Freakings – Toxic End

https://www.facebook.com/freakings/

Erscheinungsdatum: 06.03.2017

Eigenproduktion / CD / Thrash Metal / Schweiz / 11 Songs / 36:39 Minuten

Was ist nur los mit dem kleinen Nachbarländle. Man muss sagen, die haben in den letzten 20 Jahren eine enorme Entwicklung gemacht, sofern es um Death Metal, Thrash Metal und Grindcore geht. Alles andere kann ich nicht beurteilen. Ich kann mich noch so um 2000 erinnern, als wir mit Tears of Decay und Profanity die United Underground Days dort gespielt haben und später auf dem Metal Die Hard Festival. Da gab es kaum Bands, aber viele Fans. Mittlerweile gibt es beides und das ist natürlich total geil. Kill, Fuck, Die.

Vorgestern Review zu Carnal Decay gemacht und nun gibt es FREAKINGS zu hören. Thrash,Thrash und nochmal Thrash. in Form eines Trio Infernales.

Die Schweizer böllern bereits seit 2008 im Underground herum und liefern hier nun Album Nummer 3 ab. Die beiden Vorgängeralben kenne ich nicht, aber wenn die so abgehen, wie dieses hier, dann sollte ich definitiv mal reinhören.

“Welcome to hell on” earth und “Thrash will never die” bringen es wohl genau auf dem Punkt. Der Schriftzug erinnert mich ein wenig an Dust Bolt und auch musikalisch sind durchaus Parallelen zu ziehen.
Okay, Abwechslung steht nicht gerade ganz oben auf ihrer Liste, dafür zügiger old school Thrash Metal, der gut in die Bay Area Richtung tendiert.Sobald der Name “Thrash” fällt, sind automatisch auch Slayerriffs im Spiel und so natürlich auch bei FREAKINGS.

1,2,3,- Feuer frei und “Hell on earth” geht los. 3:30 Minuten Attacke, voll auf die 12 und durchs Gedärm. Schönes Teil, schnelles Riffing, fixe Drums, aggressive Vocals. Prost Mahlzeit. Kann man machen und sollte man machen! Im Grunde geht es immer so weiter. Was man spürt und hört ist die absolute Leidenschaft für die Musik. Voller Inbrust wird hier Thrash Metal gezockt. Tjaka.
Die kurzen , nicht tempobelasteten Parts kommen dabei auch recht geil rüber und machen das ganze interessant, genauso wie die schnellen, beruhigenden Uftata Drum Parts. Davon dürfte man beim nächsten Mal durchaus mehr einbauen, so wie z.B. bei “Wave of Pain”. Zu diesem Song gibt es auch bei Youtube ein Video. Zum reinhören asbolut empfehlenswert. Natürlich dürfen auch slayerbelastete Solis nicht fehlen und die Refainparts, die man mit der Kutte auf der Brust und der Pommesgabel in der Luft so herrlich mitgröhlen kann. In der anderen Hand ein Bier, was willste mehr, herrlich.

“TXWXNXD”, der Titel des vierten Songs, bedeutet “Thrash will never die” und so ist es auch, betrachtet man die lang Zeit dieser Musikrichtung und die Hingabe, die Musiker noch nach all den Jahren für diese Richtung haben. Auch ich fröhne der Leidenschaft durchs zuhören. Leidenschaft heisst es ja, weil es Leiden schafft. Diese entstehen allerdings nur durch Songs, die durch neue Bands und ihre moderne Art der Auslegung entstehen. Allerdings werden bei Freakings nicht neue Leiden geschaffen, sondern meine Leidenschaft für den old school Thrash wieder entfacht.

Wie schon oben erwähnt, ist das Tempo hoch und die Abwechslung klein und auch das thrashige Rad wird nicht neu erfunden, aber der Spaß an der Musik überwiegt halt und das Songwriting macht Laune. Lecker Ding! Mit 37 Minuten auch genau richtig von der Länge her!

Ein Muss für alle Thrasher, die es eben old schoolig lieben. Modernes, Abwechslunsgreichstum oder Progressivität fehlt, aber wer braucht das schon? Ich nicht. Thrash`em all!

Tracks:
1. Hell on Earth 03:31
2. Future Vision 02:35
3. Violent Disaster 04:03
4. TxWxNxD 04:02
5. Toxic End 03:56
6. Friendly Fire 04:28
7. Brain Dead 02:55
8. Price of Freedom 03:06
9. Wave of Pain 03:26
10. Beer Attack 01:16
11. No More Excuses 03:21

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Acranius – Reign of Terror

https://www.facebook.com/Acranius

Erscheinungsjahr: 27.01.2017

Rising Nemesis Records / CD / Brutal Death Metal / Deutschland / 10 Songs / 31:32 Minuten

Kommt Jennifer Rostock eigentlich aus Rostock? Solch Fragen muss ich mir am Sonntag stellen, leider. Mein Gehinr will es so, denn es muss umbedingt eine schlechte Einleitung her für dieses Review. Ich würde sagen, hat geklappt. Ist ja auch egal, denn ACRANIUS kommen ja von dort und das reicht ja auch.
Seit 2009 kämpfen Björn und Lars und haben sich in 2014 den Rob von Pighead und den Kevin von Slowly we Rotten dazugehört.
Der olle Nasar von Rising Nemesis Records zeigt sich für diese Veröffentlichung verantwortlich und somit eins klar. Gekuschelt wird woanders.

Der gute Death Metal steht an der Tagesordnung, allerdings nicht der wiedererstarkte old school , sondern eher der für unsere, die mit der Frank Mullen Gedächtnishand gerne mal im Kreis laufen und den Circle Pit Göttern dienen. Dabei dürfte das dritte Werk von Acranius durchaus behilflich sein.

Der kurze Opener gibt die Marschrichtung vor und 30 Minuten später ist der Weg zu Ende. In Trumpland und in Asien gibt es mittlerweile ja sehr viele Bands, die diesen Weg gehen und mittlerweile hat dieser Stil auch Europa und Deutschland erreicht. Natürlich schon länger. Besonders gut beobachten kann man diese Tatsache beim geilen DeathFeast Open Air.

Die Mischung aus Brutal Death Metal und Hardcore hat die Band absolut inne und sie folgen ihre Glaubensrichtung von Anfang an. Die Kiche heißt Slam Death Metal. Hellulujah!Und den Glauben darf man nicht verraten und dieses passiert auch nicht. Den eigenen Regeln folgend, schießt man aus allen Rohren und bietet fette Riffs und Stampferparts, die eben zum kreisen einladen. Natürlich wird auch das Tempo angezogen, um auch das Prädikat “Brutal” zu erhalten, allerdings sind die hardcorelastigen Elemente im Vordergrund und da ensteht bei mir persönlich eine kleine Glaubenskrise. Ich mag es mehr, wenn die Verbindung zwischen Death Metal und Hardcore so gestaltet, wie es eben Dying Fetus oder Pyrexia oder auch Criminal Element betreiben. Geschwindigkeit first, würde Trump wohl sagen.

Jeder Song für sich betrachtet ist gut aufgebaut und bietet für jeden Slamanhänger gute Kost, aber auf Dauer gesehen ist mir das zu eintönig. Musikalisch machen die Burchen dabei alles richtig, da kann man ihnen keine Vorwürfe machen. Ist dann eher mein subjektives Empfinden. Die “Tanzparts” kann man eigentlich immer vorhersagen und sie klingen alle sehr ähnlich, was natürlich irgendwie auch logisch ist, denn der Radius ist nun mal bei der Musikrichtung begrenzt. Auf Dauer ist es eben nicht gerade abwechslungsreich. Wie gesagt, dieses bedeutet nicht, dass das Album schlecht ist. Gutes Riffing, tightes Drumming, gut produziert und geile, tiefe Growls sind vorhanden und machen Laune. Song für Song betrachtet lecker, am Stück aber dann doch sehr einsilbig, zu mindestens für mich.

Songs wie “Kingmaker”, ” The True Reign” und “Warpath” machen absolute Laune und dürfte bei jedem Slam Fan ein Lächeln aufs Gesicht zaubern. Freunde des Slam Death Metal dürfen bedingungslos zuschlagen, Leute die es ein Stück brutaler mögen, können es definitiv anchecken.

Tracks:
1. Born a King 02:10
2. Kingmaker 03:12
3. Return to Violence 03:12
5. Built on Tradition 03:22
6. The True Reign 03:26
7. Warpath 03:09
8. Battle Scars 02:51
9. The Executioner 03:28
10. Died a Liar 03:05

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Lock up – Demonization

https://www.facebook.com/LockUpOfficial

Erscheinungsjahr: 10.03.2017

Listenable Records / CD / Grindcore-Death Metal / England / 14 Songs / 47:00 Minuten

Ohoh, da denkt man, geiler wird es nimmer mehr und dann kommt von irgendwo der Nick Barker daher und zerstört einen mit seinem absolut geilen Drumming und Timing. Argh. Ich liebe seine Art der Explosion. Allerdings wird es ihm auch leicht gemacht. Denn um ihn herum gesellen sich so illustrierte Personen wie Shane Embury ( Napalm Death + 100 Projekte ), Anton Reisenegger ( Pentagram Chile + 100 Projekte ) und Kevin Sharp ( Brutal Truth + 100 Projekte ).
Die Rede ist hier von einen absoluten geilem Projekt. LOCK UP. Shane Embury hat dieses Projekt 1998 ins Leben gerufen und immer geiler Musiker um sich versammelt. Der Bursche hat es eben drauf. Vorher waren noch so lustige Burschen wie Pete Tätgren, Tomas Lindgren und der leider verstorbene Jesse Pintado dabei.
Okay, Brutal Truth gibt es nicht mehr und der Lindgren hat genug mit At the Gates zu tun. Was liegt da näher, als den Herr Sharp zu fragen, die Vocals zu übernehmen. Nichts.

Bah, gleich der Opener “Blood and emptiness” kommt so zerstörend death/grindig aus den Boxen geballert. Herrlich. Geile Riffs, fette Voals, dröhnender Bass und absolut fixes und tightes Drumming. “The Decay within the Abyss” und “Locus” stehen dem Opener in nichts nach.!
“Demonization” kommt da als schleppender, fast industrieller Song. Als Abwechslung sehr gelegen und erinnert mich ein wenig an ein anderes Projekt von Shane namens “Meathook Seed”.
Danach geht es aber nach einen kurzer Vorspieler wieder voll auf die zwölf. “Demons Raging besticht mit schnellen Riffing und schnellen Gesang. Sehr geil.
Die Frage, die man sich stellen muss, ist doch, ob der Shane Embury jemals etwas schlechtes gemacht? Okay, einige Napalm Sachen, aber ansonsten. Definitiv für mich ein Hero. Der Bursche steht und lebt dem Extrem Metal. Was wäre die Grindcorewelt ohne Shane?
Des öfters verderben viele Köche den Brei, aber nicht so bei Lock up. Sie bestechen echt mit guten Riffing und mit Tempoverschärfungen, wie z.B. auch bei “Desolation Antichrist”. Ein Chaossong mit groovigen Metalpart und dann voll auf die Glocke. Und was Gevatter Barker da wieder spielt, ist einfach nur lecker.
Manchmal ist Musik eben nur einfach.. Betrachten wir einmal den Song:”Instruments of Armageddon”. 2:26 Minuten. Gitarrenvorspieler, schneller Drumming, langer Scream rüber, Midtempobrecher wie Sau. Bangen und ab. Kurzes Intermezzo mitten drin, Midtempo, dann geniales Riff. Schlagzeugbetonung und Geholze und völlig geiler Gesang drauf und Ende. So muss es sein, Freunde der Sonne.
Was hier einfach passt ist die ganze Symbiose. Neu und erfrischen ist der absolut abgedreht Gesang von Kevin. Der brüllt sich echt die Seele aus dem Leib und obwohl man es kennt, klingt es so etwas von frisch und geil.
Da ein Basser die Songs geschrieben hat, darf natürlich ein Bassanfang nicht fehlen. “Foul from the pure” wurde ausgewählt und man zeigt sich hier schon einmal von der Tanzseite. Natürlich haut Nick da noch ne fette Doublebass runter. Ist das geil! Und klar, am Ende gibt es Gemetzel.
“Mindfight” dürfte der ein oder andere ja schon kennen. Der Song wurde als Vorveröffentlichung ausgewählt und bei YouTube veröffentlicht.Jetzt schon ein Hit!
Mit “Shut the light” endet der ganze Spaß und es bleibt einen nur eines übrig! Repeattaste auf Dauerschleife.

16 Songs werden uns um die Ohren geballert und im Grunde ist da echt kein Aussetzer bei! Just killers, no fillers”
Das das Ding absolut fett produziert ist, muss ich ja wohl nicht extra erwähnen, oder!

So fern ein neuer “The fantastic Four” Film gedreht werden soll, ist eines klar. Diese Burschen sind die Hauptdarsteller! Fantastisch!

Die CD beinhaltet 14 und das Digipack 16 Songs. Da fällt einem die Entscheidung nicht wirklich schwer!

Ich lege mich fest. Grindalbum 2017, da kann nicht mehr viel kommen!

Tracks:

1. Blood and Emptiness
2. The Decay Within the Abyss
3. Locust
4. Demonization
5. Demons Raging
6. Desolation Architect
7. Instruments of Armageddon
8. Sunk
9. The Plague That Stalks the Darkness
10. Foul from the Pure
11. Mind Fight
12. Void
13. Secret Parallel World
14. We Challenge Death
15. Life to Grave
16. Shut the light

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