Deserted Fear – Dead Shores Rising

https://www.facebook.com/desertedfear/

Erscheinungsjahr: 27.01.2017

Century Media Records / Digipack-Vinyl / Death Metal Deutschland / 13 Songs / 44:57 Minuten

Bei DESERTED FEAR handelt es sich wahrscheinlich um den Newcomer im Death Metal in den letzten Jahren. Die Burschen aus Thüringen haben einen ordentlichen Schritt nach vorne gemacht und dieses zurecht, denn seit Jahren spielen sie sich den Arsch ab, selbst im kleinen und wunderschönen Ostfriesland waren sie schon mehrfach anwesend.
Seit dem Demo aus dem Jahre 2010 ging es stets bergauf und das Trio Infernale entwickelt ein Gespür dafür, den old school Death Metal zu frönen, aber auch eine eigene Note zu entwickeln. Diese Entwicklung war schon auf dem 2012 Album “My Empire” und noch mehr auf dem 2014er Album “Kingdon of Worms” zu hören.
Viele Konzerte und Festivals wurden absolviert und dadurch konnte man sich nicht nur in den Ohren der Fans spielen, sondern standen auch bei vielen größeren Labels auf der Agenda und so wundert man sich nicht, dass “Dead Shores Rising” nicht mehr bei F.D.A.Records erscheint, sondern bei Century Media Records. Meinen persönlichen Glückwunsch dazu, denn ich kenne die Burschen seit dem Demo und habe quasi die Entwicklung gut mitverfolgen können. Der Erfolg ist definitiv verdient.

Genug Geschleime. Kommen wir zum Album, welches ich sogar bei Media Markt in Emden erworben habe. Wenn das kein Karrierehöhepunkt ist, hehe.Im Grunde muss man nur eins sagen:” DEATH METAL VICTOTY!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!”
Verdammt geile Scheiße, um mal ein saloppen Umgangston einzubringen.
Es wurde nichts dem Zufall überlassen. Geil aufgemachtes Digipack und eine fette Produktion runden den Spaß an. Hier und da hat man sicherlich ein Euro mehr zur Verfügung diese Euros wurden sinnvoll umgesetzt.
Mit einem Intro fängt der Spaß an und dieses ist schon recht geil, düster und man erwartet einen old school Hammer. Und ja, genau dieser erwartet einen. Schuster bleib bei deinen Leisten und verfeinere diese. So könnte das Motto bei Deserted Fear lauten. Ich mag es nicht, wenn sich Bands zu sehr von ihren Wurzeln entfernen. Weiterentwicklung klar, aber eben in einen gewissen Rahmen. Bands wie In Flames, Pestilenve oder Sepultura sind da gute Negativbeispiele.
Aber keine Sotge, davon sind Deserted Fear weit, ganz weit entfernt.
Normalerweise gestalte ich ein Review, dass ich fast jeden Song auseinandernehme und beschreibe. Diese Arbeit spare ich mir dieses Mal, denn auf “Dead Shores Rising” gibt es keine Ausfaller. “Just Killers, no fillers”. So sieht es nämlich aus.
Man hört und spürt zwar, dass die jugendlichen Anfangszeiten vorbei sind, aber von der gesamten Brutalität und Aggressivität hat man nichts verloren, sondern man hat das Gespür für gutes Songwriting noch ausgebaut. Es wird mehr auf den Punkt gespielt und sehr viel aktzentioniert. Sie wissen, was sie wollen und mittlerweile haben sie eben die Erfahrung, dieses auch umzusetzen.
Weiterhin regiert natürlich der Midtempo Death Metal, der einen, auch mit Hilfe der Produktion, quasi überrollt. Die Verschärfung des Tempos bringt die Brutalität mit rein und die melodiösen Leads runden den Spaß an. Im Ganzen hat man das Gefühl, dass eben genau die melodischen Elemente mehr geworden sind, passen aber perfekt ins Gesamtbild. Mir fehlt und dafür werden sie mich wieder lynchen, hehe, natürlich mal so ein richtiger Geschwindigkeitspart. So ein Blastbeatelement wäre sicher ne gelungene Abwechslung, aber nötig haben die Burschen es nicht. ”
Open their Gates” ist mein Favourit, denn hier glänzen sie sehr lecker mit Geschwindigkeitswechsel und geilen Riffs. Aber auch die Dampfwalze “Corrosion of Souls” knallt einen förmlich um.
Wie immer, wenn ich ein Review schreibe, habe ich das Album 3 mal nacheinander durchgehört und sofort noch einmal reingelegt. Also alles richtig gemacht. Ich hoffe, dass die Burschen trotz ihres Erfolges auch weiter sich selber treu bleiben und auch die kleinen Clubs beackern.

Fazit:

DEAD SHORES RISING = DEATH METAL VICTORY

Tracks:
Intro
The Fall Of Leaden Skies
The Edge Of Insanity
Open Their Gates
Corrosion Of Souls
Interlude
Towards Humanity
The Carnage
Face Our Destiny
Till The Last Dro

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Fubar – Weltschmerz

https://www.facebook.com/fubargrindcore/?fref=ts

Erscheinungsjahr:24.03.2017

F.D.A.Records / CD / Grindcore / Niederlande / 14 Songs / 31:45 Minuten

Nach dem Ende der Band “Protest” wurde die Band “FUBAR” gegründet und das Städtle Limburg aus der Niederlande musste leiden, denn der Grindcore zog in die Stadt.Nach jeder Menge Splits und 2 Alben hat man den Weg zum Label F.D.A.Records gefunden, welches ja ein wenig von der old school Death Metal Schiene sich entfernt bzw. den Veröffentlichungshorizont ein wenig erweitert.

Der “Weltschmerz” selber funktioniert als Intro quasi und bietet ein langsames und melodisches Instrumentalstück, schön atmosphärisch und schmerzvoll,geht aber auch über 2 Minuten, bevor dann mit ” Exhaustion” die Grindhölle ausbricht, so wie wir es lieben. Attacke, Tempo raus, schnelle Uftata, dann komischerweise ein melodisches Lead mit Tempoverkürzung, sehr fett und geile Screams rüber und dann wieder Grind,Grind,Grind. Ja, so soll es sein, so liebt der Papa das. Wenn in der Beschreibuns schon für Fans von “Pig Destroyer” steht, bin ich eh dabei. Grindcore kommt sowieso in dieser sterilen Welt viel zu kurz. “Consumed” geht in die gleich Richtung, bietet geile Riffs, Tempiwechsel und eben auch diese melodischen Leads, um dann in einen “ruhigen Tanzpart” rüber zu gehen. Sehr fett. Natürlich nimmt man wieder Tempo auf. Krass. “Paranoia” beginnt mit einer eher ausklingenden Gitarreneinlage und ab dafür.
Die Vocals im allgemeinen sind nicht typisch deathmetallisch, sondern schon tief, aber eher aggressiv und hier und da folgen eher hardcoretypische Screams, so wie eben bei “Paranoia”.

In der Kürze liegt die Würze und ich mag so etwas, obwohl es sich bei 2:30 Minuten Songs ja schon für Grindcoreverhältnisse um Stücke mit extremer Überlänge handelt,hehe.
“Dead” lebt von eher den ruhigen Momenten im Song und der schmerzhaft getragenen Melodie.

FUBAR liefern uns bei “Weltschmerz” kein typisches Grindcorealbum ab, vor allen kein 08/15 Zeug. Auf die Fresse und durch regiert hier definiv nicht, ist aber auch Bestandteil des Sound, aber eben nur ein Teil des Songwritings. Die Burschen gehen trotz aller Brachialität und Aggressivität schon bedacht vor und versuchen, in einer begrenzten Grindcorewelt so weit wie möglich zu gehen. Abwechslung ist vorhanden und gute Ideen führen zu einen guten Songwriting, ohne dass man wimpy klingt. Gevatter Grind steht schon an vorderster Front, aber durch das Einbringen der melodischen Elemente verschaffen die Burschen sich einen guten Spielraum, den sie auch nutzen.

Blasts und Atmosphäre gehen Hand und Hand und zu keiner Zeit des Albums hat man das Gefühl der Langeweile. Man beschränkt sich auch auf knappe 32 Minuten. Reicht vollkommen, um solche Brecher wie “Forsaken” vorstellen zu können. Kurzer Vorspieler und dann geiles Riff und grinden, um dann in ein schon beinah technischen Groover überzugehen. Vorspieler und Grind und am Ende schon beinahe jazzige Klänge. Yepp. Gefällt mir. Hier und da übertreiben sie es mit der Abwechslung, aber dieses hält sich im Grenzen und gegen Ende hin wird das Material auch etwas schlechter, aber das stört nur am Rande. Gutes Album

Das Label F.D.A.Rekotz empfiehlt “Wetschmerz” den Fans von Tragedy, Weekend Nachos oder Pig Destroyer. Kann ich nur so bestätigen. Die Niederländer können eben grinden, wie Bands wie “Teethgrinder”, “Last Days of Humanity” oder “Rompeprop” beweisen.

Tracks:
01. Weltschmerz
02. Exhaustion
03. Consumed
04. Paranoia
05. Dead
06. Storm
07. Light
08. Forsaken
09. Shadows
10. Repent
11. Hell
12. Tombs
13. Demons
14. Void

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Obscure Infinity – Dawn of Winter

https://www.facebook.com/obscureinfinitygermany

Erscheinungsjahr:24.03.2017

F.D.A.Records / CD / Death Metal / Deutschland / 11 Songs / 46:13 Minuten

Geil, neues Material von Obscure Infnity. Nein, leider nicht, aber für Fans dieser Band sicherlich interessante Ware, denn das Original, welches im Jahre 2010 erschienen ist via Obscure Domain Production ( der Hacker von Unholy Terror ), dürfte mittlerweile längst ausverkauft sein. Ich bin zum Glück im Besitz dieses Originals. Ja, 2017 wird also Album Nummer eins der geilen Combo aus Westerwald, die sich übrigens nach einen Song von Grave benannt haben und seit 2007 den deutschen
Underground beackern, erneut veröffentlicht. Mittlerweile ist man bei F.D.A.Records gelandet und da das Album schon 10 Jahre auf dem Buckel hat, macht es durchaus Sinn. Während andere Bands Livemitschnitte, Livesongs, Remixen,Remastern oder Bonustracks hinzufügen, bleiben die Burschen bei den Gedanken des reinen Purismus. Die 11 Songs in gleicher Qualität und basta. Zum Glück klangen sie damals schon gut, hehe, da braucht man auch nichts verändern.

Und so werde ich auch beim Purismus bleiben und veröffentliche beim Review vom 03.11.2010 erneut. Meine Meinung hat sich nicht verändert. Für einen faulen Hund ist so etwas eine Goldgrube, hehe.

Originaltext:”Die Band wurde im Jahre 2007 gegründet und von Anfang an war klar, dass moderne Elemente keinen Platz bei “Obscure Infinity” haben werden. Tja und dieses Vorhaben haben sie auch in die Tat umgesetzt. Die Burschen sind so etwas von verdammt old school, da könnte Johannes Hästers an den Drums sitzen. Leider liegen mir keine Songtitel vor und ich habe sie auch nicht rausbekommen. Okay, hätte Hacki anschreiben können, aber soviel Zeit haben wir ja auch nicht.Wie gesagt, hier herrscht Gevatter Old School. Teilweise stampfige Parts, wie Bands der frühen Schweden-Ära, sprich “Unleashed”,”Grave” oder “Dismember”, dann wieder amerikanisch wie die Helden von “Death” oder auch “Autopsy” und dann hat man auch noch den guten alten van Drunen mit seiner Combo Asphyx gehört. Dies klingt jetzt nach reinen Abklatsch, aber weit gefehlt. Natürlich kommen eine die Parts ein wenig bekannt vor, aber da man auch thrashige und schwarzmetallische Riffs verwendet,wurde ein eigener Stil erschaffen, auch wenn der überwiegende Teil natürlich old-school Death Metal ist. Die Scheibe verbreitet eine absolut düstere Stimmung und das Feeling der alten Bands kommt definitiv zum tragen.Der Einsatz von Akkustikgitarren macht das ganze noch bedrohlicher. Scheiße,ist das geil. Muss ich unbedingt mal live sehen. Einflüsse von Benediction und Celtic Frost sind auch zu spüren und zu hören.Die Melodien knallen ohne Ende und sitzen. Vielleicht sind die Songs für den Death Metal ein wenig zu lang, aber das spielt definitiv nur eine untergeordnete Rolle. Soviel alte Schule aus deutschen Lande hat ich nicht erwartet.”

Die Weiterentwicklung dürfte jedem bekannt sein, der sich mit Death Metal ein wenig beschäftigt. Ich bin gespannt auf Album Nummer vier der Burschen und freue mich jetzt schon und bis dahin höre ich mich noch Brecher wie “Sacrifical Ritual”, “Morbid Ways of God” oder “Incinerator” an.

Tracks:
1. Intro – Summoning of the Ancient Ones 01:17 instrumental
2. Sacrificial Ritual 04:48
3. Morbid Ways of God 03:47
4. Foreshadowing of a Coming Storm 00:58 instrumental
5. Everlasting Fires 07:32
6. Incinerator 04:00
7. In the Depths Below 04:33
8. The Firmament Breathes Eternal Tranquillity 01:11 instrumental
9. Dawn of Winter 06:34
10. Wreak Havoc – A Blackened Mind 03:55
11. Transmitting Life to Darkness 07:38

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