Pandemonium (Polen) “Misanthropy” CD

VÖ: 10.3.2012

Min.: 41:34

Genre: Evil (depressive) Death/Black Metal

 

Pandemonium machen mit ihrem neuen Album, auf welches man nun lange genug warten musste, (fast) alles richtig. Machen wir uns nichts vor, es gibt zahlreiche Bands, die Death- und Black-Metal vermischen können und eben das machen, was in der Entstehungsphase dieser Stilrichtungen so grundlegend wichtig gewesen ist. Die einen schaffen es gut umzusetzen, die anderen eben weniger gut. Aber diese gewisse Art des “enorm Bösen” in den Songs widerzuspiegeln, das ist eine Sache für sich. Und “Misantrophy” verkörpert das furchteinflößende Böse schlechthin. > Tief, roh und eben “pure f****** dark!!!
Es ist wichtig das Album als Ganzes zu betrachten und eben nicht nur den ein oder anderen Songs einzeln. Zu viele Ecken und Kanten -im positiven Sinne- gibt es zu entdecken, die auf den ersten Blick eben nicht sofort zu erkennen sind. Trotz der Tatsache, dass es Pandemonium ist, sind eben zahlreiche stil übergreifende Momente zu hören, die eben nicht sofort als „typisch D.M.“ zuzuordnen sind. Ob es nun die zahlreichen Variationen des “bösen” Gesangs sind oder einfach nur die eher auf mid-tempo-beschränkten Passagen des düsteren Death Metal oder was auch immer. Das macht es umso schwieriger hier einen Vergleich heranzuziehen, für all diejenigen, die noch keinerlei Möglichkeit hatten mit dieser Underground-Legende aus Polen in Berührung zu kommen. Aber denen sei gesagt, sofern ihr euch eine Mischung aus Celtic Frost, (neueren) Secrets Of The Moon, (alten) Samael als auch Behemoth und gar Bathory vorstellen könnt, dann müsst ihr dieses Album kennenlernen. Avantgarde-Evil-Death-Black Metal! Aber warum machen die Burschen nun nur „fast“ alles richtig?! Leider macht die Produktion einiges zu Nichte. Etwas mehr Professionalität hätte diesem Album, so sehr der Underground eben auch genial sein mag, viel besser zu Gesicht gestanden. Es fehlt hier und da der enorm druckvolle Tritt in den Arsch, wenn der Bass kommt oder mal ist hier und dort etwas zu breiig. Doch die Fans des Underground werden dies sicherlich nicht bemängeln. Zudem ist es fraglich, ob eben genau eine solche Stimmung als auch die tiefen, hier und auch verzerrten Vocals auch so LIVE dargeboten und rübergebracht werden können?! Aber nun, was zählt ist erstmal das Songwriting bei „Misanthropy“ und das ist den Jungs allemal gelungen (– und allein daher vergebe ich 1,5 Punkte mehr). Von daher, ziehe ich den Hut vor diesen “alten Säcken” der polnischen Underground-Szene und danke ihnen für eine derart heftige Darstellung des furchteinflößenden und tiefschwarzen Death Metal – depressive-evil Death Metal der besonderen Art!

 

Tracklist:

1. The Black Forest 2. God Delusion 3. Necro Judas 4. Stones Are Eternal 5. Avant-Garde Underground 6. Everlasting Opposition 7. Only the Dead Will See the End of War 8. Misanthropy

 

Review verfasst durch ARTUREK (metalglory.de)

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