Mordenial – The Plague

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Erscheinungsjahr: July 2017

Black Lion records / Cd / Melodischer Death Metal / Schweden / 10 Songs / 44:25 Minuten

Die Schweden, dies seit 2008 dabei sind, dem Echelon und Paganizer ( Projekt mit Roggo Johanssond und Dave Ingram) Kjetil am Bord haben und ihr Debut namens “Where the angels fall” im Jahre 2015 auf den Rest der Menschheit losließen, ja diese Schweden machen keinen Hehl davon, woher sie kommen. Man folgt den Landsmänner auf leisen Sohlen. Album Nummer 2 liegt mir nun vor und mal sehen. was dieses so kann.
“The Plague”, der Opener, macht klar, dass die Wikinger nicht den Stockholm Syndrom verfallen sind, sondern eher ihren Augen und Ohren Richtung Göteborg gerichtet haben. Nach einem kurzen, ruhigen und beinahe schon romantisch verträumten Einlage geht es los. vorspieler und dann Midtempo und Uftata Death Metal, eben schwedischer Natur. Melodisches Riff und screamender Sprechgesang folgen, um dann wieder ins Midtempo zu gehen, aber später wird das Tempo auch variiert.
“Daylight” is gone zieht so an mir vorbei. Recht schleppend, im langsamen Midtempo. Sehr belanglos.
Als Einflüsse haben sie die Bands Dark Tranquility und In Flames genannt und wen wundert es, natürlich sollte man auch Gates of Ishtar und Sentenced erwähnen, aber vom Songwritung und vom Spannungsfaktor sind die Burschen noch weit entfernt.
Während der Opener noch recht flott um die Ecke kommt und durchaus zu gefallen weiß, verlieren sich eben Songs wie “Daylight is gone”,”Burning Soil” oder Salvation im Nichts und kommen recht langweilig im Midtempo um die Ecke. Die vorhandenen Melodien sind nicht verkehrt, aber Ideenreichtum und gelungenes Songwriting schreibt man anders. Man kann seine Birne im Takt bewegen, klaro, aber das Material haut einen wirklich nicht um.
Das dreimalige durch hören macht es nicht besser. Manchmal entdeckt man ja so noch einiges, aber bei “The Plague” eben nicht. Man kann die Songs auch nicht als Mist bezeichnen, aber irgendwie sind sie weder atmosphärisch, noch brutal. Bei “All has vanished” gibt man noch mal kurz Gas, aber das war es denn auch. Da waren die Vorbilder aber viel fixer unterwegs.
Und zum Ende werden sie dann sogar noch einmal gut. Der Song heißt passender weise “The End”, geht 3:40 und ist flott. Yeah, geht doch. Das Ding geht gut ab und macht Laune. Gute Riffs, fette Melodie, aggressive Vocals und Tempiwechsel. Schnelle Uftata, so mag ich die Schweden. Von solchen Material hätte ich gerne ein paar Songs mehr gehört.
Leider sind 2 gute Songs heutzutage echt zu wenig.

Tracks:
1. The Plague 05:13
2. Daylight Is Gone 05:06
3. Burning Soil 03:28
4. Salvation 03:25
5. No Empathy 04:09
6. Save You All 04:50
7. All Has Vanished 05:26
8. Follow the Cross 04:51
9. Emotions 04:20
10. The End 03:37

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