Thrashhammer – At dusk thy awake

https://www.facebook.com/ThrashHammerRulez/

Erscheinungsdatum :01.03.2017

Eigenproduktion / CD / Thrash Metal / Deutschland / 6 Songs / 22:38 Minuten

An der Nordeeküste, am plattdeutschen Strand , sind die Fische Wasser und die Metalheads am Strand!
So und nicht anders, Freunde der Nacht. Ich bin ein Teil der Szene und absolut glücklich damit. Ostfriesland ist dafür bekannt, nicht gerade der bevölkerungsreichste Landstrich zu sein, umgeben vom Watt (Unesco Weltnaturerbe) und umzingelt von den ostfriesischen Inseln.
Spiekeroog ist einer der Insel. 18,25 qkm groß und 791 Einwohner. Und mindestens 4 davon sind Metalheads und Musiker. Gute Quote, wie ich finde.

Ab geht die Nordseereie.Als Anschreiben gab es eine Postkarte mit einer Seerobbe drauf! Yeah!

Logischerweise erfolgt ein Intro und dann wird es eben ostfriesisch üblich, denn das schöne an den ruhigen Nordseewikinger ist, dass sie ihren Metal eher extrem mögen. Hier regiert der Death, der Grind und der Thrash. Letzteres haben sich diese Burschen auf die Fahne geschrieben und das echt nicht übel, es gefällt durchaus.

Auch wenn ich mal meinen Lokalpatriotismus zur Seite schiebe ( okay, klappt nicht) muss ich den Jungens bescheinigen, dass sowohl Riffing und Songwriting absolut Laune machen und live sicherlich einige Leute vor die Bühne ihre Haare im thrashigen Rhythmus schütteln werden. Sicherlich ist Spiekeroog nicht der Nadel der Welt und der Thrash Metal wurde woanders erfunden und ohne Einflüsse und Nachahmung geht es eben nicht, aber trotzdem kommt es drauf, wie man das Songwriting angeht, welches Tempo man zu Rate zieht, wie man die Riffs kombiniert und wie der Gesang vorgetragen und eingesetzt wird. Dieses machen die Burschen mehr als ordentlich. und sicherlich ist nicht alles Gold, was glänzt, aber Häuptling Radbod noch verbessern, aber ansonsten gibt es echt amtlichen Thrash zu hören und die Repeattaste zu drücken fällt einen wahrlich nicht schwer.

Während der Opener, also das Intro in der Länge von 1:30, absolut an Metallica`s One erinnert, dann aber Fahrt aufnimmt, bieten Songs wie “Puppet Saviour”, “Thrashhammer ” und “At dusk thy awake” eine gute Mischung aus deutschen und amerikanischen Thrash Metal. “Puppet saviour” kommt sehr fix aus der Ecke gekrochen, bietet Solis, gute Uftataparts und wird am Ende, besonders gesanglich, sehr hysterisch. “N.W.D.” gibt auch Gummi und kommt mit den typischen Riffs und Uftata daher. Macht Laune,a aber recht unspektakulär.
“Thrashhammer” kommt einen guten Refrainpart und einen schönen schleppenden Mittelpart daher. Kommt auch sehr gut rüber.”whisperer in darkness” zieht irgendwie an mir vorbei, ist eigentlich sehr verspielt und sehr ruhig. Und eben mit düsteren und Flüstergesang versehen. Zwar druckvoll, zündet bei mir aber nicht so richtig.Der Rausschmeisser und CD Namensgeber “At Dusk thy awake” macht aber mal so richtig Laune. Die Riffs sitzen, das Drumming treibt und die vocals passen auf den Punkt.

Die Ostfriesen von Thrashhammer machen absolut Laune und haben noch Platz nach oben. Ein echt gutes Debut. Ich bin gespannt, wie es bei den vieren weitergeht. Die Mischung aus Bay Area Thrash, Slayerriffing, bißchen Tankard, bißchen alte Metallica und Heavy Metal schockt und rockt und dürfte für jeden interessant sein, der sich Thrash Metal nennt. Also, reinhören. Bei Youtube gibt es ein Video zum reinziehen oder einfach mal auf die Insel fahren und die Burschen im Proberaum lauschen. Lohnt sich beides.

Tracks:

1. Intro
2. Puppet Saviour
3. N.W.D.
4. Thrashhammer
5. Whisper in Darkness
6. At dusk thy awake

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