Apallic Album Release Show – 09.06.2017

Emden, JuZ Alte Post – Path of Betrayal, Gorilla Panik, Apallic

Jo, die Kollegen vom Apallic haben am 02.06.2017 ihr Debutalbum namens “Of Fate and Sanity” herausgebracht und eine Woche später gab es die Releaseshow .Kollege Sascha vom Reaperzine.de wollte ein Review schreiben, musste aber leider absagen. Der Sänger Eike von Apallic fragte mich deswegen einen Tag nach dem Konzert, ob ich was niederschreiben könnte und Voila, schauen wir mal, was meine beiden Gehirnzellen so rausdrücken.

Aller Anfang ist schwer und so stand auch dieses Konzert unter einen schlechten Stern. “Austin Deathtrip” aus Oldenburg mussten 2 Tage vor dem Konzert leider absagen und so fragte man glaube ich ganz Norddeutschland, ob sie Zeit hätten. “Gorilla Panik” aus Oldenburg sagten zu. Gut, wenn man nur zu dritt ist und gut, wenn der Gitarrist eh schon da ist, denn der gute Daniel spielt auch “Path of Betrayal”.

“Path of Betrayal” machten auch dann den Opener und der Wahnsinn ging weiter. Der Sänger erkrankte und konnte nicht auftreten. Kurzer Hand übernahmen die beiden Gitarristen die Vocals zusammen. Dieses klang natürlich nicht so druckvoll, aber sie machten ihre Sachen richtig gut und somit konnte die Vernichtungsmaschine starten.
Trotz des Mankos zeigten die Burschen sich sehr spielfreudig. Wie sagt die Band so schön:”Death Metal aus Norddeutschland! Wie die See…rau,hart,wild und wunderschön!”
Genauso ist es. Technisch anspruchsvoll, geile Melodien dazu herrliche Doublebassattacken und feinstes Blastbeatgewitter. Die dunklen Growls blieben zwar aus, aber das störte die Zuschauer nicht. Ein Opener hat es immer schwer, aber die Band spielte nicht zum ersten Mal in der Alten Post und außerdem haben Apallic im Vorfeld gut die Werbetrommel gerührt. Ostfriesland war quasi zugepflastert und auch bei Radio Gehacktes und Radio Mähdrescher konnte man sie hören.
Zurück zu Path of Betrayal. Da ich nicht wusste, dass ich ein Review machen soll, habe ich mir natürlich keine Notizen gemacht, eine Coverversion war auch dabei, wenn ich mich richtig erinnere. ( Laut Setlist:” Ein Lied mit Geballer” oder so ähnlich). Vor der Bühne wusste ich es noch, nun leider nicht mehr. Egal, denn die eigenen Stücke können durchaus überzeugen. Sehr guter Auftritt

Umbaupause, draußen quatschen und warten, bis Anasarca Mike Bescheid sagt – Es geht weiter und zack, alle wieder rein, denn nun gibt es was auf die Ohren. Ich bin ein Fan des guten, alten Grindcores und hatte nicht umsonst das Shirt des Oldenburgers Ballertrio an. Die Idee, eine Grindcorekapelle zu gründen, klang am Anfang recht merkwürdig, doch fand bei mir sofort Anklang. Mittlerweile haben die Apes auch eigene Songs, allerdings covern sie eben überwiegend. M1,M2 und M3 gaben mal wieder alles
und wieder war klar:”Gefangene werden hier nicht gemacht”. Die Ansagen wurden recht kurz gehalten und so gab man Bands wie Napalm Death, Terrorizer, Nasum oder Lock Up die Ehre. Bei Storm of Stress bat Daniel mich auf die Bühne und da konnte man nicht nein sagen. Songs wie eben “Storm of Stress”, “Unchallenged Hate”, “Sixteen” oder das eigene Stück:” Ape Destroyer” und natürlich der Übersong “Dead shall Rise” konnten alle überzeugen. Welch Gaudi, welch Party.
Kollege Frank vom Emder Event Service und Frank “Ortje” Conrads haben mal wieder für einen guten Sound vor der Bühne gesorgt. Am Ende war ich aber auch froh, dass es vorbei ist, bin zu alt für den Scheiß, denn man musste ja bei jeden Song mitgehen, klaro. Fix und Fertig, so sah auch Drummer Strehlau ist. Geiler Gig.

So, denn schnell mit Kumpel Paul zum Stand , Apallic CD und Shirt für 25 Euro mitnehmen, kurze Umbaupause und dann ging es auch schon los.
Apallic riefen zum Tanzen auf und die ganze “Alte Post” war beteiligt. Die Cd verfolgt ein gewisses, textliches Konzept ( Review hier:
http://possessed.ghul.org/apallic-of-fate-and-sanity-02062017.html) und so entschied man sich dazu, dass Album komplett durchzuspielen und auch in der Reihenfolge , wie die Songs sich auf dem Album befinden.
Ich konnte das Album im Vorfeld schon hören und habe mit Dennis, dem Drummer auch eine Radio Spezialsendung durchgeführt und auch den Gig in Aurich habe ich gesehen.
Ich verfolge die Band schon ein gewisse Zeit, denn wir waren auch ehemalige Proberaumnachbarn. Ich muss sagen, dass man es den Burschen kaum angemerkt hat, dass es sich um ihr Debutalbum handelt. Sehr professionell das Ganze und komplett spielfreudig. Großartig.
Härtere schwedische Klänge á la OPETH, EDGE OF SANITY oder AMON AMARTH, und sogar Ausbrüche ins Schwarzmetallische sind auf “Of Fate And Sanity” vertreten und dieses kam beim Publikum gut an. Das Debut erschien bei Boersma Records und zwei Vertreter des Labels waren vor Ort und sahen sehr vergnügt aus. Das Publikum war das alles egal und gab alles, inklusive Stagediving und Wall of Death. Ich vermute mal, dass Kollege Paul und ich nicht die einzigen waren, die sich das Prachtstück mit nach Hause nahmen.
Mit Songs wie “The Watchmaker” ,”The Awakening” oder “Deranged” kann man sich echt sehen lassen und Brüllwürfel Eike konnte trotz Erkältung ordentlich Gas geben und bot wie seine Mitmusiker einen fetten Auftritt an. Mit dem Cover:” Blinded by fear” von At the Gates entließ man die 130 zahlenden Gäste in den Feierabend.
Nicht ganz, denn in unser Stammkneipe Bourbon ging es weiter. Jeder Besucher bekam einen Jägermeister gratis und die Burschen vom Apallic haben dort noch aufgelegt.
Was will man mehr von einer Releaseshow!

Setlist Apallic:

Iter Initium
The Awakening
Mental Prison
Masked Insanity
Days Before The Black
Deranged
Iter Ex Umbra
The Watchmaker
Leaking Hourglass
A Taste Of Lethe
Blinded by fear

Die Bilder wurden von Tomma Popp / Schwarzer Schmetterling zur Verfügung gestellt, danke – hier der Link: https://www.facebook.com/schwarzer.schmetterling.fotografie/

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Amplified Hate – Crossroads

https://www.facebook.com/amplifiedhatehc/

Erscheinungsjahr: 30.06.2017

Deafground Records / CD / Hardcore / Deutschland / 12 Songs / 30:59 Minuten

2007 haben die Burschen ihre Burgen in Chiemgau verlassen, gründeten diese Band und hüpfen seit dem auf den Bühnen der Welt herum. 2008 kam das Debut, es folgten 2010 und 2013 2 weitere Alben und 201 brachte man eine Vinyl Single namens Dogfight ( feat Dog eat Dog) heraus und konnte einen Deal mit Deafground Records ergattern. Unbekannt sind die Freaks nicht, besonders im Livesektor sind sie sehr agil und vor allem erfolgreich, denn sie spielten und tourten schon mit Bands wie Sick of it all, Madball, Terror, Hatebreed, H20 oder den mighty Agnostic Front.
Nun liefern sie Album Nummer 4 ab und bieten mir eine Baustelle, die ich nicht so oft und gerne betrete, aber von der ich ohne Verletzungen abging.

Die Rede ist von “HARDCORE”. Diese Musikrichtung haben die Burschen absolut verinnerlicht und man konnte es an den Bands oben auch erahnen, Genau in diese Kerbe gehen sie auch und ausser Sick of it all, Terror, Agnostic Front und Madball kenne ich kaum eine und höre auch kaum eine. Ist natürlich Geschmackssache.

Textlich im allgemeinen geht es um Verrat, Kritik an den Medien, oder um die Liebeserklärung an die heimische Alpenregion, welche ich als Ostfriese natürlich absolut nachvollziehen kann, denn wir lieben unsere Heimat genauso.

Produziert, aufgenommen und gemixt wurde im hauseigenem S&C Studio von Gitarrist Chris Schmid und gemastert von Ermin Hamidovic (Periphery, Animals as Leaders, uvm.),
Scheint ein fettes Studio zu sein, denn der Sound ist absolut drückend und aggressiv, also genau richtig für ein Hardcorealbum.

Auch nach 10 Jahren scheint man nicht müde zu werden und die Mission.”Make Hardcore great again” geht auf volle Touren. Allerdings, wie oben schon gewähnt, ist dieses nicht meins und so zieht der Opener “Reset” auch förmlich regungslos an mir vorbei und ich muss mich “resetten”.

Es braucht ein wenig, bis das Album bei mir zündet bzw. bis ich mich an den Hardcoresytle gewöhnt habe. Beim Song ” Reap what you saw” und beim Nachfolger ” Rockets” komme ich aber so langsam in Fahrt, mag daran liegen, dass Einflüsse aus dem Metal zu verspüren sind und tragende Melodien. Dieses liegt mir mehr und diese beiden Songs nehmen mich absolut mit auf die Reise der Band.

Wie jedes Album habe ich auch dieses Album dreimal mitgehört und beim zweiten Mal hören konnte ich die Power und Energie der Band viel mehr spüren und hören. Beim Hardcore sind eben die Grooves mit Stampfer wichtig und vor allem die Aggressivität und beides lassen die Burschen raus und der geneigte Zuhörer bekommt das, was er will.

Richtig fette Riffs, die druckvoll und zerstören aus den Boxen knallen, sind am Start, gute Refrainparts, die einprägsam sind , eben die von mir angesprochenen aggressiven Grooves und wütende,treibend Beats kontrollieren diese Vernichtung. songs wie “State of Mind” oder “Fathers Anthem” können auch einen Musikfan, der ansonsten nicht viel mit Hardcore anfangen kann, begeistern.

Man spürt richtig, wie sie diese Richtung lieben und leben und gibt es als Musiker etwas schöneres, ich glaube nicht.

Da ich in der Szene nicht beheimatet bin, kann ich auch kaum Bands nennen, ausser die ich oben schon erwähnt habe. Ich bin mir aber sicher, dass Harecorefreaks dieses Album lieben werden. Natürlich – Pro Pian habe ich vergessen.

Guest Vocals dürfen nicht fehlen – “Reap What You Sow” by Sitti (Ex-Silent Decay), “Ihr seid nicht das Volk” by Matzo (Tausend Löwen unter Feinden) und “Fathers’ Anthem” by Mia . So!

Ein Lob von mir – Die fünf zeigen klare Kante gegen den Faschismus und machen dieses im Lied und auch im Video zu “Ihr seid nicht das Volk” klar. Gute Sache, da Hardcore ja eher ein weltweites Fanpublikum hat. Gesungen wird auf englisch und deutsch und macht klar, dass dieses rechte Gesindel nicht für Deutschland steht.

Fazit: Selbst mich als Die Hard Metaller konnte die Band überzeugen, natürlich nicht mit allem. Dann sollte man doch als Hardcorefan zugreifen, oder?

Video: Ihr seid nicht das Volk

TRACKLIST
01. Reset
02. State Of Mind
03. Cold Black Heart
04. Reap What You Sow
05. Rockets
06. The New Me
07. Lie After Lie
08. Comeback
09. Fathers’ Anthem
10. Alpine
11. CCC
12. Ihr seid nicht das Volk

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Apallic – Of fate and sanity

Da ich mit der Band sehr befreundet bin, habe ich das Review von meinen Kollegen Sascha Schmidt vom Reaperzine.de übernommen.
Ich teile die Meinung des Reviewers zu 100%.

https://www.facebook.com/Apallic/

Erscheinungsjahr: 02.06.2017

Boresma Records / CD / Deutschland / Progressive Death Metal / 10 Songs / 52:3 Minuten

Death Metal aus Ostfriesland, da kommen einem doch sofort die Senkrechtstarter NAILED TO OBSCURITY in den Sinn. Dass es aber Andere ebenfalls können, beweisen APALLIC auf ihrem Debüt sehr eindrucksvoll. Nach der 2015 erschienenen EP “Somnium” konnte ein Vertrag mit Boersma Records an Land gezogen werden. Wahrscheinlich konnte es sich die Band auch durch diesen Umstand leisten, im Soundlodge Studio aufzunehmen, was der Scheibe natürlich sehr gut getan hat. Sowieso ist der Sound an sich sehr klar, druckvoll und äußerst ausgewogen ausgefallen. Topp Arbeit, Herr Uken!

Die Mucke, die uns APALLIC hier an den Latz ballern, ist ein Gebräu aus vielem. So höre ich manchmal Riffs heraus, die ein junger Kirk Hammett geschrieben haben könnte und einem durchaus Gänsehaut bereiten können. Härtere schwedische Klänge á la OPETH, EDGE OF SANITY oder AMON AMARTH, und sogar Ausbrüche ins Schwarzmetallische sind auf “Of Fate And Sanity” vertreten, und das Ganze glücklicherweise, ohne irgendwie zu kopieren. APALLIC sind zwar noch auf der Suche nach ihrer finalen musikalischen Identität, aber bereits jetzt schon auf einem sehr guten Weg. Textlich haben wir es hier übrigens mit einem Konzeptalbum zu tun, das von einem Kerl im Wachkoma handelt, also hat man sich auch auf dem Lyric-Sektor was Feines ausgedacht. Musikalisch alles auf einem Top-Level, manchmal doch etwas sperrig, aber satanlob niemals zu kopfig oder vertrackt. Man sollte sich als Hörer aber schon mit dem einen oder anderen Track etwas intensiver auseinandersetzen. Es wird nicht Euer Schaden sein, diese Scheibe zu kaufen und sich ein oder zwei Tage damit zu beschäftigen. Ich habe es getan und finde, “Of Fate And Sanity” hat das Zeug, eine meiner liebsten Scheiben 2017 zu werden. NTO aufgepasst…hier rollt beinharte Konkurrenz an! Super Scheibe, nicht gerade lustig, aber gnadenlos gut. Weiter so.

Anspieltipps: “Day Before The Black”, “The Watchmaker” und das epische “A Taste Of Lethe”
Fazit

APALLIC haben mit “Of Fate And Sanity” einen wirklich schweren Brocken ins Rennen geworfen. Musikalisch sehr gut, songwriterisch ganz weit vorne und sehr intensiv vorgetragen, ohne dabei die Gefühle zu vernachlässigen. “Of Fate And Sanity“ ist eine Death Metal-Achterbahnfahrt. Topp Teil und absoluter Tipp für diejenigen, die APALLIC bisher noch nicht auf dem Schirm hatten. Mehr davon!

Iter Initium
The Awakening
Mental Prison
Masked Insanity
Days Before The Black
Deranged
Iter Ex Umbra
The Watchmaker
Leaking Hourglass
A Taste Of Lethe

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