Skulled – Eat Thrash

https://www.facebook.com/skulledmusic

Erscheinungsjahr: 01.03.2017

Eigenproduktion / CD / Thrash Metal / Deutschland / 10 Spngs / 40:17

Bei SKulled handelt es sich um eine fünfköpfige ThrashMetal Band aus deutschen Landen, die seit 2008 zusammen rumlärmen und besonders uns Norddeutschen schon ein Begriff sinn, denn die aus Bremen stammende Combo hat hier oben schon gut Gas gegeben. Mittlerweile liefert man Album Nummer 2 ab, wieder in Eigenregie. Dabei hat man sich ein fachgerechtes Studio gebunkert. Mein Kollege Jörg Uken vom Soundlodge Studio hat den Burschen einen ordentlich amtlichen Thrashsound gezaubert und so kann ja gar nichts mehr schief gehen.

Ohne Umschweife legen die 5 Bremer Musikanten los. Der Opener “Death,Destruction” geht ab wie die Feuerwehr.1,2,3,4, und Gangshouts. So, Die Band stammt zwar aus deutschen Landen, aber relativ schnell wird einem klar, dass sie mit dm guten alten Teutonenthrash nicht um die Ecke kommen, sondern sich eher der moshigen Variante

widmen wollen. Gesagt, tun getan, um das mal im Arschkrampenjargon zu sagen.
Bei einer Amiband darf kein Slayerriff fehlen und bei einer deutschen Band müssen dann doch Kreatoreinflüsse her, Logisch und natürlich richtig, schließlich ist Kreator ja einer der geilsten Band auf unserem Planeten.

Selber bezeichnen Sie ihren Stil als eine Mischung aus aggressiven, kompromisslosen Thrash ala Pantera und Kreator mit modernen Metalgenres. Erfahrungsgemäß haben die Bands meistens recht, hehe.
Textlich bewegt man sich in unserer Gesellschaft und kritisiert diese auch, aber auch der Spaß darf nicht zu kurz kommen, Wer kennt nicht das weltbekannte Model:”Kate Mosh”. Skulled widmet ihr einen zügigen Thrasher. Ehre wem Ehre gebührt, möchte man meinen.

Und ich kann euch sagen, dass ALbum ist sicherlich kein Weltkracher der wiedererstarkten Thrashszene, macht allerdings absolut Laune und das Material dürfte besonders live gut zünden. Hier wird gemosht ohne Ende, es geht aber auch zügig zur Sache. Leckere Riffs und Melodien, die hängen bleiben, auch wenn man hier und da mal identtisch klingt. Solis dürfen nicht fehlen, dass ist klar.
Die 40 Minuten haben mir aber definitiv Spaß gemacht. Den Finger, um die Repeattaste zu drücken, brauchte ich keinerlei körperlicher Gewalt unterwerfen, sondern er “dreschte” von alleine los, so wie es sich für Thrash Metal gehört. Songs wie “Death, Destruction”, “Eat Thrash”, das mit einen geilen verträumten Anfang beginnenden “Riots of the Rats” , welches sehr drückt, aber dann natürlich in die Fresse geht. Vorspieler, Drumbetonung und ab dafür. Macht Laune.Den Refrainpart kann man schon mitbölken. Laune. Cooler Song, der schön drückt. Gefällt mir. Definitiv mein Favourit.
Das oben genannte “Kate Mosh” und der Rausschmeißer “Satan in my drink” gehen auch steil ins Ohr. Das siebenminütige “shell Shock” bringt ne gute Abwechslung herein. Am Anfang ein Slayergedächtnisriff. Herrlich! Langsamer Refrainpart!

Thrash Metal, der an Bands wie Gama Bomb, Suicidal Tendencies und Munical Waste erinnert und eben Laune macht. Hier und da ein Megadeth Tribute Riff und vor allem die Vocals erinnern mich immer wieder an Dave Mustaine und dann wieder ein wenig an Suicidal Tendencies.
Auch wenn der SVW in letzter Zeit kaum was zu bieten hat. Die Musik aus Bremen schockt.

Thrash will never die. “Eat Thrash” kann ich jedem Thrasher empfehlen.

Tracks:
1. Death, Destruction 03:25
2. Eat Thrash 04:02
3. Riot of the Rats 03:16
4. Guts on Wheels 03:58
5. Shell Shock 06:59
6. Kate Mosh 02:34
7. Revengeance 04:53
8. Protect & Sever 03:47
9. R.A.W. 04:02
10. Satan in My Drink 03:21

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When Icarus Falls – Resilience

www.whenicarusfalls.com

Erscheinungsjahr: 21.04.2017

Czar od Crickets Prodcution / CD + LP / Heavy Post Metal-PostHardcore / Schweiz / 5 Songs / 41 Minuten

Das Label Czar of Crickets hat in den letzten Jahren einiges herausgebracht, was man nicht gerade als mainstreamig und massentauglich bezeichnen könnte. Außerdem kümmern sie sich gerne um Schweizer Bands und das ist natürlich als Schweizer Label vernünftig.
WHEN ICARUS FALLS wurde im Jahre 2007 gegründet und wurden von einem dunklen Universum gesendet, um die Menschheit ihre musikalische Ansichten näher zu bringen.
Im Jahre 2009 erschien das Debut namens “Over the frozen seas” und mittlerweile ist man beim vierten Album angelangt.

Wie oben schon erwähnt, machen die Burschen aus Lausanne es einen echt nicht einfach, denn die Musik ist nichts für Freunde der eingängigen oder schnellen Klänge.

Ich gebe zu, dass ich mit den recht langen Stücken echt so meine Probleme habe, wobei der Opener “one Last stand” echt sehr bedrohlich und dunkel aus den Boxen gekrochen hat und einen irgendwie in einen musikalischen Rausch versetzt. Psychedelisch, dunkel und verträumt. “Into the storm” setzt da nahtlos. Irgendwie muss man sich fallen lassen, da die Parts recht lange sind und ein Riff öfters lang gezogen wird, allerdings meistens mit kleinen Änderungen. So verfällt man in eine Traumwelt und in eine Starre. Das Tempo ist meistens gleichbleibend Langsam und kriechen, aber nicht doomig im originalen Sinne. Die Musikrichtung muss man wohl als Post Rock, Post-Heavy Metal, Post Hardcore bezeichnen. Da gibt es Ausflüge in dn Blues Bereich, Trips in die Elektro Ecke, die aber zum Glück nicht überwiegen und auch jazzige Reisen dürfen natürlich nicht fehlen.
Das ganze geht schon beinahe in diese transzendentale Ecke. Es entstehen Bilder und Filme im Kopf, die eigentlich nur den gering eingesetzten Gesang zerstört werden, denn der ist recht aggressiv, wie z.B. bei” Into the storm”. Beim Genuss der Musik muss ich irgendwie an die Hippies denken. Haben sie sich so nach dem ersten Schuss gefühlt und nach dem Lesen von Hesse`s “Steppenwolf”? Sicherlich wäre dieses Album damals eine gute Begleitmusik gewesen.

Wer nach den Genuss dieser Musik positive Gefühle entwickelt, der sollte dringend zum Psychiater. Hier ist alles schwermütig, zerstörerisch und bedrückend. Allerdings würde ich nicht von depressiv sprechen wollen. Die Burschen nehmen die Seelenschmerzen von sich und setzen diese in musikalischer Hingabe um. Leiden des Leiden wegens.

Die Burschen haben sowohl in Europa und China getourt. Ich kann mir das aber irgendwie nicht vorstellen, nach solchen Songs abends noch gemütlich 10 Biere an der Bar zu vertilgen, hehe. Aber Übung macht den Meister.

Resilience und vor allem der gleichnamige Song ist schon echt starker Tobak, muss ich sagen. Aber so länger das Material läuft und so mehr kann man sich fallen lassen und sich auf die Reise einlassen. Kein Zeug für den Mp3 Player , kein Zeug fürs Joggen, sondern Musik für düstere Novemberabende in der ostfriesischen Landschaft. Ich bin in der Materie nicht so zu Hause, aber hier und da habe ich schon psychodelisches Zeug gehört und ich muss sagen, da sind diese 5 Songs ganz oben, da sie nicht zu kompliziert sind, sondern trotz ihrer technischen Ansprüche und Schwermüdigkeit recht einprägsam sind. Wer die cleanen Parts bei Nailed to Obscurity mag, der sollte sich dieses Album zulegen. Für Fans von Isis, Cult of Luna oder Dead Can Dance.

Tracks:
01. One last stand
02. Into the storm
03. The lighthouse
04. Resilience
05. A blue light

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Resurgency – No worlds …nor gods beyond

https://www.facebook.com/resurgency/

Erscheinungsdatum: 21.04.2017

FDA Records / CD / Death Metal / Friechenland / 9 Songs / 35:56 Minuten

Seit 2012 sind diese Griechen bereits unterwegs und huldigen den guten alten Death Metal. 2010 ein Demo, 2011 eine Split und 2012 dann das Debut, welches mir leider nicht bekannt ist, glaube ich .”False Enlightment”.Dieses wurde noch über Hellthrasher Productions veröffentlicht. Mittlerweile konnte man einen Deal beim deutschen Label “FDA Records” ergattern und zack, schon 5 Jahre später steht das Album 2 vor der Tür. so ganz unbekannt sind natürlich nicht dabei. Tolis von den geilen Inveracity, Panos von Suicidal Angels und Drummer George von Mass Infection sollten dem geneigten Undergroundfan ein Begriff sein.

Ohne große Umschweife geht die Griechen ans Werk. Griechenland ist ja in der Metalwelt ja schon lange kein unbekanntes Fleckchen mehr, aber einen eigenen Stil habe sie nicht, dafür aber immer wieder geile Bands am Start, die sich bekanntlicherweise die Ärsche live abspielen, um bekannter zu werden und weil sie einfach Bock drauf haben und den Metal lieben.

Bei RESURGENCY scheint es so, dass die Burschen als Jugendliche im Bunker oder einen adäquaten Proberaum eingeschlossen wurden und nur 2 Bands hören durften, eventuell 3. Morbid Angel und Deicide. Dieser typische amerikanische, technisch versierte und vollgasgebende Death Metal hat es ihnen angetan und Heidewitzka, das macht Spaß.
Während man doch irgendwie traurig darüber ist, welches Kindertheater mittlerweile bei Morbid Angel an der Tagesordnung ist, aber man gleichzeitig hofft, dass sie mal wieder ein geiles Album raushauen, gleichzeitig die alten Album aufsaugt, nebenbei sich über jeden Deicide Gig freut und froh ist,wenn Vader zum 50ten Mal einen live den Arsch versohlen, ja während dieser Zeit machen sich eben Bands auf und ehren ihre Lieblingsbands, ohne direkt zu kupfern oder zu klauen. Und zu diesen Bands gehören eben auch RESURGENCY. Hört euch mal die Songs “No worlds nor gods beyond” oder “Upset sun in shades deforms”. Geilstes Riffgewitter und absolute geile Mischung eben aus MA Und Deicide. “Upset…” ist gleich zu Beginn vom Riffing her eine schnellere Variante von Gods of Emptiness. Lecker.
Oder das völlig zerstörende “Emancipation by knowledge” . “I don`t see…..” Geiler Refrainpart. Der Song liefert so ein geiles fettes Riffing ab, dass es nur die Schwarte kracht. Das Drumming ist so etwas von technisch, schnell und tight und zerstört mich total. Hinzu kommt noch ein geiles Soli und ein schleppender Teil, der aber von der Doublbebass und druckvollen Drumming total zermürbt wird.

Auch der Opener “Thresholds of Infinite Pain” und auch der Rausschmeisser “Quartered Mental Existence” bieten absolut reinen, amerikanischen Death Metal der alten Schule, wie man ihn heutzutage kaum noch zu hören bekommt. Entweder driften die Bands in die Slam Ecke ab oder bieten eben den absolut technischen und progressiven Death.
Die Liebe zu Morbid Angel wird auch besonders deutlich bei “Trough the gate Inside out”. Solche Parts hört man eben kaum noch. Schönes, langgezogenes Riff, darauf eine absolut fette, schnelle Doublebass. Eine Errungenschaft der Metalwelt, die ich absolut liebe. Danach Soli drauf und ab geht er. Tempo anziehen und Party on. Yes!
Refrainpart mit Mitgröhlpart:”Through the Gate inside out!”. Läuft und dann schleppen und tanzen. Da ist man schon ganz schön nah am Original! Aber so was von geil!
Lediglich das fast zweiminütige “Permutatiin rites” erschliesst mich nicht so ganz. Irgendwie ein abgebrochener Song oder so.

Fazit:

RESURGENCY ist mehr als eine Coverband von Morbid Angel und Deicide. Sicherlich hat man keine “Hits” und an die genannten Bands kommt man nicht dran, aber megafette Riffs am Start, eine drückende Produktion und ein absolut geilen Drummer, der sich nicht vor Pete Sandoval verstecken muss. Hinzu kommt die Fähigkeit, die Instrumente zu beherrschen, technisch fit zu sein und ein Händchen fürs Songwriting zu besitzen. Man übertreibt nicht bei den Parts und sie bieten die Songs einen guten Flow.
Ja, Lecker. ich drück nochmal die Repeattaste und empfehle mich und euch, dieses Werk käuflich zu ergattern.

Tracks:
1. Thresholds of Infinite Pain 03:56
2. Progenitors of Suffering
3. No Worlds nor Gods Beyond
4. Upset Sun in Shades Deforms
5. Celestial Commemoration
6. Emancipation by Knowledge
7. Permutation Rites
8. Through the Gate Inside Not
9. Quartered Mental Existence

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