Insurrection – Extraction

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Erscheinungsdatum: 06.10.2017

Galy Records / CD / Death Metal / Kanada / 10 Songs / 39 Minuten

Seit 2003 sind diese Burschen aus Quebec schon unterwegs, sagen mir aber nicht wirklich etwas. Kanada ist ja dafür bekannt, immer wieder einmal gute Extrembands herauszuhauen, sowie Cryptopsy, Kataklysm oder Neuraxis. In den ersten fünf Jahren haute man 2 demos heraus, bevor 2008 dann das Debutalbum herauskam. Mittlerweile haut man das vierte Album raus, wieder via Galy Records.

10 mal Death Metal, aber nicht so altbacken, wie man es dato an jeder Ecke hört, sondern recht modern. Das fängt beim Sound an und hört beim Riffing auf. Allerdings so modern dann auch wieder nicht, denn es ist schon lupenreiner Death Metal. Produziert wurde der ganze Spaß bei Pierre Rémillard – Wild Studio (Cryptopsy, Voivod, Krisiun, etc.) Der Sound drückt ordentlich.

Der Opener “System failure” zeigt uns gleich, das Kanadier nicht nur eine eigene Sportart ist, sondern auch eine eigene Spielweise haben. Irgendwie haben die etwas im Grundwasser, so dass die immer irgendwie technischer zu Werke gehen müssen. Fast alle kanadische Bands, die ich in meinen fast 30 Jahren Metaldasein kennen und schätzen gelernt habe, haben diesen Anspruch an sich. Dabei vergessen sie aber nicht, das Songwriting geradeaus zu gestalten.So ist es auch bei Insurrection. Die Drums knallen, die Riffs sind knorrig und die Vocals sind teilweise schon bestialisch, natürlich am Growlen wie Sau.Dabei legt man hier Wert auf Druck und nicht auf Geschwindigkeit.

“Onward to Exticntion” zerstört einen durch eine raffinierte Mischung aus Thrash Metal und melodischen Death Metal.

“Pull the Plug” geht da schon eher in die old school Death Metal Ecke, sehr schwer und heavy. Der Song hat einen tranceähnlichen Part inne, der sehr melodisch daher kommt und dem man leicht verfällt.

Während man die ersten drei Songs im englischen vorgetragen hat und man das Tempo eher Midtempolastig gestaltete, ändert man ab dem 4 Song die Marschrichtung.
Nun gibt es französischen Gesang. Heftig. Anscheinend ist die Sprache härter, denn auch die Musik wird aggressiver und schneller.
“Le Prix a Payer” sollte da unbedingt erwähnen werden. Eine geile Mischung aus Death und Thrash Metal, sehr viel Wechsel, sehr technisch und sehr aggressiv. Schöne Tempiwechsel. Geht absolut ins Mark.
Danach kommt man wieder zum englischen, mit “The Eulogy of hate” und “Parasite” . Harte Beats, Solis und melodische Parts werden einen um die Ohren geknallt.

Die beiden französischen Songs “Le Pesant Dòr” udnd “Miisere Noire” folgen und setzen den Härtegradr von “Le prix a payer” fort.Alles natürlich auf technisch hohem Niveau, keine Frage. Auch der teilweise doppelte Gesang drückt ordentlich.

“Assassins” groovt so vor sich hin, nimmt dann aber schön Fahrt auf, allerdings nimmt der mich irgendwie nicht mit so auf die Reise.

“Data Extracted…End Transmission” ist der Rausschmeißer ins von Anfang an ein schleppendes Monster und Bruno Bernier (Oblivion) ließ es sich nicht nehmen, Gastvocals abzuliefern. Besonders erwähnenswert sind hier die Drums, die sehr verspielt und technisch anspruchsvoll klingen. Der Song hat etwas atmosphärisches und beinahe schon episches. Die langsame Grundgeschwindigkeit steht ihnen auch gut und das melodische Riffing klingt hervorragend. Fetter Abschluss.

Mit “Extraction” ist INSURRECTION ein gutes Album gelungen. Technisch auf hohem Niveau und irgendwo zwischen Death und Thrash Metal liegend. Die Songs grooven ordentlich und sind sehr druckvoll und aggressiv. Mir ist das teilweise zu überladen, obwohl die Burschen nie den roten Faden verlieren. Anchecken.

Tracklisting:

01. “System Failure”
02. “Onward To Extinction”
03. “Pull The Plug”
04.“Le Prix à Payer”
05.“The Eulogy of Hatred”
06. “Parasite”
07. “Le Pesant D’Or”
08. “Misère Noire”
09. “Assassins”
10. “Data Extracted … End Transmission” featuring Bruno Bernier (Obliveon)

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