Gravewards – Subsconscious lobotomy

https://www.facebook.com/Gravewards/

Erscheinungsjahr: 01.04.2017

Eigenproduktion / Kassette / Death Metal / Griechenland / 4 Songs / 21:42 Minuten

Aus Griechenland kommen hier und da trotz aller europäischen und finanziellen Schwierigkeiten richtig geile Kapellen daher. Dieses gilt für Gravewards allerdings nur bedingt, soviel vorweg. Seit 2015 ist das Trio unterwegs und liefert nun ihr Debut ab. Allerdings nur 4 Songs und auf Kassette. Letztes ist natürlich wieder cool.

Andere Banderfahrungen bzw. Veröffentlichungen scheinen die Members noch nicht zu haben. Infos liegen mir leider auch nicht vor. Egal, wie immer zählt nur die Musik.Death Metal ist angesagt.

Die drei Athener Eulen wurden vom old school Death Metal und technischen Thrash Metal beeinflusst. Der Hörspaß ist durchaus vorhanden, aber hält sich auch in Grenzen.

Die vier Songs klingen relativ gleich. Tempomäßig groovt man sich und hält sich an die guten, alten Neunziger. Bands wie Bendiction, Gorefest, Bolt Thrower oder Obituary liefen desöfteren bei den Mitgliedern im Proberaum oder zu Hause. “Crawling Chaos” ist noch der beste Songs. Dieser ist echt stark. Dieses liegt sicherlich an dem Soli, welches sehr stark an die Band “Death” erinnert und wirklich geil klingt. Ein wenig mehr Geschwindigkeit würde dem Sound der Band nicht schaden.

Als reine Kopie der Neunziger darf man die Band aber definitiv nicht abstempeln, denn sie versuchen schon, Eigenständigkeit mit hereinzubringen. So hört man immer wieder technische, teilweise progressive, Thrashelemente heraus. Diese können mich zwar nicht komplett überzeugen, bringen aber eine gewisse Abwechslung und Eigenständigkeit in die Sache.

“Subsconscious Lobotomy” weiß zu gefallen, bietet aber irgendwie kein Highlight, bis auf das erwähnte nach Death klingende Soli. Es handelt sich um mittelmäßiger Old School Death Metal. Die Auflage ist auf 300 Tapse limitiert, das ist natürlich eine geile Sachen. Für Death Metal Maniacs.

1. Casket Entrapment 05:38
2. Subconscious Lobotomy 04:08
3. Crawling Chaos 06:37
4. Deathwomb Incubation 05:19

Posted in Reviews | Leave a comment

Divide – Lazarus Pit

https://www.facebook.com/dividemetal

Erscheinungsjahr:23.03.2016

Eigenproduktion / DigiCD / Death Metal / Deutschland / 4 Songs / 18:27 Minuten

Recht spät kommt mir diese Digi CD ins Haus geflattert und irgendwie kommt mir die Band sehr bekannt vor. DIVIDE, da war doch was. Richtig. Konzertanfrage einer jungen
Band aus Kiel kam über Luca bei mir an. Stimmt. So schließt sich der Kreis. Und nun eben die CD fürs Reaperzine und Possessed Mag. Läuft.

Mal reinhören, was die drei jungen Sprotten so treiben. Seit 2009 sind sie unterwegs und ansonsten noch bei Injection unterwegs. Nach einem Demo in 2010 kam 2013 das
Debut namens “Messiah of Mutilation”.

“Lazarus Pit” , der Opener, hat keine Zeit für Intro Quatsch. Riff vorweg und Gummi. Death Metal ist angesagt, wechseln in einen groovigen Part, bevor man dann wieder Gas
gibt und wieder in den groovigen Stampfer wechselt. Man schleppt sich durch den Song und agiert viel im Midtempo, erhöht aber immer schön das Tempo und variiert beim
Gesang. Screams und Growls Passt und macht Laune.

“Warhead” zu dem es auch ein Video gibt, setzt diese Form des Death Metals fort. Stampfender und grooviger Death Metal, der lecker in die Ecke gerotzt wird und alles
kaputtkloppt. Herrlich, mach Laune. Ich würde ja nie behaupten, dass ich irgendwie Ahnung von Musik hätte, aber mit Vocals kenne ich mich aus. Und die Growls sind so
etwas von fett. Die prallen aus meinen Boxen raus. Geil. Kraftvoll und zerstörend. Herrlich.

“Luciferian” steigert den Hörspaß noch ein wenig mehr. Tempo, Groove und melodische Elemente werden verbraten und der wechselnde Gesang drauf. Gutes Konzept,gutes
Songwriting. Die Riffs sind anspruchsvoll, aber nicht verspielt oder kompliziert. Laune hoch 10 bekommt der Papa da.

“Mortification of the Flesh” ist auch schon der Rausschmeißer und fängt schön langsam auf und nimmt dann fahrt auf, um später in ein schon fast “psychodelisches” und
melodisches Riff rüberzugehen, welches den Song mit dominiert. Besonders geil ist bei diesem Song das abwechslungsreiche Drumming und die vielen Tempiwechsel.

Meine Herrschaften, diese Song knallen wirklich ordentlich. Bolt Thrower drückende Parts mit eigenen Ideen beherrschen die Kieler Seenplatten und dürfte nicht nur in
der “Kieler Woche” für Vergnügung sorgen. 19 Minuten sind viel zu kurz und ich hoffe, dass da bald ein Full Length kommen wird. Dieses Ding rattert ordentlich und
macht Lust auf wesentlich mehr.

Tracks:
1. Lazarus Pit 05:12
2. Warhead 04:58
3. Luciferian 03:55
4. Mortification of the Flesh 04:22

Posted in Reviews | Leave a comment

Riot Instinct – Kingdom of disease

https://www.facebook.com/riotoffical/

Erscheinungsjahr: 2017

Eigenproduktion / Digi CD / Thrash Metal / Deutschland / 5 Songs / 19:57 Minuten

Seit 2006 trollen die 5 Bremer Stadtmusikanten jetzt schon herum, ohne irgendwie Deutschlandweit bekannt geworden zu sein. Muss ja auch nicht, so lange man Freude an der Musik hat. Die Burschen sind auch nicht mehr die jüngsten, haben sich aber an der Drumposition nun verjüngert. Mein Kumpel “Schnettzell” hat diese Position nun übernommen. Nach einem Gespräch mit ihm anläßlich eines 40 jährigen Geburtstag haben wir entschlossen, dass die Burschen bei meinem Ear Terror Festival auftreten und 3 Tage später, unabhängig von dem Gespräch, lag die Promo bei mir in der Post. Zufall? Schicksal? Wer weiß es schon. Nach der Ep “Riot Instinct” im Jahre 2010 und dem Debut namens “Armies of the dead” aus dem Jahre 2015 nun wieder ein Lebenszeichen.

Wie gesagt, ganz jung sind die Burschen nicht und so hat man vorher natürlich auch in anderen Band gezockt, wie z.B Eternal Reign oder Ancient Curse.

Nun lassen sie 4 neue Granaten und ein Intro auf die Menschheit los und euch erwartet nichts anderes als die reinste Thrash Metal Invasion. Natürlich regiert hier die alte Schule, das ist ja klar, allerdings versuchen sie schon ein wenig, eine eigene Handschrift einzubringen, in Form von,sagen wir mal, progressiven Klängen. Im Thrash eher ungewöhnlich, aber durchaus interessant. Sorge muss man nicht haben, denn rumgeeiert oder rumgefildert wird nicht. Man geht schon straight forward zu Werke, kommt aber nicht immer direkt zum Ziel.So muss man eben genau hinhören, um ihre Darstellungsart zu verstehen. Schwierig ist es aber nicht und auch nicht abschreckend, denn vor allem die beiden Songs “KIngdom of Disease” und “Raise the flag” bleiben sofort hängen. “Century of Hate” steht aber wohl symbolich für die kompositorischen Fähigkeiten der Band.
Diese eigene Wege gehen spiegelt sich auch beim Gesang wieder. Chorshouts und die Mischung aus Exodus/Destruction/ Anthrax kommt ganz gut rüber. Macht Laune.
Überwiegend agiert man auf einem schönen, hohen aggressiven Level und melodisch geht auch. Sie können aber auch langsamer zu Werke gehen, so wie bei “Raise the flag”. Hier agiert man recht schleppend und baut ein recht geiles Soli mit ein.

Das Riff Abgehriff bei “Century of Hate” kann absolut überzeugen und dürfte besonders live sehr gut ankommen.

Der Rausschmeisser agiert ein wenig in Slayerrichtung, wie ich finde. Ich weiß nicht, in wievielen Reviews ich dieses schon geschrieben habe, hehe.

Im Endeffekt kann man sagen, dass mich zwar nicht alles umhaut, aber diese 4 Songs absolut Laune machen und ich bin auf ihre Livedarbietung gespannt.

Erwähnen sollte man, dass es sich zwar um eine Eigenproduktion handelt, aber die Produktion knallt ohne Ende. Kein Wunder, bedenkt man, dass Andy Classen das Ding gemixt und gemastert hat. Geiles Cover hinzu und fertig ist die thrashige Versorgung.
Thrasher können bedenkenlos zugreifen und feststellen, dass der Underground mehr als lebt.

1. The Call
2. Kingdom of Disease
3. Raise the Flag
4. Century of Hate
5. Human Progress

Posted in Reviews | Leave a comment