Phobiatic – Phobiatic

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Erscheinungsjahr: 20.01.2017

Bret Hard Records / CD / Death Metal / Deutschland / 10 Songs / 39:48 Minuten

Phobiatic dürfte den ein oder anderen Undergroundfreak ein Begriff sein. Leider haben die Burschen nie so richtig den Zuspruch erfahren, den sie verdient haben. Seit 2008 dabei, zocken sie richtig geilen technischen Death Metal und ich kann es beurteilen, denn ich kenne sie von Anfang an und habe zu jeder Veröffentlichung ein
Review geschrieben ( eine Ep und 2 Full Length). Die Burschen aus Essen und Bottrop liefern nun Album Nummer 3 ab , via Bret Hard Records.

Schlechte News für mich.Leider ist mein Kollega Michael Stift nicht mehr dabei. Schade, aber Bass ist ja eh nur ein Begleitinstrument, hehe. Kleiner Spaß. Ersetzt wird er vom ehemaligen Jack Slater (Metzgore) Basser Chris. Ach ja, die Welt ist klein.

Sei es drum. Musikalisch hat sich nichts geändert, denn ich vermute mal, dass auch weiterhin Gitarrist Robert ( Unchallenged Hate / Japanische Kampfhörspiele ) das Songwritingsagen hat. Der Bursche steht nun mal auf Brutal Death, Grindcore und auf technische Elemente. Bands wie z.B. Beneath the Massacre, Origin, Nile, Morbid Angel,Cannibal Corpse, Cephalic Carnage, Dying Fetus, Suffocation etc. dürften in seinen CD Player routieren und dieses setzt eben auch bei Phobiatic um und tjaka, dass ist auch gut so.

Konsequent verfolgt man den selbst eingeschlagenen Weg und setzt nahtlos an dem wirklich starken Vorgänger “Fragments of Flagrancy” an. Geavtter Blastbeat thront über alles und das freut dem Papa natürlich weiterhin. Die Riffs sind weiterhin schnell und tödlich und natütlich gibt es eine Million Breaks, sonst wäre es ja auch kein brutaler und technischer Death Metal. Phobiatic schaffen es aber ähnlich wie Origin, immer wieder zum Punkt zu kommen , zu mindestens überwiegend.

Aber natürlich muss sich eine Band auch weiterentwickeln und so auch PHOBIATIC. Bei “Scarecrow” bietet man einen richtig fetten Midtempopart und der Rausschmeißer ist völlig untypisch für die Band, macht aber Laune. Keyboardklänge, langsame Parts, wechselnder Gesang. Was da denn los? Klingt aber geil und ist mal neben der ganzen Raserei eine wirklich gelungene Abwechslung.

Neue Besen kehren gut. Dieses bezieht sich nicht auf die Musiker, sondern auf das Songwriting, denn man hat zu den Vorgängern definitiv mehr “ruhige ” Momente. Gleich der Opener “Domination Matrix” macht dieses deutlich. Der Song lädt sowas von zum headbangen ein. Lecker! Laune. Das Drumming von Kai ist so fett und vor allem tight. Blastbeat, Blastbeat, Blastbeat – yeah! I love it.

Rifftechnisch verliert man sich bei “Vulture” und einen Geschwindigkeitsrausch darf man “Diplomatic Mitigation” erleben. Mal abgesehen, dass sie langsam eh nicht können, bis auf dem Rausschmeißer, wie oben erwähnt.

Sicherlich erfinden auch PHOBIATIC den technischen Death Metal nicht neu, dass ist klar, aber sie verlieren sich nicht in einer Parallelwelt, wie so viele andere Bands. Der Focus liegt halt auf Death Metal und auf Brutalität. Technischer Versiertheit ergänzt den Gesamtspaß. Meines Erachtens verzetteln sich viele Bands beim Songwriting und gehen zu technisch bzw. progressiv zu Werke. Dieses Gefühl hat man bei PHOBIATIC definitiv nicht.
Die Vocals von dem Warfield Within Sänger,der seit 2013 dabei ist, sind natürlich schön tief, muss man nicht extra erwähnen!

Den Weg, auch Midtempo mit einzubauen, finde ich persönlich sehr geil und dieses sollten sie auch beibehalten. Starker technischer und brutaler Death Metal aus deutschen Landen. Neben “Devastator” ein weiteres Brett aus dem Jahre 2017.

Tracks:

1. Domination Matrix 04:29
2. Heads Will Roll 02:48
3. Diplomatic Mitigation 03:15
4. Unconscious Perception 04:08
5. Vulture 03:06
6. Who Among You 02:08
7. Scarecrow 05:06
8. Phobiatic 03:16
9. Architect 03:08
10. Insomniac 08:24

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