Ophis – The Dismal Circle

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Erscheinungsjahr: 27.10.2017

F.D.A.Records / CD – DLP / Doom-Death / Deutschland / 6 Songs / 63:01 Minuten

Aus Hamburg kommt ja bekanntlich eine streife Brise, aber auch sehr dunkle Wolken. In letzteren scheint dieses Quartett aus der Hansestadt geboren zu sein. Seit 2001 ist die Schlange ( griechisch:”Ophis”) unterwegs, brachten bis dato 3 Alben heraus und wurden von Jahr zu Jahr bekannter. Seit 2016 ist mein Kollege Steffen von Cryptic Brood /Dissouled mit am Bord, ein Deal mit F.D.A.Records kam zustande und nun wurde es Zeit für das vierte Album.

Ja, das ist schon geil und irgendwie witzig. Die Hamburger Jungs hatten wir auf unser Coast Rock Festival eingeladen und die Frage, ob es schon die neue CD geben würde, mussten sie mit nein beantworten. Kurz überlegt und festgestellt, dass ich doch die CD einen Tag vorher von F.D.A Records im Briefkasten hatte. Ja, man muss Prioritäten setzen und so hatte ich die CD wieder vor der Band, hehe. SO muss das sein. Reinhören konnte ich nicht, dafür aber ja live bewundern

Ich muss zugeben, dass die Burschen live ziemlich geil waren, obwohl mir der Sound ein wenig nach ein gewisser Zeit zu anstrengend wird, also live,
Sei es drum. Los geht es, der Weltuntergang kann kommen und ist kaum aufzuhalten. Sofern man diesen Klängen lauscht.

Das Album kann man in einem Rutsch beurteilen, denn die Songs sind ähnlich gleich aufgebaut und ähnlich hart zerstörend. Hier wird aus jeder Ecke der Boxen gekrochen und sämtliche Geschwindigkeitsrekorde gebrochen, nach unten hin. Dieses dürfen andere machen. Ophis stehen für langsame Vernichtung.

Der Opener “Carne Noir” kommt so zäh aus den Membranen, dass man quasi die Knochen knacken hören kann.

Eine Mischung aus Doom Metal und Death Metal, die einfach knallt. Jeder Song für sich. Auf Dauer für einen DeathGrinder anstrengend, aber die morbide Atmosphäre, die diese 6 Songs übertragen, wird zu jeder Zeit des Albums spürbar.

Das Tempo wird schon “slow” gehalten, damit auch keine Hoffnung fürs Entkommen aufkommt. Diese wird im Keime erstickt. Sofern man mal das Tempo erhöht, bewegt man sich im Midtempobereich. Das muss reichen, bringt aber trotzdem eine gelungene Abwechslung, wie ich finde.

Zu der akkustischen Musikgewalt gesellen sich die richtig tiefen Vocals, die den Killingauftrag abrunden und melancholisch ersetzen. Hier und da werden die Vocals variiert, sowie am Ende bei “Engulfd in white Noise” . Die Verwendung der Cleanvocals lassen teilweise Erinnerung an Type o Negative wach werden.

Die getragene, melancholische Melodie, die hin und wieder auftauchen, fühlen einen an die gute , alte Doom/Death Zeit erinnert. Zu der Zeit, als der Doom nicht vom Sludge besessen wurde, sondern eben vom Death Metal. Als Quelle muss man da frühe My Dying Bride erwähnen, definitiv. Anonsten sind natürlich Einflüsse wie Paradise Lost, Anathema oder Cathedral vorhanden.

Fazit: Jeder, aber wirklich jeder, der sich zum Doom und Death Metal langsamer Klänge hingezogen fühlt, wird sich dieses Album zulegen müssen. Melancholisch aggressiv, gut.

Tracks:
1. Carne Noir
2. Engulfed In White Noise
3. Dysmelian
4. The Vermin Age
5. Ephemeral
6. Shrine of Humiliation

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