The Flesh Trading Company – Necromantic Rituals

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Erscheinungsjahr: 03.03.2018

Eigenproduktion / CD / Heavy/Thrash/Death Metal / Deutschland / 9 Songs / 36:33 Minuten

Seit 2009 ist dieses Quintett aus Bayern bereits zusammen und beackern die Bühnen unserer Nation. Die Band rund um die ehemaligen Brain Damage Musiker Michael Lorz und Michael Guerra konnten bis dato eine Ep im Jahre 2012 ( River runs red) und ein Album namens “Zombiefication” (2014) veröffentlichen. Mittlerweile ist Frontman Patrick auch bei den wiedererstärkten Final Breath unterwegs,

Die Bayern, sagen wir mal lieber Franken, hauen nun also ihr zweites Album heraus und platzieren sich nach einiger Meinung an die Spitze der “New Wave of franconian flesh Metal”. Ich als Ostfriese und Sänger der Band Eastfrisian Terror finde solche “heimatliebenden” Geschichten natürlich top und finde es gut, dass sie z.B. mit dem Song ” Franconian Fleh” ihre Region ehren. Schöne Sache. Fern ab von irgendeinen nationalistischen Bullshit. Leider muss man dieses ja heutzutage extra erwähnen.

Genauer gesagt kommen sie sogar aus Haßfurt. Der Stadtname ist natürlich wie für Metal gemacht!

Nach einen kurzen Sprechintro geht es knackig und kurz zur Sache. In 2:33 kommt “Necromantiac Rituals” aus den Boxen geknallt und überrennt einen quasi.

Einen besseren Opener hätten sie sich definitiv nicht aussuchen können,denn der Song spiegelt alles das wieder, was die Band verkörpert. Flitzefingerriffvorspieler, Soli, Uftatatthrash und ab dafür in den Reviewpart, den man hervorragend mitgröhlen kann. “Necromantic Rituals”. Ein heaviges, fast thrashiges Riff erzeugt beim Zuhörer sehr viel Freude und die aggressiven Vocals vom Sänger Patric thronen über alles.
Die oben genannte Heimathymne folgt und quasi geht es wie beim Opener weiter. Treibende Drums, heavige Riffs und sehr viel Abwechslung , bis man dann in den Refrainpart wechselt. Dieser prägt sich ein und auch hier kann man sofort abgehen und mitgröhlen. Mitten drin ein Midtemporiff,der groovt und darauf ein Soli. Ja, macht Laune, aber hallo und es wird wieder ein wenig Fahrt aufgenommen.

“My Funeral” startet eher mit deathigen Elementen und zieht sich im Midtempo dahin, hat aber immer wieder Geschwindigkeitsattacken dabei, lebt aber definitiv vom heavigen Riff und den Oralergüssen des Sängers. Der Refrainpart ist auf ihn abgestimmt und am Ende heißt es :”:::My funeral”. Lecker Ding. Soli darf nicht fehlen.

Allerdings kommen einen die Hauptriffs sehr bekannt vor, mindert aber nicht die Hörfreude. Das Arrangement und die hörende Spielfreude machen das definitiv wieder weg,

“Geisterwald” kommt mit schönen “UHU” und Waldgeräuschen daher und der Song passt sich der Natur an. Schön düster und ein wenig melancholisch, schon in Richtung Black Metal gehend, schleppt man sich durch die Botanik und weicht ein wenig vom Hauptthema ab. Gesungen wird auf Deutsch. Das Hauptriff kommt einen wieder sehr bekannt vor und aufgrund der Tatsache, dass sie auf deutsch singen, klingen sie ein wenig nach “Obscurity”. Allerdings nimmt mich der Song jetzt nicht so mit.

Auch “Storm of steel” kommt mit Miniintro daher und baut ne druckvolle Kulisse auf. Hier thront man eher dem Death Metal, aber den groovenden. Irgendwie zieht der SOng aber irgendwie an mir vorbei.

“Resurrection of the witch” dagegen macht wieder richtig Laune. Treibendes Riff, Soli und ab dafür. Melodisches Gedönste, welches sehr geil klingt und der doppelte Gesang, der des öfteren zu hören ist , kommt sehr fett.

Die Band hat zwei Backingsänger und das schockt wohl. Besonders live dürfte das wohl zünden.

“Watch out evil” kommt wieder mit guten Riffing und groovenden Elementen daher, kann mich aber auch nicht so richtig mitnehmen,

“Knochenmann” ist der zweite Song auf deutsch und ich mag es, wenn man sich der eigenen Sprache bedient. Der Song knallt total und geht am Anfang irgendwie in Richtung Sodom. Schön thrashig knallt das Riff und dann der Refrain.” Ich bin der Knochenmann, ich habe Knochen an”. Cool. Im Grunde sehr simpel aufgebaut, aber diese Konstellation ist ja meistens die beste.

“Final War” heisß der letzte Song, passend am Ende der Scheiblette. Kurzes Sprachintro und schon geht der letzte Krieg los. Hier wird nochmal alles gegeben und ist gut platziert und ruckzuck ist der Song aus. Dazwischen Vorspieler. Riff, schnelle Uftata und z.B. ausklingendes Riff und Drumming drauf. Schockt. Doppelter Gesang und Gesang von Patrick im Wechsel. Natürlich Soli , ist klar. Klingt ganz gut, kann aber die Qualität vom Opener nicht ganz wiedergeben. Macht trotzdem Laune wie Sau.

The Flesh Trading Company kommen sehr erfrischen daher. Mit ihrer Mischung aus klassischem Thrash Metal, Heavy Metal, Death Metal, Melodie, Groove, ein wenig Black Metal und atmosphärischen Klängen gehen sie irgendwie eigene Wege, die bis auf einigen Ausnahmen mich absolut überzeugt haben. Besonders die gesanglichen Qualitäten der Herrn Gajda seien erwähnt. In diesem Falle ist der Gesang tatsächlich ein selbständiges Instrument. Daumen hoch!

Tracks:
1. Necromantic Rituals 02:23
2. Franconian Flesh 03:38
3. My Funeral 04:15
4. Geisterwald 06:49
5. Storm of Steel 03:36
6. Resurrection of the Witch 03:34
7. Watch Out, Evil 05:30
8. Knochenmann 02:41
9. Final War 04:07

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