Task Force Beer – Meaning of life

http://www.facebook.com/TaskForceBeer

Erscheinungsjahr: März 2017

Eigenregie / CD / Grind-Death / Deutschland / 15 Songs / 30 Minuten

Hm, der Bandname kommt zur rechten Zeit, denn es ist wieder Festivalzeit und der Schrei nach Bier wird immer größer. T.F.B. wurden im Jahre 2015 von Mario (Ex-Broiler), Kring ( Massacre the Wasteland) und Pinch in Trier gegründet. Da Katantonie aus Zeitgründen auf Eis gelegt wurde, schloss man sich zusammen und so werkelt man nun zu sechst herum.

Langeweile haben die Burschen nicht, denn man konnte schon Gigs mit Fuck the Facts, Fubar,Eastwood oder Entrails Massacre zocken und so beschloss man, dass auch der Rest der Welt unbedingt am musikalischen Grundverständnis der Jungs teilhaben müßte.

So geschah es, dass man sich aufmacht ins Studio, um 30 Minuten poetischer Kleinkunst in Eigenregie aufzunehmen und zu veröffentlichen. 13 mal darf man dran teilhaben, in Form von 13 Songs.

Wer die Bandnamen liest und sich ein wenig in der Szene auskennt, weiß, dass es sich hier um Grindcore handeln muss.

Der Name lässt natürlich im extremeren Bereich Rückschlüsse auf Tankard zu, aber da sind sie so etwas von weit entfernt, aber Hallo. Auch Excrementory Grindfuckers kommen hier in Betracht, aber mit den Hannoveranern hat man auch nicht wirklich etwas am Hut.

Musikalisch handelt es sich hier definitiv nicht um Spaßgrind. Die Burschen mögen das,was sie machen und dieses machen sie ja auch nicht erst seit gestern. Das hört und spürt man. Gesanglich baut man zwei Sänger ein, also wahrhaftig und so hat man eine Bandbreit per Exellence. Growls, Screams, Squeals etc. Kommt gut abwechslungsreich daher. Musikalisch fährt man die Grindschiene, groovt aber ordentlich und verteilt desöfteren auch Death Metal Schellen an den geneigten Zuhörer. Sicherlich nicht wirklich was neues, aber ein Album, welches man gut durchhören kann, ohne Rot zu werden. Langeweile geht anders.
Bei aller Liebe zum Krach ist der technische Anspruch gar nicht einmal so gering und so wundert es einen nicht, dass man von Band wie Phobia, Weekend Nachos, Suffocation oder Dying Fetus beeinflusst wurde.
Es handelt sich natürlich um eine Undergroundproduktion, die aber wirklich gut gelungen ist. Die Drums sind schön dreckig und nicht so steril, wie man es von den meisten Bands kennt und die Gitarren knurren ohne Ende, aber alles sehr gut verständlich.
Die Burschen singen auf deutsch und dieses kann man auch auch raushören, aber überwiegend, wenn sie Samples verwenden.
Also, für eine Grindparty mehr geeignet. Will hier auch keinen Song im einzelnen herausnehmen. Es handelt sich zwar nicht um Spaßgrind, aber das Album macht durchaus Spaß. auch wenn man nicht viel neues zu hören bekommt.

Trackliste
1 Intro 1:09
2 T.F.B. 2:37
3 First Kiss 1:42
4 Home 2:46
5 Darkness 1:29
6 Inner Demon Fight 1:03
7 Puutarha 1:53
8 Enemy (Intro) 0:48
9 Slow Death 4:09
10 Mothra 0:41
11 Not My Fault 3:03
12 Meaning Of Life 2:04
13 Violence For Silence 0:11
14 Last Kiss 2:25
15 Post Aus Puutarha 2:03

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Putrid Offal – Anatomy

https://www.facebook.com/putridoffal/

Erscheinungsjahr: 04.08.2017

Xenokorp / CDEP / Death Metal-Grind / Frankreich / 6 Songs / 16:14 Min

Da sind sie wieder, die wahnsinnigen Franzosen. PUTRID OFFAL war wohl die Band, die erste Band, die in Frankreich den Goregrind bzw. Death/Grind zelebrierte, auch wenn sie nicht wirklich viel veröffentlicht haben. 1991 fing der Spaß an , mit dem Demo “Unformed” und 2 Splits, mit Agathocles und Exculceration. Deswegen alleine sind sie schon Kult. 1992 erfolgte eine Split mit 5 weiteren Bands, unter anderen den geilen Suppuration und 1994 eine Promo. Und danch war Feierabend. Gittarist und Sänger Frank sowei Basser Fred waren aber der Meinung, es muss nicht für immer Schluss sein und so kam man 2013 wieder zurück. Der ehemalige Infest Gitarrist Philippe kam hinzu und Franck übernahm den Drumcomputer. Mittlerweile hat man mit Laye einen festen Drummer.
2014 die coole EP namens “Suffering” und 2015 die Compilation “Premature Necropsy” folgten und im Jahre 2015 war es denn endlich soweit. Das Debut namens “Mature Necropsy”, welches so richtig fett ist, folgte.
Viele Gigs riss man an und der Spirit ist am Leben, definitiv.
Nun schieben sie eine EP nach.

Geboten werden die Zuhörer aber nicht wirklich viel, also nicht viel neues zu mindestens. 2 neue Songs , 2 Re-Recorded Stücke und 2 Livesongs.

Die beiden Re-Recorded Songs befinden sich auch auf der “Mature Necropsy” CD, genauso wie die Liveversion von “Purulent Cold”.
Ob es sich bei “Requiem of a corpse” um einen neuen oder alten Song handelt, weiß ich jetzt gar nicht. Reiht sich aber nahtlos ein!

Los geht es aber mit den beiden neuen Songs :” Anataomy” und “Didactic Exploration”, die definitiv Lust auf mehr machen. Argh, Lecker Ding! Death Metal meets Grind und Goregrind. Hier wird ordentlich Gas gegeben und es gibt voll auf die Zwölf, aber man geht sehr versiert vor. Es werden immer wieder Auflockerungparts mit eingebaut, so dass es zu keiner Zeit langweilig wird oder es stumpf klingt. Die Burschen haben diesen Stil durchaus gefressen und sie wissen, wie man diese Mahlzeit ordnungsgemäß wieder ausscheidet. Besonders “Didactic Exploration” kommt mit einem sehr eingängigen Part daher, der sofort hängen bleibt.
Die beiden Neuaufnahmen klingen 2017 sogar noch geiler als im Jahre 2015. Sehr fett. Die beiden Livesongs geben einen Eindruck darüber, dass die Burschen es auch live drauf haben. Allerdings hätte ich mir 2 weitere neue Songs gewünscht.
Sei es drum.”Anatomy” ist ein sehr geiles Lebenszeichen der französische Legende und man darf hoffen, dass in 2018 ein volles Album folgen wird.

Tracks:
1. Anatomy
2. Didactic Exploration
3. Rotted Flesh [2017 re-recording]
4. Gurgling Prey [2017 re-recording]
5. Requiem for a Corpse [live]
6. Purulent Cold [live]

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In Reverence – The selected Breed

https://www.facebook.com/inreverence/

Erscheinungsdatum: 26.05.2017

Non Serviam Records / CD / Death Metal / Schweden / 9 Songs / 33:45 Min

Schweden,Schweden und nochmals Schweden. Ach ja, fast so geil wie Ost-ost-Ostfriesland. Aber nur fast, hehe. Okay, die Metal Szene ist schon etwas besonderes dort und die von mir innig verehrte Death Metal Szene sowieso, keine Frage. IN REVERENCE gehören seit 2010 der Szene an, klingen aber sogar nicht typisch schwedisch. Weder Gotenbörg noch Stockholm lassen grüßen. Das Trio rund um oscar von Overtorture stammen zwar aus Stockholm, schlagen aber einen etwas anderen Weg ein.

Dieser Weg wird nun vom holländischen Label Non Serviam Records begleitet. Gemeinsam wurde im Mai 2017 das Debut rausgehauen, zuvor gab es ein Demo, eine EP und 2 Singles.

Wenn ich auf einen Beipack “atmosphärischer Death Metal” lese, wird mir immer etwas mulmig. Könnte sperrig und verspielt sein, ohne Struktur für mich. Aber hoppla. Der Opener “Jahiliah” kommt da ganz anders aus den Boxen gekrochen und auch der Knattersong “Prometheus” verspricht gutes.Auch der nachfolgende Song “The selected Breed” verspricht einiges und hält dieses auch.

“Jahiliah” geht aber schon klangvoll und atmosphärisch los. Gitarren folgen, Drums drauf und man bleibt in der Schiene und Panik machte sich bei mir breit, aber dann erwartet euch ein schönes Death Metal Gewitter, yeah! Geile Growls, gepaart mit sehr fetten Riffing und Tempiwechsel, so dass einen zu keiner Zeit langweilig wird. Während man sich Tempomäßig beim Opener noch zurückhält, geht man bei “Gods of Dehumanization” in die vollen und gibt Vollgas. Ein Segen für mein Herz. Der Drummer metzelt alles nieder und zur Abwechslung fügt man blackige Screams hinzu. Herrlich.

“Prometheus” bietet genau das, was die Band ankündigt. Atmosphäre und Death Metal, im Vergleich zum Vorgänger eher im ruhigeren Bereich. Dieses ändert sich aber dann wieder. Beim Song “The selected Breed” haben sie bestimmt zum Drummer gesagt:”Mach mal” und ab geht die Luzi. Eine Attacke auf unsere Ohren jagt die andere. Schön fix der Spaß. Tempowechsel dürfen nicht fehlen und am Ende wendet man sich wieder den atmosphärischen Klängen zu. Geil.

So haut man sich quer durch neun Songs und nach 34 Minuten ist der Spaß auch schon wieder zu Ende und ich muss feststellen, das Death Metal und Atmosphäre durchaus zusammen passen. Hut ab vor diese Leistung, auch wenn man hier und da ein wenig zu viel will meines Erachtens. Interessant finde ich, dass sie eine gesunde Mischung entwickelt haben. Zwar verwenden sie z.B. auch Melodien, lassen diese aber nicht im Vordergrund laufen und setzen sie sehr bedacht und dosiert ein. Gute Idee, zumal sie auch top klingen.

“the selceted Breed” ist ein wirklich gutes Death Metal Album. Die Betonung liegt auf Death Metal

Tracklist

01. Jahiliah
02. Gods Of Dehumanization
03. Prometheus
04. The Selected Breed
05. The Sixth Bloodletting
06. Anthropogeny
07. Red Waves
08. Gift Of Disintegration
09. Life Rejuvenate

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