Graveyard – Back to the Mausoleum

http://www.graveyardofdoom.com/

Erscheinungsdatum: 27.04.2018

War Anthem Records / CD / Death Metal / Spanien / 5 Songs / 20:10 Minuten

Jaja, da sind sie wieder, die völlig unterbewerteten Spanier. Seid 10 Jahren sind die Burschen bereits dabei und War Anthem Records stehen komplett hinter ihnen und dass ist ein feine Sache, denn die Burschen bzw. ihre Musik haben es verdient, eine größere Fangemeinde zu erreichen. Seit September 2017, also seit der Gründung, geht es quasi nur bergauf und irgendwie haben sie es mit dem Mausoleum und kehren jetzt wieder zu den Anfängen zurück. Das erste Demo und die erste EP heissen “Into the Mausoleum” und nach 10 Jahren lässt man eine EP namens “Back to the Mausoleum” auf die Metalwelt los. Das hat doch System, hehe. Dazwischen lagen einige Splits, EP´s und 3 Alben.

Und ja, Freunde des gepflegten Death Metal, nichts anderes habe ich erwartet. Erst einmal wurde der Sound wieder auf alt getrimmt. Mit einigen Bier verschanzte man sich in der heimischen Garage und nahm diese 4 Songs auf. So soll es sein, sehr geil. Back to the roots, obwohl die Spanier ihre Roots ja nie verloren haben, keine Frage.

Die 4 Songs gehen absolut ins Ohr und machen das aus, was eben old school Death Metal ausmacht und Bands fehlt, die “modernen” Death Metal betreiben: “Feeling und Atmosphäre” Diese beiden wichtige Kriterien erfüllen Graveyard bei jedem Song. Dabei bedient man sich teilweise Morbid Angellastigem Riffing und liefert fette Solis ab, die auch hier und da mal an Death erinnern. Sei es drum, Graveyard sind Graveyard, aus und basta, Sicherlich sind die Burschen auch nicht frei von Einflüssen.

Dieser dreckige Sound erinnert schön an die alte Zeit und hier und da am neuere Bands wie “Cruciamentum”. Dabei haben die Burschen absolut ihre eigene herangehensweise. Der Rausschmeisser:” An Epiphany of Retribution” ist über sechs Minuten lang, aber man merkt es nicht so. Hier herrscht eine absolute Atmosphäre, die hängen bleibt und einen einfach mitnimmt.

Auch der Opener “Scorced Earth” nimmt einen ins Mausoleum mit. Der Cleanpart ist so schön düster, geiles Intro.Bei “And the shadow came” wird es old schoolig. Ein Morbid Angel Riff zu Beginn ist nie verkehrt.. Langsam und zerstörend. Herrlich. SOli und ab dafür. Und dann Gummi. Jawoll,markantes Riff und ich liebe es. Wieder Morbid Angel Riff. Danke dafür. Uftata Part und Geballer. Argh, was willste mehr. lecker Ding.

Wenn man etwas bemängeln möchte, dann eventuell ein wenig den Sound, aber das war es schon. Eine Ep, die sich absolut lohnt. Die 4 Songs wurden an einem Tag aufgenommen und dabei ca. 200 Bier vertilgt. Als Ostfriesenbräumaniac und Köstritzervernichter finde ich dieses natürlich geil, hehe.

Das rasante Stück “Craving Cries I breath” mit dem Ankündigungsballerpart ist absolut großartig. Hier beweisen die Burschen, dass sie auch ordentlich Gas geben können und dieses langgezogene Riff ist einfach geilomat.

“In Contemplation” steht dem in nichts nach. Sehr atmosphärisch und melodisch zu Beginn, schleppend und zerstörend. Doppelte Vocals leiten die Zerstörung ein, die dann in musikalischer Form einbricht. Jawohl, mein Highlight des Albums. Dieses Riffing. Argh,brutal. Soli drauf und fertig. Mein lieber Scholli. Die Drums treiben ohne Ende. Und dann dieser melodische Leadpart. Ich werd narrisch.

Für mich ist Graveyard Spanien`s Export Nummer eins. Ich hoffe mal, dass nächstes Jahr ein viertes Album erscheint. Bis dahin ist diese EP absolute Pflicht für einen Death Metal Maniac!

Tracks:
1. Scorched Earth
2. And the Shadow Came
3. Craving Cries I Breath
4. In Contemplation
5. An Epiphany of Retribution

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Unravel – Eras of forfeit

https://www.facebook.com/unravelmetal

Erscheinungsdatum : 13.04.2018

Testimony Records / CD / Death-Grind-Hardcore / Australien / 11 Songs / 22:40 Minuten

Seit 2015 ist diese Band aus Perth, Australien unterwegs und ist bestückt mit Members von Bands wie , äh, gar keine? Zumindestens konnten meine Recherchen, welche sich allerdings auf Metal Archives begrenzten, keine ergeben. Ok. Normaler Gang. Demo, EP,Split und nun in 2018 das Debut und dieses dann gleich via Testimony Records.
Okay, betrachtet man den Livesektor, macht es schon Sinn, denn in Australien gingen sie mit The Black Dahlia Murder und Putrid Pile auf Tour und zockten einzelne Shows mit Cattle Decapitation, Psycroptic oder auch Sadist.

Sei es drum. Wie gesagt, gleich ein Deal mit Testimony Records. Der Dennis und sein Label hat sich ja ganz schön gemausert und wird immer bekannter, wie ich es ja auch schon bei Sentient Horror darstellte. Old school Death Metal steht bei ihm ganz oben. CD rein und wundern, denn ganz andere Klänge erwarten einen und zwar geile.
Hier wird gescheppert, aber ordentlich. Positiv überrascht drücke ich nach 22 Minuten gut gelaunt die Repeattaste, um noch einmal zu verstehen, was da gerade abgegangen ist, hehe.

Gleich der Opener “Arbitrator” reisst einen in den musikalischen Abgrund und man folgt aller Konsequenzen gerne. Eine Mischung aus bitterbösen Death Metal mit Grindattacken, als DeathGrind und vielen Elementen aus dem Hardcorebereich. Hinzu kommt ein Händchen für ein gutes Songwriting und fertig ist die chaotische Suppe aus DownUnder. Das hätte ich nicht etwartet.

Sei es nun, dass sie mal das Tempo rausnehmen oder grooven oder eben drauf losholzen wie Sau. Die Burschen verbreiten immer ein gewisses “Chaos” , ohne dabei verwirrt oder durcheinander zu klingen. Quasi, kontrolliertes Chaos. Herrlich. Auf so etwas stehe ich ja, da es schön krank, aber strukturiert ist.

Für ein Debutalbum absolut ausgefeilt. Zu dem kommt noch, dass das Cover von Dan Seagrave gezeichnet wurde. Respekt, denn der Mann ist im Death Metal eine absolute Legende. Irgendwie erkennt man es sofort, ein positiver Aspekt.

Neben dem musikalischen Wahnsinn gibt es auch ein gesangliches Donnerwetter. Auf der einen Seite die schönen derben Grunzer und auf der anderen Seite geile, kranke Screams, die schon fast psychisch gestört klingen. Zusammen agieren sie hervorragend und machen Laune.

Die Spielzeit von 23 Minuten finde ich persönlich auch nicht zu lang, denn im Grunde ist alles gesagt. Bevor man sich selber noch 2 – 3 mal kapiert, kann man das Album

besser dicht machen.

Einzelne Songs hervorheben zu heben ist im Grunde nicht nötig. Die Mischung aus Death/Grind, Hardcore und ein wenig D- Beat. Hinzu kommen melodische Parts, die richtig schön evil klingen und einfach hängen bleiben. Krasser Scheiss. Es bleibt einen nichts anderes übrig, als die Repeattaste zu drücken.

Die Riffs werden runtergesägt und derbe zerstörend. Knatterderatter. Interessant und durchaus gelungen ist definitiv auch der Songaufbau, denn man folgt nicht nur ein Schema, sondern baut die Elemente immer anders zusammen. Natürlich wird geblastet, aber dann eben auch gegroovt und auch gebreakt und zwischendurch eben auch mal, wie angesprochen, eine geile Melodie.

Also, ich kann wirklich nicht viel meckern und will es auch nicht, denn auch der Sound ist schön drückend und räudig, so dass die Anlage schön benebelt ist.

Ein geiler Mix halt aus alten Bands wie Carcass, Napalm Death , Autopsy, bisschen Schwedendeath, Siege, Cryptic Slaughter und ein bisschen brutal Ami Death.

Ich spreche hier eine absolute Kaufempfehlung aus! Over and out!

1. Arbitrator 02:13
2. No Validation for Violation 01:38
3. Reign of Wasps 02:13
4. Carcinogenesis 01:52
5. Sycophant 03:29
6. Isle of Rot 02:38
7. Perpetual Servitude 00:45
8. Scorched 01:52
9. Fostering the Festering Spawn 01:09
10. Mortal’s Thrist 01:10
11. Vermankind 03:41

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Commander – Fatalis ( The unbroken circle )

http://commander-metal.eu/

Erscheinungsjahr: 13.04.2018

MDD Records / CD / Death Metal / Deutschland / 9 Songs / 41:16 Min

Aus der Stadt des neuen und dauernden Deutschen Meisters , dem Stern des Südens, stammt die Band “Commander”. Nur mal so zur Einleitung. Die Wiesn Burschen sind auch bereits seit 1999 unterwegs und somit längst keine Unbekannten mehr, sofern es um Death Metal aus Deutschland geht, auch wenn die Veröffentlichungsflut an ihnen vorbeigeflossen ist. 10 Jahre ist es her, als das zweite Album “The enemies we create” herauskam. Nun also, nach 10 Jahren, entschloss man sich, die erzeugten musikalische Ergüsse noch einmal auf einen Tonträger zu pressen und der Metalwelt zu präsentieren.

Fatalis (The unbroken Circle) nimmt ganz langsam Fahrt auf, mit einem prägnantem Riff, um dann den schnellen Part folgen zu lassen. Dass Riff wird fortgesetzt, in Slow Tempo gewechselt und dann wieder Gummi gegeben, bevor man wieder in Slow, naja sagen wir eher Midtempo wechseln. Wieder folgt ein markantes, fast orientalisch klingendes Riff und bereichert den Song. Der Kopf geht dabei durchgehend auf und nieder. Death Metal, so wie wir ihn mögen. Scheppert und schleppert vor sich hin, Vorspieler und dann wieder Vollgas. Jawoll. Und wieder dieses Riff…. Gutes Songwriting. Das 10jähriges Warten macht sich bezahlt.

Auch “Locus Infestation” kann mich überzeugen. Muss ich ja sagen, denn den Song habe ich in meiner Radiosendung gespielt, hehe. Schön aggressiv und zugleich groovig geht man zu Werke. Der Groove wird bei den alten Hasen anders definitiv, fern ab von dem ganzen geslamme. Sehr fein. Der Song lebt auch von interessantem Riffing.

In 41 Minuten gibt es neun Songs, die es überwiegend in sich haben. Nicht alles konnte mich überzeugen, doch dass ist jammern auf ganz hohem Niveau.

Die Burschen sind nicht daraus, Geschwindigkeitsrekorde oder so etwas zu brechen, sondern legen ihren Focus absolut aufs Riffing. Die Songs sind absolut Rifforientiert aufgebaut und dementsprechend dürfen Solis auch nicht fehlen, so wie eben bei “Locus Infestation”.

Wie gesagt, nicht alles meins, wie z.B der Song “Chaos Awakening”, der geht so an mir vorbei, ist aber auch schon fast die Ausnahme.

Commander beweisen wieder einmal, dass guter Death Metal nicht immer aus Amerika oder Schweden kommen muss. Dabei gehen sie eben ein wenig anders zu Werke. Es word sehr viel Wert auf das Songwriting gelegt. Dabei geht man sehr komplex vor, ohne sich aber zu sehr in technische Firlefanzen zu verlieren. “Und am Anfang stand das Riff”, so würde wohl die Commanderbibel beginnen.

Nicht dass der Rest übel ist.Das Drumming ist schön treibend und absolut auf den Punkt gebracht. Man höre sich mal die geilen Doublebassattacken zu Beginn des Songs “New Slave Democracy” an.
Die Vocals sind tief, aber verständlich. Jawoll. Und der Sound drückt alles kaputt, so wie es sein soll.

Neben den brachialen Death Metal Attacken bombardieren sie einem immer mit trashigen Einsprengseln und dieses verbreitet absolute Stimmung. “Fatalis /The unbroken Circle” ist ein Album, welches absolut überzeugen kann. Während viele Bands mit Geschwindigkeit, old school oder Atmosphäre auftrumpfen, bedienen Commander alle, die das Songwriting ansich mögen. Hier sitzt jedes Riff. Jedes Break ist absolut durchdacht und plaziert und das Tempo wird so variiert, dass es immer zu rechten Zeit knallt.

Death Metal Freunde können so etwas von bedenkenlos zuschlagen.

Tracks:
1. Fatalis (The Unbroken Circle) 05:20
2. Locust Infestation 04:31
3. Chaos Awakening 03:52
4. New Slave Democracy 03:57
5. Insidious Greed 06:15
6. Invidia 03:37
7. Superbia 04:33
8. And Death Swings the Scythe 06:07
9. Shattered Existence 03:04

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