Rude – Remnants…

https://www.facebook.com/pages/Rude/391039200987363

Erscheinungsjahr: 20.01.2017

F.D.A.Records / CD – lit. Digipak – Download / Death Metal / USA / 9 songs / 39:12 Min

Jaja, diese Amerikaner, immer wieder für ein gutes Death Metal Album zu haben. Dabei haben die Burschen in jungen Jahren noch Thrash Metal gezockt. Von 2008 – 2010 unter den Banner RUDE konnte man nichts rausbringen. Dann kam der Namenswechsel in 2010 . Unter den Namen:”Forsaker” brachte man dann ein thrashiges Demo heraus. War aber auch wohl nicht das richtige und so änderte man seinen Namen wieder in RUDE. Den Stil hat man auch verändert. 2013 erschien das Demo:”Haunted” , 2014 das Debut
namens “Soul Recall”. In 2016 fasste man nochmal alles in eine Compilation zusammen und nun erscheint via F.D.A.Records Album Nummer 2.

Beim ersten Durchhören fällt auf, das der Sound bzw. die Produktion schön auf alt getrimmt ist. Transparant, aber auf alt und somit ein wenig schmutzig. Auch die Musik. Mein erster Gedanke war.” Da haben aber welche in ihrer Kindheit sehr viel Morbid Angel gehört”.
Gleich der Opener “Torrent to the past” macht dieses deutlich. Das Riffing ist ganz klar von Morbid Angel inspiriert. Die Burschen haben sich vorgenommen, reinen klassischen Death Metal zu produzieren und dieses haben sie definitiv geschafft. Sehr rifforientiert geht man zu Werke, ohne in technische Spielereien abzudriften oder so etwas. Auch der Ballerpart bei “Bloodsucker” klingt nach Trey und Pete, aber so etwas von. Zum Glück versucht man nicht, die Vorbilder zu kopieren, sondern mischen diese typischen MA Parts mit old schooligen Death Metal. So soll es sein. Dabei verwenden sie schöne Tempiwechsel und Breaks. Argh, gerade der Song “Bloodsucker”
erinnert mich an gute Altars of Madness Zeiten. Aber auch Bands wie Gotguts, Pestilence oder Death sollte man erwähnen. Wie schreibt das Label so schön:”No drum trigger, no bombast, no bullshit…just Death Metal to the bone..”.So sieht es mal aus, keine Frage.
Auch das nachfolgende “Interpretations of the Ultimate Finality” erinnert vom Riffing extrem an MA, wird aber von Tempo her variiert und bietet somit eine gewisse eigene Note.
Man muss sagen, dass die Burschen irgendwie in der Vergangenheit hängen geblieben sind und mal ganz ehrlich, wünsche wir Metaller, die über 40 sind so wie ich, uns das nicht öfter. Aber dann eben so geil gemacht wie bei RUDE. Hört euch mal den Song “Remnants…” mit seinen atmosphärischen Cleanpart, der alten Produktion und dem Riffing an. Argh, Knaller, hoch zehn und für einen kurzen Moment hatte ich wieder Gänsehaut. Dieses hatte ich früher eben viel anders. Hier trifft amerikanischer, klassischer Death Metal auf niederländische Bands ala Pestilence und Asphyx.
Gesanglich klingt man ein wenig nach einer Mischung aus Chuck und Martin von Drunen und das passt so geil ins Gesamtkonzept.
Der Vorgänger “Soul Recall” konnte schon so einiges und hat zurecht nur geile Kritiken bekommen und auch bei “Remnants…” wird es so sein, auch wenn man hier und da das Gefühl hat, man hat es durchaus mit einer Coverband zu tun, denn das ein oder andere Riff kommt einen dann schon extrem bekannt vor.
Ist mir persönlich aber scheiß egal, denn diese 9 Songs sind Balsam für meine geschundene Morbid Angel Seele, denn über deren letztes Album brauchen wir hier ja nicht reden. Man darf gespannt aufs Neue sein und vielleicht kupfern sie dann ja ein wenig bei RUDE ab, schaden könnte es nicht. Verdammt geile Instrumentenfraktion ist hier am Werke.
Wenn ihr immer noch nicht bereit seid, dass Ding euch zuzulegen, denn sei noch am Rande erwähnt, dass der gute, alte Dan Seagrave (Entombed, Morbid Angel, Malevolent Creation, Suffocation, Dismember….) das Cover gezeichent hat. Argh! Da schliesst sich der old school Kreis. In diesem Sinne. Buy or Die!

rude
Tracks:
1. Torrent to the Past
2. House of Dust
3. Blood Sucker
4. Interpretations of the Ultimate Finality
5. Remnants…
6. Fracturing the Gates of Truth
7. Sanctuary
8. ReBoot
9. Children of Atom

This entry was posted in Reviews. Bookmark the permalink.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *