Morfin – Consumed by evil

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Erscheinungsdatum: 05.05.2017

FDA Records / CD / Death Metal / USA / 9 Songs / 35:21 Minuten

Die Amis von MORFIN dürfte besonders in unseren Ländel bekannt sein. Seit 2010 musizieren diese Burschen nun zusammen und haben mit Mike den ehemaligen Skeletal Remains Gitarristen in ihren Reihen. Nach dem geilen Demo “Crystal Darkness” (2011) erschien im Jahre 2014 das Debut “Inoculation” via FDA Records, welches durchaus für Aufsehen sorgte. Natürlich durfte ein Death Cover nicht fehlen.

Schon länger schwirrt der Name durch den deutschen Underground, eben seit FDA Records sie unter ihre Fittiche genommen hat und sie weltweit supporten. Ein starkes Label macht doch viel aus, definitiv. Die Burschen aus dem richtigen LA und nicht dem ostfriesischen (Lankreis Aurich) bleiben ihrer old school Linie treu und hauen mal wieder neun fetzige Deathbratzen heraus

Die Burschen haben , ähnlich wie Gruseome, Egocide und auch Skeletal Remains noch nie einen Hehl daraus gemacht, das oben, neben Lemmy , Chuck auf dem Gottestthron sitzt und somit muss man dieses auch ehren und huldigen. Diese Band ist zu 100% von Chuck und Death beeinflusst und dieses hört man zu jeder Sekunde des Albums, mal ausgenommen von” Posthumous”. Ein Song von dem Basser Michael Gonzales für alle Metalbasser da draußen, keine Frage. Könnte auch eine Hommage für Cliff Burton sein. Quasi ein 3 Minütiges Basssoli, begleitet von der restlichen Instrumentenfraktion und ohne Gesang. Nicht mein Ding, aber definitiv mal was anderes.
Aber ansonsten eben definitiv Chuck`s Huldigung. Gleich der Opener “Reicarnated” macht dieses klar.
Zum Glück geht es danach mit “Contorted Truths” und vor allem mit “Carcinogenic Parasite” schön weiter mit DEATH. Aber auch bei letzterem gibt es ein Bassoli zu hören. Dieses passt aber sehr gut rein und drückt den ganzen Song nochmal.
“Conumed by evil”, der Namensgeber und Rausschmeisser, bringt dann alles noch einmal auf dem Punkt. Chuck reibt sich die Hände und spielt im Himmel ( oder wo auch immer ) bestimmt Luftgitarre, denn seine Abgesandten und die Deathkirche folgen definitiv zu 100% seinen Weg.

Morfin bieten 2017 auch das, was sie von Anfang gemacht haben. Death Metal im Sinne von Death. Die alte Schule wird komplett bedient. Das Tempo wir schön variiert, so dass sowohl langsame, mittelschnelle und schnelle Parts vorhanden sind und man die Haare schön im Takt schütteln kann. Die Band ist komplett in den Neunziger hängen geblieben und dass ist auch gut so.
Sehr roher, harter, energischer und aggressiver Sound. Melodische Parts, Solis und nackenbrechende Leads stehen an der Tagesordnung. Die Produktion ist auch auf old school getrimmt. Passt also. Ein Album, welches sich am Ende hin steigert, denn die ersten drei Songs sind gut, hauen mich aber nicht vom Hocker. Ab “Demonic Infestation” finde ich das Album bis auf das genannte “Posthumous” echt großartig. Natürlich wird man nicht an DEATH herankommen, aber wer kann das schon? Die Art vom Songwriting beherrschte im Grunde ja nur Chuck. MORFIN bieten aber für Liebhaber dieses Sound eine sehr geile Alternative.

Wer auf Death Metal steht, macht hier nichts verkehrt. Death Metal Victory. Nach dreimaligen Hören muss man aber unbedingt mal wieder die “Leprosy” hören, wie jeden Tag eigentlich. Sei es drum.

Ich hoffe, die Burschen von MORFIN gehen zusammen mit GRUESOME auf Deutschlandtour!


Tracks:
1. Reincarnated
3. Slowly Dismembered
4. Demonic Infestation
5. Illusions of Horror
6. Posthumous
7. Contorted Truths
8. Carcinogenic Parasite
9. Consumed by Evil

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