Divide – Fornication with fire

https://www.facebook.com/dividemetal/

Erscheinungsjahr: 26.11.2017

Eigenproduktion / CD / Death Metal / Deutschland / 4 Songs / 15:58 Minuten

Seit 2009 ist dieses Todeskommando, welches als Einfluss gerne mal Bolt Thrower,Carcass und Vader angibt, bereits unterwegs. Nach einem Demo im Jahre 2010 folgte im Jahre 2013 das Debutalbum namens:”Messiah of Mutilation”. 2016 folgte dann die fette EP”Lazarus Pit”. Dann passierte einiges. Die Band schrumpfte auf ein Duo zusammen und so sind die beiden Injection Members Daniel Stelling und Moritz Paulsen alleine zuständig für das schreiben von Songs. Im Jahre 2017 folgten Gigs in Russland und Brasilien und nun eine neue EP.

Bei den Kielern Störchen geht ja seit einiger Zeit richtig die Post ab und auch die Handballer sind seit Jahren erfolgreich. Wird also Zeit, dass die Stadt auch eine geile Combo an den Start bringt.

“Incendiary” gibt dann auch das wieder, was ich oben beschrieben habe . Langsamer Anfang, langezogenes Riff, ein Uargh und dann auf die Glocke, um dann wieder ins Midtempo abzudriften. Das Tempo wird variiert und das langezogene Riff quasi als Hauptthema verwendet. Dieses kommt einen zwar bekannt vor, macht aber nichts, kommt gut rüber.

“Forcinate within Fire” beginnt mit einen längeren langsamen Part, um dann Fahrt aufzunehmen. Gas zugeben, ohne Blastbeats zu verwenden, ist eben alte Schule und so macht es auch Divide. Ihre alte Schule wird besonders hier ausgebaut. Ein moderner Sound wird erzeugt und ein Ausflug in den Black Metal wird vorgenommen. Aber keine Sorge. Die Einflüsse werde nur verbraten, über allen schwebt das Death Metal Schwert.

Auch bei dem längsten Song:”Anthropicide” verwendet man die Zutaten. Midtempo und Gummi. Hinzu kommt ein sehr langsamer Part. Vorspieler. Thrashiges Riff und auch wieder Ausflüge in den Black Metal Bereich, um dann die Hölle ausbrechen zu lassen. Wechsel wieder in den langsamen Part usw. Sehr intenstiv. Gutes ding. Gibt es bei Youtube auch ein Video zu.

“Of Debris and the Grave” beendet den 16 minütigen Spaß. Midtempolastiger Anfang mit fetten Riffing und geilen Drums, dann Wechsel in den von mir geliebten Uftata Part und wieder in einen Midtempopart. Dieser Song ist sehr Rifforientiert und schleppt sich vorwärts. Soli inklusive. Und am Ende wird noch einmal Gas gegeben. Der Funken will hier aber nicht so richtig rüberspringen.

Divide liefert hier echt ne ordentliche Portion Sprossen ab. Satt wird man definitiv. Death Metal der alten Schule, teilweise modernisiert und kombiniert mit blackigen Parts und thrashigen Elemente. Repeattaste und ab dafür!

Tracks:
1. Incendiary 03:42
2. Fornicate Within Fire 03:56
3. Anthropicide 04:50
4. Of Debris and the Grave 03:30

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Yardfield Colony – The Procession

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Erscheinungsjahr: 10.03.2017

Eigenproduktion / CD / Death Metal / Deutschland / 6 Songs / 25:20 Minuten

Der Metal durchbricht eben das, was Religionen und Staaten nicht schaffen. Die Rede ist von Grenzen. So hat diese CD den weiten Weg vom Erzgebirge nach Ostfriesland geschafft. Okay, lassen wir das, zumindestens wisst ihr jetzt, das Yardfield Colony aus dem Erzgebirge stammt und zwar aus Thalheim. 2012 schlossen sich einige Ortsansässige Krachkumpanen zusammen, um ein wenig rumzulärmen. Dieses haben sie bereits zuvor bei Bands wie Decubitus, EOS, Xtro oder Lane getan.

Im Jahre 2015 kam dann Tom (Ex-Disoption) und Kollege Jo ( Ex – Mental Amputation) hinzu. Einige Gigs konnten gezockt werden, u.a. Cattle Decapitation, Suffocation, Endseeker oder Cytotoxin.

Im Januar musste dann endlich auch was zählbares her und so begab es sich, dass die Band den Schritt ins Studio wagte. Heraus kam diese EP, die sie selbst veröffentlichen.

Nach einem recht langen (2 Minütigen ) Intro geht es mit “The Procession” los. Death Metal, straight in your face, so wie es der Papa mag. Gleich zu Beginn wird ordentlich geblastet und mit einem langgezogenen Riff ins Midtempo gewechselt. Schöner tiefer Gesang wird mit Screams kombiniert. Dabei gehen sie alles andere wie stumpf vor, bauen das ein oder andere Break mit ein, ohne technisch zu klingen oder die rote Linie zu verlassen. Das Tempo wird schön variiert. Macht Laune. Schöne 4 Minuten. Zwischendurch wird auch ne Melodie rübergeknallt. Herrlich.
Absolut Bangkompatibel, sogar kleiner Circle-Pit wird eingebaut, um dann wieder Gas zu geben. In diesem Sinne.” Lets Go!”

Schleppend und groovend, aber sehr drückend, legt man bei “Unhealable” los. Haarband raus und Haare schütteln. Das Riffing kommt einen zwar sehr bekannt vor, macht aber Laune. Midtempo und Groove regieren hier die Welt. Der doppelte Gesang klingt hier fett. Vorspieler und schnelleres Midtempo ist angesagt. Laune! Und dann Blast drauf. Jawoll, mit einen sehr dominanten Riff. Und wieder Wechsel. Kommt gut. Tempo raus, Grunzer drauf und grooven. Jawoll!

So zieht man sich durch knappe 26 Minuten und das Drücken der Repeattaste fällt einem nicht wirklich schwer. Hier und da warten sie mit Überraschungen auf. Beim Anfang von Spineless Victims kommt man mit Computerklänge her. Okay, darauf hätte ich gut verzichten können. Der Song selber geht in die bandtypische Kerbe, kann mich aber nicht ganz überzeugen. Einige Thrashige und Melodeath Zitate werden auch verbraten.

“The Harvester” klingt am Anfang so, als ob die CD kaputt wäre, ist es aber absichtlich. Schöner Gimmick. Danach gibt es auf die Glocke und man geht in die Richtung Melodeath. allerdings auf einem Geballertrip.

Der längste Song ist der Rausschmeisser:”Pedominating the swarm”. Komplex und facettenreich, pure Abwechslung.

Yardfield Colony beweisen, dass guter Death Metal nicht immer aus der USA oder Schweden kommen muss. Mittlerweile haben wir in Deutschland ja sehr viele geile Kapellen.

Eine Band, die man unbedingt im Auge und vor allen in den Ohren behalten sollte. Durchaus ein leckeres Ding. Vor allem für Freunde, die sowohl den Blast als auch den Groove Death Metal mögen, fernab von dem Slamkrams.

1. Intro 02:10
2. The Procession 03:59
3. Unhealable 04:02
4. Spineless Victims 05:01
5. The Harvester 04:20
6. Predominating the Swarm 05:48

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Anarchos – Invocation of moribund spirits

https://www.facebook.com/anarchos666?fref=ts

Erscheinungsjahr: 18.12.2017

Blood Harvest Records / Digital / Death Metal / Niederlande / 9 songs / 38:57 Minuten

Mit der Combo habe aus der Niederlande habe ich schon einmal zusammen gespielt und besonders mit Sänger Frank einen geilen, leicht angeheiterten Abend gehabt. Ihn habe ich auch des öfteren auf andere Veranstaltungen getroffen, u.a. auch auf dem Party San. Umso mehr hat es mich gewundert, dass er nicht mehr dabei ist. Schade.
Seit 2010 sind die Anarchos schon dabei und schon lange keine Frischlinge mehr. Die Members gurken ansonsten noch bei Eternal Solstice ( sind auch wieder aktiv, geilomat), Burning Hatred oder Ulcerate Fester. 2012 schmiss man ein Demo auf dem Markt, 2014 eine EP und nun das Debut via Blood Harvest Records.

Die Liebe zum Tod und zum Okkulten wird wieder einmal textlich verarbeitet, kommt aber auch in der Musik zum tragen. Als Transportmittel haben sich die Niederländer den guten alten Death Metal ausgesucht. Passt natürlich. Die Produktion ist schön schmutzig und dreckig und auf auf alt getrimmt, aber nicht unverständlich. So muss eben old schoolige Sound klingen. Nicht so klinisch wie die meisten Bands heute. Dreckig, aber differenziert. Läuft.

Was dem Album fehlt, ist a) So ein richtiger Gassenhauer, also ein Hit, ein Song, der sofort hängen bleibt und man sagt. Geil. Anarchos und b) ein wenig die Abwechslung. Das Album flutscht so durch und klingt relativ gleichförmig.

Dieses sind zwar 2 nicht recht unrelevante Kritikpunkte, mindern meinen Hörspaß aber nur gering. Ansonsten sind die zugleich aggressiv und atmosphärisch. Die ersten beiden Songs sind irgendwie gut, aber fliegen förmlich an mir vorbei. Mit “Retribution of the doomed” zeigen sie aber in knappen vier einhalb Minuten, wie geil eben Death Metal sein kann. Midtemporiff und langsame Drums, Vorspieler und dann in zügige Gewässer. Und dann immer die schwedischen Riffs drauf. Soli darf nicht fehlen.Macht Laune.

Besonders wenn die Burschen in atmosphärische Elemente rübergehen, klingen sie lecker. Diese typischen Schwedendeathparts, langgezogen und melodisch, teilweise eben mit Solis behaftet, klingen eben immer irgendwie geil für mich, wie z.B beim Song:”Iniating Lawless Rites”. Flutscht ordentlich.

Und so knüppelt man sich durch neun Songs und 39 Minuten, immer gut, aber eben nie hervorragend. Schön düster und ein wenig morbide.Tempowechsel, aber ohne die Blastbeatkeule rauszuholen.Immer wieder mit kleinen Highlights versehen, so wie das Break und das Argh bei “through whom the crawl”, um dann Gummi zu geben. Oder der schöne, derbe Anfangsgesang bei “Dominions of Blasphemy”, der dann in ordentliches Geknüppel übergeht.

Verkehrt machen kann man bei einem Kauf definitiv nichts, sofern man auf alten und düsteren Death Metal steht.

Mit “Invocation of moribund spirits” ist den Anarchos ein gutes Death Metal dunkler Machart gelungen, aber definitiv mit Platz nach oben!

1. Far Beyond Infinity 04:24
2. Cursed Gift 02:26
3. Retribution of the Doomed 04:46
4. Through Whom They Crawl 03:36
5. Dominions of Blasphemy 04:26
6. Cold Funeral 05:00
7. Deformed Abomination 04:19
8. Initiating Lawless Rites 04:14
9. Nacentes Morimur 05:46

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