Wound – Engrained

https://www.facebook.com/wound.deathmetal

Erscheinungsjahr: 20.01.2017

F.D.A.Records / Cd-Lp-Download / Blackened Death Metal / Deutschand / 8 Songs / 47:06 Minuten

Seid 2011 sind die Hessen bereits im Buisness unterwegs und seit dem finde ich sie auch geil. Die fleissigen Wiesbadener brachten im Jahre 2012 ein Demo heraus und in 2013 eine Compilation und das fette Debutalbum:”Inhale the Void”. 2014 liessen sie eine Split mit Obscure Infinity folgen (Brett) und Anfang 2017 nun das Album Nummer 2, wieder via F.D.A.Records.

Hochsympath Sören und seine Band hauen da mal wieder was raus und gleich der Opener “I am havoc” ziehen einen ordentlichen die Schuhe aus.Im Vorfeld war ich ein bißchen skeptisch, da ich am Rande mitbekommen habe, dass sich wohl der Black Metal Anteil erhöht haben soll. Genau dieses bestätigt gleich der Opener. In typischer Black Metal Manier beginnt der Spaß und der Begriff “Blackened Death Metal” passt genau. Schnelles Schrabbelriffs treffen auf rasende Blackdrums und keifende Vocals. Aber dann geht man in den für Wound typischen Death Metal über und hier dürfen sich wieder Freunde der schwedischen Tonkunst freuen. Geiles old school Riff mit
Gesangsstilwechsel folgt und soagr Sprechgesang ist kurz im Hintergrund zu hören, was das Ganze bedrohlich macht, bevor man dann wieder in die schwarzmetallische Gewaltakkustik verfällt. Jetzt schon ein Klassiker, hehe. Nee, Brett. So muss blackende Death Metal klingen. Hinzu kommt die authentische und auf alt getrimmte Produktion. Der Song wird auf jeden Fall bei mir im Radio (Radio Mähdrescher ) gespielt, aber hallo.
“The Gateway to madness” folgt dem zerstörerischen Opener. Hier geht man eher etwas bedächtlich zu Werke, wechselt aber schön das Tempo und auch die Gesangslagen. Besonders der langsame Death Metal Part gefällt mir, der dann in ein kurzes atmosphärisches Element übergeht, bevor man dann nach einem Vorspieler die Hölle ausbricht und die schnelle Black Metal Keule herausholt. Argh, sehr fett. Genauso mag ich es. Ich bin ja kein Freund von Black Metal, stelle aber immer wieder fest, dass ich auf eine geile Mischung aus Black und Death abfahre, aber old school muss sie sein, so wie bei Desaster oder Arroganz.
Wound gehen diese Weg auch, ziehen aber definitiv ihr eigenes Ding durch. Hört euch mal das melodische und atmosphärische Riffing bei “The wrath and fire” an und dann die totale Zerstörung, die ausbricht. Knaller. Je öfter ich das Album höre, um desto geiler wird es.
Es klingt einfach nur fett und an allen Schrauben, die gedreht wurden, hat man richtig gedreht. Die Länge, die Produktion, die Reihenfolge der Songs, die Atmosphäre, die Brutalität, die Brachialität und natürlich vor allem die Mischung aus old schooligen Death Metal, überwiegend schwedischer Natur und schwarzmetallischer Raserie. Der wechselnde Gesang macht dann den Rest.
Aber vor allem muss man die Gitarrenfraktion loben. Als wäre es nichts, hauen sie ein geniales Riff nachdem anderen heraus. Hervorragend, hervorragend. Mit dem Titeltrack endet das Spekatakel. Meines Erachtens ist der Song zu lang ( über 12 Minuten), aber da müssen Musiker sich auch mal austoben dürfen, hehe. Sehr langer atmosphärischer Angangspart, bevor man ins blackige übergeht, aber dann eine Huldigung loswird. Eine Huldigung an Dismember. Dieser atmosphärische Death Metal Part schwedischer Machart klingt sowas von fett. Argh.Auch hier zeigt man Eigenständigkeit, denn das ausfädeln klingt ganz anders. Am Ende wird man nochmal verträumt. Ein atmosphärische Outro. Kommt gut.

Ich kann ohne Bedenken eine Kaufempfehlung aussprechen. Eines der geilsten Alben im schwarzmetallischen Death Metal Bereich und ich habe in den letzten Jahren einige hören müssen und dürfen. Meine Befürchtungen wurden zum Glück nicht bestätigt. Zwar wurde der blackige Anteil im Vergleich zum Vorgänger erhöht, aber diese Tatsache wirkt sich mehr als positiv aufs Songwriting aus.

wound

Tracks:
1. I Am Havoc
2. The Gateway to Madness
3. Thy Wrath and Fire
4. Morbid Paradigm
5. Carrion
6. Of Non Serviam
7. The Plague
8. Engrained

This entry was posted in Reviews. Bookmark the permalink.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *