Revel in Flesh – Relics of the deathcult

https://www.revelinflesh.com/

Erscheinungsjahr: 16.03.2018

War Anthem Records / CD / Death Metal / Deutschland / 11 Songs / 55:47 Minuten

Ach ja, ob Saufkumpel Ralle damals gedacht hätte, im Jahre 2012, dass seine Band so einschlagen würde. Ich glaube nicht. Nee, hat er nicht, weiß ich ja. Ralle, hier Haubersson, kenne ich schon seit gemeinsame Tears of Decay ( icke ) und Immortal Rites ( Ralle) Zeiten. Die Partys in Bremer Wehrschloss oder anderer Ortschaften sind unvergesslich. Der Ralle hatte ja auch das Mystical Music Fanzine am laufen gehabt und ich war sowohl für das Possessed Mag, als auch für das Carnage Mag unterwegs.

Geile Zeiten. Wollte damit nur sagen, dass der Ralle definitiv nicht auf irgendeinem Zug aufgesprungen ist oder einen Trend folgt, denn er war schon immer großer Schweden Death Metal Fan. Aus und basta.

Die Entwicklung von Revel in Flesh konnte man definitiv nicht vorhersehen und ich freue mich absolut für die Band und gönnen ihnen den Erfolg von ganzen Herzen.

Mittlerweile hat man es auf vier Full Length gebracht und einigen Split`s.

War Anthem Records hat sich nun der Band angenommen und bringt kein neues Material heraus, sondern eine Compilation.

Herbei handelt es sich um Songs, die entweder auf 7″ Ep oder als Bonustracks herausgekommen sind und somit nicht jedermann geläufig sein dürfte.

Das Cover sieht mal wieder lecker aus und wurde von Juan Castellano gezeichnet. Einen Namen, den man sich merken sollte. Er ist selber ein großer Unterstützer von Revel in Flesh und dieses zurecht.

8 Stücke werden präsentiert und hinzu liess man sich nicht lumpen und fügte noch drei Coverstücke hinzu. “pay to die” von Master, “Mutilation” von Death und “Deny the light” von Headgunter DC ( total unterbewertet Band).

Musikalisch bekommt man das, was man von Revel in Flesh immer geboten bekommt, wobei mir “Bonecrusher ” und “A chant of miery” am besten gefallen. Das Material kann zwar nicht ganz mit dem Material der Alben mithalten, zaubern aber jedem old school Death Metal Fan ein Lächeln ins Gesicht.

Gekonnte scheppert man sich durch das Album, legt Wert auf markante Riffs und Vorspieler , fette Songstrukturen und eben old school Death Metal. Von reinem schwedischen Stockhol Death Metal ist man ja quasi schon lange weg und so mischt man noch Lust und Laune eben den schwedischen Death Metal mit dem amerikanischen Death Metal, natürlich alles im Rahmen der alten Schule. Ein wenig Europa darf nicht fehlen. England hier und Niederlande dort. Fertig ist der Sound von Revel in Flesh.

Die Compilation kann man aufgrund des Seltenheitsfaktors schon als ein eigenes Album betrachten, das geheime fünfte Album quasi.
Die gerade genannte Mischung ist sicherlich nicht neu, machen ja viele Bands, aber Revel in Flesh wissen genau, wie sie Welche Riffs einsetzen müssen, wann sie das Tempo anziehen müssen und wenn es Zeit ist, mal “atmosphärisch” oder “melodisch” zu klingen. Die richtige Kombination und Mischung macht es eben aus und dieses haben die Burschen absolut drauf und gehören somit im Moment zurecht zur deutschen Death Metal Spitze ( zusammen mit Deserted Fear ).

Die drei Coverversionen wurde schon so gewählt. Ich hatte mich gewundert, warum man keine schwedischen Songs genommen hat, aber beim Zuhören fällt es einen auf. Die Songs werden halt in Revel in Flesh Manier präsentiert und somit verschwedenlicht.Hm, ob man das mag oder nicht, zumindestens eine gute Idee, denn covern heisst ja auch verändern.Musikalisch ist das auch alles einwandfrei, nur der Gesang klingt dann eben anders.

Normalerweise machen Compilationen ja echt wenig Sinn, da es sich um Best of Songs oder Liveaufnahmen handelt, aber diese ist hier anders, denn die Songs sind auf keinem Album drauf und dieses macht es wirklich interessant.

Einzelne Manko ist halt die Soundqualität, die wirklich nicht die beste ist, aber das ist nun mal so.

Ansonsten für jeden old school Death Metal Fan absolut empfehlenswert.

Tracks:
1. Bonecrusher 07:00
2. Corpus Vermis 04:31
3. A Chant of Misery 04:52
4. Deathkult 05:07
5. Phlebotomy: Blood Dripping Healing 05:25
6. Nightrealm Ghouls: The Dead Will Walk the Earth 06:21
7. The Ending in Fire 05:31
8. Casket Ride 04:48
9. Pay to Die (Master cover) 03:28
10. Mutilation (Death cover) 03:27
11. Deny the Light (Headhunter D.C

This entry was posted in Reviews. Bookmark the permalink.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *