Lykantrop – VE

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Erscheinungsjahr: 01.02.2018

Ewiges Eis Records / CD / Black Metal / Norwegen / 9 Songs / 41:23 Minuten

Böse Klänge aus den Bergen von Bergen. Norwegen ist ja nicht gerade für ihre Wärme bekannt. Kalt und düster ist es dort und so auch die Gemüter dieses Duo.
Seit 2017 lärmen Dyre (Bass, Guitars, ex-Skygge, Nordkraft, ex-Frozen Cries, ex-Viðr, ex-Embraced, ex-Savnn, ex-Sort Aske) und Dáublódir (Drums, Vocals, Blodstaur, Cryptic Scream, Gandreid, Mausoleum of Death, ex-Skygge) zusammen.
Erste Veröffentlichung und gleich ein Full Length Album via Ewiges Eis Records. Muss man erst mal hinbekommen. Das es sich hierbei um Black Metal handelt, ist ja wohl mehr als klar.

Lykanthropie (altgr. λύκος lýkos „Wolf“ und ἄνθρωπος ánthrōpos, „Mensch“) bezeichnet die Verwandlung eines Menschen in einen Werwolf (Wolfsmenschen), wie sie in Sage, Märchen und Fiktion vorkommt.Lykanthrope sind Menschen, die an das Übernatürliche glauben; dazu gehören Vampire, Hexen, Geister und Werwölfe. Der Name hat mich sofort an die Filmreihe “Underworld” erinnert. Die Titel sind zwar in der Landessprache gehalten, aber ich denke mal, dass sie sich textlich damit befassen.

Musikalisch muss man sagen, dass sie die gute alte Zeit zurückholen. Ich bin ja eher im Death Metal verwurzelt und freue mich immer, wenn junge Bands sich den Old school Death Metal annehmen und ihn wieder auferleben lassen, natürlich fachmännisch und gut, das ist klar.
Lykantrop hat sich halt den alten schwarzen klängen ihres Heimatlandes zu eigen gemacht und liefern echt ordentlich ab. Willkommen zurück in den Neunziger. Atmosphärisch, dunkel, rau und melancholisch. Dieses wurde damals alles zelebriert und auch Lykantrop haben dieses auf ihre Fahnen geschrieben. Alles klingt sehr altbacken und so natürlich auch Produktion. Gegenüber damals klingt sie aber durchaus differenziert und nachvollziehbar.
Songs wie “Nattens ravner” oder “Overlandstrakte aser” bieten definitiv nichts neues und dieses muss man ihnen wohl zum Vorwurf machen, denn in Sachen Eigenständigkeit und eigenen Ideen liegen sie nicht gerade vorne. Hat man alles schon mal gehört und gehabt, aber irgendwie stört das einen nicht wirklich, denn man spürt den Geist der frühen Jahre. Natürlich müssen die Parallelen mt Darkthrone gezogen werden, denn diese sind mehr als deutlich zu spüren. Diese Grimmigkeit und Frostigkeit scheint den Norwegern im Blut zu liegen.
Während viele Bands einen technische Weg einschlagen und versuchen, auch den Black Metal neumodisch zu interpretieren, lassen Lykantrop ihren melancholischen Emotionen einfach freien Lauf. Hier und da bedrohlich, hier und da traurig und dadurch authentisch, ehrlich und interessant. Allerdings auch 0 innovativ und eigenständig.

Egal, sei es drum. Das Gefühl ist da und wer Darkthrone als Held seiner Jugend noch einmal erleben will, der sollte sich Lykantrops “VE” reinziehen. Ich bin sicher, da gibt es so einige da draußen.

Tracks:
1. Hamskifte 05:02
2. Nattens ravner 04:38
3. Ulvehyl og midnattsvrede 05:04
4. Over landstrakte åser 04:15
5. Stillhet 04:07
6. Vargtronen 05:06
7. Vargriket 03:53
8. Sjelevending 03:26
9. Fra den kalde vinteren 05:30

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