The Legion:Ghost – With courage of despair

www.thelegionghost.com

Erscheinungsjahr: 16.03.2018

Noizgate Records / CD / Modern Metal / Deutschland / 12 Songs / 53:32 Minuten

Erst Seit 2015 sind diese Burschen aus dem Raum Köln / Aachen unterwegs und wirbeln seit dem einigen Staub auf in der Szene. 2016 kam gleich das Debut namens “Two for eternity” heraus, via Noizgate Records und schlug ordentlich ein. Gigs mit Misery Index, Hatesphere und The Charm folgten. 2017 folgte eine Single namens “Discharged”. Der Song ist auch der Opener des zweiten Albums, welches wieder via Noizgate Records auf die Menschheit losgelassen wird.

Tja, junge Menschen brauchen ihre eigenen Stil. Ist auch richtig so. Ich werde nun band 45 Jahre und dem entsprechend fällt es mir schwer, neue Richtungen lieben zu lernen. Metal ist aber nun mal Metal und soll auch aufgefrischt werden. Und wenn es abggeht, geht es ab, so ist es auch bei “The Legion:Ghost”.

Modern Metal mit all seinen Facetten ist angesagt. Wie gesagt, not my Cup of Tea, was nicht bedeutet, dass es schlecht ist.

Wie gesagt, die ausgekoppelte Songel “Discharged” stellt auch gleich den Opener dar und hier werden alle ihre Stärken und Vorlieben ausgespielt. Sehr moderne Klänge, die mit fetten Gitarrenriffs daherkommen, werden gepaart mit fetten Shouts und im Refrainbereich mit guten Cleanvocals. Geprägt wird das ganze durch die melodischen Elemente, die kraftvoll einhergehen.

Ich möchte hie das Album im ganzen betrachten, da ich a) nicht so richtig in der Musikrichtung zu Hause bin und b) das ganze wie ein Konzeptalbum klingt bzw, wie eine Einheit zusammenfliesst, so dass man kaum Songs herausnehmen kann, wobei der oben genannte Song “Discharged” schon ein wenig heraussticht und definitiv als Vorzeigesong herhalten kann,

Auffallend ist, dass die Burschen absoluten Druck ausüben und verbreiten und dieses klingt sehr kraftvoll. Sehr detaillgetreu und absolut durchdacht geht man zu Werke.

Die vorhandenen Riffs klingen alles andere als 08/15, sehr löblich und sehr mächtig.

Insgesamt wird das ganze Album von den komplexen Arrangements getragen. Die guten Riffs werden von den groovenden Drums fett unterstützt. Hinzu kommt die gelungene Produktion. Klar, aber drückend. So, wie es man sich eben wünscht.

“With Courage of despair” klingt eindrucksvoll homogen und flutscht so durch. Langeweile wird hier klein geschrieben, dafür sind viel zu viele Ideen vorhanden, die verbraten werden. Groß geschrieben werden hier vier Dinge. MODERN, HÄRTE, GROOVE und MELODIE!

Auch Freunde der härteren Klänge werden bedient, wie z.B. bei “Xenophobia”, sieht man mal vom Refrain an. Ganz anders schlägt der Refrain bei “Take awaay my scars”. Bleibt sofort hängen. Sehr prägend.

Ein Experiment wagen die Burschen am Ende des Albums. “Swansong”. Insgeheim habe ich auf ein Cover von Carcass gehofft, aber natürlich ist es das nicht. Wie gesagt, es handelt sich dabei um ein Experiment. Klavierklänge begleiten den Cleangesang vom Sänger Kevin. Irgendwie klingt man hier atmosphärisch und verträumt. Nee, Leute, bin ich raus, bin ich zu alt für. Zwar kommt die Stimme gut, aber mir ist das zu kitschig, definitiv. Der Song ist auch die zweite Auskopplung. Finde ich unglücklich gewählt, denn er weicht schon sehr vom Rest des Albums ab. Egal!

Sei es, wie es ist. Wer auf modernen Metal steht, dem kann ich “With courage of Despair” durchaus empfehlen. Meine Sache wird es aber nie werden, allerdings habe ich mich auch zur keiner Zeit ( mal abgesehen von Swansong) gelangweilt und hatte das Gefühl, einen auf Peter Lustig zu machen (Abschalten bitte!). Ist schon fast ein Kompliment.

Tracks:

01. Discharged
02. No Happy End
03. Thy Will Be Done
04. The Counterweight
05. Xenophobia
06. Family Ties
07. Take Away My Scars
08. For The Greater Good
09. F60.0
10. Sex Up
11. Until The Day We Die
12. Swansong

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