummer 2 via Metal Music Austria.
Wie in fast jedem Land auf dieser Erde, wurden bestimmte Landstriche von den Wikinger, überwiegend schwedischer Art, erobert und musikalisch unterwandert. So natürlich auch in Österreich.
Während man beim Debutalbum noch komplett den Pfaden der Walhallagötter Dismember und Entombed folgte, legt man auf dem Nachfolger ein wenig mehr Wert auf Eigenständigkeit und löst sich ein wenig von den starren Ansichten und geht dem Death Metal auch mal fremd.
Nach dem Intro “Fire to the ashes” geben die Burschen mit “One with the wild” ordentlich Gas. Fixe Gitarrenläufe, melodische Parts, knurrende Drums, ballernde Drums, Blastbeats, tiefe Growls. Alles Zutaten, die dem Papa gefallen und gut zusammen passen. Der Opener geht schon einmal gut ins Ohr, ist mir aber nicht dreckig genug.
So zieht es sich eigentlich bis zum siebten Song “Rise, Blade, destroy” hin. Dazwischen klingen die Songs relativ gleich. Von der im Infozettel versprochenen finsteren und düsteren Atmosphäre spüre ich herrlich wenig. Sicherlich werden ruhige Passagen mit eingebaut,aber irgendwie ist es das nicht, was ich unter dunkler Atmosphäre verstehe. Muss ja auch nicht, wurde aber halt so angekündigt. Ansonsten sind die Songs sehr melodiös, aber aggressiv gehalten und bieten von Uftata bis Blastbeats eben alles, was reingehört in die Death Metal Suppe.
Das relativ langsame, von mir angesprochene “Rise, Battle , Destroy” kommt da schon sehr geil rüber. Tempowechsel, geile Melodie, die an Amon Amarth erinnert, Soli, doppelter Gesang, bedrohlicher Sprechgesang und ein haften bleibender und mitgröhlender Refrainpart. Der hat es in sich, definitiv. Neben dem Opener absolut ein Highlight des Albums.
Hier und da haben sie auch Ideen, wie Z.B. der Flüstergesang bei “The blade in the fog”. Dadurch erzeugen sie bei mir aber auch nicht das Gefühl von Bedrohlichkeit, da das Riff welches gezockt wird, zu “fröhlich” ist. Die Melodie ist auch irgendwie so “happy”. Hab das mal bei Obscenity “SchimanskiTatortmelodien” getauft und so ähnlich ist es hier auch.
Das klingt jetzt alles so negativ, ist es aber nicht. Keine Sorge. “Killing Creator” erinnert mich stark an Anfangstage von Dark Tranquility, Sentenced und In Flames und vor allem , Amon Amarth ( hört mal bei “Into westward waves” ). Allerdings sind die Burschen teilweise wesentlich fixer unterwegs. Dismemberklänge sind nicht mehr so vorhanden, schade.
Trotz dem kann man sich das Album gut geben. Langweilig wurde mir definitiv nicht, aber die bedrohliche Atmosphäre fehlt mir eben. Klingt irgendwie wie Amon Amarth auf Speed, hehe. Muss ja nichts schlechtes sein. Live sicherlich geht das ordentlich. Mittlerweile gibt es aber so viele Bands, da muss man noch ne Schippe drauf legen, wenn man oben mitmischen möchte.

Tracks:
1. Fire to the Ashes 01:11
2. One with the Wild 04:38
3. Arcane Perfection 04:44
4. Evangelion Noir 05:59
5. Hatecreed 04:34
6. Killing Creator 05:00
7. Rise, Battle, Destroy 05:04
8. The Blade in the Fog 05:19
9. Lair of the Heretic 03:51
10. Into Westward Waves 03:58
11. Among the Wastes 07:18

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