Riot Instinct – Kingdom of disease

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Erscheinungsjahr: 2017

Eigenproduktion / Digi CD / Thrash Metal / Deutschland / 5 Songs / 19:57 Minuten

Seit 2006 trollen die 5 Bremer Stadtmusikanten jetzt schon herum, ohne irgendwie Deutschlandweit bekannt geworden zu sein. Muss ja auch nicht, so lange man Freude an der Musik hat. Die Burschen sind auch nicht mehr die jüngsten, haben sich aber an der Drumposition nun verjüngert. Mein Kumpel “Schnettzell” hat diese Position nun übernommen. Nach einem Gespräch mit ihm anläßlich eines 40 jährigen Geburtstag haben wir entschlossen, dass die Burschen bei meinem Ear Terror Festival auftreten und 3 Tage später, unabhängig von dem Gespräch, lag die Promo bei mir in der Post. Zufall? Schicksal? Wer weiß es schon. Nach der Ep “Riot Instinct” im Jahre 2010 und dem Debut namens “Armies of the dead” aus dem Jahre 2015 nun wieder ein Lebenszeichen.

Wie gesagt, ganz jung sind die Burschen nicht und so hat man vorher natürlich auch in anderen Band gezockt, wie z.B Eternal Reign oder Ancient Curse.

Nun lassen sie 4 neue Granaten und ein Intro auf die Menschheit los und euch erwartet nichts anderes als die reinste Thrash Metal Invasion. Natürlich regiert hier die alte Schule, das ist ja klar, allerdings versuchen sie schon ein wenig, eine eigene Handschrift einzubringen, in Form von,sagen wir mal, progressiven Klängen. Im Thrash eher ungewöhnlich, aber durchaus interessant. Sorge muss man nicht haben, denn rumgeeiert oder rumgefildert wird nicht. Man geht schon straight forward zu Werke, kommt aber nicht immer direkt zum Ziel.So muss man eben genau hinhören, um ihre Darstellungsart zu verstehen. Schwierig ist es aber nicht und auch nicht abschreckend, denn vor allem die beiden Songs “KIngdom of Disease” und “Raise the flag” bleiben sofort hängen. “Century of Hate” steht aber wohl symbolich für die kompositorischen Fähigkeiten der Band.
Diese eigene Wege gehen spiegelt sich auch beim Gesang wieder. Chorshouts und die Mischung aus Exodus/Destruction/ Anthrax kommt ganz gut rüber. Macht Laune.
Überwiegend agiert man auf einem schönen, hohen aggressiven Level und melodisch geht auch. Sie können aber auch langsamer zu Werke gehen, so wie bei “Raise the flag”. Hier agiert man recht schleppend und baut ein recht geiles Soli mit ein.

Das Riff Abgehriff bei “Century of Hate” kann absolut überzeugen und dürfte besonders live sehr gut ankommen.

Der Rausschmeisser agiert ein wenig in Slayerrichtung, wie ich finde. Ich weiß nicht, in wievielen Reviews ich dieses schon geschrieben habe, hehe.

Im Endeffekt kann man sagen, dass mich zwar nicht alles umhaut, aber diese 4 Songs absolut Laune machen und ich bin auf ihre Livedarbietung gespannt.

Erwähnen sollte man, dass es sich zwar um eine Eigenproduktion handelt, aber die Produktion knallt ohne Ende. Kein Wunder, bedenkt man, dass Andy Classen das Ding gemixt und gemastert hat. Geiles Cover hinzu und fertig ist die thrashige Versorgung.
Thrasher können bedenkenlos zugreifen und feststellen, dass der Underground mehr als lebt.

1. The Call
2. Kingdom of Disease
3. Raise the Flag
4. Century of Hate
5. Human Progress

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