Yardfield Colony – The Procession

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Erscheinungsjahr: 10.03.2017

Eigenproduktion / CD / Death Metal / Deutschland / 6 Songs / 25:20 Minuten

Der Metal durchbricht eben das, was Religionen und Staaten nicht schaffen. Die Rede ist von Grenzen. So hat diese CD den weiten Weg vom Erzgebirge nach Ostfriesland geschafft. Okay, lassen wir das, zumindestens wisst ihr jetzt, das Yardfield Colony aus dem Erzgebirge stammt und zwar aus Thalheim. 2012 schlossen sich einige Ortsansässige Krachkumpanen zusammen, um ein wenig rumzulärmen. Dieses haben sie bereits zuvor bei Bands wie Decubitus, EOS, Xtro oder Lane getan.

Im Jahre 2015 kam dann Tom (Ex-Disoption) und Kollege Jo ( Ex – Mental Amputation) hinzu. Einige Gigs konnten gezockt werden, u.a. Cattle Decapitation, Suffocation, Endseeker oder Cytotoxin.

Im Januar musste dann endlich auch was zählbares her und so begab es sich, dass die Band den Schritt ins Studio wagte. Heraus kam diese EP, die sie selbst veröffentlichen.

Nach einem recht langen (2 Minütigen ) Intro geht es mit “The Procession” los. Death Metal, straight in your face, so wie es der Papa mag. Gleich zu Beginn wird ordentlich geblastet und mit einem langgezogenen Riff ins Midtempo gewechselt. Schöner tiefer Gesang wird mit Screams kombiniert. Dabei gehen sie alles andere wie stumpf vor, bauen das ein oder andere Break mit ein, ohne technisch zu klingen oder die rote Linie zu verlassen. Das Tempo wird schön variiert. Macht Laune. Schöne 4 Minuten. Zwischendurch wird auch ne Melodie rübergeknallt. Herrlich.
Absolut Bangkompatibel, sogar kleiner Circle-Pit wird eingebaut, um dann wieder Gas zu geben. In diesem Sinne.” Lets Go!”

Schleppend und groovend, aber sehr drückend, legt man bei “Unhealable” los. Haarband raus und Haare schütteln. Das Riffing kommt einen zwar sehr bekannt vor, macht aber Laune. Midtempo und Groove regieren hier die Welt. Der doppelte Gesang klingt hier fett. Vorspieler und schnelleres Midtempo ist angesagt. Laune! Und dann Blast drauf. Jawoll, mit einen sehr dominanten Riff. Und wieder Wechsel. Kommt gut. Tempo raus, Grunzer drauf und grooven. Jawoll!

So zieht man sich durch knappe 26 Minuten und das Drücken der Repeattaste fällt einem nicht wirklich schwer. Hier und da warten sie mit Überraschungen auf. Beim Anfang von Spineless Victims kommt man mit Computerklänge her. Okay, darauf hätte ich gut verzichten können. Der Song selber geht in die bandtypische Kerbe, kann mich aber nicht ganz überzeugen. Einige Thrashige und Melodeath Zitate werden auch verbraten.

“The Harvester” klingt am Anfang so, als ob die CD kaputt wäre, ist es aber absichtlich. Schöner Gimmick. Danach gibt es auf die Glocke und man geht in die Richtung Melodeath. allerdings auf einem Geballertrip.

Der längste Song ist der Rausschmeisser:”Pedominating the swarm”. Komplex und facettenreich, pure Abwechslung.

Yardfield Colony beweisen, dass guter Death Metal nicht immer aus der USA oder Schweden kommen muss. Mittlerweile haben wir in Deutschland ja sehr viele geile Kapellen.

Eine Band, die man unbedingt im Auge und vor allen in den Ohren behalten sollte. Durchaus ein leckeres Ding. Vor allem für Freunde, die sowohl den Blast als auch den Groove Death Metal mögen, fernab von dem Slamkrams.

1. Intro 02:10
2. The Procession 03:59
3. Unhealable 04:02
4. Spineless Victims 05:01
5. The Harvester 04:20
6. Predominating the Swarm 05:48

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