Atomwinter – Catacombs

Erscheinungsjahr: 09.02.2018

www.facebook.com/atomwinter

Trollzorn Records / Death Metal / CD – LP / Deutschland / 10 Songs / 40:00 Minuten

Seit 2010 ist dieses Vernichtungskommando aus Göttingen bereits unterwegs und wir in Ostfriesland durften die Burschen auch schon auf unseren Brettern begrüßen. Stetig verbessert und hart an sich arbeiten und dran und verkörpern, was man macht. Bringt das heutzutage noch wasß Aber hallo!. Während man 2012 mit “Atomic Death Metal”
schon einmal einen ordentlichen Start hinlegte, ließ man es 2015 mit “Iron Flesh” so richtig krachen. Mittlerweile konnte man auf dem Party San zocken und ist bei Trollzorn Records gelandet. Album Nummer drei liegt mir nun vor und Holland die Waldfee, eine absolute Abrißbirne.

Back to the Roots knallt es aus allen Ecken und Kanten. Fängt an mit dem typischen Death Metal Cover, geht weiter über die old schoolige, aber absolut druckvolle Produktion, über die Spielzeit von 40 Minuten und natürlich darf auch das kurze, aber bedrohlichen Intro im Celloformat nicht fehlen.
Death Metaller wie ich stehen auf so einen Clichescheiß und kommen hier voll auf ihre Kosten.

Dann geht es los mit “Catacaombs” und irgendwie sind die 40 Minuten vorbei und man denkt. Schöne Bescherrung. Vorbei. Und Zack. Repeattaste.

So muss Death Metal laufen. Sicherlich bieten die Burschen und nichts Neues oder Bahnbrechendes. Wäre auch nicht wünschenswertes, innovativ sollen andere arbeiten.
Dabei gehen sie definitiv nicht stumpf vor. Hier sind einfach Liebhaber am Werk. Death Metal Liebhaber , die Death Metal machen. Helden müssen geehrt werden. Hinzu kommen aber noch eigene Ideen. Der Opener mit seinem Uftata und Argh am Anfang und dann Midtempogeholze hoch 10 und fetten Riffs machen einfach absolut Laune.

Hier ist alles überlegt und vorhanden, was ein Death Metal Fan alter Schule liebt. “Dark Messiah” mit der schwedischen Kante ist ein Beispiel dafür, dass sie auch mit Abwechslung dienen kann. Besonders die Uftataparts liebe ich, dazu kann man so schön bangen. Aber das Riffing ist einfach auch geil und auf dem Punkt. Die dreckigen
Death Metal Vocals mit den “dunklen” Screams passen wir aufs Auge. Die Tempiwechsel machen so richtig Laune.

Dann folgt ein Brett namens “Sadistic Intent”. Groovig und schleppig und absolut bedrohlich tanzt man sich durch die Botanik, Scream, Ankündigung, old school Geholze, mit markanten Riffing. Lecker. Tempiwechsel, Refrainpart.Soli. Passt alles. Stimmung!

So geil geht es bis zum Ende weiter.

Über allen schwebt die von mir oben schon angesprochene geile Produktion. Schön auf old getrimmt. Hinzu kommt die Atmosphäre, die über das ganze Album schwebt.

Morbidität musikalisch vertont. Geilomat.

Atomwinter 2018 klingen wie ein Bastard aus Asphyx und Bolt Thrower. Morbide und doomige Klänge gehen Hand in Hand mit thrashigene Elementen und schnellem Parts. Hier und da muss natürlich auch Schweden dran glauben, wie z.B. bei “Ancient Rites”, auch so ein Vernichtungssong.

Wie schreibt doe Promotionfirma so schön:”Die Songs reißen dem Hörer Stück für Stück hinab in die Katakomben des menschlichen Bewußtseins.” So sieht es aus.

Jeder, der den old school Death mag, wird dieses Album lieben, da bin ich mir ganz sicher. Auf dem Song gibt es keinen schlechten Song. Heutzutage kann das kaum noch eine Band von sich behaupten. Geil. Das Jahr ist noch nicht mal ein Monat alt und mit Revolting und Atomwinter habe ich schon zwei fette Death Metal Alben in der Tasche.

Mit “Catacombs” sind die Burschen auf dem Weg, zuammen mit Desert Fear, Endseeker und Revel in Flesh die deutsche Szene noch ein Stück weiter nach vorne zu treiben. Definitiv. Absolute Bang – und Kaufempfehlung.

Tracks:
01. Intro
02. Catacombs
03. Dark Messiah
04. Sadistic Intent
05. Ancient Rites
06. Gathering Of The Undead
07. Carved In Stone
08. Necromancer
09. Morbid Lies
10. Funeral Of Flesh

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Shambles – Primitive Death Trance

https://www.facebook.com/Shambles-635468059850975/

Erscheinungsjahr: 16.01.2018

Blood Harvest Records / CD-MLP / Doom-Death / Thailand / 4 Songs / 25:47 Minuten

Bei Shambles handelt es sich um eine 5 Mann Kapelle, die sich in den Jahren ihrer Existenz nicht so richtig entscheiden konnte, was sie machen möchte. Angefangen hat man als Brutal Death Metal, ging dann um Black Metal über und nun zum Death-Doom. Seit 1997 sind sie am Start und haben noch 2 Urmembers dabei und stammen aus Thailand. Metalmäßig ja immer noch “Exotenland”, zumindestens für uns. Viele Kapellen kommen hier ja auch nicht an. In 2015/2016 hat man einige Members getauscht und seit dem sind sie ziemlich fleißig. Nach dem Debut “Realm of Darkness Shrine” und einer gleichnamigen Compilation aus dem Jahre 2016 folgt nun also diese EP.

Puh, ob gewollt oder nicht, Abstriche muss man beim Sound machen, definitiv. Leider, denn so richtig was rauszuhören ist hier nicht und die 4 Songs sind vom Aufbau und Klang relativ gleich gelagert. Die Songs sind auch fast alle 7 Minuten lang, wobei mir “Illusions of the Void” am besten gefällt.

Das Riffing ist leider sehr schwer bis gar nicht wahrzunehmen.Teilweise hört man nur Geschrabbel. Die Burschen versuchen, über die Schiene zu kommen:”Mischen von Brutalität und Atmosphäre” . Dazu verwenden sie eben schnellen Death Metal und doomige Parts. Der Sänger begibt sich in den ganz tiefen und unverständlichen Keller, so wie ich es mag. Autopsy als Einflüsse für die Morbidität zu benennen ist ja quasi Pflicht und Disembowlement für die Mischung aus Krach und Doom ebenfalls.

Vergleicht man aber diese Songs mit dem Material von den geilen Blood Incantation oder Sepuchral Voice, hängen sie aber hinterher. Während die ersten beiden Songs spurlos an mir vorbeiziehen, bin ich beim genauen hinhören der Songs “Illusion of the Void” und “Prinitive Death Trance” doch recht begeistert.

Leider ist durch den schlechten Sound das Riffing, gerade in den schnellen Passagen, kaum wahrzunehmen. Ein bißchen Differenziertheit wäre gut gewesen. Das man eine dreckige Prduktion verwendet, ist ja Voraussetzung für den Sound.
Wirklich schade.
Der Rauschmeißer “Primitiv…” klingt recht geil, da der Drummer relativ lang das gleiche Tempo spielt und verschiedene Riffs darüber gespielt werden. Gute Idee und ohne Gesang. Späteres kriechen und Tempowechsel kommen auch geil rüber. Zieht einen irgendwie runter und dann wird man durch das Geballer zerstört.

Ich glaube, dass das Material live einen so richtig schön runterziehen kann, denn es ist teilweise schön morbide. Auf dieser MCD kann man durchaus mit der Atmosphäre punkten, aber der Sound macht es einen echt schwierig. Für Freunde des morbiden Death / Doom aber durchaus interessant, keine Frage. Ich werde mir das Debut wohl mal reinpfeiffen müssen.

Tracks:
1. Daemon 06:55
2. Dismal Pantheons 04:30
3. Illusion of the Void 06:52
4. Primitive Death Trance 06:47

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Divide – Fornication with fire

https://www.facebook.com/dividemetal/

Erscheinungsjahr: 26.11.2017

Eigenproduktion / CD / Death Metal / Deutschland / 4 Songs / 15:58 Minuten

Seit 2009 ist dieses Todeskommando, welches als Einfluss gerne mal Bolt Thrower,Carcass und Vader angibt, bereits unterwegs. Nach einem Demo im Jahre 2010 folgte im Jahre 2013 das Debutalbum namens:”Messiah of Mutilation”. 2016 folgte dann die fette EP”Lazarus Pit”. Dann passierte einiges. Die Band schrumpfte auf ein Duo zusammen und so sind die beiden Injection Members Daniel Stelling und Moritz Paulsen alleine zuständig für das schreiben von Songs. Im Jahre 2017 folgten Gigs in Russland und Brasilien und nun eine neue EP.

Bei den Kielern Störchen geht ja seit einiger Zeit richtig die Post ab und auch die Handballer sind seit Jahren erfolgreich. Wird also Zeit, dass die Stadt auch eine geile Combo an den Start bringt.

“Incendiary” gibt dann auch das wieder, was ich oben beschrieben habe . Langsamer Anfang, langezogenes Riff, ein Uargh und dann auf die Glocke, um dann wieder ins Midtempo abzudriften. Das Tempo wird variiert und das langezogene Riff quasi als Hauptthema verwendet. Dieses kommt einen zwar bekannt vor, macht aber nichts, kommt gut rüber.

“Forcinate within Fire” beginnt mit einen längeren langsamen Part, um dann Fahrt aufzunehmen. Gas zugeben, ohne Blastbeats zu verwenden, ist eben alte Schule und so macht es auch Divide. Ihre alte Schule wird besonders hier ausgebaut. Ein moderner Sound wird erzeugt und ein Ausflug in den Black Metal wird vorgenommen. Aber keine Sorge. Die Einflüsse werde nur verbraten, über allen schwebt das Death Metal Schwert.

Auch bei dem längsten Song:”Anthropicide” verwendet man die Zutaten. Midtempo und Gummi. Hinzu kommt ein sehr langsamer Part. Vorspieler. Thrashiges Riff und auch wieder Ausflüge in den Black Metal Bereich, um dann die Hölle ausbrechen zu lassen. Wechsel wieder in den langsamen Part usw. Sehr intenstiv. Gutes ding. Gibt es bei Youtube auch ein Video zu.

“Of Debris and the Grave” beendet den 16 minütigen Spaß. Midtempolastiger Anfang mit fetten Riffing und geilen Drums, dann Wechsel in den von mir geliebten Uftata Part und wieder in einen Midtempopart. Dieser Song ist sehr Rifforientiert und schleppt sich vorwärts. Soli inklusive. Und am Ende wird noch einmal Gas gegeben. Der Funken will hier aber nicht so richtig rüberspringen.

Divide liefert hier echt ne ordentliche Portion Sprossen ab. Satt wird man definitiv. Death Metal der alten Schule, teilweise modernisiert und kombiniert mit blackigen Parts und thrashigen Elemente. Repeattaste und ab dafür!

Tracks:
1. Incendiary 03:42
2. Fornicate Within Fire 03:56
3. Anthropicide 04:50
4. Of Debris and the Grave 03:30

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