Watch out Stampede – Svtvnic

http://www.watchoutstampede.de/

Erscheinungsjahr: 24.03.2017

Noizgate Records / CD / Post-Hardcore / Deutschland / 10 Songs / 35:36 Minuten

Watch out Stampede, ein Name der einen durchaus geläufig ist, vor allem, wenn man wie ich aus Ostfriesland stammt, denn die Burschen haben hier eine richtige Fangemeinde. Meine Kollegen von” Untill The Moments comes” z.B. Es wundert einen auch nicht, denn die Burschen, die sich im Jahre 2011 gründeten, stammen aus Bremen, also quasi um die Ecke. Aber nicht nur bei den kühlen Norddeutschen haben die Burschen ein Stein im Brett. Festivalauftritte wie z.B beim Wacken oder Reloadfestival
kommen nicht von irgendwo her. Keine Frage. Der Erfolg ist verdient und ich gönne es ihnen. Allerding ist es musikalisch immer noch nicht “My cup of eastfrisian Tea”.

Auf dem dritten Album entwickelt man sich immer weiter und die Grenzen zum poppigen sind längst überschritten und so wird man eine Menge Leute ansprechen können, gut zu hören z.B. bei “H.A.T.E.”. Poppig und aggressiv zugleich, technisch anspruchsvoll und dennoch eingängig. Ein Spagat, der nicht einfach ist, WATCH OUT STAMPEDE aber gelingt und so hat man mich als Death Metal auf eine Reise mitgenommen, die mir gefallen hat. Wie bei jeder CD habe ich mir diese auch 3 mal angehört. Und ich habe mich keine Sekunde gelangweilt, auch wenn es nicht meine Art von Musik ist.

Es sind genügend harte Sequenzen vorhanden, ansonsten macht man eben das, was man machen möchte. Das ganze läuft bei dem Label Noizgate Records unter dem Begriff “Post Hardcore”. Klingt so apokalyptisch und kompliziert, ist es aber nicht.

Von der ersten Sekunde an spürt man, dass die Burschen a) das lieben, was sie machen und b) sie genau wissen, wie sie klingen möchten. Die druckvolle Produktion erledigt den Rest.

wie gesagt, ist mir das Ganze to much. Die Burschen gehen absolut abwechslungsreich zu Werke, nicht nur von Song zu Song, sondern auch innerhalb der Songs. Wie z.B. “Fingers Crossed”. Abgehackte Parts, technische Riffs, tiefer Gesang, dann melodischer Part mit Cleanvocals. Tanzbarer Breakdown. Fertig. Aggressiv wie Sau.
Ein Album, welches ich mir persönlich nicht kaufen würde, da bin ich ganz ehrlich, aber nur, weil es eben nicht meine Art von Musik ist. Ich bin sicherlich kein Experte für diesen Bereich, aber so einiges aus dieser Ecke habe ich gehört und Watch out Stampede gehören definitiv zur Sperrspitze. Ich werde nie ein Freund von Cleanvocals werden, aber diese klingen echt gut. Der Bursche hat es drauf.

Thematisch geht es um den täglichen realen Wahnsinn und dieser wird musikalisch vertont. Die Mischung aus Härte und Melodie, eben dieses Wechselbad der Gefühle, wird von ihnen sehr gut transportiert. Tiefe Vocals, Screams und Cleangesang treffen auf harte Gitarrenwände. melodisch Parts und Breakdowns. Immer wieder driftet man in poppige Gefilde ab, aber die Aggressivität und der Druck ist jederzeit spürbar. Durch die Unterstützung von Pianos und Streichern erzeugt man auch harmonische Elemente, die dann natürlich wieder zerstört werden.

Wer auf Post Hardcore oder Metalcore abfährt, der wird an Watch out Stampede definitiv nicht vorbeikommen und das ist gut so. Spartenpflichtkauf!

Tracks:

01 Sharks
02 Feather
03 H.A.T.E.
04 Guacamole Takeover
05 Fingers Crossed
06 Paper Hearts
07 SVTVNIC
08 The Last Walk
09 Wires
10 Solaris

This entry was posted in Reviews. Bookmark the permalink.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *