Palmer – Surrounding the void

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Erscheinungsjahr: 24.02.2017

Czar of Crickets Production / CD / Sludge Metal / Schweiz / 09 Songs / 60:30 Minuten

Bei PALMER handelt es sich nicht um die neue Band von Robert Palmer, sondern um eine schweizerische Kapelle, die auch schon seit Jahren dabei sind. 16 Jahre lang tingeln sie jetzt durch die Alpenrepublik und herausgekommen ist Album Nummer 3. 2007 erschien da Debut namens “This one goes to eleven” und “Momentum”. Sechs Jahr haben sie sich Zeit gelassen, um das nächste Album herauszuhauen.

Originalaussage des Labels:”Das Quartett ist keine typische Vierviertel Haudrauf-Metalkombo vom Fliessband. Die Musik von Palmer bewegt sich irgendwo zwischen Post-Metal und Prog-Rock mit sphärischen. Hm, Postmitarbeiter mit priolligen Röcken? Man weiß es nicht ( welch schlecher Karlauer, aber einer musste ihn bringen).

Post Metal und Prog Rock und schon bin ich raus, absolut nicht meine Welt. Trotzdem macht man sich natürlich ans Werk und so schlimm oder langweilig, wie ich es als Death/Thrash/Grinder, der gerne Vierviertel Takte mag, ist es auch gar nicht. Denn die Burschen können ihre Instrumente beherrschen, gar keine Frage.

Einflüsse aus dem Metalbereich sind vorhanden, aber auch viel Jazz, Ambiente und eben Prog-Rock. Ich würde das ganze als Sludge Metal bezeichnen, denn die Burschen kriechen so vor sich hin. Die haben doch bestimmt alle Mathe studiert, so wie die Songs aufgebaut sind. Schon krasses Zeug und mir absolut zu sperrig, wobei es definitiv nicht schlecht ist. Beim ersten Mal durchhören habe ich das Bedürfnis gehabt, mir eine Flasche Jägermeister in den Kopf zu knallen. Läßt man sich aber auf die Musik ein und hört die Sachen desöftern, entwickelt sich etwas. Eine gewisse Atmosphäre wird erschaffen.

Immer wieder werden kleine Elemente mit eingebaut, die mir gefallen, so wie bei “Divergent” . Fast schon ein eingängiges Riff,welches zum metallischen Kopfnicken einlädt und am Ende den Weltuntergang einleitet.

Das instrumentalische “Artein” nimmt dich mit auf eine wahnsinnige Alptraumreise. Nett!

“Importunity” ist wohl das, was dem Metaller am meisten beglücken wird. Ein geiles metallisches Riff, später sogar fast ein Soli und alles in nur 4 Minuten. Fast eingängig und auf dem Punkt, natürlich in Slow Motion.

“Rising” bringt es dann irgendwie auf dem Punkt. Die beiden Pole “Spannung” und “Entspannung” werden dynamisch in Szene gesetzt. Hier geht es auf und ab, ein Wechselbad der Gefühle. Man liegt auf der Liege, eine junge Lady kommt mit zärtlich, kleinen Händen und massiert den Rücken. Eine Mute kommt ein dicker Kerl rein, hat schwitzige Hände und zerstört den Rücken. Du bist gerade am durchdrehen, schon kommt die junge Lady wieder rein und erschafft erneut ein Wohlgefühl. Du nickts ein und , genau, der dicke Typ kommt wieder…..

Mit “Implosion” verabschiedet man den Hörer wiederum mit einen teilweise kranken und verwirrten Instrumentalstück. Halt eine Implosion und nicht Explosion. Der Song heisst nicht umsonst so.

PALMER ist wirklich ein gutes Sludge Metal Album gelungen, welches von Spannung und Entspannung lebt und nicht gerade direkt ins Ohr geht. Mein Fall ist es aber nicht, aber das ist Geschmackssache. Gutes Teil.

Tracks:
1. Home Is Where I Lead You 6:40

2 Misery 6:46

3.Divergent 8:53

4. Artein 7:42

5. Digital Individual 5:54

6. Fate_Hope 6:31

7. Importunity 4:02

8.Rising 8:38

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