Zora – Scream your hate

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Erscheinungsjahr: 14.09.2016

Eigenprosuktion / CD / Death Metal / Italien / 9 Songs / 38:09 Minuten

Die italienische Band ZORA ist mir bereits seit der Split mit Sickening aus dem Jahre 2005 bekannt. Seit 2003 sind sie dabei und hatten vorher noch ein Demo und eine EP herausgebracht.in 2009 folgte eine 4 Way Split mit Deathcrush,Smashed und Land of Hate und dann wurde es im Jahre 2010 Zeit für ihr Debut. 2014 fogten noch 2 Singles und nun liegt Album Nummer 2 vor. Ich bin damals aufmerksam geworden, als ich den Namen gelesen habe. In meiner Jugend gab es eine TV Serie namens “Die rote Zora”. Danach werden sie sich aber wohl nicht benannt haben, denke ich, hehe. Zufällig gibt es noch eine Combo aus Italien, die so heisst, machen aber Glam Rock. Eine Verwechslung ist kaum möglich, denn diese ZORA gehen etwas brutaler vor.

Brutaler Death Metal steht auf der Tagesordnung. Ihr kennt sicherlich auch das Gefühl. Man schmeisst das Album rein und gleich hat man was zu meckern und den Rest hört man nicht so. Im Falle von ZORA ist es der Gesang. Dieser ist richtig geil tief, nervt aber ein wenig auf Dauer und verdrängt die Instrumentalfraktion in den Hintergrund. Zwar werden hier und da mal Screams mit eingestreut , die dann normal sind, aber überwiegend in Pig Squeals Format. Tja, was solls, Repeattaste drücken und nochmal das Rennen machen und hallo, so langsam entfacht sich das Album zu einen kleinen Leckerlie. Sofern man den Gesang selber nicht mehr in den Vordergrund rückt und sich mehr und mehr auf die Riffs konzentriert, muss man sagen, dass das Album durchaus fruchtet, keine Frage. Denn hier sind richtig geile Riffs am Start, die nicht immer neu sind, aber richtig schön ins Mark gehen.
Überwiegend wildert man in amerikanische Gefilden. Bands wie Broken Hope, alte Gorguts und natürlich Cannibal Corpse müssen unbedingt genannt werden. Das Tempo ist überwiegend schön schnell, aber nicht auf Blastgewitter ausgelegt, sondern halt alte Schule. Hier und da driftet man ins Midtempo ab, welches immer wieder geil rüber kommt und verwendet dann auch Zitate aus der schwedischen Ecke. Dismember lassen an einige Ecken grüßen. Man wartet mit kleinen Überraschungen auf. Sei es mit rockigen Parts ala Motörhead oder kleinen Filmzitaten. Und so kann man sich wahrlich täuschen und man bereut es, wenn man ein Album nicht mehrfach durchhört. Nach dreimaligen durchhören muss ich sagen, dass ZORA hier natürlich kein Meisterwerk in Sachen brutalen Death Metal geglückt ist, aber mit Songs wie “Slave of mind”, dass siebenminütige “Refuse”, Trapped Mosuito”, dem fetten und rockigen ( fettes Riff, welches auch gut von meinen Kumpels von Sledgehammer Nosejob hätte sein können) “Abracadacab” und dem brutalen Rausschmeisser “Scream your hate” können sie einen einfach dem Tag versüßen. Für eine Egenproduktion ist der Sound schön old schoolig, aber wie am Anfang schon beschrieben, ist mir der Gesang zu weit im Vordergrund. Nicht extrem, aber durch die dauerhafte Tiefe fällt es eben auf. Vielleicht sollte er diesen öfter variieren. Das der Maestro es kann, beweist er bei “Scream your hate”, denn da grunzt er in 2 verschienden Tonlagen und es werden Screams verwendet, was zu einer schönen Abwechslung führt, auch wenn der Song irgendwie abrupt endet. Guter brutaler Death Metal!

Tracks
1. Dripping 06:01
2. Outcast 04:16
3. Blinded 03:44
4. Slave of Mind 03:23
5. Refuse 07:38
6. Trapped Mosquito 02:16
7. Banquet of Flesh 02:22
8. Abracadacab 03:49
9. Scream Your Hate 04:40

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